DE15050C - Selbstthätig und stetig wirkende Schmiervorrichtung für Dampfmaschinen - Google Patents

Selbstthätig und stetig wirkende Schmiervorrichtung für Dampfmaschinen

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DE15050C
DE15050C DENDAT15050D DE15050DA DE15050C DE 15050 C DE15050 C DE 15050C DE NDAT15050 D DENDAT15050 D DE NDAT15050D DE 15050D A DE15050D A DE 15050DA DE 15050 C DE15050 C DE 15050C
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Germany
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valve
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glasses
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DENDAT15050D
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English (en)
Original Assignee
J. HOCHGESAND in Paris
Publication of DE15050C publication Critical patent/DE15050C/de
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F16ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
    • F16NLUBRICATING
    • F16N7/00Arrangements for supplying oil or unspecified lubricant from a stationary reservoir or the equivalent in or on the machine or member to be lubricated
    • F16N7/30Arrangements for supplying oil or unspecified lubricant from a stationary reservoir or the equivalent in or on the machine or member to be lubricated the oil being fed or carried along by another fluid

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Lift Valve (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
KLASSE 47«
1 .„
asCHINENELEMENTE.
Fig. ι zeigt die Anordnung des oberen Verschlusses des Oelbehälters für Hochdruck- und andere Maschinen. Die in Fig. 2 dargestellte Anordnung ist für Dampfcylinder von Condensationsmaschinen, sowie für die allgemeine Verwendung für Locomotiven bestimmt.
Die Schmiervorrichtung besteht aus einem inneren Behälter U aus Kupfer zur Aufnahme des Schmiermittels, welches in dem äufseren Behälter U1 eingesetzt ist und mittelst der Mutter M festgehalten und an seinem unteren Ende verdichtet wird. Zwischen beiden Behältern entsteht hiermit der Zwischenraum Z, welcher durch die 2,5 mm grofsen Bohrungen B mit dem Dampfraum in Verbindung steht. Der Dampf strömt durch die erwähnten Bohrungen ein und heizt so den inneren Oelbehälter U; das entstehende Niederschlagwasser tritt durch dieselben Bohrungen aus und gelangt in die Maschine zurück.
Der Verschlufs des äufseren Behälters U1 wird in Fig. 1 hergestellt durch ein Ventil V, welches seinen Sitz von unten an dem aufgeschraubten, aufsen mit einem Trichter versehenen und mit dem äufseren Behälter abgedichteten Deckel K findet. Dieses Ventil wird von unten auf dem mittleren Führungsrohre H mittelst der rohrartigen Verlängerung G geführt, welche mit vier zum Dampfdurchgange dienenden Löchern c versehen ist. Nach oben ist dasselbe verlängert und trägt einen kleinen Handgriff F, welcher behufs Regulirung des OeI-durchganges gedreht werden kann.
In Fig. 2 ist der Handgriff F auf die vier-. kantige Verlängerung des Ventils V aufgesteckt, so dafs eine senkrechte Verschiebung des Ventils möglich ist, welche durch die auf die Ventilverlängerung aufgeschraubte geriffelte Mutter E verhindert werden kann. Die Hülse hx des Handgriffes F ist verlängert und greift in das Auge A des mit dem Deckel ein Stück"bildenden Querstücks T. Das Andrücken des Ventils V gegen seinen Sitz wird durch die Spannung von T bewirkt, durch welche aber das Drehen des Handgriffs und mit ihm des Ventils V behufs Regulirung gestattet wird.
Mit dem Abschlufsventile V ist vermittelst Gewinde die theilweise vierkantige und am Drehen verhinderte Regulirspindel R verbunden. Dieselbe wird durch das Drehen des Ventils V mittelst des' Handgriffs F gehoben oder gesenkt und öffnet oder verschliefst so unten den OeI-austritt bei /, welcher durch die Bohrungen e e, Fig. ι, mit dem Oelbehälter U in Verbindung steht. Diese Spindel R ist durch das, auch in seinem mittleren Theile vierkantige, in . das Ventilführungsrohr H eingesetzte Rohr ch am Drehen verhindert; letzteres läfst einen Zwischenraum ζ zwischen sich und dem Rohre H, welcher durch die Kanäle b b und b 1 b1, Fig. 3 und 4, dem Dampfe Durchgang gewährt, um ihn, nachdem er das Verschlufsventil Fgehoben und verschlossen hat, durch die Oeffhungen c c in der unteren Ventilverlängerung ins Innere des Oelgefäfses U eintreten zu lassen, um dort Druckausgleichung zn bewirken.
Die directe Verbindung des Verschlufsventils V mit der Regulirspindel R hat zur Folge, dafs bei Vorrichtungen, in denen der obere Verschlufs des Ventils nur durch den inneren Dampfdruck und nicht mittelst der Mutter E bewirkt wird, beim Anhalten der Maschine der Dampf von

Claims (3)

letzterer abgesaugt wird, das Verschlufsvent.il V gemeinschaftlich mit der Regulirspindel R so weit herabsinkt, bis letztere den Oelaustritt verschlossen hat und so die Wirkung beim Stillstande der Maschine aufhebt. Beim Anlassen der Maschine hebt der Dampf, bevor er durch die Bohrungen cc in der Ventilverlängerung, Fig. ι und 2, tritt, das Ventil und die Regulirspindel, schliefst ersteres und öffnet gleichzeitig mit dem Heben der letzteren den Oelaustritt, so dafs beim Anlassen der Maschine regelmäfsig die gleiche Oelmenge zum Schmieren gelangt. Für den in Fig. 2 angegebenen Verschlufs ist diese Selbstthätigkeit auch zu erreichen, indem man die Mutter E nicht fest zieht, vielmehr den zum Sinken des Ventils nöthigen Spielraum läfst. Es ist also bei Locomotiven ein Festziehen der Mutter E nur bei Thalfahrten nöthig, wo kein Dampf in die Maschine tritt. Die Gläser N, Fig. 2 und 5, von 3 bis 4 mm Stärke sind am Umfange kugelförmig gestaltet, um leicht und sicher ihren Platz einzunehmen und gute Dichtung zu bewirken. Sie sind in eine im Innern mit Gewinde versehene Kapsel P eingesetzt und durch den inwendig messerartig zugeschärften, aufsen mit Gewinde versehenen Ring 0 auf ihren mit Blei belegten Sitz aufgeprefst. Im Innern der zur Aufnahme der Kapseln PP dienenden Hülse / ist ein aufsen mit Gewinde versehenes Rohrstück r eingesetzt. Dasselbe ist durch die Verlängerung und das trichterförmige Ansatzrohr am Drehen und Herausfallen verhindert, Fig. 2. Dieses Rohrstück r schraubt sich in die Kapseln PP und bewirkt durch festes Anziehen der letzteren auf die aufgeschliffenen Dichtungsflächen /2 eine dauerhafte Dichtung. Zum Reinigen der Gläser nimmt man, wie Fig. 5 zeigt, nur die Kapseln PP heraus, reinigt die Gläser im Innern und setzt sie wieder ein. Das trichterförmige Ansatzrohr g dient dazu, die Wirkung der Druckveränderungen im Cylinder oder Schieberkasten auf den im Abtropfen begriffenen Oeltropfen zu verhindern, indem der vorhergehende Tropfen in dem engen Theil von g einen vorübergehenden Verschlufs bewirkt. Der Absperrhahn ist ein Dreiweghahn; er besitzt aufser der Hauptdurchgangsöffnung noch eine kleine Bohrung xx1, welche, wenn der Hahnschlüssel rechtwinklig zu der in der Zeichnung angegebenen, dem Betriebszustande entsprechenden Stellung gebracht wird, die Verbindung des Oelgefäfses mit der Aufsenluft herstellt und so dem eingeschlossenen Dampfe den Austritt gewährt. Dies hat zur Folge, dafs der Dampfdruck von unten auf das Verschlufsventil V aufhört und die Eingiefsöffnung ,während des Ganges der Maschine geöffnet werden kann, so dafs das Füllen beim Betriebe möglich ist, während man ohne den Verschlufs des Hahnes erst die Niederschlagung des Dampfes abwarten müfste, wodurch das Füllen verzögert werden würde. Man füllt die Vorrichtung bei geschlossenem Hahn von oben durch Niederschrauben des Verschlufsventils V und bewirkt hierauf durch entgegengesetzte Bewegung des Handgriffs F den Verschlufs. Hierauf wird der Hahn in die in der Zeichnung dargestellte Betriebsstellung gebracht. Durch Oeffnen dieses Hahnes tritt der Dampf in die Vorrichtung, gelangt durch die Bohrungen B B, Fig. 2, in den zum Wärmen behufs Vermeidung der Condensation im Innern bestimmten Zwischenraum Z, ferner tritt er durch die Kanäle und Bohrungen b1 b1, bb und c c ins Innere des Oelbehälters U. Bei diesem Durchgange ist er gezwungen, das Verschlufsventil V vollständig zu schliefsen und fest gegen seinen Sitz zu pressen, falls dies nicht schon der Fall gewesen ist. Nun herrscht im Innern überall der gleiche Druck, und beim Oeffnen der Austrittsöffnung / durch Hochschrauben der Regulirspindel R vermittelst des Handgriffs F fällt das Schmiermittel bei der Verlängerung f im Innern des zwischen beiden Beobachtungsgläsern befindlichen Raumes tropfenweise nieder. Auf dem Wege zur Maschine tritt es durch das trichterförmige Ansatzröhrchen g und bewirkt im engen Theile desselben einen vorübergehenden Abschlufs. Patenτ-AnSprüche:
1. Der Verschlufs des Oelgefäfses für einen den Atmosphärendruck stetig übersteigenden Dampfdruck, bestehend aus dem kugelförmig gestalteten Ventile V, Fig. 1, welches von innen gegen seinen im aufgeschraubten Deckel K befindlichen Sitz durch den Druck des Dampfes im Oelgefäfs geprefst wird und eine Drehbewegung ohne Anwendung einer Stopfbüchse gestattet.
2. Der Verschlufs des Oelgefäfses für den Fall, dafs der Dampfdruck zuweilen auch unter den Atmosphärendruck sinkt, bestehend aus dem kugelförmig gestalteten Ventil V, Fig. 2, welches entweder durch den Dampfdruck im Oelgefäfs oder mittelst der Mutter E, die sich unter Vermittlung der Nabe des Schlüssels E gegen das mit dem Deckel fest verbundene Querstück T stützt, gegen seinen im Deckel K befindlichen Sitz von innen aufgeprefst werden kann.
3. Die Verbindung der an ihrem unteren Ende als Absperrventil für das Schmiermittel ausgebildeten, an ihrem oberen Ende mit Schraubengewinde versehenen, nicht drehbaren Regulirspindel R mit dem derselben als Mutter dienenden Ventil V, welche Einrichtung eine Regulirung des Austritts 'des
Schmiermittels gestattet und eine selbstthätige Absperrung und selbsttätigen Austritt desselben bewirkt, je nachdem der Dampfdruck im Schmiergehäuse aufhört oder wieder in Wirksamkeit tritt.
Die Anordnung und Construction des mittleren Theils der Vorrichtung, bestehend aus dem äufseren Rohr H, welches zur Führung des Ventils V mittelst Rohres G dient, dem zweiten inneren Rohr, welches die Regulirspindel R aufnimmt und in das erste Rohr H derart eingesetzt ist, dafs zwischen beiden ein Raum ζ bleibt, welcher in Gemeinschaft mit dem oben und unten bei bb und b1 bl gebohrten Löchern und mittelst der Oeffnungen cc an der Wurzel des Führungsrohrs G eine Verbindung des unteren Dampfraumes mit dem oberen Theil des Schmierbehälters herstellt, und wobei die Oeffnungen ίί so angebracht sind, dafs sie nur bei gehobenem Ventil vden Durchgang des Dampfes gestatten, so dafs die In- und Aufserbetriebsetzung der Schmierung selbstthätig erfolgt.
Die Form der Beobachtungsgläser N, welche aufsen nach einer Kugelzone abgeschliffen sind, welche Form eine selbstthätige Dichtung der Gläser dadurch bewirkt, dafs dieselben durch den Dampfdruck gegen ihre* Sitzfläche geprefst werden; ferner die Fassung der Gläser, bestehend aus der Kapsel P, die mittelst Innengewindes auf das Rohr r geschraubt und durch kegelförmige aufgeschliffene Sitzflächen gedichtet wird, in Verbindung mit dem in die Kapsel eingeschraubten, messerartig zugeschärften Ringe o, welche Anordnung eine leichte Reinigung und Auswechselung der Gläser gestattet.
Die Anordnung des trichterförmigen Ansatzrohrs g, welches dazu dient, den im Abfallen begriffenen Tropfen durch die Beobachtungsgläser dadurch sichtbar zu erhalten, dafs der vorhergehende Tropfen im engen Theil dieses trichterförmigen Ansatzrohrs g einen vorübergehenden Verschlufs bildet und so dem Dampf den Eintritt in die vom Rohr r gebildete Kammer und die Zerstäubung des Oeltropfens verhindert.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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