DE211391C - - Google Patents

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DE211391C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/02Pianofortes with keyboard

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Μι 211391 KLASSE 51 d. GRUPPE
MUSTEL & CIE in PARIS.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. April 1907 ab.
Die Erfindung bezieht sich auf Vorrichtungen zum mechanischen Spielen an Harmoniums, Orgeln und anderen Tasteninstrumenten und betrifft eine zum Steuern der Ventile bestimmte Vorrichtung, die beliebig automatisch oder von Hand betätigt werden kann.
Die Vorrichtung besteht im wesentlichen aus einem Hebel aus leichtem Material, z. B. Aluminium, der das öffnen der Ventile veranlaßt und durch seine Enden gleichzeitig mit einer Klaviaturtaste und dem entsprechenden automatischen Antrieb in Verbindung steht, derart, daß, wenn der Hebel an einem seiner Enden durch die Taste der Klaviatur betätigt wird,- sein anderes Ende frei ist und keinerlei Einwirkung auf den automatischen Antrieb ausübt, der unbeweglich bleibt, und daß umgekehrt, wenn der Hebel an dem entgegengesetzten Ende durch den automatischen Antrieb betätigt wird, das andere Ende frei ist und keine Einwirkung auf die Klaviaturtaste ausübt, die während dieser Zeit unbeweglich bleibt, wobei die Ventile jedesmal geöffnet werden, wenn eines der Enden des Hebels betätigt wird, ganz gleich, ob dies automatisch oder von Hand mittels der Tasten geschieht.
Die Zeichnung stellt die neue Vorrichtung dar, und zwar zeigt Fig. 1 dieselbe in der Ruhelage, in welcher die Orgelventile geschlossen sind.
Fig. 2 veranschaulicht die Inbetriebsetzung durch Niederdrücken einer Taste von Hand, wodurch die Ventile geöffnet werden.
Fig. 3 veranschaulicht die Inbetriebsetzung der Vorrichtung auf mechanischem Wege.
Ein sehr leichter, beispielsweise aus Aluminium bestehender Hebel g ist an einem festen Punkt g1 drehbar gelagert. Sein hinterer Arm ist an einem der Ventile x- befestigt, und das Ende dieses Armes ruht lose auf einem Knaggen h, während das Ende des vorderen Hebelarmes sich auf einen Pflock y1 des Hebels y% des Ventiles y legt, und zwar unterhalb der Taste g2 der Klaviatur.
Aus der unabhängigen Anordnung der beiden Enden des Hebels g ergibt sich, daß, wenn man mit dem Finger auf die Taste g2 drückt (Fig. 2), letztere bei ihrem Niedergehen den vorderen Hebelarm mitnimmt, den Pflock y1 senkt und das Ventil y der Orgel hebt, während gleichzeitig der hintere Hebelarm und damit das Ventil χ gehoben wird. Das Ende des hinteren Hebelarmes läßt hierbei den Knaggen h des automatischen Antriebes zurück, so daß letzterer absolut unbeweglich bleibt.
Wird dagegen die Orgel mechanisch gespielt (Fig. 3), so hebt der Blasebalg h2 den Knaggen h, der hierbei den hinteren Arm des Hebels g und das Ventil % mitnimmt, während der vordere Hebelarm auf den Pflock y1 drückt
und das Ventil y hebt, wobei die Taste g·2 absolut in Ruhe bleibt.
Aus obigem ergibt sich, daß der Antrieb
von Hand und der mechanische Antrieb gänzlieh unabhängig voneinander sind, obgleich sie
einen gemeinsamen Hebel zum öffnen der beiden Orgelventile besitzen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum mechanischen Spielen an Harmoniums, Orgeln und anderen Tasteninstrumenten, gekennzeichnet durch die Anordnung eines leichten zweiarmigen Hebels (g) aus Aluminium o. dgl., der um einen festen Punkt (g1) drehbar ist und dessen einer Arm, mit welchem eines der beiden Orgelventile (x, y) in Verbindung steht, lose auf einem Knaggen (h) aufruht, der durch den automatischen Antrieb betätigt wird, während der andere Arm frei unter der entsprechenden Klaviaturtaste (g%) liegt und auf dem das öffnen des zweiten Orgelventiles (y) veranlassenden Hebel (y2) aufruht, so daß das gleichzeitige öffnen beider Ventile (x, y) dadurch bewirkt werden kann, daß man den Hebel an dem einen oder anderen Arm betätigt, wobei aber die Betätigung des Hebels durch die Klaviaturtaste keinerlei Einwirkung auf den automatischen Antrieb ausübt und umgekehrt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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