DE656665C - Piano mit einem horizontalen rechteckigen Saitenrahmen - Google Patents

Piano mit einem horizontalen rechteckigen Saitenrahmen

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DE656665C
DE656665C DEO22040D DEO0022040D DE656665C DE 656665 C DE656665 C DE 656665C DE O22040 D DEO22040 D DE O22040D DE O0022040 D DEO0022040 D DE O0022040D DE 656665 C DE656665 C DE 656665C
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ARTUR EINAR PETRUS OESTLUND
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ARTUR EINAR PETRUS OESTLUND
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C1/00General design of pianos, harpsichords, spinets or similar stringed musical instruments with one or more keyboards

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Electrophonic Musical Instruments (AREA)

Description

  • Piano mit einem horizontalen rechteckigen Saitenrahmen Die Erfindung bezieht sich auf eine verbesserte Hammermechanik in Pianos mit in der Hauptsache rechteckigem Saitenrahmen, insbesondere in sogenannten Tafelpianos. In Pianos der letztgenannten Art sind die Saiten gewöhnlich so angeordnet, daß die Anschlagpunkte der Hämmer zum großen Teil in den hinteren Teil des Rahmens verlegt werden müssen. Dies bringt den Nachteil mit sich, daß die Hammermechanik in yerhältnismäßig großer Tiefe unter den Saiten angebracht werden muß. Außerdem erhält die Mechanik eine in dynamischer Hinsicht wenig zweckmäßige Konstruktion. Um diesen Nachteil zu beseitigen, wurde bereits vorgeschlagen, die Baß- und Diskantsaiten so anzuordnen, daß die Anschlagpunkte der Hämmer in den vorderen, an der Tastatur liegenden Teil des Rahmens verlegt werden können, wie dies bei Flügeln der Fall ist, wo sich die Baßsaiten hauptsächlich diagonal zum Rahmen erstrecken.
  • Diese Anordnung der Anschlagpunkte der Hämmer in Verbindung mit der schrägen Anordnung der Baßsaiten ist aber praktisch auf Schwierigkeiten hinsichtlich Übertragung der Tastenbewegung auf die Hämmer gestoßen, und zwar infolge der großen Winkel zwischen den Anschlaglinien der Baßsaiten und der Diskantsaiten. Infolge dieser großen Winkelstellung der Anschlaglinien wird es nämlich notwendig, die Hämmer der Baßsaiten gegenüber den Tastenstäben entsprechend schräg anzuordnen. Dabei ist aber dem Umstand Rechnung zu tragen, daß die gewöhnlichen Tastenstäbe zwei Arbeitspunkte haben müssen, die in der Längsrichtung der Hämmer versetzt sein sollen, und zwar liegt der eine Arbeitspunkt an einer geeigneten Stelle unterhalb der Hammerstiele und der andere Arbeitspunkt unter den Hammerköpfen, wo der Dämpfer und der Fangarm angeordnet sind. Um diese zwei Punkte bei der schrägen Stellung .der Hämmer unmittelbar auf den Tastenstäben anordnen zu können, ist früher vorgeschlagen worden, die Enden der Tastenstäbe zu krümmen. Eine derartige Krümmung der Tastenstäbe hat aber bei dem hier in Frage kommenden großen Winkel zwischen Hämmern und Tastenstäben Schwierigkeiten, weil Tastenstäbe möglichst in der Längsrichtung der Faser geschnitten werden müssen. Auch ein Umbiegen der Enden ist wegen der Möglichkeit nachträglicher Formveränderungen ungünstig.
  • Nach der Erfindung werden diese Nachteile vermieden. Sie besteht darin, daß für die Baßsaiten Hilfstasten oberhalb der Tastenstäbe zwischen diesen und den Hämmern angeordnet sind, die in den Bewegungsebenen der Hammerstiele schwingbar und mit den ihnen zugehörigen Tastenstäben an deren hinteren Enden gelenkig verbunden sind. Bei einer derartigen Anordnung brauchen die Tastenstäbe nur bis zum einen der beiden genannten Arbeitspunkte zu reichen, und zwar nur bis zum Punkt der Betätigung .deV Dämpfer, während der zweite Arbeitspu4kt` auf den Hilfstasten angeordnet wird, däc diese Tasten senkrecht unterhalb des zuge-r hörigen Hammers und diesem parallel angeordnet sind.
  • Die Erfindung soll an Hand der beiliegenden Zeichnungen näher beschrieben werden. Fig. i ist ein Horizontalschnitt durch den oberen Teil eines Tafelpianos mit der Einrichtung gemäß der Erfindung.
  • Fig.2 ist-ein Vertikalschnitt an der Linie 2-2 in Fig. i. .
  • Fig. 3 ist eine teilweise Horizontalansicht der für die Baßsaiten vorgesehenen Einrichtung der Hammermechanik.
  • Fig.4 zeigt die letztgenannte Anordnung in Perspektive.
  • Der Saitenrahmen besteht aus einem starken, rechteckigen Teil i und einem innerhalb dieses liegenden, mit Aussparungen versehenen Boden, der eine vordere Bodenpartie :2 und eine hintere Bodenpartie 3 umfaßt. Die Saiten sind zu zwei Gruppen zusammengeführt, und zwar zu einer Gruppe von Baßsaiten 4 und zu einer Gruppe von Diskontsaiten 5. Sämtliche Saiten sind in gewöhnlicher Weise teils mittels Stimmwirbel 6 und teils mittels Stifte 7 an dem Rahmen befestigt. Die Stimmwirbel sowohl für die Baß- als für die Diskontsaiten sind in dem vorderen Teil: der Bodenpartie des Saitenrahmens angeordnet, welcher Teil also den sog. Stimmstock bildet. Die Stifte 7 sind in der hinteren Bodenpartie des Rahmens angebracht. Ein Teil der Diskontsaiten liegt in bekannter Weise gegen eine über den Saiten angebrachte Spannschiene 8, einen sog. Kapotaster, an, weiche Spannschiene in einem Stück mit dem Rahmen ausgeführt ist und sich von dem einen Ende des Rahmens zu einer schräg über den Rahmen laufenden Verstärkungsfeder g erstreckt. Die übrigen Diskontsaiten sind in bekannter Weise durch Nuten in einer Spannschiene io, einer sog. Agraffe, gezogen, welche Spannschiene an der vorderen Bodenpartie 2 festgeschraubt ist. Die Baßsaiten 4 sind in ähnlicher Weise in einer auf der Bodenpartie 2 befestigten Spannschiene i i befestigt, die sich quer über die linke vordere Ecke des Rahmens erstreckt. An den hinteren Enden der Saiten sind sog. Stege angeordnet, und zwar ein Baßsteg 12 für die Baßsaiten und ein Diskontsteg 13 für die Diskontsaiten. Der Diskontsteg 13 folgt in der Hauptsache derjenigen Linie, längs welcher die Stifte 7 angeordnet sind, und erstreckt sich also von der rechten Seite des Rahmens bis an die linke hintere Ecke des Rahmens. Die Stege 12 und 13 sind an :dem unter dem Rahmen befindlichen Resonanzboden 14 angebracht Äf.tid dienen in bekannter Weise dazu, die 'ibrationen von den Saiten auf den Resonänzboden zu überführen.
  • Die beschriebene Anordnung der Saiten ermöglicht es, die Anschlagpunkte der Hammermechanik nach dem vorderen Teil des Rahmens nahe der Tastatur hin zu verlegen. Die strichpunktierte Linie 15 gibt die Lage der Anschlagpunkte für die Diskontsaiten an, während die strichpunktierte Linie 16 die Lage der Anschlagpunkte der Baßsaiten angibt. Wie ersichtlich, erstreckt sich die Anschlaglinie der Diskontsaiten in der Hauptsache parallel zu der vorderen Seite des Rahmens, während die Anschlaglinie der Baßsaiten sich in schräger Richtung quer über die linke, nächst der Tastatur liegende Ecke des Rahmens erstreckt. Dank der schrägen Lage der Anschlaglinie der Baßsaiten kann innerhalb der Baßsxitengruppe eine größere Anzahl von Saiten untergebracht werden, als möglich wäre, wenn die Anschlaglinie 16 in der Verlängerung von oder parallel mit der Anschlaglinie 15 für die Diskantsaiten verlegt werden würde.
  • In dem beschriebenen Beispiel sind die Baßsaiten- oberhalb der Diskontsaiten angeordnet und durch eine Aussparung 17 am unteren Rande der Verstärkungsfeder g gezogen. Zur weiteren Verstärkung des Rahmens sind Verstärkungsfedern 18, i9 angeordnet.
  • Die Diskonttasten 2o sind in gewöhnlicher Weise mittels Stifte 2i schwingbar geJ,agert auf einem Waagebalken 22, der auf dem Boden 23 des den Saitenrahmen und die Mechanik einschließenden Kastens 24 angebracht ist. Die Tastenstäbe betätigen in bekannter Weise die Hämmer 25 mittels der Hebel 26, die auf einer Tragleiste 27 drehbar gelagert sind. Wenn die Tasten betätigt werden, werden die Hämmer 25 'dadurch aufgestoßen, daß die Taste mittels eines Ansatzes 28 den Hebel 26 betätigt, welcher seinerseits mittels des von einer Feder 29 betätigten Stößers 3o die Hämmer 25 an den Nocken 31 betätigt. Dabei wird gleichzeitig der gegen die Saiten anliegende Dämpfer 32 betätigt durch den an dem inneren Ende der Taste ' befestigten Fangarm 33, der eine Lenkstange 34 betätigt, mittels welcher der Dämpfer an dem Resonanzboden gelenkig befestigt ist.
  • Diese bekannte beschriebene Anordnung kann nicht mit Vorteil auch für die Hammermechanik der Baßsaiten verwendet werden, da die Anschlaglinie 16 der Baßsaiten einen beachtlichen Winkel mit der Anschlaglinie 15 der Diskantsaiten bildet und demzufolge der Breitenraum für die Hammermechanik der Baßsaiten wesentlich herabgesetzt wird, so daß es mit gewissen praktischen Schwierigkeiten verbunden ist, bei der bekannten Ausführung der Hammermechanik eine ganz einwandfreie Funktion der verschiedenen Teile der Mechanik zu erzielen. Dieser Nachteil wird gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß man die Hammermechanik der Baßsaiten in der in den Fig. 3 und 4 gezeigten Weise anordnet.
  • Wie aus Fig. 3 ersichtlich, schließen die Hämmer 25 für die Baßsaiten mit den. Saiten einen solchen Winkel ein, daß die Hammerstiele ungefähr senkrecht zu der Anschlaglinie 16 der Saiten stehen, wobei der Raum zwischen den Hämmern genügt, damit die einzelnen Hämmer mit ihren Mechanismen sich gegenseitig nicht behindern. Die gleich langen Hämmer sind in einer Tragleiste 35 schwingbar gelagert, welche sich also ungefähr parallel zu der Anschlaglinie 16 erstreckt. Die Hammerköpfe liegen so schief zu den Hammerstielen, daß sie parallel zu den Saiten liegen. Die Tastenstäbe 2o sind in. gewöhnlicher Weise ungefähr senkrecht zu der vorderen Seite der Saitenrahmen angeordnet. Sie sind in einem Waagebalken 22, der einen kleinen Winkel mit der Vorderseite des Rahmens bildet, angeordnet, so daß eine zweckmäßige Hebelübersetzung erzielt wird.
  • Zwecks Überführung der Bewegung von den Tasten zu den Hämmern ist jeder Hammer mit einer unterhalb der zugehörigen Hammermechanik angeordneten Hilfstaste 36 versehen, die in der Bewegungsebene des Hammers bzw. in einer damit in der Hauptsache parallelen Ebene schwingbar ist und die an ihrem freien Ende mit dem verlängerten Ende des zugehörigen Tastenstabes 2o gelenkig verbunden ist. In dem in Fig. 4 gezeigten Beispiel besteht die letzterwähnte Verbindung aus einem an der Hilfstaste 36 befestigten Stift 37, der mit seinem schmaleren Ende 38 in ein Loch in dem äußeren Ende des Tastenstabes eingeht, wobei der Stift mittels eines filzbekleideten Ansatzes gehen' den Tastenstab stößt. An dem entgegengesetzten Ende ist die Hilfstaste auf einem quer laufenden Waagebalken 39 schwingbar gelagert mittels eines Stiftes 40, der in ein geräumiges Loch in einem abw;irts gerichteten Flansch 41 am Waagebalken hineinsteckt. Mit Hilfe eines Stiftes 42, der in einem Schlitz 43 in einem horizontalen Teil 44 des Waagebalkens 39 hineinragt, wird die Hilfstaste so geführt, daß sie in vertikaler Lage gehalten wird. Der Hebel 26 wird von der Hilfstaste 36 mittels eines Ansatzes 28 von der Tastenstange 2o ebenso angestoßen, wie für die Diskantsaiten geschildert und in Fig. 2 dargestellt ist. Der genannte Hebel trägt außer dem Stößer 3o auch einen Hebearm 45, der in bekannter Weise dazu dient, den Hammer 25 so zu heben, daß der Stößer 30 seine wirksame Lage unter dem Nocken 3 r wieder einnehmen kann, nachdem er durch den Anschlag des Winkelhebels 46 gegen den Stoppstift 47 gebracht worden ist. Der Hebearm wird zu diesem Zweck durch eine Drahtfeder 29 betätigt, welche auch als Zurückführungsfeder für den Stößer dient, indem ihr anderes Ende mit dem Stößer 30 bei 48 verbunden ist. Der Fangarm 33 ist in diesem Falle an der Hilfstaste angebracht, während der Dämpfer 32 durch die Hilfstaste mittels eines von der Lenkstange 34 hervorragenden Stiftes 49 betätigt wird.

Claims (1)

  1. PATLNTANSPRUCI3: Piano mit einem horizontalen rechteckigen Saitenrahmen, bei welchem die Baßsaiten etwa diagonal im Rahmen ausgespannt sind und bei welchem die Anschlaglinie der Baßhämmer sich quer über die der Tastatur zunächst liegende Ecke des Rahmens erstreckt und die Stiele der Hämmer für die Baßsaiten mit den Tastenstäben einen Winkel einschließen, dadurch gekemlzeichnet, daß zur Betätigung der Hämmer der Baßsaiten in den Bewegungsebenen der Hammerstiele schwingbare Hilfstasten (36) oberhalb der Tastenstäbe angeordnet und mit den ihnen zugehörigen Tastenstäben an deren hinteren Enden -gelenkig verbunden sind.
DEO22040D 1935-09-27 1935-09-27 Piano mit einem horizontalen rechteckigen Saitenrahmen Expired DE656665C (de)

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DE (1) DE656665C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
USD1078838S1 (en) * 2023-10-08 2025-06-10 Guangzhou Youzeshi Trading Co., Ltd. Thumb piano

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USD1078838S1 (en) * 2023-10-08 2025-06-10 Guangzhou Youzeshi Trading Co., Ltd. Thumb piano

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