DE217503C - - Google Patents

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DE217503C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C12BIOCHEMISTRY; BEER; SPIRITS; WINE; VINEGAR; MICROBIOLOGY; ENZYMOLOGY; MUTATION OR GENETIC ENGINEERING
    • C12CBEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
    • C12C7/00Preparation of wort
    • C12C7/26Cooling beerwort; Clarifying beerwort during or after the cooling

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Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
-JVe 217503-KLASSE 6 b. GRUPPE
LEOPOLD NATHAN in ZÜRICH.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 10. Juli 1908 ab.
Es ist bekannt, die Jungbukette und ähnliche Geruch- und Geschmackstoffe aus dem vergorenen Bier dadurch zu entfernen, daß man das Bier während einer genügend langen Zeit mittels Kohlensäure auswäscht. Dieses Verfahren findet naturgemäß in der Kälte statt, und es nimmt tatsächlich aus dem vergorenen Biere gewisse unangenehme Stoffe weg. Es hat sich aber gezeigt, daß andere
ίο Stoffe, die für den besonderen Charakter des Bieres von Bedeutung sind, durch diese nachträgliche Kohlensäurewaschung nicht zu beseitigen sind. Dieses sind Stoffe, welche nicht durch die Gärung entstehen, sondern schon vorher in der Würze enthalten sind.
Diese Geruchstoffe gehen, wie Beobachtungen des Erfinders gezeigt haben, bei dem üblichen Verfahren der Brauerei dann weg, wenn die Würze über offene Kühler geführt wird. Auf solchen Kühlern findet eine außerordentlich lebhafte Verdampfung statt, bei welcher sogar einige Prozent des Wassers der Würze verlorengehen. Bei dieser Verdampfung aber gehen auch Geruch- und Geschmackstoffe weg, welche für den Charakter des Bieres von erheblicher Bedeutung \ sind. Auch hat sich ergeben, daß diese Geruch- und Geschmackstoffe nur aus der heißen Würze ausgetrieben werden können, so daß die nachträgliche Waschung des fertigen Bieres mit Kohlensäure oder anderen Gasen ohne Einwirkung auf sie ist. Bei denjenigen Bierbereitungsverfahren, bei welchen die heiße Würze nicht über Kühler rieselt, auf welchen sie zum Teil verdampfen und die fraglichen Stoffe entlassen kann, muß für ein anderes Mittel Vorsorge getroffen werden, um durch die vollständige oder teilweise Entfernung dieser Stoffe dem Bier den gewünschten Charakter geben zu können.
Bei diesen Brauverfahren wird die Würze aus der Pfanne in geschlossene Apparate übergeführt und darin durch Kühlung der Wände dieser Apparate, also ohne Benutzung von Berieselungskühlern, auch gekühlt. Es hat sich aber herausgestellt, daß auch durch Waschen der heißen Würze mit Kohlensäure die vollständige oder teilweise Entfernung der unerwünschten Geruch- und Geschmackstoffe erfolgen kann. Nur ergibt sich dabei wieder eine Schwierigkeit, wenn nach dem Verfahren der Patentschrift 176017 gearbeitet wird. Zur Entfernung jener Stoffe genügt es nämlich nicht, wenn eine kleine Gasmenge einmal durch die Würze hindurchgeblasen wird, es ist vielmehr eine Waschung der Würze durch die Kohlensäure während einer langen Zeit notwendig. Dabei würde sich die Würze abkühlen. Nun ist aber nach dem genannten Verfahren die Abkühlungsperiode der Würze dazu bestimmt, der Würze eine bestimmt bemessene Menge Sauerstoff zuzufügen, so daß dieses Verfahren in vorliegendem Falle nicht verwendbar ist, denn die der Würze zuzufügende Sauerstoffmenge ist weit geringer als die Menge der Kohlensäure, welche für die Waschung benötigt wird.
Diese Schwierigkeit kann dadurch überwunden werden, daß ein Gemisch von Kohlen-
säure und Luft im Kreislauf durch die Würze hindurchgeführt wird, wobei die Luftmenge so bemessen ist, daß sie gerade ausreicht. Bei diesem Kreislauf wird alsdann das mitgerissene Wasser kondensiert, so daß nach einem genügend häufigen Kreislauf des Gasgemisches die reine, mit den Geruchstoffen der Würze beladene Kohlensäure bzw. das damit geschwängerte Kondensat übrigbleibt.
ίο Man kann das Verfahren jedoch auch so ausführen, daß man zunächst mit Kohlensäure allein wäscht und nachher während der Gärung die nötige Sauerstoffmenge zuführt. Das bringt aber die Schwierigkeit mit sich, daß dann die Sauerstoff menge in besonderer Weise abgemessen werden muß.
Es ist allerdings schon vorgeschlagen worden, heiße Bierwürze zwecks Geschmacksverbesserung mit Luft und mit Kohlensäure zu behandeln (britisches Patent 30208 v. J. 1897). Dabei handelt es sich aber um ein Verfahren, bei welchem die Luft bzw. die Kohlensäure zur Fällung von Eiweißkörpern dient, die nachträglich durch Filtration entfernt werden, während das vorliegende besondere Verfahren das Wegführen flüchtiger Bestandteile aus der Würze durch Waschung mit einem indifferenten Gas, in Verbindung mit der bekannten Waschung fertigen Bieres mit Kohlensäure, bezweckt.

Claims (2)

Patent-An Sprüche:
1. Verfahren zur Entfernung unerwünschter Geruch- und Geschmackstoffe bei der Bereitung von Bier, dadurch gekennzeichnet, daß die schon bekannte Waschung fertigen Bieres mit Kohlensäure mit einer
■ Waschung der heißen Würze in der Weise verbunden wird, daß ein Kohlensäurestrom mehrmals durch die Würze durchgetrieben und das dabei verdampfende, von der Kohlensäure ■ mitgeführte Wasser kondensiert, aber nicht in die Würze zurückgeleitet wird.
2. Ausführungsform des ,Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Entfernung der Geruch- und Geschmackstoffe aus der Würze und die gleichzeitige Zuführung einer bestimmten Sauerstoffmenge während der Abkühlung der Würze dadurch erzielt wird, daß zum Waschen der Würze ein Gemisch von Kohlensäure und Luft verwendet wird.
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