DE219732C - - Google Patents

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DE219732C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B7/00Indigoid dyes
    • C09B7/02Bis-indole indigos

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-M 219732-KLASSE 22 e. GRUPPE
Zusatz zum Patente 158625 vom 27. Oktober 1903.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 5. Februar 1908 ab. Längste Dauer: 26.Oktober 1918.
In dem Patent 158625 ist gezeigt worden, daß die Indigofarbstoffe befähigt sind, mit Alkalien Additionsprodukte von eigenartigem Charakter zu bilden. Es wurde nun gefunden, daß die Bildung derartiger Alkaliadditionsprodukte bei den Polyhalogenindigos, z. B. den Tetra-, Penta-, Hexahalogenindigos, mit größter Leichtigkeit erfolgt, z. B. schon beim Behandeln mit warmer verdünnter Natronlauge. Man kann die Produkte auch erhalten, wenn man die entsprechenden PoIyhalogenindigweißalkaliküpen mit Luft ausbläst. Die Alkaliverbindungen der Polyhalogenindigofarbstoffe sind wie diejenigen der anderen Indigofarbstoffe dunkelgrün gefärbt und gehen durch Säuren wieder in den Polyhalogenindigo über; sie sind wesentlich beständiger als die der nicht halogensubstituierten Indigos, sie zeigen z. B. nicht die Tendenz der Dissoziation mit Wasser; die Pasten lassen sich vielmehr ohne Zersetzung aufheben und versenden' und eignen sich vermöge ihrer äußerst feinen Verteilung besonders gut zum Drucken und Färben.
Beispiel I.
Eine etwa 2oprozentige Paste von Tetra-,
Penta- oder Hexabromindigo wird mit dem halben Gewicht Natronlauge längere Zeit unter Umrühren erwärmt; man saugt ab und wäscht mit wenig Wasser.
Beispiel II.
Eine 5prozentige, etwas überschüssige Natronlauge enthaltende Küpe von Tetra- oder Pentabromindigweißalkali wird mit Luft, bis zur vollständigen Fällung des Farbstoffes ausgefällt. Man saugt ab und wäscht mit wenig Wasser. Die Paste kann direkt zum Färben verwandt werden.
Die Alkalisalze der Polyhalogenindigos sind unlöslich in Wasser, sehr wenig löslich in heißem Alkohol. Mit Mineralsäuren tritt sofortige Zersetzung in Polyhalogenindigo und Alkalisalz ein; beim Erhitzen mit Wasser tritt langsam Dissoziation ein.
An Stelle von Ätznatron kann auch ein anderes Alkalihydrat verwandt werden.
Man kann die so erhaltenen Produkte, um sie in dem Zustand der leichten Reaktionsfähigkeit gegenüber reduzierenden Agenzien zu erhalten, auch zweckmäßig mit Melasse, Leim und sonstigen Kolloiden vermischen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    55
    Besondere Ausführungsform des Verfahrens nach Patent 158625, dadurch gekennzeichnet, daß man hier Tetra-, Penta- oder Hexahalogenindigos mit Ätzalkalilösungen bzw. daß man Polyhalogenindigweißalkalisalze in alkalischer Lösung mit Luft behandelt.
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