DE214660C - - Google Patents
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- DE214660C DE214660C DENDAT214660D DE214660DA DE214660C DE 214660 C DE214660 C DE 214660C DE NDAT214660 D DENDAT214660 D DE NDAT214660D DE 214660D A DE214660D A DE 214660DA DE 214660 C DE214660 C DE 214660C
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Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B25/00—Doors or closures for coke ovens
- C10B25/02—Doors; Door frames
- C10B25/04—Doors; Door frames for ovens with vertical chambers
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Materials Engineering (AREA)
- Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Vertical, Hearth, Or Arc Furnaces (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
■■- M 214660 KLASSE
26«. GRUPPE
GUSTAV HORN in BRAUNSCHWEIG.
Bei stehenden Retorten und Vergasungskammern, deren untere Verschlußdeckel bisher
von Hand bedient zu werden pflegten, sind bei ■ der stets zunehmenden Größe der Vergasungsräume
und deren Füllungen die Schwierigkeiten der Herstellung und der Handhabung eines den neuzeitigen Betriebsverhältnissen entsprechenden
Bodenverschlusses immer mehr gewachsen, besonders da die gewaltigen Glutmassen
nicht nur das Abdichten des Bodenverschlusses überaus erschweren, sondern denselben
auch schwer bedienbar machen und ganz . erhebliche Lasten auf Verschlußboden und auf
Kammerboden übertragen.
Es ist zwar bei kleineren Mörton-Verschlußdeckeln
bereits bekannt, die Bewegung dieser Deckel mechanisch von einer Stelle neben dem
Ofen aus zu bewirken, doch sind solche Anordnungen für größere Abmessungen einerseits
deshalb nicht zu gebrauchen, weil die Anordnung zu schwer und zu teuer würde, andererseits
weil die Ofenböden zu sehr durch dieselben belastet würden.
Gemäß der Erfindung wird ein kastenförmiger Verschlußboden mit Wasserverschluß unter praktisch vollständiger Entlastung des Kammerbodens an Seilen, Ketten o. dgl. bewegt und während der Verkokung durch eine besondere Stützvorrichtung direkt gegen das Ofenfundament abgestützt, so daß der Kammerboden . bei vollständiger Entlastung nur sein eigenes Gewicht zu tragen hat, während das ganze Gewicht des Verschlußkastens, das vermöge der Abstützung auch geringer ausfallen kann, und das Gewicht der Charge von dieser Abstützung aufgenommen werden. Die Anwendung eines Wasserverschlusses ist für die erfolgreiche Benutzung einer solchen Abstützung besonders wertvoll, da nur so ein gleichzeitig dichtes Abschließen des Verschlußbodens an dem Kammerboden möglich ist.
Gemäß der Erfindung wird ein kastenförmiger Verschlußboden mit Wasserverschluß unter praktisch vollständiger Entlastung des Kammerbodens an Seilen, Ketten o. dgl. bewegt und während der Verkokung durch eine besondere Stützvorrichtung direkt gegen das Ofenfundament abgestützt, so daß der Kammerboden . bei vollständiger Entlastung nur sein eigenes Gewicht zu tragen hat, während das ganze Gewicht des Verschlußkastens, das vermöge der Abstützung auch geringer ausfallen kann, und das Gewicht der Charge von dieser Abstützung aufgenommen werden. Die Anwendung eines Wasserverschlusses ist für die erfolgreiche Benutzung einer solchen Abstützung besonders wertvoll, da nur so ein gleichzeitig dichtes Abschließen des Verschlußbodens an dem Kammerboden möglich ist.
Die Stützvorrichtung ist dabei so eingerichtet, daß sie sich nach dem Hochheben des Verschlußbodens
langsam und fest keilartig gegen diesen legt und sein und der' Charge Gewicht selbsttätig
aufnimmt und zur Entleerung ebenso selbsttätig sich wieder entfernt, wobei die Entleerung
sofort und selbsttätig oder erst nach Betätigung der Bewegungsvorrichtung des Verschlußkastens
erfolgen kann und ein besonderes Anheben des Verschlußbodens zwecks Entfernung
der Abstützung nicht erforderlich ist.
Die Bewegungsmechanismen für den Antrieb der Stützvorrichtung sind hierbei völlig vom
Deckel und Chargengewicht entlastet und wie diejenigen für die Bewegung . des Verschlußbodens
der Einwirkung der Ofenhitze vollständig entzogen, frei und bequem zugänglich und übersichtlich angeordnet.
Auf der beiliegenden Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise
dargestellt worden. Es zeigen:
Fig. ι und 3 den Kammerverschluß in Betriebsstellung
im Querschnitt und in Längenansicht,
Fig. 2 und . 4 den geöffneten Verschluß ebenfalls im Querschnitt und in Längenansicht,
Fig. 5 den Grundriß des geschlossenen Verschlusses.
Der Kammerboden α von rechteckiger Grundrißform
ist gebildet durch den Boden des eisernen, wassergefüllten kastenförmigen Verschluß-
bodens δ von trapezförmigem Querschnitte (s. Fig. i), der an beiden Stirnenden an je
einem in dem Gelenke d drehbar gelagerten Arm c befestigt ist. An der den Gelenken
gegenüberliegenden Seite des Kastens sind an. der unteren Kante Arme / mit Zapfen e befestigt,
an welchen Seile oder Ketten g angreifen, mittels deren der leere Kasten in horizontale
Lage gebracht wird, um dann die für den ίο Wasserverschluß nötige Wasserfüllung zu erhalten.
Die Drahtseile oder Ketten lauf en über die Führungsrollen h und W, sind dann zu
einem Seil oder einer Kette vereint, die zu einer an geeigneter Stelle, z. B. über dem Ofen
aufgestellten Aufzugwinde geführt ist, die zweckmäßig so eingerichtet ist, daß durch eine
entsprechende Zahl von Kupplungen die Verschlüsse von zwei oder mehr Kammern von
einem Windengetriebe bedient werden, können., Diese von Hand oder durch einen Kraftmotor
zu bedienenden Winden können also an einer ganz beliebigen Stelle auf dem Ofen oder auf
einem Schaltbrett ähnlichen Aufbau aufgestellt werden, so daß die Bedienung der Verschlußböden
ganz von der Ferne geschehen kann. Durch Auf- und Abwinden des Seiles g dreht sich der Kasten b um den Drehpunkt d
und tritt so stets genau unter die Retorte und bringt andererseits deren Inhalt durch einfaches
Entlasten der Winden mit einer durch Bremsen beliebig regulierbaren Geschwindigkeit
zur Entleerung. Der Kammerboden hat somit im ungünstigsten Falle höchstens das Gewicht des leeren Verschlußkastens zu tragen.
Der eiserne, den Verschlußboden bildende Kasten b, welcher das ganze Chargengewicht
trägt, ist im Betriebe zur Entlastung des Kammerbodens, der Arme c, der Zapfen d und der
Seile oder Ketten der Winden und dieser selbst durch den an ihm befestigten Träger i
. abgestützt, der wieder auf zwei — durch ein Schneckengetriebe k, k' mit rechter bzw. linksgängiger,
auf einer gemeinsamen Welle I sitzenden Schnecke η vermittels eines Zahnsegmentes ft
und des mit Gleitzapfen 0 versehenen Hebelpaares m — längsverschiebbaren und außerdem
anhebbaren· Riegeln q aufliegt. Die Riegel hängen in den Kloben r und sind selbst wieder
zur Entlastung des Hebelpaares m sowie der Kloben r durch das zwischen den Hebeln
sitzende exzentrische Scheibenstück s, welches sich beim Schließen' des Riegels vermöge seiner
Exzentrizität gegen den Riegel q legt und denselben zum Ausgleich etwaiger Höhendifferenzen
zwischen Riegel und Träger i gegen den Auflagepunkt des Trägers i anheben kann, abgestützt,
so daß das Getriebe und der Gleitzapfen 0 durch direkte Übertragung der Last auf die
Scheibe s den Drehzapfen t und den Bock u vollständig entlastet sind. Statt des einzigen
Trägers i- können auch mehrere über die Bodenbreite des Kastens verteilte Träger angeordnet
werden, deren jeder für sich oder alle zusammen abgestützt werden könnten, und die eine erhebliche
Gewichtserleichterung des Verschlußbodens erzielen lassen. Da das Schneckengetriebe
durch eine gemeinsame Welle ν mit der Exzenterscheibe s verbunden ist, so kann
es ebenfalls hinreichend weit vom heißen Kammerboden abgerückt werden. Der Antrieb
dieser Verriegelung kann durch Handoder Kraftbetrieb von demselben Schaltbrett aus wie die Winden durch einen gemeinsamen
Motor erfolgen, der mit dem Windenmotor zwangläufig so verbunden sein kann; daß der
erstere nicht angelassen bzw. abgestellt werden kann, ehe nicht der Verriegelungsmotor die
Verriegelung bzw. Abstützung entfernt bzw. eingerückt hat.
Die Abstützung des Trägers i könnte auch direkt durch die Scheibe s geschehen, die dann
den Riegel q mit dem Gleitzapfen 0 und den Hebeln m ersparen und in gleicher Weise wie
bei Verwendung des Riegels q den Höhenausgleich zwischen dem Träger i und dem Scheibenstützpunkt
durch ihren beim. Drehen vermöge der Exzentrizität immer höher steigenden
Stützpunkt bewirken würde.
Durch die Anordnung dieser exzentrischen Scheibe in beiden Fällen ist ein Anheben · des go
Verschlußbodens beim Öffnen desselben erspart.
Vermöge des viereckigen Grundrisses der Verschlußkasten kann der Raum für den Ofen
viel günstiger ausgenutzt werden, und die Einrichtungen bauen sich dadurch kleiner und
übersichtlicher und gleichartiger, was für den Großbetrieb besonders wertvoll ist.
Claims (3)
1. Verschlußboden für stehende Vergasungskammern und Retorten zur Verkokung
von Steinkohlen und Gasgewinnung, dadurch gekennzeichnet, daß der Vorzugsweise mit Wasserverschluß versehene, an
zwei Armen (c) drehbar aufgehängte kastenförmige Verschlußboden (a) durch Seile
oder Ketten (g) an Winden bewegt wird und im Betriebe gegen das Ofenfundament 110.
abgestützt ist, so daß der Kammerboden, der Verschlußboden (a) und die Seile und
Winden vollständig entlastet sind.
2. Ausführungsform der Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
der Verschlußboden (a) durch mit dem Bodenkasten verbundene Träger (i) auf
vorzugsweise exzentrischen drehbaren Scheiben (s) oder Hebeln, die direkt oder vermittels
Zwischenstücken den Druck aufnehmen, so abgestützt ist, daß die für die Betätigung der Stützorgane vorzugsweise
aus Schneckengetrieben (k) bestehenden Mechanismen durch das Stützgewicht nicht
belastet werden und ein besonderes Anheben des Verschlußbodens zur Entfernung
der Abstützung nicht erforderlich ist.
3. Ausführungsform der Anordnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet,
daß bei Benutzung eines beispielsweise aus einem Riegel (q) bestehenden Zwischenstückes
zur Abstützung der am Verschlußboden befestigten Träger (i) dieser Riegel
(q) von der Exzenterscheibe (s) nicht nur
gegen den Kammerboden gehoben, sondern auch vorzugsweise vermittels eines auf der
Exzenterachse sitzenden Hebels (m) mit Gleitbolzen (0) von dem Bewegungsantrieb
der Scheibe (s) aus wagerecht verschoben wird, so daß bei der Entriegelung erst die
Senkung und dann die Verschiebung des Riegels (q) bewirkt und ein Anheben des
Verschlußbodens damit gleichfalls erübrigt wird.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE214660C true DE214660C (de) |
Family
ID=476223
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT214660D Active DE214660C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE214660C (de) |
-
0
- DE DENDAT214660D patent/DE214660C/de active Active
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