DE219230C - - Google Patents

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DE219230C
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E05LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
    • E05FDEVICES FOR MOVING WINGS INTO OPEN OR CLOSED POSITION; CHECKS FOR WINGS; WING FITTINGS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, CONCERNED WITH THE FUNCTIONING OF THE WING
    • E05F13/00Mechanisms operated by the movement or weight of a person or vehicle
    • E05F13/04Mechanisms operated by the movement or weight of a person or vehicle by platforms lowered by the weight of the user

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  • Hinges (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
219230-KLASSE 68 d. GRUPPE
EMIL FORSTER und FRIEDRICH SCHWARZ in HAMBURG.
Vorrichtung zum selbsttätigen Öffnen und Schließen von Türen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Januar 1909 ab.
Den Gegenstand der Erfindung bildet eine Vorrichtung zum selbsttätigen Öffnen und Schließen von Türen, bei welcher das Auslösen der Schloßfalle unter Fortfall der Handbenutzung durch Treten auf eine Fußplatte erfolgt, wobei ein an der Tür angeordnetes Gestänge mit einer Kurbel verbunden ist, die durch eine in der Nähe der Tür angebrachte Kraftquelle die Tür öffnet und wieder schließt.
ίο Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß die Kurbel durch einen Lenker mit einem Hebelarm zwangläufig in Verbindung steht, der an dem nach unten verlängerten Drehzapfen der Tür befestigt ist, und daß die Kurbel mit ihrer Achse zu einer Wickeltrommel für eine Zugschnur ausgebildet ist, die ein als Kraftquelle Verwendung findendes Gewicht für das selbsttätige Öffnen und Schließen der Tür trägt. Den Gewichtszug als Kraftquelle für das selbsttätige öffnen und Schließen der Tür nutzbar zu machen, stellt im Vergleiche zu dem für den gleichen Zweck bereits benutzten Federwerk eine nicht nur billigere, sondern auch verläßlichere Anordnung dar, zumal in einem Schacht ein genügend langer Weg für das Gewicht vorgesehen sein kann, so daß der Aufzug desselben nur in längeren Zeitabständen erforderlich wird.
Auf der Zeichnung stellt
Fig. ι den selbsttätigen Türöffner und -Schließer in einem Querschnitt,
Fig. 2 in einem Längsschnitt und
Fig. 3 einen Grundriß dar.
Der Drehzapfen b der Tür α ist nach unten verlängert und dringt durch den Fußboden c hindurch, wie dies in Fig. 1 angedeutet ist. Das untere Ende des Drehzapfens b trägt einen Kurbelarm d, der an seinem freien Ende durch einen Lenker d1 mittels des Zapfens e mit einem Hebelarm f in Verbindung steht, so daß ein Kurbelgetriebe entsteht, das an der Drehachse des Hebelarmes f zur Geltung kommt. Konzentrisch zu der Drehachse des Hebelarmes f sitzt eine Trommel g, die zum Aufwickeln einer über die Rolle h nach unten geleiteten und ein Gewicht k tragenden Schnur i bestimmt ist.
Wie aus Fig. 3, hervorgeht, ist die Anordnung des einerseits mit dem Drehzapfen b der Tür α, andererseits durch die Wickeltrommel g und die Schnur i mit dem Gewicht k verbundenen Kurbelgetriebes d, d1, e, f in solcher Weise getroffen, daß bis zu einem das Eintreten bequem ermöglichenden Winkel die Öffnungsbewegung der Tür durch den Zug des Gewichtes k herbeigeführt wird, während nach dem Überschreiten dieses Winkels infolge der Überschreitung der Totpunktlage des Kurbelgetriebes die Zugkraft des von Zeit zu Zeit wieder aufzuziehenden Gewichtes k in der die Tür schließenden Richtung zur Geltung kommt.
Das öffnen der Tür erfolgt ohne die Benutzung einer Klinke, eines Griffes o. dgl. in bekannter Weise dadurch, daß der Boden zu beiden Seiten der Tür beweglich ist und durch ein in dem Türgewände hochgeleitetes Zugmittel derart mit dem Schließblech in Verbindung steht, daß der Schloßriegel beim Betreten des beweglichen Bodens selbsttätig frei- Vv< gegeben wird. In dem Ausführungsbeispiel
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der Zeichnung bezeichnet I die in der Öffnungsrichtung der Tür in den Scharnieren m beweglich gelagerte Bodenplatte und η die auf der anderen Seite der Tür in den Scharnieren ο drehbare Bodenplatte. Beide Platten I und η sind an ihren zusammenstoßenden Kanten in solcher Weise, etwa durch Zapfen- und Schlitzlochanordnung, lückenlos verbunden, daß die Drehbewegung der einen Bodenplatte auch
ίο auf die zweite Bodenplatte übertragen wird, so daß, ganz gleich von welcher Seite auf die zu öffnende Tür zugeschritten wird, der Türöffner und -schließer selbsttätig in Wirkung gelangt. Zur Begrenzung der Abwärtsbewegung der Bodenplatten I und η können in einer im Fußboden c vorgesehenen Kammer p Anschläge q vorgesehen sein. Damit die Bodenplatten / und η nach ihrer Freigabe in die Ausgangsstellung zurückkehren, ist in der Kammer j>, zweckmäßig unterhalb der größeren Bodenplatte I, ein Gewichtshebel r vorgesehen, dessen Druckarm s die freigegebene Bodenplatte I und infolge der zwangläufigen Verbindung auch die freigegebene Bodenplatte η auf die ursprüngliche Höhe zurückbewegt.
Mit der Bodenplatte I steht das in oder an dem Türpfosten hochgeleitete Zugmittel t in Verbinduug, das durch den im Punkte u drehbaren Winkelhebel ν mit dem Schließblech w verbunden ist. Bei der durch den Fußdruck herbeigeführten Niederbewegung der Bodenplatte I oder der Bodenplatte η wird dem Winkelhebel ν eine Drehbewegung erteilt, welche ausreicht, um das Schließblech w zur Freigabe des Schloßriegels zu veranlassen, so daß unter dem Zug des Gewichtes k mit Hilfe des auf den verlängerten Drehzapfen b einwirkenden Kurbelgetriebes die Öffnungsbewegung der Tür selbsttätig herbeigeführt wird. Nach dem Durchschreiten der Türöffnung wirkt das Gewicht k auf das über -den Totpunkt geschlagene Kurbelgetriebe auf selbsttätigen Schluß der Tür α ein, wobei das Einschnappen des Riegels χ in die Falle w ebenfalls selbsttätig erzielt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Vorrichtung zum selbsttätigen öffnen und Schließen von Türen, bei welcher das. Auslösen der Schloßfalle unter Fortfall der Handbenutzung durch Treten auf eine Fußplatte erfolgt, wobei ein an der Tür angeordnetes Gestänge mit einer Kurbel verbunden ist, die durch eine in der Nähe der Tür angebrachte Kraftquelle die Tür öffnet und wieder schließt, dadurch gekennzeichnet, daß die Kurbel (f) durch einen Lenker (d1) mit einem an dem nach unten verlängerten Drehzapfen (b) der Tür (a) befestigten Hebelarm (d) zwangläufig in Verbindung steht und mit ihrer Achse zu einer Wickeltrommel (g) für die Zugschnur (i) ausgebildet ist, die das als Kraftquelle Verwendung findende Gewicht (k) für das selbsttätige öffnen und Schließen der Tür trägt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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