DE255772C - - Google Patents

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DE255772C
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chlorine
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D209/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D209/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with one carbocyclic ring
    • C07D209/04Indoles; Hydrogenated indoles
    • C07D209/30Indoles; Hydrogenated indoles with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, directly attached to carbon atoms of the hetero ring
    • C07D209/32Oxygen atoms
    • C07D209/38Oxygen atoms in positions 2 and 3, e.g. isatin

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 255772 KLASSE \2p. GRUPPE
Verfahren zur Darstellung eines Dichlorisatins. Patentiert im Deutschen Reiche vom 8. Februar 1912 ab.
Wie im Journal für praktische Chemie, N. F. Bd. 33 [i886], S. 49 und 51 mitgeteilt ist, erhielt Dorsch durch zwei Tage langes Einleiten von Chlor in eine Suspension von Isatin in siedendem Wasser im Sonnenlicht ein Gemenge von Mono- und Dichlorisatin; es ließ sich durch Alkohol in 5-Monochlorisatin vom Schmelzpunkt 243 ° und in ein Produkt vom Schmelzpunkt 186 °, das er als Dichlorisatin anspricht, welches aber offenbar noch unrein ist, trennen. Reines 5 · 7-Dichlorisatin vom Schmelzpunkt 221 bis 222 ° erhielt Kalb (Ber. 42 [1909], S. 3663) durch Oxydation des 5 · 7-5' · 7'-Tetrachlordehydroindigokaliumbisulfits.
Es wurde nun gefunden, daß man ein neues Dichlorisatin erhält, in welchem ein Chlor in lockerer Form gebunden ist, wenn man Isatin in wässeriger Suspension bei gewöhnlicher Temperatur in Gegenwart oder Abwesenheit von Chlorüberträgern mit der nötigen Menge Chlor behandelt. Das Isatin kann auch als Bisulfitverbindung in Wasser gelöst angewandt werden. Die neue Verbindung wird als ziegelrotes kristallinisches Pulver in quantitativer Ausbeute erhalten. Sie schmilzt als Rohprodukt unter Zersetzung bei 150 bis 152 °, kann ohne Zersetzung isoliert und getrocknet werden und ist vollständig haltbar. In organisehen Lösungsmitteln, wie Äther, Alkohol, Benzol oder Eisessig, ist sie leicht löslich. Aus Eisessig umkristallisiert, bildet sie derbe rote Prismen vom Schmelzpunkt 155°. Durch Umlösen des Körpers aus BisulfLtlösung und Ausfällen mit Mineralsäure wird das locker gebundene Chloratom wieder abgespalten, und es bildet sich das 5-Monochlorisatin vom Schmelzpunkt 247 °. Behandelt man dagegen den Körper in der Wärme mit konzentrierter Schwefelsäure, so wandert das locker gebundene Chlor in den Kern, und es bildet sich glatt das 5 · 7-Dichlorisatin vom Schmelzpunkt 22i°. An Stelle von Isatin kann man auch von dem leicht darstellbaren 5-Monochlorisatin ausgehen, wobei die Reaktionsbedingungen dieselben sind.
Beispiel 1.
147 Teile Isatin werden in der 20 fachen Menge Wasser suspendiert und nach Zusatz von etwas Jodkalium bei etwa 15 ° unter gutem Rühren so lange mit Chlor behandelt, bis das anfangs gelb gefärbte Produkt sich allmählich in einen ziegelroten kristallinischen Körper umgewandelt hat. Wenn der Schmelzpunkt einer isolierten Probe etwa 1500 zeigt, ist die Reaktion beendet, wobei die eingeleitete Chlormenge etwas mehr als der Theorie entspricht. Das Produkt wird abgesaugt, gepreßt und im Vakuum getrocknet.
Beispiel 2.
181,5 Teile 5-Monochlorisatin (Annalen 243 [1888], S. 356/57) werden in der 2ofachen Menge Wasser suspendiert und nach Zusatz von etwas Jodkalium bei etwa 15° unter gutem Rühren so lange mit Chlor behandelt, bis es sich allmählich in einen ziegelroten kristallin!-
sehen Körper umgewandelt hat. Wenn der Schmelzpunkt einer isolierten Probe bei etwa 150 ° liegt, ist die Reaktion beendet, wobei die eingeleitete Chlormenge etwas mehr als der Theorie entspricht. Das Produkt wird abgesaugt, gepreßt und im Vakuum getrocknet.
Beispiel 3.
147 Teile Isatin werden in der 20 fachen Menge ioprozentiger Salzsäure suspendiert und bei 10 bis 15 ° Natriumhypochloritlösung langsam unter Rühren eingetropft; dabei ist zu beachten, daß die Reaktionsmasse stets kongosauer bleibt. Sobald eine Probe etwa bei 150 ° schmilzt, ist die Reaktion beendet. Das Produkt wird abgesaugt, gewaschen und im Vakuum getrocknet.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Darstellung eines Dichlorisatins, das ein Chloratom locker gebunden enthält, darin bestehend, daß man Isatin oder 5 -Monochlorisatin in wässeriger Suspension oder als Bisulfitverbindung gelöst, in Gegenwart oder Abwesenheit von Chlor-Überträgern, bei gewöhnlicher Temperatur mit Chlor oder Chlor entwickelnden Mitteln behandelt.
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