DE220214C - - Google Patents
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C7/00—Purification; Separation; Use of additives
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C2603/00—Systems containing at least three condensed rings
- C07C2603/02—Ortho- or ortho- and peri-condensed systems
- C07C2603/04—Ortho- or ortho- and peri-condensed systems containing three rings
- C07C2603/22—Ortho- or ortho- and peri-condensed systems containing three rings containing only six-membered rings
- C07C2603/24—Anthracenes; Hydrogenated anthracenes
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 220214 -KLASSE 12o. GRUPPE-1.
Dr. ERNST WIRTH in LANGENDREER i.W.
der Steinkohlenteerdestillation.
Das Rohanthracen, soweit es nicht zur Herstellung von Alizarinfarbstoffen Verwendung
findet, sowie die besonders bei der Reinigung des Anthracens abfallenden festen oder halbflüssigen
Teerprodukte haben bisher keine größere technische Verwendung finden können, obgleich verschiedentlich Bedarf nach derartigen
hochschmelzenden Substanzen vorlag (vgl. die Patentschrift 174249). Der Grund
hierfür liegt darin, daß diese Substanzen stets kleinere oder-größere Mengen Wasser enthalten
und beim Lagern oder Transport weitere Wasser mengen aufnehmen. Die Entfernung dieses Wassers war bisher in technisch anwendbarer
Weise nicht möglich, da diese Substanzen erst .über 100 ° C. schmelzen und, wie gefunden
worden ist, das Wasser hauptsächlich in den festen Kristallkörnern enthalten und festhalten,
so daß die Abscheidung durch Umschmelzen nicht möglich ist; auch durch Verdampfen bei
iooc C. läßt sich das Wasser nur schwer entfernen,
da die Masse bei dieser Temperatur eine halbfeste Konsistenz annimmt und die Wassertropfen
umschließt, so daß dieses erst bei höherer Temperatur unter Schäumen oder Verspritzen entweicht, wodurch die Abzugsleitungen
für die Dämpfe verstopft werden.
Es wurde nun gefunden, daß das Wasser sich sehr leicht vollkommen entfernen läßt, wenn
die Masse unter Druck bis zu ihrem Schmelzpunkt auf ungefähr 140 bis 180 ° erhitzt wird,
so daß das Wasser nicht verdampft, sondern als Flüssigkeit sich über der Schmelze abscheidet.
... ...
Am vorteilhaftesten geschieht dieses Schmelzen in einem unten mit Ablauf versehenen
Druckkessel in einem ölbäde o. dgl. oder auch mit direkter Feuerung, wobei der Druck durch
den verdampfenden Teil des Wassers selbst erzeugt wird.
Nachdem sich Wasser auf der Schmelze abgeschieden hat, wird es hiervon getrennt. Die
Trennung von dem Wasser muß geschehen, ehe die Schmelze erstarrt, da sich andernfalls das
Wasser wieder in' die Masse hineinzieht. Da sich ein vollkommenes Ablassen des obenauf
schwimmenden Wassers schwer durchführen läßt, empfiehlt es sich, statt dessen die geschmolzene
Masse unten abzulassen, wobei auch noch die geringe in der Schmelze gelöste Wassermenge
verdampft, so daß das Produkt absolut wasserfrei ist.
Das Anthracen usw. kann direkt in geschmolzenem Zustande weiter verarbeitet werden,
oder es wird in Formen gegossen und diese nach dem Erkalten entleert; infolge der
glatten, fettigen Oberfläche lassen sich diese Blöcke lagern und versenden, ohne Wasser
wieder aufzunehmen.
Es ist bereits bekannt, Harz in hydraulisch verschlossenen Gefäßen zu schmelzen, zu klären,
abzuschäumen und das Harz dann abzulassen. Ferner ist es bekannt, Fette Und Öle mittels
wässeriger Alkalilösungen oder mittels Dampfes unter Druck zu reinigen und die Fettkörper
von den Verunreinigungen zu trennen.
Diese Verfahren haben mit dem vorliegenden nichts gemeinsam, da es sich nur auf die Ent-
Wasserung von Rohanthracen und verwandten Produkten bezieht, deren Entwässerung bisher
in genügendem Maße nicht möglich war. Diese bietet gerade bei Rohanthracen besondere
Schwierigkeiten, die erst beseitigt werden konnten, nachdem ihre Ursachen, auf die in der
Einleitung der Beschreibung bereits hingewiesen worden ist, erkannt waren. Bei den bekannten
Verfahren treten diese Schwierigkeiten nicht ein, weil die dort verarbeiteten Massen
unter ioo° C. schmelzen.
Die bekannten Verfahren haben nur den Zweck, kolloidale Lösungen durch höheres
Erhitzen zu fällen, und. die Erhitzung und der Druck dient in keinem Falle dem bei dem vorliegenden
Verfahren beabsichtigten Zweck.
Es ist auch bekannt, Rohanthracen durch Erhitzen ohne' Anwendung von Druck zu entwässern.
Auf diese Weise ist jedoch eine genügende Entwässerung nicht möglich, oder sie dauert, wenn besondere Hilfsmittel angewendet
werden, so lange, daß das Verfahren praktisch unanwendbar ist.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verfahren zum Entwässern von Rohanthracen und anderen hochschmelzenden Produkten der Steinkohlenteerdestillation, dadurch gekennzeichnet, daß dieselben unter Druck oberhalb 100c C. geschmolzen und in geschmolzenem Zustande von dem obenauf schwimmenden Wasser mechanisch getrennt werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE220214C true DE220214C (de) |
Family
ID=481281
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT220214D Active DE220214C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE220214C (de) |
-
0
- DE DENDAT220214D patent/DE220214C/de active Active
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