DE228754C - - Google Patents

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DE228754C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/15Locally discharging the dyes
    • D06P5/155Locally discharging the dyes with reductants

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Photosensitive Polymer And Photoresist Processing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
~ M 228754 KLASSE Bn. GRUPPE
Zusatz zum Patente 228753 vom I.Oktober 1909.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Januar 1910 ab. Längste Dauer: 30.September 1924.
In der Patentschrift 228753 ist ein Verfahren beschrieben, nach welchem man Pararotätzeffekte auf den mit Diazo-p-nitrobenzol zu kuppelnden direkten Baumwollfarbstoffen in der Weise erzielt, daß man die mit solchen Farbstoffen, wie Parablau, Paragrün, Paraschwarz usw. ausgefärbte und dann mit einer naphtolhaltigen Hydrosulfitätze bedruckte Ware zunächst durch ein Diazo-p-nitrobenzolbad und danach durch verdünnte Schwefelsäure passieren läßt. Es ist ferner in dem vorerwähnten Patent darauf hingewiesen, daß es in der Praxis zweckmäßig erscheint, die bedruckte Ware einer zweimaligen Passage durch Diazolösung und Schwefelsäurebad zu unterwerfen.
Es hat sich nun im Laufe weiterer Arbeiten
gezeigt, daß man die Nachbehandlung der bedruckten Ware vereinfachen und den Effekt verbessern kann, indem man die bedruckte Ware zunächst durch eine kalte, gegebenenfalls eine bis auf etwa 400C. erwärmte verdünnte Schwefelsäure passieren läßt und darauf, ohne zu spülen und zu trocknen, durch ein Diazo-p-nitrobenzolbad und gleich hinterher durch ein auf etwa 400 C. erwärmtes verdünntes Schwefelsäurebad hindurchzieht.
Es hat sich herausgestellt, daß die erste Schwefelsäurepassage, welche gleich nach dem Dämpfen der bedruckten Ware erfolgt, nötig ist, um die Zersetzungsprodukte des Hydrosulfits — die Sulfite — zu zerlegen und dadurch die Kupplungsfälligkeit der Diazolösung zu erleichtern.
Die reichliche Entwicklung von Schwefeldioxyd an den überdruckten Stellen, welche beim Zusammenkommen mit verdünnter Schwefelsäure sich bemerkbar macht, ist auf eine solche Zersetzung der Sulfite zurückzuführen.
Nach der ersten Passage durch verdünnte Schwefelsäure erfolgt die Kupplung im Diazobade viel leichter, doch scheinbar in diesem Falle auf eine andere Weise. Die eigentliche Farbstoffbildung erfolgt erst nach nochmaliger Passage durch verdünnte Schwefelsäure, vermutlich durch molekulare Umlagerung. Der Roteffekt wird sofort beim Eintritt der Ware in die verdünnte Schwefelsäure hervorgerufen.
Die Abänderung des Verfahrens des Hauptpatentes dahin, daß man die bedruckte Ware nach dem Dämpfen erst mit verdünnter Schwefelsäure, dann im Diazobad und schließlich nochmals mit verdünnter Schwefelsäure

Claims (2)

behandelt, ist auch aus dem Grunde äußerst wichtig, weil sie gestattet, neben Rot- auch reine Weißätzen herzustellen. Es hat sich nämlich herausgestellt, daß bei manchen Farbstoffen, ζ. B. bei Naphtamingrün (Kalle&Co.) oder Päragrün B, die mit Hydrosulfit ohne ß-Naphtol weißgeätzten Stellen beim Eintauchen in das Diazobad eine bräunlichgelbe Farbe annehmen,' welche sehr fest haftet und ίο auch beim kräftigen Seifen nicht heruntergewaschen werden kann; es sind dies vermutlich phenolartige Zersetzungsprodukte, welche bei der Reduktion des Farbstoffes mit Hydrosulfit entstehen, und welche dann im Diazobade wiederum gelbe Farbstoffe liefern. Wenn man aber nach dem Dämpfen die weißgeätzten Stellen durch Schwefelsäure passieren läßt, bleiben die Stellen rein weiß. Auf diese Weise ■ lassen sich rein weiße Ätzen neben roten auf leichte Weise herstellen. Pa τ ε ν τ - A ν s ρ R ü c η E:
1. Abänderung des Verfahrens des Patentes 228753 zur Erzeugung von p-Nitranilinroteffekten bzw. Naphtylaminbordeauxeffekten auf direkten Farbstoffen, die mit Diazo-p-nitrobenzol o. dgl. gekuppelt werden, bei welchem der gefärbte Stoff mit einer ß-Naphtol enthaltenden Hydrosulfitätze bedruckt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die bedruckte bzw. geätzte Ware zuerst mit verdünnter Schwefelsäure, dann mit Diazo-p-nitrobenzol bzw. Diazo-a-naphtalin und schließlich mit verdünnter Schwefelsäure behandelt wird.
2. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch ι zur Erzielung von Weiß- neben Roteffekten, dadurch gekennzeichnet, daß die Weißätzung mittels Hydrosulfite ohne ß-Naphtol hervorgerufen wird.
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