DE22280C - Neuerungen an Trockenmaschinen für Gewebe - Google Patents

Neuerungen an Trockenmaschinen für Gewebe

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DE22280C
DE22280C DENDAT22280D DE22280DA DE22280C DE 22280 C DE22280 C DE 22280C DE NDAT22280 D DENDAT22280 D DE NDAT22280D DE 22280D A DE22280D A DE 22280DA DE 22280 C DE22280 C DE 22280C
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Germany
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DENDAT22280D
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E. WELTER in Mülhausen i. E
Publication of DE22280C publication Critical patent/DE22280C/de
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C3/00—Stretching, tentering or spreading textile fabrics; Producing elasticity in textile fabrics
    • D—TEXTILES; PAPER
    • D06—TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06C—FINISHING, DRESSING, TENTERING OR STRETCHING TEXTILE FABRICS
    • D06C2700/00—Finishing or decoration of textile materials, except for bleaching, dyeing, printing, mercerising, washing or fulling
    • D06C2700/04—Tenters or driers for fabrics without diagonal displacement

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegenden Neuerungen beziehen sich auf solche Trockenrahmen, welche entweder in Verbindung mit einer Appretirm aschine oder ohne dieselbe zur Anwendung kommen sollen.
In dem einen wie in dem anderen Fall, tritt das Gewebe unten in den ,Trockenrahmen ein und durchläuft ihn zweimal hin und her,. ehe es in der oberen Partie des Trockenrahmens an dem Eintrittsende in die Klaviere, Kluppen oder Nadeln eintritt und auf der Oberfläche des Rahmens entlang in gespanntem: Zustande seine endgültige Trocknung erhält. Dabei ist der Rahmen unten und an den Seiten geschlossen . und sind von unten Kanäle in diesen , abgeschlossenen Raum eingeführt, welche frische, trockene Luft zuleiten, die durch die in dem geschlossenen Raum durch eigentümliche Heizröhren entwickelte aufsteigende Hitze angesogen wird. Die heifse Luft tritt durch einen Abzug in dem nach oben trichterförmig gestalteten Gehäuse ins Freie oder wird behufs besserer Aspiration in einen Kamin geleitet.
Es wird durch die angegebene Führung des Gewebes erzielt, dafs letzteres eine Vortrocknung erhält, ehe es in seinem letzten Laufe in der obersten Partie des Rahmens durch Klaviere, Kluppen oder Nadeln erfafst.: wird, und wird zugleich erreicht, dafs der Arbeiter, welcher das Gewebe' bei a1 zwischen die Kluppen, Klaviere oder Nadeln dirigirt, den gespannten Theil des Gewebes, weil oben sichtbar auf dem Rahmen entlang laufend, stets vor Augen hat. , Bei. den bisherigen Rahmen konnte man das gespannte Gewebe in der unteren Partie des:Rahmens nicht beobachten. .-..'..' .'
Gleichzeitig ist an der Stelle, an welcher das Gewebe aus dem nicht gespannten Zustande der unteren Heizung in die oberste Partie des Rahmens zwischen die Kluppen, Klaviere oder Nadeln· eintritt, eine Regulirvorrichtung angebracht, durch welche der Arbeiter den Vorlauf des Gewebes reguliren kann, den letzteres haben mufs, damit es vom Arbeiter beim Einfuhren in die Kluppen, Klaviere oder Nadeln bequem und je nach dem Dessin gerichtet werden kann.
Die Heizeinrichtung ist so angeordnet, dafs der Rahmen zweimal mit querliegenden Röhren durchzogen ist. Diese Röhren sind behufs besserer Ausstrahlung der Hitze mit Rippen versehen und sind die Röhren serienweise so angeordnet, dafs sie mit den Rippen in einander greifen. Es wird dadurch die Heizfläche aufserordentlich vermehrt, so dafs man im Stande ist, 10 000 m appretirtes Gewebe und darüber, je nach der Natur des Gewebes, in einem solchen Rahmen pro Tag zu trocknen.
Es können nun die Serien einzeln directe Dampfzuleitung haben, oder es können auch in diesen Serien einzelne Röhrengruppen mit directem Dampf gespeist werden, um, je nach dem Gange des Trocknens, die Hitzeausstrahlung reguliren zu können.
Die Röhren sind an den Köpfen unter sich durch Knierohre verbunden, doch nicht, wie bisher, innerhalb der Gewebebreite, sondern aufserhalb derselben, , um bei Undichtigkeiten in der Rohrverbindung ein Lecken auf das Gewebe zu verhindern.
Durch den viermaligen Lauf a a des Gewebes wird dasselbe so weit vorgetrocknet, dafs es, wenn es in den Lauf a1 ax eintritt, noch genügende Feuchtigkeit, und zwar in dem Mafse besitzt, dafs es durch die Spannung und Füh-' rung in den Kluppen, Klavieren oder Nadeln sich richten läfst und in diesem gerichteten Zustande getrocknet den Rahmen verläfst.
/si
Um die Kanten des Gewebes, welche durch die Klaviere, Kluppen oder Nadeln erfafst werden und zuweilen mit dem übrigen Theil des Gewebes nicht vollständig trocknen, noch gänzlich zu trocknen, ist am Ende des Rahmens der Cylinder e angebracht, welcher mit Dampf geheizt werden kann. Ist ein separates Trocknen der Gewebekanten nicht nöthig, so kann der Cylinder zum Kühlen des Gewebes dadurch verwendet werden, dafs ein Strom kalten Wassers durch ihn hindurchgeleitet wird.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist α α das zunächst viermal durch den Rahmen geleitete Gewebe. Es ist hier von allen vier Seiten eingeschlossen, indem der Rahmen auf dem Boden nur diejenigen Oeffhungen hat, durch die frische Luft mittelst der Kanäle b zugeführt wird. An den Seiten ist der Rahmen vollständig geschlossen und haben die Seitenwände wegnehmbare. Klappen, durch die man zu der inneren Partie des Rahmens (sofern nöthig) gelangen kann.
Nach oben ist der Rahmen durch den Gewebelauf Ci1Ci1 geschlossen, so dafs thatsächlich das Gewebe α α in einem geschlossenen Raum läuft, der durch die doppelte Reihe Rippenröhren bis auf 95° C. erhitzt werden kann. Diese Hitze strömt unten gegen den Gewebelauf a1 a1 an, tritt ■ an seinen beiden Seiten nach oben aus und entweicht durch die Dunstschlote c des Gehäuses, in dem der Trockenapparat arbeitet, d sind die mit ihren Rippen in einander greifenden Röhren des Heizapparates, e ist der Cylinder am Austrittsende des Gewebes, der zum Trocknen der Gewebekanten oder zum Kühlen des den Rahmen warm verlassenden Gewebes verwendet wird.
Die Welle /, welche ihren Antrieb von der Festscheibe w aus durch den verstellbaren Frictionsbetrieb mn erhält, trägt zwei Schnecken gg, von denen durch Schneckenräder k die vertical en Kettenwellen hh und durch die Schneckenräder k1 die Welle / getrieben wird, die durch konischen Rädertrieb ο p den Cylinder e betreibt.
Von der Welle / ist durch die Stirnräder rr1 die Bewegung auf die Welle s übertragen, durch welche mittelst des verstellbaren Frictionstriebes m1 n1 die Zugwalze ti Drehung erhält ; auf dieser Zugwalze dreht sich die Prefswalze t, welche zur Vermeidung des Erfassens und Zerreifsens des Gewebes zwischen dieser Zug - und Prefswalze in nicht verticaler Stellung zu u gelagert ist.
Das Gewebe gelangt aus dem Rahmen unten um Zugwalze u herum, wird zwischen u und t durch und über t nach unten geführt, von wo es in einer losen Schleife hinaufgeht und, von dem Arbeiter dirigirt, in dem Lauf a1 a1 zwischen die Kluppen, Klaviere oder Nadeln eintritt. Die Verschiedenartigkeit der Gewebe, die auf diesem Rahmen zur Behandlung gelangen, macht eine Verstellbarkeit in der Geschwindigkeit der Zugwalze ti nöthig, welche durch Handrad ν mittelst Schraubenspindel ν1 und Arm υ'1 und die Frictionsräder m1 n1 regulirt wird.
Die Maschine bedarf, weil sie ohne Ventilator arbeitet, ganz unbedeutende Kraft, weil nur der Trieb der Kettenräder und der Durchzug des Gewebes Kraft erfordert; der Gewebedurchzug wird dadurch noch sehr erleichtert, dafs die Führungswalzen in centrirten Stahlspitzen laufen.
Die noch über das Einlaufende des Gewebes hinaus verlängerte Welle / kann hier durch Anbringung einer eben solchen verstellbaren Frictionsübersetzung, wie bei m η und m1 n1 gezeichnet ist, zum Betreiben der Appretirmaschine verwendet werden, um diese Maschine in ihren Geschwindigkeiten in geeigneten Rapport mit den Geschwindigkeiten des Trockenrahmens zu bringen.

Claims (4)

Patent-Ansprüche: An continuirlichen Trockenmaschinen:
1. Die mit ihren Rippen in einander greifenden, quer liegenden, aufserhalb der Gewebebreite abgedichteten Heizröhren im inneren Theil des Rahmens, der durch einen Boden, feste Seitenwände und den obersten · Gewebelauf abgeschlossen ist, sowie die Anordnung der Kanäle zur Einführung frischer Luft in den oben bezeichneten geschlossenen Theil des Rahmens. ;
2. Die Anordnung des an Stelle einer Zugwalze tretenden kupfernen Cylinders e zum Trocknen feuchter Gewebekanten oder zum Kühlen. des den Apparat warm verlassenden Gewebes.
3. Die Anordnung der Uebertragung der Bewegung auf die verticalen Kettenwellen und auf den Cylinder e durch Welle /, deren Drehung durch den verstellbaren Frictionsantrieb m η erfolgt, sowie die Anordnung einer Zugwalze mit' verstellbarem Frictionsantrieb »ζ1721 an der Stelle, wo das Gewebe aus dem ungespannten in den gespannten Zustand übertritt, behufs Regulirung des Vorlaufes des Gewebes an dieser Stelle.
4. Das Verfahren, gefeuchtetes Gewebe in einem Trockenrahmen, in welchen es unten ein- und oben austritt, so zu behandeln, dafs -das Gewebe in nicht gespanntem Zu* stände vorgetrocknet wird und dann erst, wenn es nur noch /den zum Geradrichten und Spannen erforderlichen Feuchtigkeitsgrad hat, zwischen Klavieren, Kluppen oder Nadeln gespannt, die letzte Trocknung erhält;
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT22280D Neuerungen an Trockenmaschinen für Gewebe Active DE22280C (de)

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