DE239762C - - Google Patents

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DE239762C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B1/00Dyes with anthracene nucleus not condensed with any other ring
    • C09B1/56Mercapto-anthraquinones

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
Ju 239762 KLASSE 12 o. GRUPPE
Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. November 1909 ab.
Es wurde gefunden, daß sich diazotierte Aminoanthrachinone in glatter Weise mit Thioharnstoffen in Reaktion bringen lassen, wobei schwefelhaltige Anthrachinonderivate entstehen, die als Zwischenprodukte für die Erzeugung von Farbstoffen wertvoll sind.
Beispiele.
i. 22,5 kg a-Aminoanthrachinon werden in
ίο bekannter Weise in konzentrierter Schwefelsäure diazotiert und das in üblicher Weise isolierte a-Diazoniumsulfat in 370 1 Wasser bei gewöhnlicher Temperatur gelöst. Man läßt hierzu langsam eine Lösung von 7,6 kg Thioharnstoff in 7 1 Wasser fließen, wobei sich bereits starkes Schäumen infolge Stickstoffentwicklung bemerkbar macht. Die Mischung wird dann langsam zum Sieden erhitzt, und nach Beendigung der Stickstoffentwicklung wird das gelbliche Reaktionsprodukt abgesaugt, gewaschen und nach dem Trocknen aus Sprit bzw. Eisessig umkristallisiert. Die Analysenwerte des neuen Körpers scheinen auf ein Anthrachinonylthiokohlensäureamid der Formel C14 H7O2-S- CO · NH2 hinzuweisen.
Berechnet für C16H9O3SN: S ~ 11,3 Prozent, N = 4,94 Prozent.
Gefunden:
S = 12,11 Prozent, N — 4,89 Prozent.
Der so erhaltene Körper soll als Zwischenprodukt dienen. So liefert er z/B. mit Alkalien erwärmt unter Ammoniakabspaltung das entsprechende Merkaptan. Beim trocknen Erhitzen entsteht ein Produkt, welches in Alkalien unlöslich ist und als ein ringgeschlossenes Thioderivat anzusprechen sein dürfte.
An Stelle des a-Aminoanthrachinons in obigem Beispiel lassen sich auch dessen Derivate sowie Diaminoanthrachinone und Derivate verwenden, während sich der Thioharnstoff auch durch substituierte Thioharnstoffe ersetzen läßt.
2. Das aus 2,25 kg a-Aminoanthrachinon hergestellte a-Diazoniumsulfat wird mit Wasser zu einer dünnen Paste angerieben und in ein Gemisch von 1,5 kg Phenyl thioharnstoff in 200 1 Wasser bei gewöhnlicher Temperatur unter 'Rühren eingetragen. Es scheidet sich sofort ein rötlicher Brei ab. Nach mehrstündigem Rühren wird zum Sieden erhitzt, abgesaugt, mit verdünnter Salzsäure, Wasser und mit Sprit gewaschen. Nach dem Trocknen erhält man ein orangegelbes schwefelhaltiges Produkt, das beispielsweise mit alkoholischer Natronlauge eine rotviolette, leicht oxydable Lösung ergibt, was auf entstandenes tt-Anthrachinonylmerkaptan hinweist.

Claims (1)

  1. 60 Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung von schwefelhaltigen Anthrachinonderivaten, dadurch gekennzeichnet, daß man Anthrachinondiazoniumsalze mit Thioharnstoffen umsetzt und zur Vervollständigung der Reaktion die zuerst entstehende Diazoniumverbindung in Wasser erwärmt.
    BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.
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