DE207668C - - Google Patents

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DE207668C
DE207668C DENDAT207668D DE207668DA DE207668C DE 207668 C DE207668 C DE 207668C DE NDAT207668 D DENDAT207668 D DE NDAT207668D DE 207668D A DE207668D A DE 207668DA DE 207668 C DE207668 C DE 207668C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/02Hydroxy-anthraquinones; Ethers or esters thereof
    • C09B1/06Preparation from starting materials already containing the anthracene nucleus
    • C09B1/08Dyes containing only OH-groups

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring Foods And Improving Nutritive Qualities (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
^^'PATENTSCHRIFT
- Mu 207668 KLASSE 22δ. GRUPPE
Zusatz zum Patente 148792 vom 1. Februar 1903.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. Januar 1908 ab. Längste Dauer: 31. Januar1918.
In der Patentschrift 148792 wurde gezeigt, daß p-Aminooxyanthrachinone bzw. p-Diaminoanthrachinone direkt in Leukooxyanthrachinone übergeführt werden, wenn man sie in saurer Lösung mit stark wirkenden sauren Reduktionsmitteln behandelt. Falls diese Ausgangsmaterialien in ß-Stellung zu den Amino- oder Oxy- bzw. Diaminogruppen Sulfogrupperi oder Halogenatome enthalten, werden diese bei der Reduktion durch Wasserstoff ersetzt.
Es wurde nun gefunden, daß man dieses
Verfahren bei Anwendung un substituierter oder nur heteronuclear substituierter p-Aminooxy- bzw. ρ - Diaminoanthrachinone in zwei Teile zerlegen kann, indem man zunächst mittels geeigneter alkalischer Reduktionsmittel die Ausgangsmaterialien in die entsprechenden, an und für sich wertvollen Leukoverbindungen umwandelt und diese dann zwecks hydrolytischer Spaltung der Aminogruppen mit verdünnten Säuren erhitzt. Das neue Verfahren hat vor demjenigen des Hauptpatents den Vorteil, daß es alkalische Reduktionsmittel zu verwenden und die Bildung von Anthranolderivaten, welche meistens in ganz anderer Weise als die entsprechenden Oxanthranole reagieren, leichter zu vermeiden gestattet.
Beispiel I.
100 Teile einer 20 prozentigen Paste der ι - Amino - 4 - oxyanthrachinon - 8 - sulfosäure (erhalten z.B. aus i-Methoxyanthrachinon-5-sulfosäure durch aufeinanderfolgendes Nitrieren, Reduzieren und Abspalten der Methylgruppe) werden mit 150 Teilen Wasser und 5 Teilen Natronlauge von 40 ° Be. zu einem dünnen Brei verrührt; dann wird die Mischung zum Kochen erhitzt und nach und nach mit etwa 20 Teilen Natriumhydrosulfit versetzt. Unter Gelbfärbung tritt vorübergehend Lösung ein, worauf das in Wasser ziemlich schwer lösliche Natriumsalz der Leuko-i · 4-aminooxyanthrachinon - 8 - sulfosäure sich in gelben Kristallen abscheidet. Es wird abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet.
Das Salz löst sich in Wasser und in kalter konzentrierter Schwefelsäure mit rein gelber Farbe. Die wäßrige Lösung färbt sich nach kurzem Erhitzen mit verdünnter Natronlauge blauviolett, indem 1 · 4-Aminooxyanthrachinon-8-sulfosäure zurückgebildet wird.
Zur Überführung in Leukochinizarin-5-sulfosäure wird das Natriumsalz der Leuko-i · 4-aminooxyanthrachinon-8-sulfosäure mit etwa der 30 fachen Menge 10 prozentiger Salzsäure 1J1 Stunde am Rückflußkühler erhitzt. Aus der erhaltenen Lösung wird das Kaliumsalz der Leukochinizarin-5-sulfosäure durch Zusatz von Chlorkaliumlösung abgeschieden. Es besitzt die in der Patentschrift 148792 angegebenen Eigenschaften.
Beispiel II.
10 Teile 1 · 4-Aminooxyanthrachinon werden : in schwach alkalischer Lösung mit etwa 65-10 Teilen Natriumhydrosulfit so lange erhitzt, bis kein unverändertes Ausgangsmaterial mehr vorhanden ist. Das kristallinisch abgeschiedene
Leukoderivat wird dann abfiltriert und getrocknet. ·
Es ist ein gelbbraunes Pulver, das in kochendem Wasser und in Alkohol mit gelber Farbe löslich ist. Die konzentrierte schwefelsaure Lösung ist gelb und fluoresziert grüngelb; Zusatz von Borsäure verstärkt die Fluoreszenz. Beim Kochen der verdünnten alkalischen Lö-. sung tritt blauviolette Färbung ein unter ίο Rückbildung von p-Aminooxyanthrachinon.
Auch das Leuko-i · 4-aminöoxyanthrachinon wird beim kurzen Erhitzen mit der etwa 3ofachen Menge ioprozentiger Salzsäure gespalten ; es wird so Leukochinizarin in quantitativer Ausbeute erhalten.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Abänderung des durch Patent 148792 geschützten Verfahrens, dadurch gekennzeichnet, daß man zur Darstellung von Leukooxyanthrachinonen solche p-Aminooxyanthrachinone bzw. p-Diäminoanthrachinone, welche nicht weiter oder nur heteronuclear substituiert sind, nicht wie dort mit stark wirkenden sauren Reduktionsmitteln behandelt, sondern zunächst mittels geeigneter alkalischer Reduktionsmittel in die entsprechenden Leukoverbindungen überführt und diese dann mit verdünnten Säuren erhitzt.
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