DE4135909C2 - Verfahren und Vorrichtung zum Mangeln textilen Gutes, insbesondere von Wäsche - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Mangeln textilen Gutes, insbesondere von WäscheInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum
Mangeln textilen Gutes, insbesondere von Wäsche,
bei dem das zu behandelnde textile Gut ein- oder
mehrlagig flach aufliegend nacheinander durch mehrere
aufeinanderfolgende Behandlungsstationen hindurchge
führt wird und dabei unter der Einwirkung von Druck und
thermischer Energie eine Trocknung und Glättung erfährt.
Ferner bezieht sich die Erfindung auf eine der Ver
fahrensdurchführung dienende Vorrichtung mit wenigstens
zwei in Durchlaufrichtung des zu behandelnden textilen
Gutes aufeinanderfolgenden Behandlungsstationen,
die jeweils aus einer beheizten Mulde und einer Walze
bestehen, wobei die Walzen unter vorbestimmtem Druck
an den Mulden anliegen, gleichsinnig motorisch angetrie
ben sind und das flächenhafte Behandlungsgut zwischen
den Walzen und Mulden hindurchgeführt wird.
Ein Verfahren und eine Vorrichtung der vorgenannten
Art sind bereits aus der GB-PS 475 286 vorbekannt. Dabei
handelt es sich darum, daß die Wäsche zwischen be
heizten Mulden und gleichsinnig umlaufenden Walzen
hindurchgeführt wird und die Walzen durch letzteren
auf der von den Mulden abgewandten Seiten zugeordnete
Düsen mit Heißluft beaufschlagt werden. Bei einer in
dieser Druckschrift beschriebenen Ausführungsform kann
auch im Bereich zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Behandlungsstationen zusätzlich Wärmeenergie in das
zu behandelnde Gut durch dessen Beaufschlagung mit Heiß
luft oder stark überhitztem Heißdampf eingetragen werden.
Bei diesem Stande der Technik kommt es darauf an, zusätz
lich zum Wärmeeintrag über die beheizten Mulden durch die
Heißluftbeaufschlagung der Walzen und gegebenenfalls auch
durch die unmittelbare Beaufschlagung des textilen Gutes
mit Heißluft oder hochtemperiertem Heißdampf die ther
mische Einwirkung auf das textile Gut zu steigern.
Demgegenüber geht die Erfindung aus von der Überlegung,
daß es infolge der beim Mangeln neben der Einwirkung
von Druck beim Durchlauf des textilen Gutes durch
die Behandlungsstationen notwendigen thermischen
Einwirkung zu Gutschädigungen durch Überhitzung kommen
kann oder zumindest die "Griffigkeit" des textilen
Gutes nach dem Mangeln nicht den an gemangelte Ware
zu stellenden Forderungen genügt. Überhitzungen des
zu mangelnden Gutes können dessen Reißfestigkeit
beeinträchtigen und insbesondere zu einer brettartigen
Gutbeschaffenheit führen.
Der Erfindung liegt daher als Aufgabe die Schaffung
eines gutschonenden Verfahrens zum Mangeln von Wäsche
und anderem textilen Gut zugrunde, ferner die Schaffung
einer der Verfahrensdurchführung bei gutschonender
Behandlung dienenden Vorrichtung.
Ausgehend von dem vorerwähnten Stande der Technik besteht
die Lösung dieser Aufgabe in verfahrenstechnischer Hin
sicht darin, daß bei dem im Oberbegriff des Patentan
spruchs 1 angegebenen Verfahren wenigstens vor der in
Durchlaufrichtung letzten Behandlungsstation das textile
Gut mittels einer quer über die gesamte Gutbreite zuge
führten Dampffahne befeuchtet und der Feuchtigkeitseintrag
nach Art und Menge je Zeiteinheit in Abhängigkeit von
der Beschaffenheit des zu behandelnden textilen Gutes
gesteuert wird.
Eine derartige Befeuchtung des zu mangelnden textilen Gutes,
die insbesondere durch eine Niederdruck-Dampffahne erfol
gen kann, verhindert einerseits wirksam eine Gutüberhitzung
zumindest in der letzten Behandlungsstation und führt
andererseits zu einer weichen und somit "textilen" Griffig
keit des gemangelten Gutes.
Aus den deutschen Offenlegungsschriften 19 02 731 und
31 03 544 ist es bei Bügelmaschinen zwar schon bekannt,
vor dem Einlauf der Walze in die Mulde zum Befeuchten des
zu glättenden textilen Gutes Dampf zuzuführen, aber dabei
handelt es sich um Haushaltsbügelmaschinen mit einer Walze
und einer an diese andrückbaren Mulde, bei denen ein un
gesteuerter und damit von der Art und Beschaffenheit des
zu behandelnden textilen Gutes unabhängiger Feuchtigkeits
eintrag erfolgt. Demgegenüber ist charakteristisch für das
erfindungsgemäße Verfahren, daß der Feuchtigkeitseintrag im
Hinblick auf den erwünschten Trocknungsgrad und die ange
strebte Griffigkeit des textilen Gutes vorgenommen wird.
Weiter kann erfindungsgemäß vorgesehen sein, daß
zwischen wenigstens zwei in Durchlaufrichtung des
textilen Gutes vor der letzten Behandlungsstation
liegenden Behandlungsstationen in das textile Gut
Wasserdampf in Form zumindest einer direkt auf das
textile Gut gerichteten und über die gesamte Gutbreite
reichenden Dampffahne eingetragen wird.
Umfangreiche Versuche haben erstaunlicherweise gezeigt,
daß durch einen derartigen Feuchtigkeitseintrag nicht
nur Überhitzungen in der einen oder anderen Behandlungs
stufe wirksam verhindert werden, sondern daß auch
eine im Vergleich zu andersartigen Gutbehandlungen er
höhte Durchlaufgeschwindigkeit möglich ist, ohne
daß dabei Gutschädigungen eintreten oder die "textile
Griffigkeit" des gemangelten Gutes beeinträchtigt wird.
Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, wenn gemäß
einer Weiterbildung des erfindungsgemäßen Verfahrens
der Trocknungsgrad des textilen Gutes zumindest nach
der in Durchlaufrichtung letzten Behandlungsstation
laufend ermittelt und in Abhängigkeit davon der Feuchtigkeits
eintrag vor dieser Behandlungsstation gesteuert wird. Im
Rahmen der Erfindung kann aber auch der Feuchtigkeitszu
stand des zu mangelnden textilen Gutes vor der in
Durchlaufrichtung ersten Behandlungsstation laufend
ermittelt und in Abhängigkeit von diesem Zustand
der Feuchtigkeitseintrag in das Gut gesteuert werden,
und zwar sowohl hinsichtlich der Beschaffenheit des
dafür eingesetzten Dampfes nach dessen Temperatur und
Druck als auch hinsichtlich der Dampfmenge.
In vorrichtungstechnischer Hinsicht ist die Erfindungs
aufgabe dadurch gelöst, daß bei einer der Verfahrens
durchführung dienenden Vorrichtung mit wenigstens zwei
in Durchlaufrichtung des zu behandelnden textilen Gutes
aufeinanderfolgenden Behandlungsstationen, die jeweils
aus einer beheizten Mulde und einer Walze bestehen, wo
bei die Walzen unter vorbestimmten Druck an den Mulden
anliegen, gleichsinnig motorisch angetrieben sind und
das flächenhafte Behandlungsgut zwischen den Walzen
und Mulden hindurchgeführt wird, zumindest im Einlauf
bereich der Walze in die Mulde der in Durchlaufrichtung
des textilen Gutes letzten Behandlungsstation ein quer
über die gesamte Arbeitsbreite reichender, auf das
zu behandelnde textile Gut gerichtete Austrittsschlitz
eines Dampfzuführkastens ausmündet, wobei die Art
und Menge des dem textilen Gut zugeführten Dampfes
in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des textilen
Gutes zugeführt wird.
Mittels einer derartigen Vorrichtung wird vor der in Durch
laufrichtung des textilen Gutes letzten Behandlungsstation
nicht ein scharf gerichteter Dampfstrahl auf das textile Gut
gelenkt, sondern die Befeuchtung des textilen Gutes
erfolgt durch eine über den Austrittsschlitz des
Dampfzuführkastens austretende Dampffahne, die nur
geringen Überdruck gegenüber der Umgebung aufzuweisen
braucht und mithin nicht dazu führen kann, daß beim
Einlaufen eines zu mangelnden Textilstücks dessen
Vorderkante von der Dampfbeaufschlagung weggeblasen
und dadurch der Einlauf in die in Behandlungsrichtung
letzte Behandlungsstufe beeinträchtigt wird. Darüber
hinaus führt die Beaufschlagung mit einer Nieder
druck-Dampffahne nur zu einer schwachen Benetzung,
die zwar eine Überhitzung des textilen Gutes in
der letzten Behandlungsstufe wirksam unterbindet,
daneben aber sicherstellt, daß eine beim Mangeln
erwünschte gute "textile Griffigkeit" erzielt wird.
Gemäß einer Weiterbildung der erfindungsgemäßen
Vorrichtung ist der Dampfzuführkasten im Bereich
einer sich zwischen den aufeinanderfolgenden Mulden
angeordneten und die Führung des textilen Gutes
von der einen Behandlungsstation zu der in Durch
laufrichtung folgenden Behandlungsstation vermit
telnden Brücke angeordnet und mithin wird der über
den Austrittsschlitz des Dampfzuführkastens zuge
führte Wasserdampf von der Muldenseite her in das
textile Gut eingetragen.
Eine andere Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrich
tung kann auch dadurch gekennzeichnet sein, daß im Be
reich wenigstens einer Brücke, die zwei in Durchlaufrich
tung des textilen Gutes vor der letzten Behandlungs
station liegende Behandlungsstationen miteinander ver
bindet, zumindest eine über die gesamte Arbeitsbreite
reichende Dampfzuführeinrichtung mit wenigstens einem
unmittelbar von unten auf das textile Gut gerichteten
Dampfaustrittsschlitz angeordnet ist.
Eine derartige Anordnung stellt die direkte Beaufschla
gung des textilen Gutes im Bereich zwischen zumindest
zwei vor der in Durchlaufrichtung letzten Behandlungs
station liegenden Behandlungsstationen mit einem direkt
auf das textile Gut gerichteten Dampfstrahl sicher, so
daß mittels dieser Dampfzuführeinrichtung der Dampf-
und Feuchtigkeitseintrag in großen Grenzen variierbar ist.
Als besonders vorteilhaft hat sich erwiesen, wenn
gemäß einer Weiterbildung der Erfindung sich in dem
Dampfzuführkasten mit dem Dampfaustrittsschlitz ein
mit in vorbestimmten axialen Abständen voneinander
angeordneten Austrittsdüsen versehenes Dampfzuführrohr
entlang erstreckt, dessen Querschnitt klein ist im
Verhältnis zum Querschnitt des Dampfzuführkastens.
Dadurch erfährt selbst unter hohem Druck zugeführter
Dampf eine wirksame Druckentspannung im Dampfzuführ
kasten und es ist somit die Zufuhr einer Niederdruck-
Dampffahne zu dem textilen Gut gewährleistet.
Der Dampf- und Feuchtigkeitseintrag ist insbesondere
in großen Grenzen variierbar, wenn die Weite des
über die gesamte Arbeitsbreite reichenden Austritts
schlitzes der Dampfzuführeinrichtung einstellbar ist.
Gemäß einer Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Vorrich
tung ist auch vorteilhaft, wenn wenigstens vor dem Ein
laufbereich der Walze der in Durchlaufrichtung ersten
Behandlungsstation in die zugeordnete Mulde ein Sensor
zum laufenden Ermitteln des Feuchtigkeitszustandes
des textilen Gutes angeordnet und die Konditionierung
und Zufuhr des Dampfs zum textilen Gut in Abhängig
keit von den so gewonnenen Zustandsdaten des textilen
Gutes mittels einer Steuereinheit geregelt wird.
Es kann aber auch wenigstens hinter der in Durchlauf
richtung letzten Behandlungsstation ein Sensor zum
Ermitteln des Trockungsgrades des textilen Gutes
angeordnet sein und demgemäß die Dampfzufuhr vor
der jeweiligen Behandlungsstation in Abhängigkeit
vom ermittelten Trocknungsgrad durch eine Steuereinheit
geregelt werden.
Anhand der beigefügten Zeichnung sollen nachstehend zwei
Ausführungsformen der erfindungsgemäßen Vorrichtung und
das damit verwirklichbare Verfahren erläutert werden.
In schematischen Ansichten zeigen:
Fig. 1 eine Vorrichtung zum Mangeln von Wäsche mit
drei - in Durchlaufrichtung der Wäsche - aufeinan
derfolgenden Behandlungsstationen und jeweils
einer Dampfzuführeinrichtung vor jeder Behandlungs
stufe in einer seitlichen Ansicht,
Fig. 2 in einer vergrößerten Ausschnittansicht aus
Fig. 1 die Einrichtung zum Eintragen von Feuchtig
keit in die Wäsche unmittelbar vor der letzten
Behandlungsstation und,
Fig. 3 ebenfalls in einer Ausschnittansicht aus Fig. 1
eine alternative Ausführungsform mit im Bereich
einer Brücke zwischen zwei - in Durchlaufrichtung
aufeinanderfolgenden - Behandlungsstationen ange
ordneten Einrichtung zum gesteuerten Eintragen von
Feuchtigkeit in die Wäsche.
Die in Fig. 1 in ihrer Gesamtheit schematisch veran
schaulichte Vorrichtung 10 zum Mangeln von Wäsche umfaßt
mehrere in der durch den Pfeil 11 angedeuteten Durchlauf
richtung der Wäsche aufeinanderfolgende Behandlungs
stationen 12, die jeweils aus einer beheizten Mulde 13
und einer in Richtung des Drehpfeils 15 umlaufenden
Walze 14 bestehen. Jeweils zwischen zwei aufeinanderfol
genden Behandlungsstationen ist eine deren Mulden mit
einander verbindende Brücke 16 angeordnet. Vor der
ersten Behandlungsstation befindet sich ein Aufgabetisch 17
und, in Durchlaufrichtung der Wäsche gesehen, hinter der
letzten Behandlungsstation ist ein Ablauftisch 18 für
das gemangelte Gut vorgesehen. Die Walzen 14 laufen
gleichsinnig um, jedoch mit in Durchlaufrichtung der
Wäsche jeweils gegenüber der vorhergehenden Walze
geringfügig gesteigerter Umlaufgeschwindigkeit. Da
durch ist beim Durchlauf der Wäsche sichergestellt,
daß diese unter Vermeidung von Faltenbildungen durch
die aufeinanderfolgenden Behandlungsstationen hindurch
geführt wird.
Bei der in Fig. 1 veranschaulichten Vorrichtung ist
unmittelbar vor jeder Behandlungsstation 12 im Bereich
der diese mit der vorhergehenden Behandlungsstation
verbindenden Brücke 16 bzw. des Aufgabetisches 17
vor der ersten Behandlungsstation eine Einrichtung 20
zum Befeuchten der Wäsche vorgesehen. Jede dieser
Befeuchtungseinrichtungen umfaßt einen Dampfzuführ
kasten 21 mit einem direkt vor dem Einlauf der Walze 14
der folgenden Behandlungsstation in die zugeordnete
Mulde 13 ausmündenden Dampfaustrittsschlitz 22, der
quer über die gesamte Arbeitsbreite der Vorrichtung
reicht. Innerhalb jedes Dampfzuführkastens erstreckt
sich durch diesen ein Dampfzuführrohr 23 mit in gleich
mäßigen Abständen über seine Länge verteilt angeordneten
Austrittsdüsen hindurch. Der Querschnitt des Dampfzu
führkastens ist im Verhältnis zum Querschnitt des
Dampfzuführrohrs groß. Dies zeigt in gegenüber Fig. 1
vergrößerter Darstellung Fig. 2 in Verbindung mit
der in Durchlaufrichtung letzten Behandlungsstation.
Die sich in den Dampfzuführkästen 21 erstreckenden Dampf
zuführrohre 23 stehen jeweils über eine nur schematisch ange
deutete Rohrleitung 24, in der sich in Reihenschaltung zueinan
der ein Sicherungsventil 25 und ein Steuerventil 26 befinden,
mit einer zentralen Dampfversorgungsleitung 28 in Strömungs
verbindung, die ihrerseits sich von einem nicht weiter darge
stellten Dampferzeuger forterstreckt und mit einem nur sche
matisch angedeuteten Dampfkonditionierer 30 ausgerüstet ist.
Gesteuert werden die Steuerventile 26 über Steuerleitungen 31
von einer zentralen Steuereinheit 32, mit der auch zur
laufenden Überwachung des über die zentrale Dampfversor
gungsleitung 28 vor und hinter dem Dampfkonditionierer an
geschlossene Meßleitungen 33, 34 sowie eine Steuerleitung 35
für den Dampfkonditionierer verbunden sind.
Diese zentrale Steuereinheit steht auch jeweils über nur
angedeutete Leitungen 36 mit einem im Bereich des Wäsche
einlaufs vor der ersten und nach jeder folgenden Behandlungs
station 12 angeordneten Feuchtefühler 37 sowie über eine
Leitung 38 mit einem der Walze der in Durchlaufrichtung
ersten Behandlungsstation zugeordneten Drehzahlmesser in
Verbindung. Ferner ist jedem Dampfaustrittsschlitz 22
eine jeweils über eine ebenfalls nur angedeutete Leitung 39
von der Steuereinheit 32 ansteuerbare Stellklappe 40 zur
Querschnittsveränderung des Dampfaustrittsschlitzes 22
zugeordnet. Durch entsprechende Einstellung dieser Steuer
klappen 40 ist die jeweils austretende Dampfmenge variierbar.
Beim Betrieb der in Fig. 1 in ihrer Gesamtheit veran
schaulichten Vorrichtung wird den sich in den Dampfzu
führkästen 21 erstreckenden Dampfzuführrohren 23 Wasser
dampf über die Stichleitungen 24 mit den darin angeordne
ten Ventilen 25, 26 durch die Hauptversorgungsleitung 28
zugeführt, und zwar über den dem nicht veranschaulichten
Dampferzeuger nachgeschalteten Konditionierer 30. Temperatur
und Druck des vom Dampferzeuger kommenden Dampf werden
vor und nach dem Konditionierer 30 mittels geeigneter
Einrichtungen gemessen, die über die nur angedeuteten Lei
tungen 33, 34 mit der zentralen Steuereinheit 32 verbunden
sind. Ebenfalls mit der zentralen Steuereinheit verbunden
sind im Bereich des Konditionierers 30 angeordnete (nicht
dargestellte) Konditioniereinrichtungen über die Leitung 35.
Beim laufenden Betrieb erfolgt eine fortlaufende Über
wachung der Feuchte des zu mangelnden Gutes einerseits
im Einlaufbereich der Walze der ersten Behandlungsstation
in deren Mulde und andererseits hinter jeder Behandlungs
station mittels der über die Leitungen 36 mit der zentralen
Steuereinheit 32 in Verbindung stehenden Feuchtemesser 37.
In Abhängigkeit vom Zustand des konditionierten Dampfes
und der Feuchtigkeit der Wäsche vor bzw. nach jeder
Behandlungsstufe 12 regelt die zentrale Steuereinheit 32
die Dampfzufuhr zu den Dampfzuführkästen 21, so daß
in den einzelnen Behandlungsstationen durchaus eine
sehr unterschiedliche Dampfbeaufschlagung des zu
mangelnden Gutes erfolgen kann. Darüber hinaus steuert
die zentrale Steuereinheit 32 in Abhängigkeit von
den an der Walze der in Durchlaufrichtung ersten
Behandlungsstation 12 gemessenen Geschwindigkeit
die Umlaufgeschwindigkeit der Walzen.
Angesichts der im Vergleich zum Querschnitt der Dampf
zuführkästen 21 kleinen Querschnitte der Dampfzuführ
rohre 23 ist sichergestellt, daß der mit dem der
Dampftemperatur entsprechenden Druck aus den Düsen
der Dampfzuführrohre austretende Dampf schlagartig eine
Druckminderung erfährt mit der Folge, daß anstelle
der aus den Düsen der Dampfzuführrohre austretenden
Dampfstrahlen aus den Dampfaustrittsschlitzen 22
im unmittelbaren Einlaufbereich der Walzen 14 in die
Mulden 13 eine druckentspannte Dampffahne austritt,
die eine den Erfordernissen entsprechende Befeuchtung
der in die jeweilige Behandlungsstation einlaufenden
Textilien sicherstellt, nicht aber im Übermaß Wärme
energie in das textile Gut einträgt und auch beim
Einlauf die Gutvorderkante nicht von der Brücke 16 bzw.
dem Aufgabetisch 17 abhebt, so daß ein einwandfreies
Einlaufen des zu mangelnden textilen Gutes in die
jeweilige Behandlungsstation 12 gewährleistet ist.
Bei der Ausführungsform nach Fig. 3 ist nur unmittelbar
vor der in Durchlaufrichtung des textilen Gutes letzten
Behandlungsstufe eine Dampfzuführeinrichtung mit einem
im Einlaufbereich der Walze dieser Behandlungsstufe
in deren Mulde ausmündenden Dampfaustrittsschlitz 22
vorgesehen, während eine Dampfzuführeinrichtung 20′
zwischen den in Durchlaufrichtung vorletzten Behandlungs
stufen einen sich über die gesamte Gutbreite vom
Dampfzuführkasten vertikal forterstreckenden und
etwa in der Mitte der die Mulden 13 der benachbarten
Behandlungsstufen verbindenden Brücke ausmündenden
Dampfaustrittsschlitz 22′ besitzt. Die Bemessung
des sich in diesem Dampfzuführkasten 21′ erstreckenden
Dampfzuführrohrs 23 ist im wesentlichen gleich wie
bei den oben beschriebenen Dampfzuführeinrichtungen
und es kann auch in gleicher Weise eine Möglichkeit
zur Veränderung der Weite des Dampfaustrittsschlitzes 22′
vorgesehen sein. Bei dieser Ausführungsform tritt
mithin der über das Dampfzuführrohr in den Dampfzu
führkasten 21′ eingeleitete Dampf nach vorheriger
Druckentspannung durch den Dampfaustrittsschlitz 22′
von unten her im Bereich der Brücke 16′ in das zu
mangelnde Gut ein und bewirkt dabei eine gesteuerte
Gutbefeuchtung. Auch in diesem Falle ist sicherge
stellt, daß die aus dem Dampfaustrittsschlitz 22′
austretende Dampffahne beim Zuführen eines zu mangelnden
Textilstücks dessen Vorderkante nicht von der Brücke
abhebt und dadurch den Guteinlauf in die in Durchlaufrich
tung nächstfolgende Behandlungsstufe nicht beeinträchtigt.
Die in gewerblichen Wäschereien üblichen Mangelvorrich
tungen haben in der Regel zwei bis vier Behandlungs
stationen 12, die jeweils aus einer Walze und einer Mulde
bestehen. Die Durchlaufgeschwindigkeit der Wäsche durch
die Vorrichtung soll dabei so eingestellt sein, daß
die Wäscheteile tunlichst vor dem Eintritt in die in
Behandlungsrichtung letzte Behandlungsstufe noch
eine Restfeuchte aufweisen, welche in der letzten
Behandlungsstation verdampft mit der Folge, daß die
gemangelte Wäsche die Vorrichtung vollkommen trocken
verläßt. Die Arbeitsgeschwindigkeit richtet sich
naturgemäß nach den dicksten Partien, wie mehrlagige
Nähte, der zu mangelnden Wäscheteile. Dabei kann es
leicht vorkommen, daß die dünneren Partien bereits vor
dem Erreichen der letzten Behandlungsstation voll
getrocknet sind und in der letzten oder gegebenen
falls auch schon vorletzten Behandlungsstufe eine
entsprechende Überhitzung und damit Übertrocknung
erfahren. Diese Übertrocknung ist die Hauptursache
für die Schädigung der Wäsche beim Mangeln.
Erfindungsgemäß wird diese Überhitzung und Übertrocknung
dadurch vermieden, daß in Abhängigkeit von der vor
dem Einlauf der Wäsche in die erste bzw. nach dem
Verlassen jeder folgenden Behandlungsstation gemessenen
Gutfeuchte im Bereich der Brücken zwischen aufeinander
folgenden Behandlungsstationen bzw. unmittelbar vor
dem Einlauf in eine Behandlungsstation Dampf dosiert
zugeführt wird.
Im Hinblick darauf, daß die zu mangelnde Wäsche durch
aus unterschiedlich in ihrer Konsistenz und auch
in ihrem Feuchtigkeitsgehalt sein kann, ist bei der
Ausführungsform nach Fig. 1 auch die Möglichkeit einer
Dampfbeaufschlagung und damit Befeuchtung des mangeln
den Gutes im Einlaufbereich der in Durchlaufrichtung
ersten Behandlungsstation vorgesehen. Bei der Ausfüh
rungsform nach Fig. 3 findet im Bereich der Brücke
zwischen den beiden in Durchlaufrichtung der Wäsche
vorletzten Behandlungsstationen eine direkte Gutbeauf
schlagung mit hinsichtlich seiner Menge dosiertem
Heißdampf statt. Dadurch kann, je nach der Beschaffen
heit des zugeführten Dampfs, nicht nur eine Gutbe
feuchtung, sondern auch eine Dampfentwässerung bewirkt
und die Arbeitsgeschwindigkeit der Vorrichtung im
Verhältnis zu konventionellen Vorrichtungen dieser
Art beschleunigt werden.
In Abhängigkeit von der in Durchlaufrichtung zumindest
hinter der letzten Behandlungsstation gemessenen Be
schaffenheit des gemangelten Gutes erfolgt vor dieser
Behandlungsstation im Bereich des Einlaufs der Walze
in die zugeordnete Mulde eine Gutbefeuchtung durch
die bereits erwähnte Dampffahne, die durch den sich
quer über die gesamte Arbeitsbreite der Vorrichtung
erstreckenden Dampfaustrittsschlitz in das zu mangelnde
Gute eingetragen wird. Diese Befeuchtung vor der
letzten Behandlungsstation führt dazu, daß mit einem
hohen Maß an Sicherheit eine Überhitzung und damit
Übertrocknung des zu mangelnden Gutes in der letzten
Behandlungsstation vermieden und demgegenüber ein
gemangeltes Gut von lockerer und flauschiger textiler
Griffigkeit erzielt wird.
Claims (12)
1. Verfahren zum Mangeln textilen Gutes, insbesondere
von Wäsche, bei dem das zu behandelnde textile Gut
ein- oder mehrlagig flach aufliegend nacheinander
durch mehrere aufeinanderfolgende Behandlungsstationen
hindurchgeführt wird und dabei unter der Einwirkung
von Druck und thermischer Energie eine Trocknung
und Glättung erfährt,
dadurch gekennzeichnet,
daß wenigstens vor der in Durchlaufrichtung letzten
Behandlungsstation das textile Gut mittels einer
quer über die gesamte Gutbreite zugeführten Dampffahne
befeuchtet und der Feuchtigkeitseintrag nach Art
und Menge je Zeiteinheit in Abhängigkeit von der Beschaf
fenheit des zu behandelnden textilen Gutes gesteuert wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen wenigstens zwei in Durchlaufrichtung
des textilen Gutes vor der letzten Behandlungsstation
liegenden Behandlungsstationen in das textile Gut
Wasserdampf in Form zumindest einer direkt auf das
zu behandelnde Gut gerichteten und über die gesamte
Gutbreite reichenden Dampffahne eingetragen wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekenn
zeichnet, daß der Trocknungsgrad des textilen Gutes
zumindest nach der in Durchlaufrichtung letzten Behandlungs
station laufend ermittelt und in Abhängigkeit davon
der Feuchtigkeitseintrag vor dieser Behandlungsstufe
gesteuert wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet,
daß der Feuchtigkeitszustand des zu mangelnden textilen
Gutes vor der in Durchlaufrichtung ersten Behandlungs
station laufend ermittelt und in Abhängigkeit davon
der Feuchtigkeitseintrag in das Gut gesteuert wird.
5. Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekenn
zeichnet, daß die Durchlaufgeschwindigkeit des textilen
Gutes in Abhängigkeit von dessen Beschaffenheit gesteuert
wird.
6. Vorrichtung zum Durchführen des Verfahrens nach einem
der Ansprüche 1 bis 5, mit wenigstens zwei in Durch
laufrichtung des zu behandelnden textilen Gutes auf
einanderfolgenden Behandlungsstationen, die jeweils
aus einer beheizten Mulde und einer Walze bestehen,
wobei die Walzen unter vorbestimmtem Druck an den
Mulden anliegen, gleichsinnig motorisch angetrieben
sind und das flächenhafte Behandlungsgut zwischen
den Walzen und Mulden hindurchgeführt wird, dadurch
gekennzeichnet,
daß zumindest im Einlaufbereich der Walze (14) in
die Mulde (13) der in Durchlaufrichtung des textilen
Gutes letzten Behandlungsstation (12) ein quer über
die gesamte Arbeitsbreite reichender, auf das zu behan
delnde textile Gut gerichteter Austrittsschlitz (22)
eines Dampfzuführkastens (21) ausmündet, wobei die
Art und Menge des dem textilen Gut zugeführten Dampfes
in Abhängigkeit von der Beschaffenheit des textilen
Gutes gesteuert wird.
7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Dampfzuführkasten (21) im Bereich einer sich
zwischen den aufeinanderfolgenden Mulden (13) ange
ordneten und die Führung des textilen Gutes von der
einen Behandlungsstation (12) zu der in Durchlaufrichtung
folgenden Behandlungsstation vermittelnden Brücke (16)
angeordnet ist und mithin der über den Austrittsschlitz
(22, 22′) des Dampfzuführkastens (21, 21′) zugeführte
Wasserdampf von der Muldenseite her in das textile
Gut eingetragen wird.
8. Vorrichtung nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekenn
zeichnet, daß im Bereich wenigstens einer Brücke (16′),
die zwei in Durchlaufrichtung des textilen Gutes
vor der letzten Behandlungsstation (12) liegende
Behandlungsstationen (12) miteinander verbindet,
zumindest eine über die gesamte Arbeitsbreite reichende
Dampfzuführeinrichtung (20′) mit wenigstens einem un
mittelbar von unten auf das textile Gut gerichteten
Dampfaustrittsschlitz (22′) angeordnet ist.
9. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 8,
dadurch gekennzeichnet, daß sich in dem Dampfzuführ
kasten (21, 21′) mit dem Dampfaustrittsschlitz (22, 22′)
ein mit in vorbestimmten axialen Abständen voneinander
angeordneten Austrittsdüsen versehenes Dampfzuführ
rohr (23) entlang erstreckt, dessen Querschnitt klein
ist im Verhältnis zum Querschnitt des Dampfzuführkastens (21, 21′).
10. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 9,
dadurch gekennzeichnet, daß die Weite des über die
gesamte Arbeitsbreite reichenden Austrittsschlitzes (22)
der Dampfzuführeinrichtung mittels einer betätigbaren
Steuerklappe (40) einstellbar ist.
11. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 10,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens vor dem Einlauf
bereich der Walze (14) der in Durchlaufrichtung ersten
Behandlungsstation (12) in die zugeordnete Mulde (13)
ein Sensor (37) zum laufenden Ermitteln des Feuchtig
keitszustandes des zu mangelnden textilen Gutes ange
ordnet ist, und daß die Konditionierung und Zufuhr
von Dampf zum textilen Gut in Abhängigkeit von den
so gewonnenen Zustandsdaten des textilen Gutes mittels
einer Steuereinheit (32) geregelt wird.
12. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 6 bis 11,
dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens hinter der
in Durchlaufrichtung letzten Behandlungsstation ein
Sensor (37) zum Ermitteln des Trocknungsgrades des
textilen Gutes angeordnet ist und daß die Dampfzufuhr
vor der jeweiligen Behandlungsstufe (12) in Abhängigkeit
vom ermittelten Trocknungsgrad durch eine Steuereinheit (32)
geregelt wird.
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|---|---|---|---|
| DE4135909A DE4135909C2 (de) | 1990-11-08 | 1991-10-31 | Verfahren und Vorrichtung zum Mangeln textilen Gutes, insbesondere von Wäsche |
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| DE4035431 | 1990-11-08 | ||
| DE4135909A DE4135909C2 (de) | 1990-11-08 | 1991-10-31 | Verfahren und Vorrichtung zum Mangeln textilen Gutes, insbesondere von Wäsche |
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|---|---|
| DE4135909A1 DE4135909A1 (de) | 1992-05-14 |
| DE4135909C2 true DE4135909C2 (de) | 1994-05-05 |
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ID=6417823
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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| GB475286A (en) * | 1936-07-13 | 1937-11-17 | David Bridge And Company Ltd | Laundry ironing apparatus, calenders, decoudons and such like |
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| DE2421431C2 (de) * | 1974-05-03 | 1983-01-05 | Wilh. Cordes Kg Maschinenfabrik, 4740 Oelde | Bügelmaschine |
| DE3103544A1 (de) * | 1981-02-03 | 1982-08-26 | Wilh. Cordes GmbH & Co Maschinenfabrik, 4740 Oelde | "buegelmaschine oder waeschemangel mit einem an der einfuehrseite vorgesehenen bedampfungsraum" |
-
1991
- 1991-10-31 DE DE4135909A patent/DE4135909C2/de not_active Expired - Fee Related
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| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
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| DE4135909A1 (de) | 1992-05-14 |
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