DE201701C - - Google Patents

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DE201701C
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    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10CPIANOS, HARPSICHORDS, SPINETS OR SIMILAR STRINGED MUSICAL INSTRUMENTS WITH ONE OR MORE KEYBOARDS
    • G10C9/00Methods, tools or materials specially adapted for the manufacture or maintenance of musical instruments covered by this subclass

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Multimedia (AREA)
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- JVl 201701 KLASSE 51 h. GRUPPE
FRANZ PETERMANN in BERLIN.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 27. August 1907 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung, mit welcher eine Erleichterung in der Herstellung von Klaviermechaniken angestrebt wird, und die dazu dienen soll, die Stifte an mehrgliedrigen Mechanikteilen, welche Gelenke zu bilden haben, in den zu diesem Zweck vorgestochenen Achsenlöchern bzw. ' mit Tuch ausgebüchsten Augen genau und gleichmäßig einzubringen.
ίο Die bisherigen Hilfsvorrichtungen für das genannte Einstiften oder «Ausspindeln« der halbfertigen Mechaniken waren wesentlich auf Handarbeit in der Weise eingerichtet, daß man zuerst freihändig durch die zusammengepaßten Mechanikteile einen Spindeldraht bis zum Durchtritt an der Gegenseite einzustecken und dann den Draht mit jenseitigem Zangenangriff weiter durchzuziehen hatte, wobei die Hilfsvorrichtung lediglich ein Widerlager für das Werkstück darbot. Der achsiale Durchzug des Spindeldrahtes war unter diesen Umständen in hohem Grade von der manuellen Geschicklichkeit, Übung und Sorgfalt des Arbeiters abhängig, und die Verschiedenheit der Ausspindelung verursachte Anstände bei der Verwendung und Zusammenstellung der so fabrizierten Mechanikbestandteile. Namentlich wo mehrere Mechanikfiguren (Wippe, Kapsel, Stößer) zu einem mehrgliedrigen Körper verbunden werden, ergeben sich infolge der Ungleichmäßigkeit der Handarbeit bedeutende Abweichungen hinsichtlich der gewünschten Parallellage aller Stifte.
Die Neuerung besteht hauptsächlich in der Anordnung eines Schablonenschiebers zum Einlegen der Mechanikteile in der gehörigen Zusammenschlußlage und in der hiermit zusammenwirkenden Einrichtung besonderer Stifteintreibmittel, die ebenso wie ein Festhaltstempel unter bestimmtem Führungszwang auf das Werkstück mit eingesteckten Stiften mechanisch niedergeführt werden.
Die als Ausführungsbeispiel auf der Zeichnung dargestellte Maschine soll das gleichzeitige Einstiften an zwei Verbindungsstellen, zwischen Wippe und Kapsel einerseits sowie zwischen Wippe und Stößer andererseits, in einem Arbeitsgange bewerkstelligen.
Fig. ι ist eine Oberansicht und Fig. 2 ein Längsschnitt der Maschine, Fig. 3 eine vergrößerte Einzeldarstellung. Fig. 4 ist eine Frontansicht der Maschine und Fig. 5 eine Stirnansicht des Getriebeständers, nachdem vor demselben der Stempelträger (Fig. 4) und Schablonenschieber gemäß Schnittlinie A-B (Fig. 2) weggenommen ist.
Der eigentliche Stempelführungsteil (Fig. 4) bildet einen aufrechten Vorbau vor dem Getriebeständer (Fig. 5), in welchem die Antriebswelle j? und oben die Daumenwelle q gelagert ist. Durch eine mittels Fußtritthebel h und Federklinkenriegel r zu bewegende Vorrichtung bekannter Art kann der Antrieb zur Drehung der Daumenwelle q für je einmaligen Umlauf eingerückt werden. Die Daumen d, e bewirken bei der Drehung der Welle q nacheinander den Abwärtsschub erst des Stempelschlittens m, der die Preßbacke η trägt, und dann des Stempelschlittens g, welcher mit den zwei büchsenförmigen Stempelträgern i, i in gehörig eingestelltem Abstande
versehen ist. Mit dl und e1 sind die zugehörigen Angriffsrollen der Stempelschlitten bezeichnet. Der Schablonenschieber α ist horizontal auf Führungen der Maschinenplatte so verschiebbar, daß er entweder, nach vorn gezogen, die Lage nach Fig. ι oder diejenige nach Fig. 2 einnehmen kann, wo er . sich unterhalb der Stempel in bestimmter Lage einstellen läßt. Durch den Zug eines Gewichtes w oder durch andere Mittel rückt er selbsttätig nach vorn in die Aufsetzlage, während die Hand des Arbeiters ihn in die Stempeleingriffslage bis zu Anschlägen verschiebt.
Auf dem Schablonenschieber α ist durch geeignet geformte Paßstücke b, c Vorkehrung getroffen, um von der Hand des Arbeiters ein schnelles Aufsetzen der Mechanikelemente, deren Verbindung durch das Einstiften zu vollenden ist, in gehöriger Zusammenschlußlage zu gestatten. Aus Fig. 1 ist ersichtlich, wie hier beispielsweise die Kapsel x, der Stößer y und die Wippe \, die zusammen einen mehrgliedrigen Mechanikbestandteil bilden sollen, einzeln nacheinander in die zugehörigen Rasten bei b, c eingelegt bzw. eingeschoben werden können, wobei zum Festhalten Federn v, v1 mitwirken. Auf diese Weise erzielt man eine durch die Schablone bestimmte örtliche Orientierung der (in bekannter Art vorher ausgefütterten und vorgestochenen) Einspindelungsaugen bei 1 und 2, in welche der Arbeiter nur noch die einzutreibenden Stifte provisorisch einzustecken hat, wobei sie eben nur in den Vorstecklöchern zu haften brauchen und eine ungefähr senkrechte Stellung einnehmen.
Nach dieser Vorbereitung schiebt der Arbeiter den Schablonenschieber α unter die Stempel i, i bzw. Preßbacke η. Beim Senken des Tritthebels wirkt letztere Preßbacke unter dem Angriff der entsprechend geformten Daumenscheibe d zuerst und veranlaßt durch an der Unterseite angebrachte Federn u, u (Fig. 4) eine schlüssige Anpressung und Ausrichtung der in der Schablone zusammengefügten Mechanikglieder x, y, \. Die Augen 1 und 2 kommen genau in die Achsialrichtungen der beiden Stempelträger ;', ζ zu stehen.
Diese Stempelträger (Fig. 2 und 3) sind unten büchsenförmig ausgebohrt und besitzen von Federn/ abwärts gedrückte, unten konisch ausgehöhlte Führungskolben k, durch welche achsiale Bohrungen in der Stärke der einzutreibenden Stifte bzw. der Stempelstifte_/ hindurchgehen, die oben innerhalb der Stempelträger befestigt sind. Beim Niedergang des Stempelschlittens g stülpen sich zuerst die konischen Aushöhlungen der Kolben k über die Oberenden der bei 1 und 2 steckenden Stifte und führen dadurch dieselben in ihre Achsialbohrung hinein, wobei eine zwangsweise Geradrichtung erfolgt. Beim Fortschritt der Stempelschlittenbewegung nach unten setzen sich die federnden Kolben k oben rings an den Einspindelungsaugen auf, und die weiter abwärts gehenden Stempelstiftek bewirken nun das Eintreiben der Stifte in die Augenlöcher bis zum Grunde. Der Eintreibstoß findet dabei in genau achsialer Richtung mit genauer Normaleinstellung der Stifte zur Schablonenebene statt.
Nachdem die Stempel unter Wirkung von Hubfedern nach vollendetem Arbeitsgang in die Anfangsstellung emporgegangen sind, hat der Arbeiter den Schablonenschieber vorzuziehen oder selbsttätig nach vorn (Fig. 1) gehen zu lassen, worauf er das fertig bei 1 und 2 angestiftete Arbeitsstück aus dem Schablonenlager entnehmen und ein neues einlegen kann.
Die beschriebene Vorrichtung ist natürlich auch zum Zusammenstiften von nur zweigliedrigen Mechanikteilen bei entsprechender Anordnung der Schablonenform verwendbar, wie überhaupt für die Gelenkstifteinbringung bei gleichgeformten Fabrikationsstücken. Bei sämtlichen in der Mechanikfabrikation hergestellten Teilen, wo es sich um Ausspindeln von Teilen handelt, ist sie anwendbar, so z. B. für Dämpfertangenten u. dgl.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Vorrichtung zum Einstiften von mehrgliedrigen Mechanikteilen, dadurch gekennzeichnet, daß unter einem mechanisch bewegten Stempelapparat ein Schieber angeordnet ist, welcher zum Einlegen der Mechanikglieder in gehöriger Zusammenschlußlage mit passenden Schablonen ausgerüstet ist.
2. An der Vorrichtung nach Anspruch 1 die Ausführungsform der Einrichtstempel, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit federnden, achsial durchbohrten Führungskolben versehen sind, die unten eine konische Höhlung besitzen.
3. An der Vorrichtung nach Anspruch 1 die Anordnung des Stempelapparats derart, daß mit ihm ein Niederdrückstempel mit nachgiebiger Preßbacke zusammenwirkt, der das auf der Schablonenform eingelegte Arbeitsstück zu schlüssiger Festlage zu bringen hat.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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