DE22502A - - Google Patents

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KAISERLICHES
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KLASSE 36: Heizungsanlagen
Diese Neuerungen bestehen in der Erzeugung der Wärme durch die Abführungsgase eines Feuers, welche Röhren, Platten oder Kästen von aufsen erwärmen, wodurch gleichzeitig die im Innern derselben circulirende Luft erwärmt und durch die immer folgende kalte Luft im Zimmer oder in anderen Räumen, welche man zu heizen wünscht, verbreitet wird. Fig. 1 stellt einen Ofen mit offenem Feuer dar mit einem Schnitt nach α-α', welcher die rechtwinkligen Röhren s und s' zeigt; Fig. 2 stellt einen gewöhnlichen Ofen dar mit einem Schnitt nach ß-ß', um das runde Register, und einen Schnitt nach γ-γ, um die rechtwinklige Röhre χ zu zeigen.
Fig. 3 stellt die Anordnung dieser Construction in dem Abzugskanal eines Kessels dar, mit einem Querschnitt nach $- &' und einem Längsschnitt nach co-u>'.
Die Anordnung dieser Construction bei offenem Feuer ist die nachstehend nach Fig. 1 beschriebene.
Den Hintergrund eines Kaminfeuers bilden bis zu einer gewissen Höhe zwei Platten von Eisenblech oder Gufsplatten, welche eine Art seitlich geschlossener Kästen A herstellen und bis auf den Boden reichen. Die untere Seite dieses Kastens ist offen, der Kasten selbst ist konisch; die obere Seite des Kastens ist mit einer Platte bedeckt, in welcher eine Reihe rechtwinkliger Röhren j eingepafst sind; diese Röhren sind alsdann mit ihrem oberen Ende in einer Eisenblechplatte eingepafst und bilden mit -derselben eine Art Sammelkasten B für die aus dem Kasten A und der Reihe Röhren s strömende erwärmte Luft.
Gleich hinter dem Kasten A und den Röhren .y und von diesen letzteren durch eine mit einer Oeffnung 0 versehenen eisernen Blechwand T getrennt, befindet sich ein rechtwinkliger Kasten C, welcher bis auf den Boden des Ofens reicht, und in welchem gleichmäfsig verteilte rechtwinklige, senkrechte Röhren s' angebracht sind. Die beiden Enden dieser Röhren s1 sind durch zwei Platten gehalten, deren eine diejenige ist, welche zu gleicher Zeit auch die oberen Enden der Röhren s enthält.
In der Mantelung des Ofens ist ein Register U angebracht, welches durch einen Knopf D geöffnet und geschlossen werden kann; die kalte Luft wird entweder aus dem Zimmer selbst oder von aufsen her entnommen, dringt von unten in den Kasten A 'und den Kasten C und entweicht, nachdem sie die rechtwinkligen Röhren ί und s' und die rechtwinkligen Löcher des Registers U passirt hat, in das Zimmer.
Das Eisenblech a, welches von dem Brennmaterial direct geheizt wird, giebt seine Wärme der kalten Luft des Kastens A ab. Die Heizgase der Verbrennung sind gezwungen, ehe sie durch das Rohr E in den Schornstein gelangen, zwischen den rechtwinkligen Röhren ί zu circuliren, alsdann die in dem Eisenblech T angebrachte Oeffnung ο zu passiren, um alsdann zwischen den Röhren s' zu circuliren. So geben die Heizgase der Verbrennung der kalten Luft, welche durch die Röhre ί und s' strömt,
einen grofsen Theil ihrer Hitze ab, und zwar um so viel mehr, je weiter unten das Rohr E am Ofen angebracht ist, und demnach die Heizgase gezwungen sind, langsam den Kasten O zu passiren.
Durch; die Anbringung des Rohres G und mit Hülfe der Drosselklappe F kann man die heifse Luft in einen anderen Raum gehen lassen, man braucht nur die Klappe F zu öffnen und das Register U zu schliefsen. Schliefst man die Klappe F und öffnet das Register U, so strömt die heifse Luft in das Zimmer, wo der Ofen sich befindet.
Es kann manchmal der Fall sein, besonders bei alten, offenen Oefen, dafs wegen einer besonderen Gestaltung des Ofens oder bei gufseisernen Oefen die beschriebenen Anordnungen nicht ganz in Anwendung kommen können. In diesem Falle wird, ohne jedwede Veränderung des Ofens, der beschriebene Kasten C, Fig. i, einfach hinter dem Ofen angebracht. Dann bildet der Kasten C ein für sich abgeschlossenes Ganze und hat an der Seite, welche die Blechplatte T1 Fig. i, ersetzt, eine Oeffhung, in welche das Rohr des alten Ofens einmündet. Die Heizgase der Verbrennung, anstatt direct in den Schornstein zu gelangen, passiren den Kasten C, und die Anordnung und Wirkung des ganzen Apparates bleibt ähnlich wie in Fig. i, nur fallen die rechtwinkligen Röhren ί und der Kasten A ganz weg.
Endlich kann man auch den Kasten A und die Röhre ί weglassen und statt dieser eine Reihe gufseiserner, rechtwinkliger Röhren anbringen, die direct bis an die Grenze des Feuers reichen; die Hitze des Feuers erwärmt sofort alle diese Röhren, durchstreicht sie und entweicht durch das Rohr F in den Schornstein.
Die Anwendung an einem gewöhnlichen Ofen geschieht in folgender Weise, Fig. 2:
In das Ofenrohr H wird ein rechtwinkliges Rohr / eingepafst, in welches das Rohr, das die Heizgase der Verbrennung nach dem Schornstein führt, mündet. Gegen das Ende des Rohres / sind zwei eiserne Blechplatten i und i' angebracht, zwischen welchen eine Reihe rechtwinkliger, senkrechter Röhren X festgehalten wird. Wie bei dem offenen Feuer befindet sich über der Platte i' ein freier Raum, welcher oberhalb vermittelst einer mit dreieckigen Einschnitten o' versehenen Blechplatte J geschlossen ist. Um den oberen Theil des Rohres / herum sind seitlich rechtwinklige Einschnitte 0" angebracht. Ein rundes Register bietet einen cylindrischen Theil K und einen flachen Theil X', welche entsprechend an dem oberen Theil des Rohres I und auf dem unteren Theil der Blechplatte J angepafst werden. Die Flächen K und K' sind mit Einschnitten versehen, welche den Einschnitten des Rohres / und der Platte J identisch sind. Das Register wird durch ein Niet L festgehalten und vermittelst eines Knopfes M auf einfache Weise gehandhabt. Die Einschnitte bezw. des Rohres, der Platte J und des Registers sind derartig angeordnet, dafs, wenn das Register die Löcher 0' öffnet, die Löcher 0" der Platte J geschlossen werden, und ebenso umgekehrt.
Das Rohr / hat als Verlängerung ein Rohr N, welches in das Zimmer geführt wird. Die kalte Luft gelangt von unten in die rechtwinkligen Röhren X, wird in diesen durch die Heizgase der Verbrennung, welche, ehe sie in den Schornstein gelangen, diese Röhren äufserlich bestreichen, erwärmt. Diese heifse Luft strömt alsdann, wenn die Löcher o' geöffnet sind, in das Zimmer oder, entgegengesetzt, wenn solche geschlossen sind, in andere Räume, zu welchen das Rohr N geführt wird.
Eine Einrichtung, welche man in dem Abzugskanal der Heizgase eines beliebigen Dampfkessels oder Heizraumes anbringen kann, ist folgende, in Fig. 3 dargestellte:
Dem Abzugskanal gleichlaufend und in dem Mauerwerk dieses nach dem Schornstein führenden Kanales eingelegt, befinden sich Eisenblechkästen F, weicht; nach unten und nach oben geöffnet sind. Diese Kästen münden unten in einen mit der freien Luft in Verbindung gesetzten Raum Q und oben in den unteren Theil eines Gewölbes R, auf dessen oberem Theil ein Rohr V auf die Art eines Ofenrohres angebracht ist, welches die heifse Luft nach aufsen in einen beliebigen Saal führt.
Ebenso wie bei dem offenen Feuer und dem gewöhnlichen Ofen wird hier die kalte Luft, welche von aufsen in den Raum Q gelangt und im Innern der Kästen F circulirt, von den Heizgasen erwärmt, welche beispielsweise, vom Rost eines Dampfkessels kommend, diese Kästen durchstreichen, bevor sie in den Schornstein gelangen.
Die auf diese Weise erwärmte Luft, von der inneren, nach unten strömenden kalten Luft getrieben, gelangt in das Gewölbe F und von dort vermittelst des. Rohres V in den benachbarten Raum, welcher geheizt werden soll.
Die in vorstehender Beschreibung erläuterten Anordnungen können an beliebigen neuen oder alten Heizapparaten angebracht werden.

Claims (1)

  1. Patent-Ansprüche:
    i. An offenen Oefen oder Herden die Hinzufügiing eines Kastens A, einer Reihe Röhren ί und eines dahinter angebrachten Kastens C mit senkrechter Röhre s', welche alle von dem Brennmaterial und den Heiz-
    gasen der Verbrennung äufserlich erwärmt werden, während im Innern derselben die kalte Luft durchgeht, sich erwärmt und mit Hülfe specieller Oeffnungen und Register in das Zimmer oder in die zu heizenden Räume ausströmt.
    Der in dem Kanal eines Feuerherdes oder Ofens (C, Fig. i, /, Fig. 2, QJi, Fig. 3) angebrachte, aus einer je nach der Wärmequelle mehr oder minder grofsen Zahl gerader Röhren (s und s', Fig. 1 und 1 a, und Fig. 2 und 2 b, P, Fig. 3 a) bestehende Raum, welche Röhren zur Erzielung einer möglichst grofsen Beheizungsfläche und zur Vermeidung von Verlust an Wärme, die aus dem Feuerraum strömt, nicht mit wärmeleitender Masse umgeben sind, zur Anwärmung von Luft.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.

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