DE214993C - - Google Patents

Info

Publication number
DE214993C
DE214993C DENDAT214993D DE214993DA DE214993C DE 214993 C DE214993 C DE 214993C DE NDAT214993 D DENDAT214993 D DE NDAT214993D DE 214993D A DE214993D A DE 214993DA DE 214993 C DE214993 C DE 214993C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
punch
pin
lever
workpiece
machine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT214993D
Other languages
English (en)
Publication of DE214993C publication Critical patent/DE214993C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A43FOOTWEAR
    • A43DMACHINES, TOOLS, EQUIPMENT OR METHODS FOR MANUFACTURING OR REPAIRING FOOTWEAR
    • A43D100/00Setting or removing eyelets, buttons, lacing-hooks, or elastic gussets in shoes
    • A43D100/02Punching and eyelet-setting machines or tools

Landscapes

  • Perforating, Stamping-Out Or Severing By Means Other Than Cutting (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 71 €. GRUPPE
(V. St. A.).
Patentiert im Deutschen Reiche vom 9. Januar 1908 ab.
Die Erfindung betrifft Maschinen zum Ausstanzen von Löchern oder zum Einsetzen von Ösen o. dgl., bei welchen der Lochstanze oder dem Einsetzstempel ■ außer den nötigen Bewegungen auch die zum seitlichen Vorschub des Werkstückes erforderlichen Bewegungen erteilt werden.
Gemäß der Erfindung schließt der Antrieb der Lochstanze oder des Einsetzstempels gelenkig
ίο miteinander verbundene Teile ein, welche es ermöglichen, der Lochstanze oder dem Einsetzstempel zwei quer zueinander gerichtete Bewegungen zu erteilen. Die Auf- und Abwärtsbewegung der Lochstanze oder des Einsetzstempeis wird in der vorliegenden Ausführungsform durch ein Kniehebelwerk bewirkt, dessen Gelenkglieder durch ein Universalgelenk miteinander verbunden sind. Die Einrichtung ist derart, daß sich das Universalgelenk während des Streckens des Kniehebelwerkes ungefähr in einer Linie mit der Achse bewegt, um welche die Lochstanze bzw. der Einsetzstempel zwecks Hervorbringens des seitlichen Vorschubes des Werkstückes geschwungen wird. Durch diese Einrichtung wird erreicht, daß der Lochstanze oder dem Einsetzstempel zwei quer zueinander gerichtete Bewegungen erteilt werden, ohne das Verhältnis des Kniehebelwerkes und der Lochstanze bzw. des Einsetzstempels während des seitlichen Vorschubes des Werkstückes zu beeinflussen. Zweckmäßig wird das Kniehebel-. werk während des-Arbeitsganges der Maschine auch etwas über seine gestreckte Stellung hinausbewegt, damit der von der Lochstanze oder dem Einsetzstempel auf das Werkstück ausgeübte Druck nachläßt, so daß der seitliche Vorschub des Werkstückes bewirkt werden kann.
Zweckmäßig ist der Antrieb des Einsetzstempels nachgiebig gelagert, damit sich der Einsetzstempel der wechselnden Dicke des Werkstückes anpassen kann; dies wird erreicht, indem der Drehzapfen des den Einsetzstempel bewegenden Hebels an einem drehbaren nachgiebig gelagerten Stift angeordnet ist, so daß der Einsetzstempel bei steigendem Drucke nachgibt.
Die Maschine ist ferner mit einer neuartigen Vorrichtung zum Unterbrechen des Einsetzens der Ösen und zur Veränderung der Vorschublänge ausgestattet. Zweckmäßig ist die Anordnung derart, daß das Unterbrechen des Einsetzens der Ösen und die Veränderung der Vorschublänge durch ein und dieselbe Bewegung eines Hebels bewirkt wird. .
Der Stoffdrücker wird während des Arbeitsganges der Maschine periodisch von dem Werkstücke abgehoben, um den seitlichen Vorschub desselben zu ermöglichen. Gemäß der Erfindung wird der Stoffdrücker durch eine Verbindung der Kupplung beim .Stillstellen der Maschine in weiterer Entfernung von dem Werkstücke abgehoben, damit das Abnehmen und Einsetzen des Werkstückes in bequemer Weise vorgenommen werden kann.
In den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Fig. ι ist eine Vorderansicht. ■
Fig. 2 ist ein senkrechter Querschnitt. ' ~ Fig.'3 ist eine Einzeldarstellung eines Teiles der Vorrichtung zum Ausstanzen der Löcher. Fig. 4 ist eine Einzelansicht in vergrößertem Maßstabe, den Mechanismus zur Veränderung der Vorschublänge und zur Steuerung der Ösenablieferung darstellend.
Fig. 5 ist ein Schnitt nach Linie 5-5 der Fig: 4.
Fig. 6 ist eine Einzelheit des oberen Einsetzstempels und des die Öse aufnehmenden Stiftes. Die. Hauptwelle 4, auf der die zur Bewegung der Lochstanzen, Einsetzstempel und der Vorschubvorrichtung dienenden Exzenter und Kurvenscheiben sitzen, lagert in dem von einem nicht dargestellten Ständer getragenen Maschinengestell 2. Die mit einem Stanzwiderlager zusammenwirkende Lochstanze 6 ist an einem Arme eines bei 9 drehbaren, durch einen Balken 10 verstärkte» Winkelhebels 8 angeordnet (Fig. 2). Der andere Arm des Hebels 8 ist drehbar mit einem Gelenkglied 12 des Kniehebelwerkes 12,14 verbunden. Das andere Kniegelenkglied 14 ist am Maschinengestell drehbar und zweckmäßig zwecks Veränderung der Lage der Lochstanzen verstellbar, indem sein Drehzapfen exzentrisch an einem in dem Maschinengestell 2 gelagerten, mit einem Handgriff .17 versehenen Tragstift 16 angeordnet ist. Eine am Handgriff 17 befestigte federnde Sperrklinke 18 greift in ein am Maschinengestell angebrach-. tes gezahntes Segment 19 ein, um den Handgriff 17 in eingestellter Lage zu sichern.
Eine Rolle 20 des Gelenkgliedes 14, die in die auf der Hauptwelle 4 sitzende Kurvenscheibe 21 eingreift, bewegt den Hebel 8, so daß die Lochstanze 6 gegen das Werkstück und von demselben hinwegbewegt wird. Während jedes Arbeitsganges der Maschine wird das Kniehebelwerk durch die in der Kurvenscheibe .21 gleitende Rolle 20 gestreckt, wobei die Lochstanze 6 zwecks Ausstanzens des Loches gegen das auf der Tischplatte 88 aufliegende Werkstück gepreßt wird. Das .Kniehebelwerk wird sodann durch fortgesetzte Bewegung der Kurvenscheibe 21 ein wenig über seine gestreckte Stellung hinausbewegt, so daß der Druck der Lochstanze 6 etwas nachläßt, damit die Lochstanze den seitlichen Vorschub des Werkstückes in später beschriebener Weise bewirken kann. Die Bewegung der Gelenkglieder 12 und 14 in entgegengesetzter Richtung bewirkt, daß' die Lochstanze 6 von dem Werkstücke zurückgezogen und der Hebel 8 wieder in seine Anfangsstellung zurückgeführt wird.
Um· die zum Vorschub des Werkstückes dienende seitliche Bewegung der Lochstanze 6 zu ermöglichen, wird der Drehzapfen 9 des Hebels 8 von einer Muffe 22. getragen, die auf die im Maschinengestell 2 gelagerte Achse 24 aufgesteckt ist. Die Gelenkglieder 12 und 14 sind durch ein Universalgelenk 26 verbunden, dessen Bewegungsbahn während des Streckens des Kniehebelwerkes im wesentlichen mit der verlängerten Mittellinie der senkrechten Achse 24 zusammenfällt. Um einem Festklemmen dieser Teile vorzubeugen, ist das Gelenkglied 12 derart mit. dem Hebel 8 verbunden, daß es ein wenig in' einer senkrecht zur Achse 24 liegenden Ebene schwingen, also den Querschwingungen des Hebels 8 folgen kann. Die Seitwärtsbewegung des Hebels 8 wird durch eine auf der Hauptwelle 4 sitzende Kurvenscheibe 27 bewirkt. Ein Hebel 28 (Fig. 4), dessen Drehzapfen exzentrisch an einem im Maschinengestell gelagerten Stift 29 angeordnet ist, trägt eine in die Kurvennut der Kurvenscheibe 27 eingreifende . Rolle 30. Der Hebel 28 ist durch eine doppelte Lenkstange 32 mit einer der zu beiden Seiten des Hebels 8 angeordneten Führungsplatten 34 verbunden. Eine dieser Führungsplatten 34 besteht vorzugsweise aus einem Stück mit der Muffe 22, während die zweite durch einen Bolzen 35 und Zwischenplatten 36 mit der anderen Führungsplatte 34 verbunden ist.
Durch Drehungen des Stiftes 29 kann die Bahn der Vorschubbewegung der Lochstanze verlegt werden, während zwecks Veränderung der Vorschublänge der Lochstanze 6 der Verbindungszapfen der Lenkstange 32 und des Hebels 28 mit Bezug auf den Drehpunkt 29 des Hebels 28 eingestellt· wird. Zweckmäßig sind die Lenkstange 32 und der Hebel 28 durch einen Bolzen 38 verbunden, der durch beide Arme der Lenkstange 32 und durch einen bogenförmigen Schlitz 40 des Hebels 28 hindurchgeführt ist. Die zwischen der Mutter 42 und der Muffe 43 zusammengedrückte Feder 41 sucht diese Teile in eingestellter Lage zu halten. In der in Fig. 5 dargestellten Ausführungsform wirken zwei Reibplatten 44 auf die obere und die untere Fläche des Hebels 28. Der Hebel 28 ist mit einer Anzahl zur Aufnahme der Anschläge 48 dienender Löcher 46 versehen. Durch die Anschläge 48 wird die äußerste Lage des eingestellten Bolzens 38 im Schlitz 40 bestimmt. Irgendeine geeignete Bauart kann Anwendung finden, um eine feinere Einstellung als die durch die Löcher 46 ermöglichte zu erreichen; z.B. no könnte man den Stift 29 mit einer Kurvenfläche 50 versehen, die mit dem Stift 38 zusammenwirkt.
Ein auf der Hauptwelle 4 sitzendes Exzenter 54 ist durch den Hebel 56 und durch das Gelenkstück 58 mit einer den oberen Einsetzstempel 51 tragenden Stange 52 verbunden. Durch diese Verbindung wird der Stange 52 eine hin und her gehende Bewegung erteilt. Damit sich der Einsetzstempel 51 zur Bearbeitung verschieden dicker Werkstücke eignet, wird derselbe nachgiebig angetrieben, und zweckmäßig
ist der Drehzapfen 60 des Hebels 56 nachgiebig gelagert. Der Zapfen 60 sitzt exzentrisch auf einem im Maschinengestell 2 gelagerten Tragstift 61, dessen Arm 62 sich gegen den zweckmäßig einstellbaren federbelasteten Kolben 63 stützt. Der Stift 61 besitzt ferner einen Arm 64, der für gewöhnlich durch den federbelasteten Kolben 63 gegen einen festen Anschlag 65 gehalten wird. Auf diese Weise wird die normale Lage des Drehzapfens 60 genau bestimmt.
■ Wird der Einsetzstempel einem größeren als dem zur Überwindung der Federspannung des Kolbens 63 nötigen Drucke ausgesetzt, so gibt der Kolben nach und ermöglicht dem Stift 61, sich zu drehen und den Drehzapfen 60 zu verschieben, während das Exzenter 54 seinen Hub vollendet.
Die Vorrichtung zum Aussondern und Abliefern der Ösen kann beliebiger Bauart sein, bemerkt sei nur, daß die Gleitrinne 66 um den im Maschinengestell gelagerten. Zapfen 67 Schwingbewegungen ausführen kann. Ein am Maschinengestell drehbarer Hebel 68 ist einerseits durch eine Lenkstange 69 mit der Gleitrinne 66 und andererseits durch ein Lenkstück 70 mit der Stange 52 verbunden. Auf diese Weise wird die Gleitrinne 66 von der Stange 52 aus
, zwangläufig bewegt, damit sie dem Einsetzstempel gegenüber die erforderliche Lage einnimmt.
Zum Aufnehmen der Ösen vor dem Einsetzen derselben, von dem unteren Ende der Gleitrinne 66, dient ein innerhalb des hohlen Teils der Stange 52 verschiebbarer Stift 72; Das obere Ende des Stiftes 72 ist gespalten und drückt sich federnd gegen die Wandungen des hohlen
. Teiles der Stange 52, so daß der Stift 72 durch die auftretende Reibung in seiner jeweiligen Lage gehalten wird. Ein in einen seitlichen Schlitz der Stange 52 hineinragender Finger 74 kommt mit dem oberen Ende des Stiftes 72 in Berührung, wenn sich die Stange 52 nach dem Einsetzen einer Öse aufwärts bewegt. Durch die Berührung der Fingers 74 wird der Stift 72 verhindert, sich mit der Stange 52 aufwärts zu bewegen. Nachdem die Stange 52 und der von ihr getragene Einsetzstempel ihre * Aufwärtsbewegung vollendet haben, ragt der Stift 72 • unterhalb des Einsetzstempels 51 durch eine Aussparung desselben hervor (Fig. 6). Während der nächsten Abwärtsbewegung der Stange 52 wird der Stift 72 die unterste Öse von der in beschriebener Weise bewegten Gleitrinne 66 abnehmen. Wird die Stange 52 mit dem Stift
55. 72 abwärts bewegt, so tritt der Stift 72 zunächst in die Öffnung der Öse ein und kommt dann mit dem unteren durch das vorher in das Werkstück ausgestanzte Loch hindurchragenden Einsetzstempel 75 in Berührung. Gleichzeitig mit der Abwärtsbewegung der Stange 52 wird die Gleitrinne 66 zurückgezogen und die von dem Stift 72 ergriffene Öse verbleibt auf demselben. Durch fortgesetzte Abwärtsbewegung der Stange 52 wird der obere Einsetzstempel 51 in Zusammenwirkung mit dem unteren Stempel 75 bewirken, daß die Öse in das vorher eingestanzte Loch eingesetzt wird. Die Abwärtsbewegung des Stiftes 72 wird durch seine Berührung mit dem unteren Einsetzstempel ,75 unterbrochen; der Stift 72 verschiebt sich dann innerhalb des hohlen Teiles der Stange 52. Nach dem Einsetzen der Öse wird die Stange 52, der Einsetzstempel 51 und der Stift 72 zusammen aufwärts bewegt, bis der Finger 74 wieder mit dem Stift 72 in Berührung kommt, worauf sich der beschriebene Vorgang wiederholt.
Wird der Stift nicht verhindert, sich mit der Stange 52 aufwärts zu bewegen, so wird er keine Öse erfassen, und folglich unterbleibt in diesem Falle das Einsetzen der Öse. Soll die Maschine nur zum Ausstanzen der Löcher Anwendung finden, so wird folgende Einrichtung getroffen. Der Finger 74 (Fig. 4) ist an einer Stange 76 angeordnet, deren vorderes Ende in einer Führung eines die Stange 52 lose umgebenden Blockes 78 verschiebbar ist. Am unteren Ende der Stange 76 ist ein um den Zapfen 38 drehbarer, mit einem Handgriff 81 versehener Hebel 80 angeordnet. Durch Bewegung des Handgriffes 81 in der Pfeilrichtung (Fig. 4), wird der Zapfen 38 in dem Schlitze 40 in eine durch den Anschlag 48 bestimmte Lage bewegt, die für die Vorschublänge maßgebend ist. Wird nun der Handgriff 81 weiterbewegt, wenn der Anschlag 48 mit dem Hebel 80 in Berührung steht, so wird der Hebel 80 um den Anschlag 48 geschwungen. Dies bewirkt, daß die Gleitstange 76 verschoben wird, und hierdurch wird der Finger 74 aus der Bewegungsbahn des Stiftes 72 herausgezogen; der Stift 72 kann dann innerhalb des hohlen Teiles der Stange 52 verbleiben, und da keine Öse von der Gleitrinne abgenommen wird, so wird auch keine Öse in das Werkstück eingesetzt.
Zweckmäßig sind Vorkehrungen getroffen, damit der Finger 74 in wirksamer oder unwirksamer Lage gesperrt werden kann. Eine an dem Block 78 drehbare Sperrklinke 82 ist eingerichtet, in eine der beiden Kerben der Gleitstange 76 einzugreifen. Ein in einer Aussparung. der Sperrklinke 82 gelagerter federbelasteter Kolben 83 stützt sich gegen ein Kurvenstück 8-4, so daß die Klinke 82 für gewöhnlich nachgiebig mit einer der Kerben der Gleitstange 76 in Eingriff gehalten wird. Vermittels des Kurven-Stückes 84 kann der Kolben 83 hineingedrückt werden. Der Kolben 83 besitzt einen Flansch, der mit der Klinke in Eingriff gelangt, wenn der Kolben hineingedrückt wird, so daß die Klinke 82 gegen Rückwärtsbewegungen gesichert wird. Es ist zu ersehen, daß der Finger 74 durch diese Einrichtung in wirksamer oder un-
wirksamer Lage gesperrt werden kann. Das Kurvenstück 84 ist zwecks bequemer Handhabung mit einem Griffstück 86 versehen.
Der untere Einsetzstempel 75 reicht durch eine Aussparung der auf dem Hörne 89 angebrachten Tischplatte 88 hindurch. Der untere Einsetzstempel 75 ist an einem innerhalb des Hornes befindlichen, nach aufwärts bewegbaren U-förmigen Rahmen 90 angebracht. Der Rahmen 90 ist durch die Gelenkglieder 91, 92 mit dem Maschinengestell 2 verbunden. Die Gelenkglieder 91, 92 bilden ein Kniehebelwerk, dessen Knie durch die Lenkstange 95, den Winkelhebel 93 und Lenkstange 94 mit- dem auf der Hauptwelle 4 sitzenden Exzenter 54 verbunden ist. Zweckmäßig werden Einstellungen des unteren Einsetzstempels dadurch erreicht, indem eines der zur Verbindung mit dem Exzenter 45 dienenden Gelenkstücke der Länge nach verstellbar ist, z. B. durch einen Drehknopf in Fig. 2, oder indem der Zapfen 96 des Hebels 93 exzentrisch auf einem drehbaren Stift sitzt. Es ist zu ersehen, daß der obere und der untere Einsetzstempel so miteinander verbunden sind, daß beide von demselben Exzenter aus bewegt werden; die Einrichtung ist jedoch derart, daß der in gehobener Stellung befindliche Stempel 75 unbewegt oder ungefähr unbewegt bleibt, um das Werkstück festzuhalten, wenn der obere Einsetzstempel zurückgezogen wird. Es ist zu erkennen, daß der untere Stempel 75 wesentlich zum Führen und Festhalten des Werkstückes beiträgt. Nach dem Ausstanzen der Löcher senkt sich der untere Stempel 75, bis er sich unterhalb der Tischplatte 88 befindet, so daß er dem Vorschub des Werkstückes nicht hindernd entgegensteht, wenn es vorwärts bewegt wird, um das ausgestanzte Loch in eine Linie mit dem oberen und unteren Einsetzstempel zu bringen.
Der Drückerfuß 100 ist einstellbar an dem vorderen Ende eines Winkelhebels 102 (Fig. 2) angeordnet, der von der auf der Welle 4 sitzenden Kurvenscheibe 101 aus bewegt wird. Der Drehzapfen 103 des Hebels 102 lagert in dem Arme 104 einer in dem Maschinengestell drehbaren Schwingwelle 106, und solange die Maschine im Gange ist, wird.der Arm 104 durch eine Feder 107 in seiner niedrigsten Lage gehalten. Befindet sich der Zapfen 103 des Hebels 102 in dieser Lage, so kann die Kurvenscheibe ιοί einmal während jedes Arbeitsganges der Maschine den Stoffdrücker 100 von der Tischplatte 88 genügend abheben, damit das Werkstück von der Lochstanze 6 vorgeschoben wird. Wenn die Maschine zum Stillstand kommt, so ist es notwendig, den Stoffdrücker 100 um eine verhältnismäßig größere Entfernung von der Tischplatte 88 abzuheben, damit das Entfernen des Werkstückes und das Einlegen eines neuen Werkstückes erleichtert wird. In der dargestellten Ausführungsform geschieht dies, indem die Schwingwelle 106 mit einem anderen Arm 108 versehen ist, der durch eine Zugstange 109 mit der Bremsvorrichtung 110 der Maschine verbunden ist.
Die zum Anlassen und Stillstellen der Maschine dienende Vorrichtung (Fig. 1) besteht aus der Antriebsscheibe 112 und einem Kupplungsteil 114, welch letzterer gegen Drehungen gesichert aber verschiebbar auf der Welle 4 sitzt. Der Kupplungsteil 114 wird durch eine von dem Trethebel der Maschine aus gesteuerte Hebelvorrichtung 130, 134 der Länge der Welle 4 nach von der Antriebsscheibe 112 hinweg bewegt und in Eingriff mit einer Bremsscheibe no gebracht. Die Kupplung selbst bildet jedoch keinen Gegenstand der vorliegenden Erfindung und ist demzufolge nicht-näher beschrieben.
Die Bremsscheibe 110 kann, wenn der Kupplungsteil 114 zwecks Stillstellens der Maschine mit ihr in Berührung gebracht wird, eine begrenzte Drehbewegung ausführen, bevor sie durch Zusammentreffen mit dem Maschinengestell zwangläufig zum Stillstand gebracht wird (Fig. 1). Diese Drehbewegung der Bremsscheibe 110 wird durch die Zugstange 109 auf den Arm 108 übertragen, welcher die. Schwingwelle 106 unter Überwindung der Spannung der Feder 107 schwingt, wodurch bewirkt wird, daß der Drückerfuß 100 in genügender Entfernung von der Tischplatte 88 abgehalten wird, um ein bequemes Einführen und Einsetzen des Werkstückes zu ermöglichen.
Der Arbeitsgang der Maschine ist folgender: Der Stift 29 wird so eingestellt,.daß die Stanze 6 am Ende ihrer Vorschubbewegung in einer Flucht mit den Einsetzstempeln 51,75 liegt;, der Zapfen 38 wird mittels des Handgriffes 81 1°° eingestellt, damit das Werkstück in der gewünschten Weise vorgeschoben wird, und damit der Finger 74 in der Bewegungsbahn des Stiftes 72 liegt. Der Drehknopf der Lenkstange 95 oder der Drehzapfen des Hebels 93 oder beide Teile werden eingestellt, damit der untere Einsetzstempel 75 in geeigneter Weise mit dem oberen Emsetzstempel 51 zusammenwirken kann. Durch Drehung des Tragstiftes 16 wird der Drehzapfen des Gelenkgliedes 14 derart 11Q verschoben, daß die Lage der Stanze 6 gegenüber der Tischplatte 88 geregelt wird. Nachdem diese Einstellungen, vorausgesetzt daß dieselben erforderlich waren, vorgenommen wurden,, setzt der Arbeiter die Maschine in Bewegung, indem er durch Herabdrücken des Trethebels den Kupplungsteil 114 von der Bremsscheibe 110 hinweg und in Berührung mit der Antriebsscheibe 112 bewegt. Durch die Einwirkung der Feder 107 wird die Bremsscheibe eine begrenzte Drehbewegung um die Welle 4 ausführen, welche bewirkt, daß der
Stoffdrücker ioo durch die beschriebene Verbindung auf das Werkstück hinabgedrückt wird. Die Stanze 6 stanzt zunächst ein Loch in das Werkstück und bewirkt sodann seinen Vorschub; nunmehr wird die Öse durch den oberen und den unteren Einsetzstempel 51, 75 in beschriebener Weise in das ausgestanzte Loch eingesetzt. Es ist zu beachten, daß das zwischen der Tischplatte 88 und dem Stoffdrücker 100 befindliche Werkstück während des Lochens und des Einsetzens der Öse festgeklemmt wird, daß jedoch der Druck des Stoffdrückers 100 nach jedem Arbeitsgänge der Maschine verringert wird, damit, der Vorschub des Werk-Stückes bewerkstelligt werden kann. Ist das bearbeitete Werkstück ein Schuh, in den nebst den Ösen noch Schnürhaken eingesetzt werden sollen, so wird der Arbeiter, nachdem die.nötige Anzahl von Ösen eingesetzt wurden, den Handgriff 81 bewegen, daß zunächst die Vorschublänge verändert wird; durch fortgesetzte Bewegung des Handgriffes 81 wird der Finger 74 aus der Bewegungsbahn des Stiftes 72 gebracht. Es ist zu ersehen, daß dann die Löcher in weiterer Entfernung voneinander ausgestanzt und daß keine Ösen in diese Löcher eingesetzt werden. Sobald das Ausstanzen der Löcher und das Einsetzen der Ösen vollendet ist, bringt der Arbeiter den Kupplungsteil. 114 außer Berührung mit der Antriebsscheibe 112 und bewegt den Kupplungsteil in Reibungseingriff mit der Bremsscheibe 110. Die Bremsscheibe 110 wird dann eine kleine Drehbewegung ausführen, wodurch der Stoffdrücker 100 in genügender Entfernung von der Tischplatte 88 abgehoben wird, um das Entfernen und Einführen des Werkstückes zu ermöglichen.

Claims (4)

Patent-Ansprüche:
1. Maschine zum Ausstanzen von Löchern und zum Einsetzen von Ösen o. dgl., deren Lochstempel das Werkstück stanzt und vorschiebt, dadurch gekennzeichnet, daß die Stanzbewegung des Lochstempels (6) von der Hauptwelle (4) mittels eines Kniehebelwerkes (12, 14) abgeleitet (4, 21, 20, 14, 12, 8) wird, dessen Kniegelenk als Universalgelenk (26) ausgebildet ist, um dem Lochstempel (6) die Vorschubbewegung (4, 27, 30, 28, 32, 34, 8) zu ermöglichen.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Drehzapfen (60) des den Einsetzstempel (51) bewegenden (4, 54, 56, 58, 52) Hebels (56) exzentrisch an einem nachgiebig (63) drehbar gelagerten Tragstift (61) angeordnet ist.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Gleitweg (66) für die Ösen o. dgl. durch die den Einsetzstempel (51) tragende Stange (52) zwangläufig bewegt (4, 52, 70, 68, 69) wird.
4. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Stoffdrücker; (100) derart mit der Kupplung (110, 114) verbunden (102, 101, 104, 106, 107, 108, 109,.
■ 110) ist, daß er beim Stillstellen der Maschine weiter von dem Werkstück abgehoben wird, als (4, 101, 102) während des Arbeitsganges der Maschine.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT214993D Active DE214993C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE214993C true DE214993C (de)

Family

ID=476530

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT214993D Active DE214993C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE214993C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1119960B (de) * 1955-10-28 1961-12-21 Cie Electro Mecanique Soc Elektrischer Schalter mit getrennten Abreiss- und Hauptkontakten

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1119960B (de) * 1955-10-28 1961-12-21 Cie Electro Mecanique Soc Elektrischer Schalter mit getrennten Abreiss- und Hauptkontakten

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE824738C (de) Knopflochnaehmaschine
DE214993C (de)
DE144310C (de) Maschine zur herstellung von langen vertiefungen vermittels zwei in entgegengesetzter richtung arbeitenden messern
DE287639C (de)
DE232812C (de)
DE289890C (de)
DE618763C (de) Nietvorrichtung zum Verbinden-mittels Hohlnieten-von zwei oder mehr flachen, blechartigen Werkstuecken
DE549369C (de) Hilfsvorrichtung zum automatischen Betaetigen einer Naehmaschine
DE249901C (de)
DE239265C (de)
DE169976C (de)
DE209630C (de)
DE567167C (de) Maschine zum Einsetzen von Schnuerhaken o. dgl.
DE277710C (de)
DE266987C (de)
DE272552C (de)
DE258602C (de)
DE218242C (de)
DE539059C (de) Maschine zum Abschaerfen der Rahmenenden von Schuhwerk
DE567052C (de) Maschine zum Einsetzen von Schnuerhaken
DE132994C (de)
DE148745C (de)
DE833465C (de) UEberholmaschine
DE42979C (de) Selbstthätige Maschine zur Herstellung von Drahtbügeln für Flaschenverschlüsse. Firma
DE220740C (de)