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Die Erfindung bezieht sich auf eine zur Verwendung für Ent- und Vergasungsäfen, insbesondere für Koksöfen bestimmte Tür, an deren Rückwand ein Schutzschild angeordnet ist. welches die Tür gegen Hitzewirkung des glühenden Beschickungsglltes und gegen den bei der Vergasung des letzteren ausgeübten Druck schützen soll. Durch die Erfindung wird bezweckt, das Schutzschild derartig anzuordnen, dass es der Bewegung des sich während des Vergasungvorganges ausdehnenden Beschickungsgutes folgen kann, um hiedurch die Ausübung starker Drücke des sich ausdehnenden Beschickungsgutes auf die Tür und das Abdrücken der Tür von ihren Dichtungen zu verhüten.
Dieser Zweck wird nach der Erfindung dadurch erreicht, dass das Schutzschild durch gelenkige Zwischenglieder mit der Rückseite der Tür verbunden ist. Die Einrichtung kann hiebei so getroffen werden, dass das Schutzschild durch eine von aussen bedienbare Stellvorrichtung in seiner jeweiligen Stellung festgestellt werden kann.
Für Ofen mit heb-und senkbaren Türen ist ferner die Anordnung so getroffen, dass die gelenkigen Zwischenglieder des Schutzschildes mit der Anhubvorrichtung der Tür derartig verbunden sind, dass das Schild vor dem Heben der Tür in deren Höhlung zurücktritt bzw. aus der Ebene der Auflageflächen der Tür heraustritt, um beim Anheben der Tür nicht hinderlich zu sein.
Auf der Zeichnung ist als Ausführungsform der Erfindung eine Koksofentür dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Seitenansicht der Tür in Verbindung mit dem vorderen Teil einer Kokskammer,
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der Fig. 2.
Bei der dargestellten Einrichtung dient die gewölbte Tür 1 zum Verschliessen der Mündung einer Kokskammer 2, auf deren Stirnende sic sich mittels des Randflansches 3 abdichtet. Das beim Betrieb der Kammer gegen die vordere Stirnseite des Kokskuchens -1 anliegende Schutzschild 5 ist auf beiden Seiten mit zwei Lappen 6 versehen, zwischen denen der Zapfen 7 einer Gelenkstange 8 gelagert ist, deren unteres Ende mit der Rückseite der Tür 1 durch einen Zapfen 9 in gelenkiger Verbindung steht. In ähnlicher Weise ist das Schutzschild auf der Rückseite oben mit zwei Lappen 10 versehen, in weichen der Zapfen 11 einer dritten Gelenkstange 12 gelagert ist, deren unteres Ende auf einer wngrechtpn Welle 13 sitzt.
Die Welle 13 ruht in seitlichen Lager-
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ragenden Enden je einen Doppelhebel 7J. dessen inneres Ende 16 durch einen Zapfen 17 mit der Zugstange 18 gelenkig verbunden ist. Die beiden Zugstangen 7 sind oben durch ein Querstück 19 miteinander vereinigt, an dessen Mitte das zum Heben und Senken der Tür 1 dienende Zugmittel 20 (Seil, Kette oder dgl.) angreift.
Das vordere Ende 21 des Doppelhebels li ist mit einem Loche 22 versehen und liegt vor einer mit Löchern. 3J versehenen Bogenführuug 24. Zur Aufnahme der unteren Gelenkstangen 8 des Schutzschildes J bei dessen Vorschub gegen die Tür 1 ist letztere unten mit zwei kastenartigen Erweiterungen 25 versehen, die durch Deckel 26 nach aussen abgeschlossen sind. Die Deckel 26 können im Bedarfsfalle nach Lösung der Schrauben 27 abgenommen werden.
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weiterung 28 zur Aufnahme der Gelenkstange 12 vorgesehen.
Die Erweiterung 28 ist mittels eines durch Schrauben 29 befestigten Deckels nach aussen abgeschlossen.
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erforderlichenfalls durch die Stange 31 von aussen unterstützt. Solange nun der vordere Arm 21 des Doppelhebels 1fi auf der Bogenführung 24 nicht festgestellt ist, kann die Welle 13 sich mit der darauf sitzenden Gelenkstange 12 frei drehen. Da auch die Drehung der unteren Gelenkstangen 8 unbehindert ist, so kann sich das Schutzschild bei der Ausdehnung des Kokskuchens 4 gegen die Rückseite der Tür 1 vorbewegen und der Bewegung des sich ausdehnenden Kokskuchens folgen.
Bei Bedarf kann das Schutzschild 5 in seiner jeweiligen Lage dadurch festgestellt werden, dass zwischen dem Hebelarme 21 und der Bogenführung 24 durch einen in die Löcher 22, 23 gesteckten Vorreiber eine feste Verbindung geschaffen wird.
Wird bei der in Fig. 3 mit vollen Linien dargestellten Lage des Schutzschildes 5 das Zugorgan 20 der Anhubvorrichtung der Tür 1 angehoben, so erfolgt zunächst durch die mit den Armen 16 der Doppelhebel 15 verbundenen Zugstangen 18 eine Drehung der Welle 13 und der damit verbundenen Gelenkstange 12, wodurch das Schutzschild 5 in die in Fig. 3 mit gestrichelten Linien dargestellte Lage gebracht wird, in welcher es in der Höhlung auf der Rückseite der Tür. 1 liegt, so dass es aus der Ebene der Auflageflächen des Türflansches 3 heraustritt und der Tür beim Anheben nicht hinderlich sein kann.
Durch Abnahme der Deckel 26 bzw. 30 können die kastenartigen Erweiterungen 25 bzw. 28 zwecks Reinigung nach aussen frei gelegt werden.
Die Befestigung der Tür 1 und ihre Abdichtung auf der Mündung der Kokskammer 2 werden durch bekannte Mittel bewirkt. Natürlich können die baulichen Einzelheiten der vorliegenden Tür geändert werden, ohne dass das Wesen der Erfindung hiedurch berührt wird.
Beispielsweise kann die zur Feststellung der jeweiligen Lage des Schutzschildes dienende Stellvorrichtung in anderer Weise ausgeführt werden.
PATENT ANSPRÜCHE :
1. Tür für Ent-und Vergasungsöfen mit an der Rückwand angeordnetem Schutzschild, dadurch gekennzeichnet, dass das Schutzschild (5) durch gelenkige Zwischenglieder (8, 12) mit der Rückseite der Tür (1) verbunden ist, so dass es sich unter der Einwirkung des sich während des Vergasungsvorganges ausdehnenden Beschickungsgutes selbsttätig gegen die Tür vorbewegt.