DE205497C - - Google Patents

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DE205497C
DE205497C DENDAT205497D DE205497DA DE205497C DE 205497 C DE205497 C DE 205497C DE NDAT205497 D DENDAT205497 D DE NDAT205497D DE 205497D A DE205497D A DE 205497DA DE 205497 C DE205497 C DE 205497C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F5/00Details or accessories
    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10FAUTOMATIC MUSICAL INSTRUMENTS
    • G10F1/00Automatic musical instruments
    • G10F1/02Pianofortes with keyboard

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Auxiliary Devices For Music (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- Ja 205497 KLASSE 51 d. GRUPPE
LUDWIG HUPFELD, AKT-GES. in LEIPZIG.
oder Membranen.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 4. Mai 1907 ab.
Zur Abstufung des Tastenanschlages pneu-' matischer Musikinstrumente werden Drosselvorrichtungen, beispielsweise Drosselschieber oder Drosselklappen, benutzt, deren Einstellung vielfach durch das Notenblatt selbsttätig erfolgt. Die zu diesem Zweck bisher benutzten Vorrichtungen sind aber meistens sehr verwickelt, wenn die eingestellte Drosselvorrichtung nicht durch die Länge der Lochreihe
ίο im Notenblatt festgehalten wird. Bei der vorliegenden Vorrichtung wird mit erheblich einfacheren Mitteln, wie bisher, mittels kurzer, das Notenblatt nicht schwächender Lochreihen die Drosselvorrichtung innerhalb weiter Grenzen eingestellt und. beliebig lange festgehalten, und zwar mit Hilfe von zwei gegenläufigen, miteinander verbundenen Bälgen, die zur Bewegung der Drosselvorrichtung dienen und durch je ein Ventil mit einer unter Luftverdünnung gehaltenen Kammer verbunden werden können. Zur Erzielung größerer Abstufungen in der Einstellung kann durch einen mit diesen Bälgen verbundenen Stellschieber die einmal eingestehe Drosselvorrichtung in ihrer Lage gesichert werden. Ein drittes Ventil kann erwünsehtenfalls zur Beschleunigung der Einstellung benutzt werden.
Bei der auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsform Fig. 1 ist ein einfacher Drosselschieber α als Beispiel benutzt; indessen können auch andere Drosselvorrichtungen Verwendung finden. Der Drosselschieber α wird von zwei Bälgen b und d bedient, die durch einen Steg e so miteinander verbunden sind, daß der Balg d sich aufbläht, wenn der Balg b zusammenklappt. Rohre b1 und d1 führen von den Bälgen b und d nach den Doppelventilen f und g, die die Rohre d1, b1 entweder mit der freien Luft oder mit dem Kanal h verbinden können. Dieser Kanal h steht durch eine feine Öffnung i mit' der Kammer I in Verbindung, die an die Saugvorrichtung des Instrumentes angeschlossen ist, so daß in ihr eine gewisse Luftverdünnung herrscht. Die beiden Ventile / und g stehen unter der Einwirkung der in der Kammer I angeordneten Membranen f1 und g1. Von den Räumen unterhalb der Membranen f1 und g1 gehen Rohre f2 und g2 aus, die in einem Brett s endigen. In das gleiche Brett s münden zwischen den Rohren _/2 und g2 eine Anzahl Rohre 1, 2, 3 . . ., die nach dem Notenblock m führen. Oberhalb der Fläche s kann sich ein E-förmiger Schieber ft bewegen, dessen mittlerer Steg ft1 zum Abschluß einer der Öffnungen 1, 2, 3 ... dient und der durch eine Stange mit dem Steg e verbunden ist. Für gewöhnlich sind die Öffnungen der Rohre 1 bis 6 im Notenblock m durch das Notenblatt geschlossen. Kommt aber bei der Bewegung des Notenblattes ein Loch z. B. über Rohr 3 zu liegen, so kann Luft durch das Rohr 3 in die rechte Höhlung des Schiebers ft und von da durch Rohr f2 unter die Membran f1 gelangen, so daß diese sich aufbläht, das Ventil/ hebt, also die Ver-
bindung des Rohres b1 nach der freien Luft unterbricht und mit dem Kanal h herstellt. Die Luft aus Balg b wird dadurch abgesaugt, während in Balg d durch Rohr d1 Luft nachströmen kann. Der Steg e mit Schieber a wird daher nach rechts bewegt und damit auch der Schieber p, bis sein mittlerer Steg p1 über der öffnung 3 zu liegen kommt und die Verbindung des Rohres /2 mit der äußeren Luft absperrt. Die Membran f1 kommt dadurch in bekannter Weise wieder in ihre Tieflage und das Ventil/ schließt die Verbindung des Kanales h mit dem Balg b ab. Würde ein anderes Loch des Notenblattes bei dessen weiterer Bewegung dann den Luftzutritt z. B. zum Rohr 1 gestatten, so würde der Balg g·1 aufgebläht, das Ventil g gehoben und durch Rohr d1 der Balg d mit dem Kanal h verbunden werden, so daß nun die Luft aus Balg d abgesaugt und der Steg e mit dem Schieber α so lange nach links bewegt würde, bis der mittlere Steg p1 des Schiebers p das Rohr ι absperrt. Der Schieber p wird also beim Einstellen des Drosselschiebers durch die Bälge b und d stets so verschoben, daß sein mittlerer Steg p dasjenige Rohr absperrt, das durch Vermittlung des Notenblattes Luft unter die eine oder die andere Membran f1, g1 geleitet hatte. Die beiden Bälge b und d sowie die Schieber α und b bleiben so lange in ihrer Lage, bis wieder das eine oder das andere Rohr i, 2, 3 ... mit der Luft in Verbindung gebracht wird.
Um die Bewegung der Bälge b und d zu beschleunigen, kann ein drittes Ventil r vorgesehen sein, das von der in der Kammer I angeordneten Membran r1 beeinflußt wird. Der Raum unterhalb der Membran r1 steht durch ein Rohr r2 mit dem Notenblock m in Verbindung. Kommt also außer einem die Rohre i, 2, 3 ... bedienenden Loch des Notenblattes noch gleichzeitig ein Loch über der Mündung des Rohres r2 des Notenblattes zu liegen, so tritt Luft durch das Rohr r2 unter die Membran r1, die Membran bläht sich auf, hebt das Ventil r und verbindet den Kanal k unmittelbar mit der Kammer I, so daß die Luft schneller aus einem der Bälge b oder d abgesaugt wird.
Um eine zufällige und unbeabsichtigte Verschiebung der Schieber α und p zu verhindern, kann irgendeine geeignete Vorrichtung angewandt werden, die die Bewegung dieser Teile bremst, beispielsweise eine Feder, die den Schieber p gegen das Brett s drückt, so daß zu seiner Verschiebung ein gewisser Widerstand überwunden werden muß. Zu gleichem Zweck könnte auch eine Feder dienen, die in abgerundete Vertiefungen des Schiebers p treten kann. In der Regel wird aber der auf den Schieber p lastende Druck schon genügen, um die Stellung der Teile zu sichern.
Die Anzahl der Rohre 1 bis 6 richtet sich nach den zu erzielenden Abstufungen des Tastenanschlages. Die Länge der die Rohre 1 bis 6 bedienenden Löcher des Notenblattes braucht nur ganz gering zu sein, da nach Einstellung des Schiebers p durch irgend eines der Rohre 1 bis 6 der Eintritt von Luft in dieses Rohr unterbrochen wird.
Werden nur zwei Abstufungen verlangt, so könnte der Stellschieber p auch fortfallen, da dann die Membran f1 und g1 unmittelbar durch vom Notenblatt kommende Rohre oder auch unmittelbar von Hand bedient werden könnten. Bei geteilten Windkammern \ wird für jede Abteilung eine besondere Einstellvorrichtung benutzt. Diese Vorrichtung kann sowohl bei einer vor ein Klavier, Harmonium o. dgl. vorzusetzenden Spielvorrichtung benutzt werden als auch bei Instrumenten mit eingebauter mechanischer Spielvorrichtung. Bei der in Fig. 2 dargestellten Abart sind die Bälge b und d einerseits an dem festen Gehäuse^ t zu beiden Seiten des drehbaren Steges e. befestigt. An Stelle von Bälgen könnten natürlich auch Membranen gebraucht werden.

Claims (2)

PaTENt1An Sprüche:
1. Vorrichtung zur selbsttätigen Einstellung von Drosselvorrichtungen für pneu-
■ matische Tasteninstrumente unter Benutzung zweier gegenläufig miteinander verbundenen Bälge oder Membranen, dadurch gekennzeichnet, daß mit den Bälgen oder Membranen ein mit mittlerem Steg (px) versehener Stellschieber (p) verbunden ist, der den Übertritt der durch Löcher des Notenblattes eingelassenen Luft nach den die Ventile (f und g) steuernden Membranen vermittelt und dessen Steg (p1) die von dem Gleitblock kommenden Rohre nach Einstellung des Schiebers verschließt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein drittes Ventil (r) vorgesehen ist, das eine besondere Verbindung des unter Luft Verdünnung gehaltenen Raumes mit dem die beiden Ventile (f und g) bedienenden Kanal (h) vermittelt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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