DE206536C - - Google Patents

Info

Publication number
DE206536C
DE206536C DE1908206536D DE206536DA DE206536C DE 206536 C DE206536 C DE 206536C DE 1908206536 D DE1908206536 D DE 1908206536D DE 206536D A DE206536D A DE 206536DA DE 206536 C DE206536 C DE 206536C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
solution
mercaptan
sodium
percent
pyridine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired - Lifetime
Application number
DE1908206536D
Other languages
English (en)
Filing date
Publication of DE206536C publication Critical patent/DE206536C/de
Application filed filed Critical
Priority to AT43879D priority Critical patent/AT43879B/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/12Sulfur dyes from other compounds, e.g. other heterocyclic compounds
    • C09B49/124Sulfur dyes from other compounds, e.g. other heterocyclic compounds from polycarbocyclic compounds

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
206536 — KLASSE 22 d. GRUPPE
Zusatz zum Patente 204772 vom 22. Mai 1907.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 29. Januar 1908 ab. Längste Dauer: 21. Mai 1922.
In der Patentschrift 204772 ist gezeigt, daß man beim Behandeln von Halogenanthrachinonen mit Alkalipolysulfiden zu bisher unbekannten Produkten gelangt, die den Charakter von Farbstoffen haben oder auch als Ausgangsmaterialien für Farbstoffe verwandt werden können. Diese Produkte sind aller Wahrscheinlichkeit nach Merkaptane oder zum Teil, da letztere sich leicht weiter oxydieren, Oxydationsprodukte derselben, welche den Charakter von Disulfiden haben. Letztere lassen sich durch Reduktionsmittel, z. B. Hydrosulfit, wieder in Merkaptane überführen.
Es wurde nun gefunden, daß die gleiche Reaktion sich ebenfalls mit den einfachen Sulfiden, z. B. Alkalisulfiden und Sulfhydraten, durchführen läßt.
In der Patentschrift 102532, Beispiel 3, ist zwar schon die Einwirkung einer Lösung von Schwefelnatrium auf ein Halogenanthrachinonderivat (Dibromdinitroanthrarufm) beschrieben. Diese Reaktion bezweckt aber lediglich die Reduktion der Nitrogruppen und wird m dem Moment unterbrochen, wo die Reduktion der Nitrogruppe vollendet ist und sich das Aminooxyhalogenanthrachinon in unlöslicher Form ausscheidet, wodurch es der weiteren Einwirkung entzogen wird.
0 Beispiel 1.
10 kg a-Chloranthrachinon werden mit'einer Lösung von 100 kg kristallisiertem Schwefel-Berechnet:
C — 69,99 Prozent
H = 3.33 -
5 = 13,34 ,O2S.
Gefunden:
69,46 Prozent
3,58 - .
13,73 - ·
35
natrium in 50 1 Wasser und 100 1 Alkohol gekocht, bis kein unverändertes Chloranthrachinon mehr nachzuweisen ist. Die beim Erkalten ohne weiteres erfolgende Abscheidung des Natriumsalzes des Merkaptäns kann durch Einblasen von Luft noch vervollständigt werden. Man saugt es ab, wäscht mehrmals mit Kochsalzlösung und zerlegt es schließlich durch verdünnte Säure, der etwas Natriumbisulfit zugesetzt wird, um weitere Oxydation auszuschließen. Von dem nebenher entstehenden Disulfid kann das leichter lösliche Merkaptan durch Auskochen mit Eisessig bequem getrennt werden. Es bildet orangefarbene Prismen vom Schmelzpunkt 1870. Die Analyse gab folgende Zahlen: C3
45
In alkoholischem Alkali löst sich das Produkt mit violetter Farbe; konzentrierte Schwefeisäure nimmt es mit rotbrauner Farbe auf und führt es rasch unter Änderung der Farbe nach Gelb und Entwicklung von Schwefeldiooxyd in das Disulfid über. Zur Rückverwandlung in das Merkaptan rührt man das Disulfid in etwa 50 prozentigem Alkohol unter Zusatz von Natronlauge und Hydrosulfit bei 50°, wobei es in Lösung geht und das Natriumsalz des Merkaptäns sich schließlich abscheidet,
55
60
Beispiel 2.
10 kg fein verteiltes ß-Chloranthra'chinon werden mit 100 kg Alkohol und 100 kg einer 28 prozentigen Lösung von Natriumsulfhydrat im geschlossenen Rührkessel 8 Stunden auf ioo'J erhitzt. Das braune Natriumsalz des Merkaptans wird, wie in Beispiel 1 angegeben, isoliert und zerlegt. Aus Pyridin erhält man ίο gelbliche Kristalle, deren Lösung in konzentrierter Schwefelsäure rot, in Alkali violettrot ist.
Beispiel 3.
ι kg fein geriebenes 4-p-Tolylamino-i-chloranthrachinon (erhalten durch Erhitzen von i-Chlor-4-nitroanthrachinon mit p-Toluidin auf
. ioo°) wird mit 15 kg Alkohol und 15 kg 28 prozentigem, Sulfhydrat 8 Stunden am Rückflußkühler gekocht, wobei sich das Alkalisalz des 4-p-Tolylaminoanthrachinon-i-merkaptans in dunkelblauen Nadeln abscheidet. Das durch Ansäuern daraus gewonnene Merkaptan kristallisiert aus Pyridin in dunkelblauen Nadeln, deren Lösung in Pyridin violett, in konzentrierter Schwefelsäure anfangs schmutzigbraun, dann violett ist." Durch SuI-fieren erhält man einen violetten Wollfarbstoff.
Beispiel 4.
10 kg i-Chlor^-aminoanthrachinon (erhalten durch Reduktion des i-Chlor-4-nitroanthrachinons) werden mit 150 kg Alkohol und 150 kg einer 28 prozentigen Natriumsulfhydratlösung 10 Stunden am Rückflußkühler gekocht. Beim Erkalten scheidet sich das Natronsalz des 4 - Aminoanthrachinon -1 - merkaptans kristallinisch ab und wird wie bekannt isoliert. In Wasser löst es sich mit blauer Farbe. Mit verdünnter Säure zerlegt und aus Pyridin umkristallisiert, bildet es bronzeglänzende Nadeln, die sich in Pyridin violettrot, in konzentrierter Schwefelsäure orangegelb lösen.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Abänderung des durch Patent 204772 geschützten Verfahrens zur Darstellung von schwefelhaltigen Farbstoffen der Anthracenreihe, darin bestehend, daß man die Alkalipolysulfi.de durch die einfachen Schwefelalkalien ersetzt.
DE1908206536D 1908-01-28 1908-01-28 Expired - Lifetime DE206536C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
AT43879D AT43879B (de) 1908-01-28 1909-02-11 Verfahren zur Darstellung von schwefelhaltigen Farbstoffen der Anthracenreihe.

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE206536C true DE206536C (de)

Family

ID=468697

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1908206536D Expired - Lifetime DE206536C (de) 1908-01-28 1908-01-28

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE206536C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE206536C (de)
DE260905C (de)
DE239090C (de)
AT96507B (de) Verfahren zur Darstellung von Küpenfarbstoffen und Ausgangsstoffen dafür.
DE175826C (de)
DE658072C (de) Verfahren zur Herstellung von Wollfarbstoffen
DE436539C (de) Verfahren zur Darstellung von sauren Wollfarbstoffen der Anthrachinonreihe
DE597145C (de) Verfahren zur Herstellung stickstoffhaltiger Anthrachinonderivate
DE178940C (de)
DE465834C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen aus Benzanthronderivaten
DE415318C (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Arylamino-1-arylimino-2-naphthochinonen
AT102542B (de) Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen der Anthrachinonreihe.
DE251845C (de)
DE118393C (de)
DE194237C (de)
DE654290C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen
DE717076C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen
DE117189C (de)
DE405394C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen
DE204772C (de)
DE483154C (de) Verfahren zur Darstellung von Kondensationsprodukten der Benzanthronreihe
DE841314C (de) Verfahren zur Herstellung von halogenierten Naphtho-Chinonimiden
DE517845C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten der Pyrazolanthronreihe
DE186989C (de)
DE241985C (de)