DE219739C - - Google Patents

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DE219739C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/02Pianofortes with keyboard

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 219739 KLASSE 51 d. GRUPPE
Selbstspielender Flügel. Patentiert im Deutschen Reiche vom 19. Juni 1908 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft selbstspielende
Flügel, bei denen der Gleitbock und die Musikrollen oberhalb der Tasten im vorderen Teil des Musikinstrumentes sichtbar angeordnet.
sind.
Bei solchen Flügeln ist es schon bekannt, einen Teil, welcher zur Verdeckung des Musiknotenblattes, des Gleitbockes und der Musikrollen und zugleich zur Stützung der gewöhnliehen gedruckten Notenblätter in der gewöhnlichen Lage beim Handspielen dient, derart drehbar zu lagern, daß er beim selbsttätigen Spielen, um der Ansicht des Notenblattes nicht hindernd im Wege zu stehen, nach hinten hinauf zurückgeklappt werden kann.
Bei den gewöhnlichen Flügeln kann notwendigerweise dieser zurückklappbare Teil nur eine solche geringe Höhe erhalten, daß, wenn er zur Stützung des gedruckten Notenblattes nach vorn heruntergeklappt wird, er nur höchstens die untere Hälfte des Notenblattes stützen kann, während die obere Hälfte des letzteren nach vorn oder nach hinten überfällt und der Spieler in die immer recht unangenehme Lage versetzt wird, das Notenblatt immer wieder aufrechtstellen zu müssen.
Vorliegende Erfindung bezweckt nun eine Anordnung, welche, ohne die Höhe des besagten drehbaren Teiles über das übliche Maß zu vergrößern, eine wirksame Stütze über die ganze Höhe des Notenblattes darbietet.
Die Zeichnung zeigt einen senkrechten Schnitt des Vorderteiles eines selbstspielenden Flügels der erwähnten Art. ,
Im vorderen Teil des Flügels oberhalb der Tasten α ist zwischen den Querstücken d, e eine Glasschiebetür f ungefähr in der Mitte der Breite angeordnet. Unmittelbar vor der Schiebetür f sind zwei Querbretter g mit einem gegenseitigen Abstand ungefähr gleich der Breite der Notenblätter angeordnet. Ein bei I an dem Vorderteil des Querstücks e drehbar befestigtes Brett h kann aus der in vollen Linien gezeichneten Lage in die gestrichelte Lage schwingen, und zwar genau vor die zwisehen den Brettern g befindliche Öffnung.
Die Musikrollen m und der Gleitbock η sind unmittelbar hinter der Glastür f angeordnet und werden auf geeignete Weise, z. B. durch einen von den Seiten c und den Querstücken d, e vorspringenden Rahmen 0 gestützt. Die Rollen werden auf bekannte Weise vermittels des Kurbelzapfens q und des Getriebes r vom Motor f angetrieben.
Das Querstück d hat einen gerippten oder gerauhten Teil v, welcher die unteren Enden der gewöhnlichen gedruckten Notenblätter ergreift und sie am Vorwärtsrutschen verhindert.
Außer dem drehbaren Teil h zum Stützen der gewöhnlichen gedruckten Notenblätter wird auch zweckmäßig noch ein zweiter Teil w drehbar angeordnet, welcher in die gestrichelte Lage schwingen und als Stütze für den oberen Teil der gewöhnlichen gedruckten Notenblätter dienen kann.
Der Deckel x, welcher für gewöhnlich während des Spielens des Instrumentes offen bleibt, kann auf folgende Weise geschlossen werden.
Soll der Flügel mechanisch gespielt werden, so werden die drehbaren Teile x, h und w die
in vollen Linien gezeichneten Stellungen innehaben, wobei der Deckel χ selbstverständlich soweit als möglich nach hinten geklappt werden kann. Um die Musikrolle zu entfernen, wird die Glastür f in wagerechter Richtung verschoben.
Wenn das Instrument mit der Hand gespielt werden soll, so werden die beiden Teile h und w in ihre gestrichelte Lagen nach vorn
ίο geschwungen, worauf sie als Stützen für die gedruckten Notenblätter dienen und zugleich den Gleitbock η und die Musikrollen m verdecken.
Wird auf dem Instrument gar nicht gespielt, so wird der Teil h in seiner gestrichelten Lage gelassen, während der Teil w in seiner mit vollen Linien gezeichneten Lage verbleibt und der Deckel χ geschlossen wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch;
    Selbstspielender Flügel mit im oberen ao Vorderteil des Klavieres angeordneten Musikrollen und Gleitbock, bei dem eine Klappe zur Verdeckung der Musikrollen und des Gleitbockes und zur Stützung des gedruckten Notenblattes beim Handspielen angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß jene Klappe (h) an einer Längskante eines feststehenden Querstückes (e) gelagert ist, an dessen gegenüberliegender Längskante eine zweite winkelförmige Klappe (w) gelagert ist, und zwar derart, daß beim Umlegen der beiden Klappen (h, w) die zweite Klappe (w) eine zur Stützung der oberen Hälfte des gedruckten Notenblattes dienende, gerade Fortsetzung der Stützfläche der ersten Klappe (h) bildet.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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