DE186443C - - Google Patents

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DE186443C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/15Locally discharging the dyes
    • D06P5/155Locally discharging the dyes with reductants

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M186443 KLASSE Sn. GRUPPE
Zusatz zum Patente 186442 vom 24. Juni 1904.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. Juni 1904 ab. Längste Dauer: 23. Juni 1919.
In den Patentschriften 133478 und 135725 ist ein Verfahren zum Ätzen gefärbter Textilfasern mittels konzentrierter Hydrosulfitlösungen oder fester Hydrosulfite mit oder
5 ohne Zusatz von Lösungsmitteln, von Alkalien, alkalisch wirkenden Salzen, Aluminaten oder von organischen Säuren sowie von Farbstoffen, welche gegen Hydrosulfit beständig sind, eventuell unter Zusatz von Bisulfiten, beschrieben. Dieses Verfahren liefert zwar bei der Verwendung frischer Ätzfarben gute Resultate, aber die Druckfarben besitzen namentlich bei Verwendung der wasserlöslichen Zink- und Alkalihydrosulfitsalze nicht eine allen heutigen Anforderungen der Druckereitechnik genügende Haltbarkeit.
In dem Hauptpatent 186442 wurde dann gezeigt, daß man die Haltbarkeit der Ätzfarben auf eine allen Anforderungen genügende Höhe steigern kann, wenn man kristallwasserfreie Alkalihydrosulfite, welche z. B. nach dem Verfahren des Patentes 160529 erhältlich sind, anwendet und gleichzeitig solche Mengen von Ätzalkalien hinzufügt, daß das Hydrosulfit ganz oder in der Hauptsache ungelöst bleibt. In der Tat erhält man nach diesem Verfahren z. B. auf Naphtylaminbordeaux Ätzeffekte, wie sie nach den bisher bekannten Verfahren überhaupt nicht erhältlieh waren. Andererseits verhindert aber die starke Alkalikonzentration der Ätzmasse die Anwendung dieses Verfahrens bei tierischen Fasern.
Es wurde nun gefunden, daß man eine ähnlich gute Haltbarkeit der Ätzfarben erzielt, wenn man in diesem Verfahren bei der Bereitung der Druckfarben an Stelle der konzentrierten Alkalilaugen konzentrierte Salzlösungen verwendet. Die Konzentration der Salzlösungen bezw. die Menge der zuzusetzenden Salze ist so zu bemessen, daß das kristallwasserfreie Hydrosulfit ganz oder doch wenigstens in der Hauptsache ungelöst bleibt. Für das Verfahren eignen sich solche Salze, welche in Wasser löslich sind und auf die Hydrosulfite nach Angabe der Patentschrift 144632 aussalzend einwirken. Als solche Salze sind zu nennen: Kochsalz, Natriumnitrat, Kaliumnitrat, Natriumacetat, Chlorammonium usw. Für das meist verwendete kristallwasserfreie Natriumhydrosulfit erweisen sich z. B. Natronsalze am zweckmäßigsten, ohne daß andere Salze ausgeschlossen sind. Die Haltbarkeit derartiger Ätzfarben ist eine ganz überraschende; z. B. verträgt ein mit Kochsalz und Natriumhydrosulfit hergestellter Druck ein mehrstündiges Trocknen bei annähernd. ioo° C. ohne wesentliche Minderung des Ätzeffektes beim Dämpfen.
Auch hierbei können alle in den Patent-Schriften 133478 und 135725 genannten Zusätze Anwendung finden.
Beispiele:
I.
60 Teile Hydrosulfit rein B. A. S. F. in Pulver, dargestellt nach dem Verfahren des Patentes 160529, werden mit 35 Teilen Glyzerin und 5 Teilen Natronlauge 40° Be. zu einer äußerst feinen Paste vermählen.
ι Teil Britishgum wird unter Erwärmen mit I Teil gesättigter Kochsalzlösung verrührt.
Zur Herstellung einer Ätzfarbe für Pararot werden 50 Teile von I in 40 Teilen von II gleichmäßig verrührt und mit 10 Teilen Kochsalzlösung auf druckfähige Konsistenz gebracht.
Für leichter ätzbare Farbstoffe wird die Farbe mit der angegebenen Verdickung bezw. mit gesättigter Kochsalzlösung entsprechend coupiert.
Man druckt auf und arbeitet in der üblichen, im Beispiel der Patentschrift 133478 beschriebenen Weise.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zum Ätzen von gefärbten Textilwaren, dadurch gekennzeichnet, daß man die Ätzfarben hier mit kristallwasserfreien Alkalihydrosulfiten und mit Salzlösungen solcher Konzentration herstellt, daß das Hydrosulfit ganz oder in der Hauptsache ungelöst bleibt.
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