DE191495C - - Google Patents

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DE191495C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D06TREATMENT OF TEXTILES OR THE LIKE; LAUNDERING; FLEXIBLE MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • D06PDYEING OR PRINTING TEXTILES; DYEING LEATHER, FURS OR SOLID MACROMOLECULAR SUBSTANCES IN ANY FORM
    • D06P5/00Other features in dyeing or printing textiles, or dyeing leather, furs, or solid macromolecular substances in any form
    • D06P5/15Locally discharging the dyes
    • D06P5/155Locally discharging the dyes with reductants

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 8 η. GRUPPE
Zusatz zum Patente 186442 vom 24. Juni 1904.*)
Patentiert im Deutschen Reiche vom 25. Oktober 1904 ab. Längste Dauer: 23. Juni 1919.
Das Patent 186442 und das Zusatzpatent 186443 betreffen Verfahren zum Ätzen von gefärbten Textilfasern, welche darin bestehen, daß man die Druckpaste mit kristallwasserfreien Alkalihydrosulfiten und solchen Mengen Ätzalkalien bzw. mit Salzlösungen solcher Konzentration herstellt, daß das Hydrosulfit ganz oder in der Hauptsache ungelöst bleibt.
Es wurde nun gefunden, daß man zu haltbaren hydrosulfithaltigen Druckfarben auch in der Weise, und zwar noch einfacher gelangen kann, wenn man bei deren Herstellung die Anwesenheit von Wasser ganz oder doch
,5 wenigstens nach Möglichkeit vermeidet. Man erreicht dieses in der Weise, daß man kristallwasserfreie Alkalihydrosulfite benutzt und außerdem, um die Wiederaufnahme von Kristallwasser möglichst auszuschließen, nicht die bisher üblichen Verdickungen anwendet, sondern solche, welche unter gänzlichem oder fast völligem Ausschluß von Wasser mit solchen organischen Flüssigkeiten, z. B. Glyzerin, hergestellt sind, die mit den gebräuchlichen Verdickungsmitteln, wie Stärke, gebrannte Stärke, Dextrin, druckfähige Pasten liefern vermögen. Ferner hat man bei
der Darstellung der Ätzfarben mittels dieser Verdickungen wasserfreie Hydrosulfite anzuwenden und tunlichst unter Ausschluß von Wasser zu arbeiten.
Die oben gekennzeichnete Darstellung wasserfreier Verdickungen wird durch die Eigenschaft des Glyzerins usw. ermöglicht, ebenso wie Wasser Dextrine zu lösen und Stärke-Sorten zum Quellen zu bringen. In derartigen Verdickungen bleibt das Hydrosulfit ungelöst, und es erweist sich in diesem Medium gegen die Einflüsse der Luft und Temperatur als außerordentlich beständig.
Vorstehendes Verfahren hat außerdem den Vorteil, daß das Glyzerin bei Buntätzen direkt als Lösungsmittel für Farbstoffe und ihre Fixierungsmittel dienen kann. Außerdem können auch gleichzeitig alle die sonstigen in den Patentschriften 133478 und 135725 genannten Zusätze Anwendung finden.
Zur Herstellung der wasserfreien Ätzfarben kommt in erster Linie das billige Rohglyzerin in Frage.
Das vorliegende Verfahren liefert selbst auf sehr schwer ätzbaren Böden, wie Pararot, Chrysoidinbister und Naphtylaminbordeaux, ausgezeichnete Effekte.
Früheres Zusatzpatent 186443.
Beispiel.
ι. Verdick ung.
g Weizenstärke, 900 g Dextrin, 4800 g Rohglyzerin 10 Minuten zusammen verkochen.
2. Ätzfarbe.
440 g Glyzerinverdickung nach 1.,
nog Natronlauge 45° Be.,
300 g Natriumhydrosulfit, in Pulver vorher mit
150 g Glyzerin zu feiner Paste angemahlen,
1000 g.
Aufdrucken, trocknen, 4 Minuten dämpfen, seifen und spülen wie üblich usw.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Abänderung des durch Patent 186442 geschützten Verfahrens zum Ätzen gefärbter Textilfasern, dadurch gekennzeichnet, daß man die Ätzfarbe hier mittels wasserfreier Alkalihydrosulfite unter tunlichstem Ausschluß von Wasser herstellt und daß man eine Verdickung anwendet, welche unter gänzlicher oder fast völliger Vermeidung von Wasser mit solchen organischen Flüssigkeiten, z. B. Glyzerin, hergestellt ist, mit welchen die üblichen Verdickungsmittel druckfähige Pasten zu liefern befähigt sind.
    Berlin, gedrückt ItJ der reiChsdruCkereI
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