DE220214C - - Google Patents

Info

Publication number
DE220214C
DE220214C DENDAT220214D DE220214DA DE220214C DE 220214 C DE220214 C DE 220214C DE NDAT220214 D DENDAT220214 D DE NDAT220214D DE 220214D A DE220214D A DE 220214DA DE 220214 C DE220214 C DE 220214C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
water
melt
anthracene
pressure
mass
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT220214D
Other languages
English (en)
Publication of DE220214C publication Critical patent/DE220214C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C7/00Purification; Separation; Use of additives
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C2603/00Systems containing at least three condensed rings
    • C07C2603/02Ortho- or ortho- and peri-condensed systems
    • C07C2603/04Ortho- or ortho- and peri-condensed systems containing three rings
    • C07C2603/22Ortho- or ortho- and peri-condensed systems containing three rings containing only six-membered rings
    • C07C2603/24Anthracenes; Hydrogenated anthracenes

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Analytical Chemistry (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Water Supply & Treatment (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 220214 -KLASSE 12o. GRUPPE-1.
Dr. ERNST WIRTH in LANGENDREER i.W.
der Steinkohlenteerdestillation.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 13. Januar 1909 ab.
Das Rohanthracen, soweit es nicht zur Herstellung von Alizarinfarbstoffen Verwendung findet, sowie die besonders bei der Reinigung des Anthracens abfallenden festen oder halbflüssigen Teerprodukte haben bisher keine größere technische Verwendung finden können, obgleich verschiedentlich Bedarf nach derartigen hochschmelzenden Substanzen vorlag (vgl. die Patentschrift 174249). Der Grund hierfür liegt darin, daß diese Substanzen stets kleinere oder-größere Mengen Wasser enthalten und beim Lagern oder Transport weitere Wasser mengen aufnehmen. Die Entfernung dieses Wassers war bisher in technisch anwendbarer Weise nicht möglich, da diese Substanzen erst .über 100 ° C. schmelzen und, wie gefunden worden ist, das Wasser hauptsächlich in den festen Kristallkörnern enthalten und festhalten, so daß die Abscheidung durch Umschmelzen nicht möglich ist; auch durch Verdampfen bei iooc C. läßt sich das Wasser nur schwer entfernen, da die Masse bei dieser Temperatur eine halbfeste Konsistenz annimmt und die Wassertropfen umschließt, so daß dieses erst bei höherer Temperatur unter Schäumen oder Verspritzen entweicht, wodurch die Abzugsleitungen für die Dämpfe verstopft werden.
Es wurde nun gefunden, daß das Wasser sich sehr leicht vollkommen entfernen läßt, wenn die Masse unter Druck bis zu ihrem Schmelzpunkt auf ungefähr 140 bis 180 ° erhitzt wird, so daß das Wasser nicht verdampft, sondern als Flüssigkeit sich über der Schmelze abscheidet. ... ...
Am vorteilhaftesten geschieht dieses Schmelzen in einem unten mit Ablauf versehenen Druckkessel in einem ölbäde o. dgl. oder auch mit direkter Feuerung, wobei der Druck durch den verdampfenden Teil des Wassers selbst erzeugt wird.
Nachdem sich Wasser auf der Schmelze abgeschieden hat, wird es hiervon getrennt. Die Trennung von dem Wasser muß geschehen, ehe die Schmelze erstarrt, da sich andernfalls das Wasser wieder in' die Masse hineinzieht. Da sich ein vollkommenes Ablassen des obenauf schwimmenden Wassers schwer durchführen läßt, empfiehlt es sich, statt dessen die geschmolzene Masse unten abzulassen, wobei auch noch die geringe in der Schmelze gelöste Wassermenge verdampft, so daß das Produkt absolut wasserfrei ist.
Das Anthracen usw. kann direkt in geschmolzenem Zustande weiter verarbeitet werden, oder es wird in Formen gegossen und diese nach dem Erkalten entleert; infolge der glatten, fettigen Oberfläche lassen sich diese Blöcke lagern und versenden, ohne Wasser wieder aufzunehmen.
Es ist bereits bekannt, Harz in hydraulisch verschlossenen Gefäßen zu schmelzen, zu klären, abzuschäumen und das Harz dann abzulassen. Ferner ist es bekannt, Fette Und Öle mittels wässeriger Alkalilösungen oder mittels Dampfes unter Druck zu reinigen und die Fettkörper von den Verunreinigungen zu trennen.
Diese Verfahren haben mit dem vorliegenden nichts gemeinsam, da es sich nur auf die Ent-
Wasserung von Rohanthracen und verwandten Produkten bezieht, deren Entwässerung bisher in genügendem Maße nicht möglich war. Diese bietet gerade bei Rohanthracen besondere Schwierigkeiten, die erst beseitigt werden konnten, nachdem ihre Ursachen, auf die in der Einleitung der Beschreibung bereits hingewiesen worden ist, erkannt waren. Bei den bekannten Verfahren treten diese Schwierigkeiten nicht ein, weil die dort verarbeiteten Massen unter ioo° C. schmelzen.
Die bekannten Verfahren haben nur den Zweck, kolloidale Lösungen durch höheres Erhitzen zu fällen, und. die Erhitzung und der Druck dient in keinem Falle dem bei dem vorliegenden Verfahren beabsichtigten Zweck.
Es ist auch bekannt, Rohanthracen durch Erhitzen ohne' Anwendung von Druck zu entwässern. Auf diese Weise ist jedoch eine genügende Entwässerung nicht möglich, oder sie dauert, wenn besondere Hilfsmittel angewendet werden, so lange, daß das Verfahren praktisch unanwendbar ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Entwässern von Rohanthracen und anderen hochschmelzenden Produkten der Steinkohlenteerdestillation, dadurch gekennzeichnet, daß dieselben unter Druck oberhalb 100c C. geschmolzen und in geschmolzenem Zustande von dem obenauf schwimmenden Wasser mechanisch getrennt werden.
DENDAT220214D Active DE220214C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE220214C true DE220214C (de)

Family

ID=481281

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT220214D Active DE220214C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE220214C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE220214C (de)
DE3827455C2 (de)
DE2210394A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Aufbereiten salzhaltiger Abwässer
DE1115723B (de) Kontinuierliches Verfahren zum Reinigen von Schwefel
DE832747C (de) Verfahren zur Herstellung von Heptanal und Undecensaeure oder deren Estern durch thermische Spaltung von Rizinolsaeureestern
DE559632C (de) Verfahren zur Entfernung fluechtiger Bestandteile aus wasserhaltigen, Verseifungsprodukte von Fettsaeuren enthaltenden Stoffen
DE561514C (de) Verfahren zur Behandlung schwefelsaurer Eisenbeizablaugen mit Gewinnung von wasserarmem Eisensulfat
DE267869C (de)
DE583324C (de) Verfahren zur Herstellung von Furfurol
DE345488C (de) Verfahren zur Reinigung von hochsiedenden Erdoelen
DE596659C (de) Verfahren zur Herstellung von Thioharnstoff aus Rhodanammonium
AT160867B (de) Verfahren zur Gewinnung organischer Verbindungen aus den bei der Schwefelsäureraffination von Mineralölprodukten erhältlichen sauren Raffinationsabfallprodukten
DE549966C (de) UEberfuehrung von Kupfernitrat-Trihydrat in eine weniger hygroskopische Form
AT218540B (de) Verfahren zur kontinuierlichen Gewinnung von Erdölsäuren, insbesondere Naphthensäuren, aus einer wässerigen Lösung ihrer Seifen
AT84891B (de) Verfahren zur Abscheidung von Wasser oder anderen Flüssigkeiten aus Sulfit- bzw. Sulfatablaugen.
DE164508C (de)
DE553784C (de) Verfahren zur Reinigung von Rohnaphthalin
AT112461B (de) Verfahren zur Extraktion und Ausscheidung von Weinsäure aus ihren Rohstoffen.
DE145389C (de)
DE140319C (de)
DE747665C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Gewinnung von Siedesalz aus faerbende Stoffe enthaltenden Solen
AT147147B (de) Verfahren zur Gewinnung von reinem Schwefel.
AT150630B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Hydrolyse von Fetten.
AT247694B (de) Verfahren zur Herstellung von Kakaobutterersatz
DE607383C (de) Verfahren zur Gewinnung von Kaffein, Chinin, Yohimbin und Cocain mit Vergaerung der alkaloidhaltigen Pflanzenteile