DE549369C - Hilfsvorrichtung zum automatischen Betaetigen einer Naehmaschine - Google Patents

Hilfsvorrichtung zum automatischen Betaetigen einer Naehmaschine

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    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
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    • D05B3/00Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing
    • D05B3/06Sewing apparatus or machines with mechanism for lateral movement of the needle or the work or both for making ornamental pattern seams, for sewing buttonholes, for reinforcing openings or for fastening articles, e.g. buttons, by sewing for sewing buttonholes
    • DTEXTILES; PAPER
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    • D05BSEWING
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine selbsttätige Antriebsvorrichtung für Nähmaschinen, die geeignet sind, eine Gruppe von Stichen zu nähen und alsdann zum Stillstand kommen und im besonderen auf eine an eine normale, nicht automatisch betätigte und mit einer Abstellvorrichtung versehene Knopflochnähmaschine ansetzbare Hilfsvorrichtung, mittels deren eine automatische Betätigung der Maschine erreicht wird.
Zu diesem Zweck wird gemäß der Erfindung von einem Paar von Wellen, die in einem Rahmen gelagert und mittels Zahnräder o. dgl. so miteinander verbunden sind, daß sie im Geschwindigkeitsverhältnis von 2 : 1 umlaufen, die mit der höheren Geschwindigkeit umlaufende Welle durch eine eine einmalige Umdrehung ausführende Kupplung mit einem ständig umlaufenden, von dem
so Rahmen getragenen Antriebsglied gekuppelt. Eine auf der mit geringerer Geschwindigkeit umlaufenden Welle sitzende Kurbel ist hierbei wirksam mit den Steuervorrichtungen der Nähmaschine verbunden.
In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt, und zwar ist
Fig. ι eine Seitenansicht einer Knopflochnähmaschine mit der damit \*ereinigten und auf der Arbeitsbank angebrachten Antriebsvorrichtung;
Fig. 2 ist ein waagerechter Schnitt durch den Ständer der Nähmaschine und veranschaulicht die Nähmaschinengrundplatte und die Antriebsvorrichtung in der Draufsicht;
Fig. 3 ist ein Schnitt nach der Linie 3-3 der Fig. 2;
Fig. 4 ist eine hintere Endansicht der Nähmaschine mit der Antriebsvorrichtung;
Fig. 5 ist eine innere Stirnansicht der ständig laufenden Schnurscheibe;
Fig. 6 ist eine Draufsicht von unten auf die Nähmaschine, wobei die Antriebsvorrichtung in waagerechtem Schnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 4 dargestellt ist;
Fig. 7 ist ein Schnitt nach der Linie 7-7 der Fig. 4;
Fig. 8 ist eine der Fig. 4 ähnliche Einzelansicht, in der aber die Teile in einer Lage dargestellt sind, die sie einnehmen, während der Nähvorgang fortschreitet;
Fig. 9 ist eine Draufsicht auf die Antriebsvorrichtung, deren Teile sich in der in Fig. 8 dargestellten Lage befinden;
Fig. 10 ist eine Einzelansicht des die Kupplung steuernden Verschlusses;
Fig. 11 ist ein Schnitt nach der Linie 11-11 der Fig. 9;
Fig. 12 ist ein Teil einer Vorderansicht einer Kraftbank und veranschaulicht die antreibenden und steuernden Verbindungen für die Nähmaschine und die dazugehörige Antriebsvorrichtung;
Fig. 13 ist eine Drauf sieht auf die unterhalb der Tischplatte der Arbeitsbank angebrachte Vorrichtung;
Fig. 14 veranschaulicht. in schaubildlicher Darstellung einzelne Verriegelungsglieder, die von dem die Kupplung steuernden Verschluß getragen werden,
549 S69
Die Erfindung ist an einer Knopflochnähmaschine veranschaulicht, die die Nadel 5 und den Greifer 6 aufweist.
Die Abstellvorrichtung weist einen kippbaren Abstellhebel 8 auf, der bei 9 schwingbar gelagert ist und den unter Federwirkung stehenden Kolben 10 trägt, der bei seiner Verstellung in seine in Fig. 1 dargestellte aufrechte Lage innerhalb des Wirkungsbereiches eines an dem Zahnrade 12 sitzenden Anhaltenockens 11 liegt und zuerst durch den exzentrischen Steuerteil 13 (Fig. 4) niedergedrückt wird; nach erfolgtem Niederdrücken wird der Kolben 10 durch die Feder 14 in die Anhaltenut 15 aufwärts gestoßen, die in dem Anhaltenocken 11 vorgesehen ist. Das Zahnrad iz wird mit der halben Geschwindigkeit der Maschinenantriebswelle 7 mittels des auf letzterer sitzenden Zahnrades 16 gedreht. Auf der Maschinenantriebswelle sitzen die feste und lose Schnurscheibe 17 bzw. i8, über die der Riemen 19 hinweggeht, der von der Schnurscheibe 20 auf der Gegenwelle 21 (Fig. 12 und 13) angetrieben wird, die in dem Rahmen 22 gelagert ist, der unter der Tischplatte 23 der Kraftbank angebracht ist. Der Riemen 19 wird von der Riemengabel 24 (Fig. 1) umfaßt, die von dem Abstellhebel 8 getragen wird. Mit letzterem ist ein Arm 25 fest verbunden, an dem bei 26 das obere Ende einer Stange 27 angreift. An dem unteren Ende dieser Stange 27 ist ein Sperrhebel 28 schwingbar gelagert, der ein hakenartig gestaltetes unteres Ende mit einer Schulter 29 und einer schräg verlaufenden Nase 30 besitzt. Der Sperrhebel 28 weist ferner einen nach oben ragenden Schwanz 31 (Fig. 4) auf. Eine Feder 32 sucht den Sperrhebel 28 um seinen Lagerzapfen in der Uhrzeigerrichtung (Fig. 8) auszuschwingen. Eine Feder 33, die um die Stange 27 herumgewickelt ist und zwischen der Grundplatte 1 und einem Bunde 34 der Stange 27 liegt, drückt die Stange nachgiebig aufwärts oder in einer Richtung, in der der Abstellhebel 8 in seine Abstellage (Fig. 1) ausgeschwungen wird. Ein auf die • Stange 27 ausgeübter, nach unten gerichteter Zug schwingt den Abstellhebel 8 in der der Uhrzeigerbewegung entgegengesetzten Richtung (Fig. 1) um seine Lagerzapfen 9 aus, wodurch der Abstellkolben 10 aus der Abstellnut 15 des Steuernockens 11 herausbewegt und zu derselben Zeit der Riemen 24 auf die feste Schnurscheibe 17 verschoben wird, um die Nähmaschine in Gang zu setzen. Auf dem Abstellkolben 10 ist ein Arm 35 befestigt, der, wenn der Abstellhebel 8 aus seiner Betriebsstellung oder schrägen Lage (Fig. ι) freigegeben wird, auf den unter Federwirkung stehenden Kolben 36 aufstößt und letzteren in dessen Längsrichtung in seine Nabe 37 an dem Arm 38 treibt, der an der waagerechten Schwingwelle 39 (Fig. 2) befestigt ist. Wenn der Kolben 10 durch den exzentrischen Teil 13 des Abstellnockens 11 niedergedrückt wird, so wird der Arm 35 unter den Kolben 36 geführt, der alsdann über diesen Arm greift. Wenn der Kolben 10 aufwärts in die Nut 15 gestoßen wird, so hebt der Arm 35 den Kolben 36 empor und erteilt hierdurch der Welle 39 für einen weiter unten noch näher beschriebenen Zweck einen Schwingungsimpuls.
Die Stoffklemme besitzt die Gleitplatte 40, die in der Längsrichtung des Knopfloch-Schlitzes in Führungen der Gleitplatte 41 verschiebbar ist, die ihrerseits in Führungen quer zu dem Knopflochschlitz gleitet. Die Gleitplatten 40, 41 werden durch die üblichen Verbindungen mit der Vorschubscheibe 42 (Fig. 6) betätigt, in der die üblichen Kurvennuten 43, 44 eingeschnitten sind. Die Gleitplatte 40 (Fig. ι und 2) bildet den unteren Teil der Stoffklemme. Auf der Gleitplatte ist bei 45 der obere Klemmhebel 46 schwingbar gelagert, der die Klemmfüße 47 trägt, in denen auf der aufrechten Welle 48 das übliche Nadelfadenschneid- und -klemmblatt 49 gelagert ist. Auf dem oberen Ende der Schwingwelle 48 sitzt ein Kurbelarm 50 (Fig. 2), mit qo dem gelenkig eine Stange 51 verbunden ist, die in dem Führungsarm 52 verschiebbar ist (Fig. 1), der seinerseits auf dem Klemmhebel 46 gelagert ist. Die Schwingwelle 39 weist einen Arm 53 auf, der einen daran angelenkten Verriegelungsansatz 54 trägt, der mit der Stange 51 (Fig. 2) zusammenwirkt, um das Blatt 49 am Ende eines Nähvorganges zu betätigen. Die Stange 51 trägt ferner einen Anschlagklotz 55, der unter der Einwirkung des auf der Vorschubwelle 59 sitzenden Steuernockens 58 in Eingriff mit dem Hebel 56, 57 kommt, wodurch das Blatt 49 freigegeben und das Anfangsende des Nadelfadens nochmals beschnitten wird, während der Näh-Vorgang weiter fortschreitet.
Der Klemmfuß 47 wird gewöhnlich auf dem Arbeitsstück durch die Feder 60 geschlossen gehalten. Der Klemmhebel 46 kann entgegen dem Druck der Feder 60 zwecks Lüftens des Klemmfußes 47 durch einen abwärts gerichteten Druck der Rolle 61 auf den hinteren Ansatz 46' des Klemmhebels emporgeführt werden. Die Rolle 61 sitzt auf der aufrechten Stange 62, die an ihrem oberen Ende mittels der Schraube 63 gelenkig mit dem Hebelarm 64 verbunden ist, der lose auf der Schwingwelle 39 sitzt. Das abgesetzte untere Ende der Stange 62 sitzt verschiebbar in einem Führungsarm 65, der auf der Grund- 12a platte ι angebracht ist. Eine Feder 66, die zwischen dem Führungsarm 65 und dem ver-
breiterten oberen Teil der Führungsstange 62 eingeschaltet ist, sucht den Arm 64 anzuheben, wenn der auf diesen Arm wirkende abwärts gerichtete Zug aufhört.
Die Maschine ist ferner mit einer Unterfadenschneid- und -klemmvorrichtung ausgestattet, die durch einen Hebel 64 gesteuert wird.
Die Arbeitsweise der Maschine wird also durch die Zugstange 27, die die Abstellvorrichtung betätigt, um die Stichbildevorrichtung in Gang zu setzen, und durch den Hebel 64 gesteuert, der die Stoffklemme und die Unterfadenschneidvorrichtung betätigt. Diese 5 oder ähnlich ausgebildete Teile wurden bisher mittels Ketten mit besonderen Fußtritten \'erbunden, um durch den Arbeiter betätigt zu werden. Gemäß der Erfindung ist zur Beeinflussung dieser Teile eine selbsttätig arbeitende Vorrichtung vorgesehen, die unabhängig von der Nähmaschine und längs der letzteren auf der Tischplatte 23 angebracht ist.
Diese Antriebsvorrichtung weist einen Rahmen mit einer Grundplatte 115 (Fig. 3) auf, von der Lagerständer 116, 117 für die Kraftwelle 118 und die angetriebene Welle 119 emporragen. Die Kraftwelle 118 trägt ein Zahnrad 120 (Fig. 2), das mit einem Zahnrad 121 von der doppelten Größe auf der angetriebenen Welle 119 in Eingriff steht, so daß letztere für eine jede vollständige Umdrehung der Welle 118 eine halbe Umdrehung ausführt.
Die Kraftwelle 118 wird durch eine bekannte, eine einmalige Umdrehung ausführende Kupplungsvorrichtung gesteuert. Auf der Welle 118 ist eine Kupplungsscheibe 122 befestigt, die mit einer radialen Schlitzführung 123 für den Gleitklotz 124 (Fig. 1) versehen ist, der auf seiner hinteren bzw. vorderen Fläche den Lappen 125 und den Zahn 126 (Fig. 9J trägt. Eine Feder 127 drängt den Gleitklotz 124 von der Welle 118 aus nach außen, um den Zahn 126 in eine Lage zu bringen, in der er von einem der Kupplungszähne 128 auf der Innenfläche der ständig laufenden Schnurscheibe 129 erfaßt wird, die lose auf der Welle 118 sitzt und durch einen Riemen 130 mit der Schnurscheibe 131 auf der Gegenwelle 132 verbunden ist, die durch Kegelräder 133 mit der Welle 21 (Fig. 13 j in Verbindung steht.
In der Lagernabe 134 der Grundplatte 115 ist eine aufrechte Schwingwelle 135 gelagert, an deren unterem Ende ein Arm 136 (Fig. 13) befestigt ist; an letzterem greift eine Kette j 37 an, die über eine Rolle 138 hinweggeht
. und mit einem Fußtritt 139 verbunden ist.
δο Auf dem oberen Ende der Welle 135 ist ein die Kupplung steuernder Verschluß 140 befestigt, dessen freies Ende die Gestalt einer aufrecht stehenden Platte 141 aufweist, die eine bogenförmige, zum Zurückziehen des Kupplungszahnes dienende Kante 142 (Fig. 3) besitzt, welche in eine Anhalteschulter 142' ausläuft. Auf der Seite der Platte 141 ist ein Sperrhebel 141' schwingbar gelagert, der in üblicher Weise dahin wirkt, einen Rückstoß des Anhaltelappens 125 zu verhindern, nachdem letzterer auf die Anhalteschulter 142' aufstößt.
Wenn der Arbeiter die Maschine in Gang zu setzen wünscht, übt er einen nur einen Augenblick dauernden Druck auf den Fußtritt 139 aus, wodurch der Verschlußarm 140 auf der Welle 135 von der Kupplungsscheibe 122 hinweg geschwungen wird, worauf der Greif kl otz 124 von der gekrümmten Kante 142 der Platte 141 freigegeben und durch die Feder 127 nach außen gestoßen wird, so daß der Kupplungszahn 126 in die Bewegungsbahn der umlaufenden Kupplungszähne 128 gebracht wird, mit der Wirkung, daß die Welle 118 mit der Schnurscheibe 129 für eine einmalige Umdrehung verbunden wird.
Die Nabe 143 der Kupplungsscheibe 122 ist mit einem Steuerschlitz 144 versehen, in den ein an dem Arm 140 sitzender Zapfen 145 eingreift. Dieser Steuerschlitz 144 drückt den Arm 140 in seine Anfangslage zurück, damit die gekrümmte Kante 142 und die Anhalteschulter 142' in Eingriff mit dem Gleitklotzlappen 125 gebracht werden, um den Kupplungszahn 126 zurückzuziehen und die Kupplungsscheibe 122 von der Kraftquelle zu entkuppeln; die Anhalteschulter 142' und der Sperrhebel 141' halten die angetriebene Welle in einer vorher bestimmten Lage bei Beendigung einer einmaligen Umdrehung an.
Auf dem angetriebenen Rade 121 ist ein Kurbelzapfen 146 (Fig. 4) befestigt, mit dem das obere Ende eines Lenkers 147 verbunden ist, der an seinem unteren Ende mit einem Kugelzapfen 148 an dem einen Ende eines Hebels 149 (Fig. 4 und S) verbunden ist, der seinerseits bei 150 an einem Ansatz 151 der Grundplatte 115 schwingbar gelagert ist. Auf dem gegenüberliegenden Ende des Hebels 149 ist ein viereckiger Lappen 152 (Fig. 12) befestigt, der mit der Schulter 29 des Sperrhebels 28 an der Zugstange 27 in Eingriff treten kann. Eine Kette 153 ist an ihrem unteren Ende mit dem Lenker 147 und an ihrem oberen Ende mit dem Hebelarm. 64 verbunden, der die Stoffklemme und die Unterfadenschneidvorrichtung steuert.
Der Kurbelzapfen 146 ist an dem Zahnrad 121 so angeordnet, daß er für eine jede halbe Umdrehung dieses Rades von seiner untersten Stellung in seine höchste und umgekehrt bewegt wird. Wenn die Nähmaschine stillsteht.
so befindet sich der Kurbelzapfen 146 in seiner untersten Lage (Fig. 4) und der Lappen 152 des Hebels 149 befindet sich in einer Lage über der Schulter 29 des Sperrhebeis 28 an der Zugstange 27, die sich in der Abstellage befindet. Wenn der Kurbelzapfen 146 sich in seiner untersten Lage befindet, zieht er die Kette 153 nach unten, wodurch die Stoffklemme geöffnet und der Fadenschneidhebel 90 in der in Fig. 6 dargestellten Lage gehalten wird. Wenn der Arbeiter auf den Fußtritt tritt, führt der Kurbelzapfen 146 eine halbe Umdrehung aus und kommt in seiner höchsten Lage (Fig. 8) zum Stillstand.
1S Bei dieser Bewegung des Kurbelzapfens 146 wird die Stoffklemme auf das Arbeitsstück gesenkt, und der Hebel 149 zieht die Stange 27 in die Betriebsstellung nach unten.
Auf der Schwingwelle 39 ist ein nach unten ragender Arm 154 befestigt, dessen unteres Ende gelenkig mit dem einen Ende einer Stange 155 (Fig. 4) verbunden ist, deren anderes Ende durch einen senkrechten Schlitz 156 in dem aufrecht stehenden Arm 157 (Fig. 14) eines auf dem Kupplungssteuerarm 140 befestigten Lagerbockes 158 frei hindurchgeht und auf dem Boden dieses Schlitzes 156 auf ruht. Der obere Teil des Schlitzes 156 ist durch einen Sperrhebel 159 abgeschlossen, dessen Bodenende mit einer flachen Fläche 160 (Fig. 14) versehen ist, auf die eine Blattfeder 161 drückt, um den Sperr hebel 159 nachgiebig in seiner den Schlitz abschließenden Lage" zu halten. Eine Blattfeder 162 (Fig. 8), die auf der Stange 155 befestigt ist und auf die den Schlitz abschließende Schulter 163 des Sperrhebels 159 aufwärts drückt, hält die Stange 155 nachgiebig in Berührung mit dem Boden des Schlitzes 156. Die Stange 155 ist auf ihrer unteren Kante mit einer den Kupplungsarm auslösenden Schulter 164 versehen, und an dieser Stange ist der nach unten ragende Arm 164' (Fig. 8) befestigt. An dem Lagerständer 116 ist ein Anhaltearm 165 schwingbar gelagert, der durch die Feder 166 (Fig. 8) ständig in die Lage der Fig. 9 gedrückt wird, in welcher Stellung das freie Ende des Armes 165 die Bewegung der an dem Arm sitzenden Platte 141 von der angetriebenen Scheibe 121 hinweg verhindert und somit die Kupplung gegen eine zufällige wiederholte Wirkung verriegelt. Der Anhaltearm 165 besitzt einen seitlichen Ansatz 167, der auf den aufrecht stehenden Arm 164' (Fig. 2 und 4) drückt und den Anhaltearm 165 in einer Lage hält, in der der Verschluß 140 freigegeben werden kann.
Wenn die Zugstange 27 in die Betriebsstellung nach unten gezogen wird, um die Nähmaschine in Gang zu setzen, wird der Abstellhebel 8 in die durch die gestrichelten Linien in Fig. 1 dargestellte Lage ausgeschwungen und der Arm 35 einwärts und über das Ende des Kolbens 36 hinaus geführt, wodurch der Arm 38 freigegeben wird, der durch die Feder 38' (Fig. 4) nunmehr nach unten gezogen wird und der Welle 39 eine Schwingbewegung erteilt. Durch diese Bewegung der Welle 39 werden der Arm 154 und die Stange 155 von der Stellung der Fig. 4 in die Lage der Fig. 8 verschoben, so daß die Feder 166 den Anhaltearm 165 von der in den Fig. 2 und 4 dargestellten Lage in die in den Fig. 8 und 9 veranschaulichte Stellung bewegen kann, in der der Verschluß 140 verriegelt ist. Bei dieser Längsbewegung der Stange 155 wird die Schulter 164 über den Boden des in dem Arm 157 vorgesehenen Schlitzes 156 hinaus gestoßen und fällt nach unten in eine Lage, in der der Arm 157 aufgefangen und der Verschluß 140 geöffnet wird, um die eine einmalige Umdrehung ausführende Kupplung auszulösen, sobald die Stange 155 in der umgekehrten Richtung längs verschoben wird. Der Arm 167 weist einen schräg nach unten verlaufenden seitlichen Ansatz 168 (Fig. 8) auf, der an die Seite des Lagerständers 117 (Fig. 9) anstößt, um die Bewegung des* Anhaltearmes 165 unter dem Einfluß der Feder 166 zu begrenzen.
Wenn der Nähvorgang beendet ist, schwingt der Auslösevorsprung 169 (Fig. 6) auf der Vorschubscheibe 42 den Hebel 170 um seinen Lagerzapfen 171 aus und veranlaßt, daß dessen anderes Ende 172 auf den Schwanz 31 des Sperrhebels 28 (Fig. 8) auftrifft und die Schulter 29 außer Eingriff mit dem Lappen 152 bringt, wodurch die Stange 27 freigegeben und ermöglicht wird, daß der Abstellhebel 8 in seine aufrechte Stellung (Abstellage) schwingt.
Während der Wirkung der Abstellvorrichtung zwecks Stillsetzens der Stichbildevorrichtung greift der Arm 35 unter den Kolben 36 und hebt letzteren empor, wodurch die Welle 39 ausgeschwungen und der Arm 154 nach rechts (Fig. 8) geschwungen wird; bei dieser Bewegung kommt die Schulter 164 an der Stange 155 mit dem Arm 157 in Eingriff und öffnet den Verschluß 140, um eine zweite halbe Umdrehung der Welle 119 einzuleiten. Bevor die Schulter mit dem Arm 157 in Eingriff kommt, schwingt der Arm 164' den Arm und den Anhaltearm 165 von der in den Fig. 8 und 9 dargestellten Lage in die Stellung der Fig. 2, wodurch der Anhaltearm 165 von der den Verschluß verriegelnden Stellung während derjenigen Zeit entfernt wird, während deren die Schulter 164 mit dem Arm in Eingriff kommt, um den Verschluß zu öffnen.
Bei der zweiten halben Umdrehung der Welle 119 wird der Kurbelzapfen 146 von seiner oberen Lage (Fig. 8) in seine untere Stellung (Fig. 4) geführt und übt einen abwärts gerichteten Zug auf die Kette 153 aus, wodurch die Stoffklemme geöffnet und das Unterfadenschneidmesser betätigt wird. Der Hebel 149 wird gleichfalls gekippt, mit der Wirkung, daß der Lappen 152 wieder in Eingriff mit der Schulter 29 kommt; der Lappen 152 stößt bei seiner Aufwärtsbewegung zuerst auf die schräge Xase 30 an und lenkt den Sperrhebel 28 ab, der darauf durch seine Feder 32 in die in Fig. 4 dargestellte Lage zurückgeführt wird.
Man muß nunmehr die Schulter 164 außer Eingriff mit dem Arm 157 bringen, damit die Steuernut 141 .den Verschluß 140 wieder in die geschlossene Lage zurückführen kann, um die angetriebene Scheibe 122 am Ende ihrer zweiten Drehung anzuhalten. Dies erfolgt durch einen auf der Welle 119 sitzenden Steuernocken 173, der den Hebel 174 um seinen Lagerzapfen 175 ausschwingt und veranlaßt, daß dessen seitlich verbreitertes Ende 176 (Fig. 6) auf das untere Ende des Armes 164' aufstößt und hierdurch die Stange 155 lüftet, wodurch deren Schulter 164 außer Eingriff mit dem Boden des in dem Arm 157 vorgesehenen Schlitzes 156 gebracht wird. Der Arbeitskreislauf wird hierdurch beendet.

Claims (3)

  1. Patentansprüche:
    . i. An eine normale, nicht automatisch
    betätigte und mit einer Abstellvorrichtung versehene Nähmaschine ansetzbare Hilfsvorrichtung, mittels deren eine automatische Betätigung der Nähmaschine erreicht wird, dadurch gekennzeichnet, daß von einem Paar von Wellen (118, 119), die in einem Rahmen gelagert und mittels Zahnräder o. dgl. so miteinander verbunden sind, daß sie im Geschwindigkeitsverhältnis von 2 : ι zueinander umlaufen, die mit der höheren Geschwindigkeit umlaufende Welle (118) durch eine eine einmalige Umdrehung ausführende Kupplung mit einem ständig umlaufenden, von dem Rahmen getragenen Antriebsgliede (129) gekuppelt werden kann, und daß eine Kurbel (146) auf der mit geringerer Geschwindigkeit umlauf enden Welle (119) wirksam mit den Steuervorrichtungen (27, 64) der Nähmaschine verbunden ist.
  2. 2. Hilfsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kurbelzapfen (146) durch einen Lenker (147) mit einem Hebel (149) verbunden ist, der an dem Rahmen schwingbar gelagert ist und mit einer Klinke an einer Zugstange Γ27) in Eingriff treten kann, die das Arbeiten der Nähmaschinenabstellvorrichtung steuert, und daß der Lenker (147) eine Verbindung (153) mit einem Hebel (64) aufweist, der die Nähmaschinenstoffklemme und das Unterfadenschneidmesser steuert.
  3. 3. Hilfsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kurbelzapfen (Ί46) während der aufeinanderfolgenden Ruheperioden der Wellen (118, 119) abwechselnd eine hoch- bzw. tiefliegende Stellung einnimmt.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
DE1930549369D 1929-12-27 1930-02-08 Hilfsvorrichtung zum automatischen Betaetigen einer Naehmaschine Expired DE549369C (de)

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