DE290650C - - Google Patents

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DE290650C
DE290650C DENDAT290650D DE290650DA DE290650C DE 290650 C DE290650 C DE 290650C DE NDAT290650 D DENDAT290650 D DE NDAT290650D DE 290650D A DE290650D A DE 290650DA DE 290650 C DE290650 C DE 290650C
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lever
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needle
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B15/00Machines for sewing leather goods
    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05DINDEXING SCHEME ASSOCIATED WITH SUBCLASSES D05B AND D05C, RELATING TO SEWING, EMBROIDERING AND TUFTING
    • D05D2303/00Applied objects or articles
    • D05D2303/02Tape

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bei den bisher gebräuchlichen Kettenstich-. Schuhwerknähmaschinen zieht die Hakennadel stets eine Fadenschleife durch das Werkstück hindurch, wenn sie aus diesem nach hinten herausgezogen wird. Sie tut dies auch bei dem letzten Stich der Naht, und wenn daher das fertige Werkstück von der Maschine abgenommen werden soll, muß diese letzte Fadenschleife aus der Hakenöffnung der Nadel herausgenommen werden. Durch das Patent 276125 ist nun eine Kettenstich-Schuhwerknähmaschine geschützt, bei welcher das Auswechseln des Werkstückes dadurch erleichtert wird, daß beim Abstellen der Maschine die Bildung dieser letzten Fadens'chleife verhindert wird, so daß die Nadel mit leerer Hakenöffnung zurückkehrt und vom Werkstück daher gänzlich frei ist. Zu diesem Zweck wird nach dem Abstellen der Maschine und ihrer Stillsetzung eine kurze Rückbewegung der Hauptwelle hervorgebracht, die Nadel kehrt infolgedessen, obwohl sie das Werkstück durchstochen hat, aus diesem zurück, ehe die Fadeneinlegevorrichtung den Faden um
, die Nadel herumgeschlungen hat. Selbst wenn der Fadeneinleger seine Umschlingbewegung begonnen hat, so windet er bei der Rückbewegung, der Hauptwelle den Faden wieder '·■' ab, und in jedem Fall kommt die Maschine in solcher Lage zum Stillstand, daß das Werkstück von der Nadel frei ist.
Bei der Maschine des erwähnten Patents wird die Rückbewegung der Hauptwelle dadurch hervorgebracht, daß das freie Ende einer mit ihr verbundenen Spiralfeder beim Abstellen der Maschine festgehalten wird. Die. sich unter dem Einfluß der lebendigen Kraft noch etwas weiterdrehende Maschine windet dann diese Feder auf und die dadurch entstehende Federspannung bewirkt nach Aufzehrung der lebendigen Kraft der vorwärts drehenden Maschinenteile eine Rückbewegung bis zu einem durch feste Anschläge bestimmten Punkt. Diese Einrichtung ist insofern unvollkommen, als der Punkt der Bewegungsumkehr nicht genau festliegt und schwer geregelt werden kann und die Geschwindigkeit der Rückbewegung eine ungleichmäßige, schwer zu regelnde ist und die Maschine unter Umständen mit hartem Stoß, durch die Anschlagflächen schließlich zum Stillstand gebracht wird.
Gemäß der vorliegenden Erfindung werden die Nachteile der älteren Einrichtung dadurch beseitigt, daß auf der Hauptwelle der Maschine ein besonderes mit der Kraftquelle in Verbindung stehendes Getriebe angebracht ist, welches beim Abkuppeln des Hauptantriebes mit der Maschinenwelle in Verbindung gebracht wird, und zwar durch eine Reibungskupplung. Diese Reibungskupplung wirkt zunächst als Bremse, bis die lebendige Kraft der vorwärts umlaufenden Maschinenteile verbraucht ist, und bringt dann eine Rückwärtsdrehung der Maschinenwelle hervor, und zwar mit der ihr eigentümlichen, naturgemäß gering gewählten Geschwindigkeit. An einem gewissen Punkte wird dann auch· dieses Rückbewegungsgetriebe
wieder, abgeschaltet und die Maschine bleibt dann sofort nach der Abschaltung stehen, da sie ja infolge der geringen Rückwärtsbewegung nur geringe lebendige Kraft angenommen hat. Der Punkt der Ausschaltung ist so gewählt, daß in ihm die Nadel aus dem Werkstück herausgezogen ist. Die Maschine kommt also mit freier Nadel ohne Stoß zur Ruhe. Die Bremswirkung des Hilfsgetriebes kann zweckmäßig
ίο geregelt werden, damit die Maschine nach dem Abstellen nicht unnotwendig weit weiterläuft. Diese Einrichtung ist auch bei hohen Arbeitsgeschwindigkeiten der Nähmaschine brauchbar. ■ In den Zeichnungen ist als Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes eine Rahmeneinstechmaschine dargestellt.
Fig. ι ist eine Seitenansicht der Maschine, deren wirksame Teile in derjenigen Lage dargestellt sind, die sie während des Nähvorganges einnehmen.,
Fig. 2 ist eine ähnliche Ansicht in etwas größerem Maßstabe; die Teile der Maschine sind in derjenigen Lage dargestellt, die sie nach . Vollendung des Näh Vorganges einnehmen.
Fig. 3 ist ein durch die Achse der Antriebswelle geführter senkrechter Schnitt. Die Lage der Teile entspricht derjenigen der Fig. 2.
Fig. 4 ist ein wagerechter Schnitt; die Teile sind in derselben Lage wie in Fig. 2 dargestellt.
Fig. 5 ist eine von links der Fig. 4 aus gesehene Ansicht unter Weglassung gewisser Teile. Fig. 6 ist eine Einzelansicht, die Verbindung der Trethebelstange mit dem Bremsbande darstellend.,
Fig. :7-.ist ein Schnitt nach der Linie 6-6 der Fig. 3,. die einzelnen Teile sind jedoch in derjenigen Lage dargestellt, die sie während des Näh Vorganges einnehmen.
Fig. 8 ist eine Einzelansicht, teilweise im
Schnitt. ..■■'.■
: Die in der Zeichnung dargestellte Maschine entspricht im wesentlichen derjenigen, die in der deutschen Patentschrift 231752 beschrieben ist. Die gebogene Hakennadel 1, die Fadeneinlage 2, der Fadengeber 3, die Rahmenführung 4, die Werkstückführung 5, die Ahle und der nicht dargestellte Rißführer, sowie die übrigen Stichbildungswerkzeuge der Maschine können üblicher Bauart sein und kommen während einer Umdrehung der Antriebswelle zwecks Bildung eines Stiches in Tätigkeit. Der Antrieb der Maschine erfolgt während des Nähvorganges durch eine Riemenscheibe 7, die an dem Ende der Hauptwelle 6 angeordnet ist. Die Riemenscheibe 7 ist durch einen Riemen 8 mit einer Antriebsscheibe 9 verbunden, welche durch ein Kegelgetriebe ΐο> mit einer auf der Vorgelegewelle 12 lose drehbaren, mit einer Kupplungshälfte 13 versehenen Muffe 11 verbunden ist.
Die andere Kupplungshälfte 14 ist mit der Vorgelegewelle 12, auf der die Antriebsriemenscheibe 15 befestigt ist, auf Drehung verbunden. Die Steuerung der Kupplung 13, 14 erfolgt durch ein mittels des Trethebels 16 bewegbares Keilstück 17. Beim Herabdrücken des Trethebeis werden die Kupplungsglieder 13, 14 gegeneinandergepreßt, und die Maschine wird mit einer Geschwindigkeit betrieben, die von dem von dem Arbeiter auf den Trethebel ausgeübten Druck abhängt. Das Ausrücken der Kupplung 13, 14 erfolgt durch Freigeben des Trethebels 16. -
Durch die Aufwärtsbewegung des freigegebenen Trethebels wird ein Hilfsgetriebe eingerückt, . welches die Bewegungsrichtung der Maschinenelemente am Ende des Nähvorganges umkehrt, damit die letzte Fadenschleife von der Nadel abgestreift wird, so daß die Nadel mit leerer Hakenöffnung zumJ^Stillstand kommt. Das zu diesem Zwecke vorgesehene Getriebe besteht aus einer Reibungskupplung 18, 18' (Fig. 3 und 4). Das Kupplungsglied 18 ist an einem lose auf der Welle 6 sitzenden Schraubenrad 19 ausgebildet. Ein auf der Welle 21 (Fig. 2) sitzendes Schraubenrad 20 versetzt, das Schraubenrad 19· ununterbrochen in Drehung, und zwar in einem der Welle 6 entgegengesetzten Sinne. Die Welle 21 trägt eine Riemenscheibe 23, die durch einen Riemen 22 von der Riemenscheibe 15 aus beständig gedreht wird. Das Kupplungsglied i8' ist an einem Flansch einer lose auf der Welle 6 sitzenden Muffe 25 ausgebildet. Die Muffe 25 kann in der Längsrichtung der Welle Gleitbewegungen ausführen, sie ist jedoch durch einen an der Riemenscheibe 7 befestigten Block 26 derart mit der Welle verbunden, daß sie an den Drehbewegungen derselben teilnimmt. Der Block 26 befindet sich zwischen an der Muffe 25 angebrachten Knaggen 27. Die Muffe 25 wird gewöhnlich durch eine Feder 28 in derjenigen Läge gehalten, in der die Kupplung 18, i8' ausgerückt ist. Die Feder 28 ist in einer Aussparung des Blockes 26 untergebracht und stützt sich gegen "den Kopf eines Bolzens, der eine mit den Knaggen 27 in Berührung stehende Platte 29 trägt.. .
Wenn die Kupplung 18, i8' eingerückt wird, so bildet sie zunächst eine Bremse, die die lebendige Kraft der Welle 6 allmählich aufzehrt. Wenn die Vorwärtsbewegung der Welle 6 aufgehoben ist, so wirkt die Kupplung 18, 18' als Triebmittel und kehrt die Drehbewegung der Welle 6. um. Die Welle 6 dreht sich dann mit der verhältnismäßig geringen Geschwindigkeit, mit der das Schraubenrad 19 angetrieben wird. Wenn die Kupplung 18, 18' im geeigneten Augenblick wieder ausgerückt wird, so kommt* die Maschine zum Stillstand, und es nehmen die Stichbildungswerkzeuge der zum Stillstand gebrachten Maschine eine solche Lage ein, daß dem Entfernen des Schuhes keine Schwierigkeiten im Wege stehen. Das Ein- und Aus-
rücken der Kupplung 18, 18' wird durch eine an der Muffe 25 angebrachte Kurvennut 31 bewirkt, in die eine an einem Arm eines Winkelhebels 32 (Fig. 4) angeordnete Rolle eintritt. An dem anderen Ende des Winkelhebels ist ein zur Aufnahme eines Verriegelungsstiftes 34 dienendes Loch 33 (Fig. 5) angebracht. Der Verriegelungsstift 34 wird gewöhnlich in einer Lage gehalten, in der er nicht in das Loch 33 einfällt, so daß der Winkelhebel 32 während des Arbeitsganges der Maschine wirkungslose, durch die Kurvennut 31 hervorgebrachte Schwingbewegungen ausführen kann. Der Verriegelungsstift 34 ist an dem Ende eines Schiebers 35 angeordnet, der durch eine Feder 36 in seiner normalen Lage gehalten wird. Die Feder 36 ist um einen Bolzen 37 herumgewunden, der an dem· rückwärtigen Ende des Schiebers 35 angeordnet ist und zwischen eine Schulter des Schiebers und das innere Ende einer verstellbaren, mit Schraubengewinde versehenen Muffe 38 greift. Der Bolzen 37 trägt eine Mutter 39, die mit dem äußeren Ende der Muffe 38 in Berührung steht und die Feder 36 unter Spannung hält. Durch Verstellung der Mutter 39 kann die Spannung der Feder 36 verändert werden, und durch Verstellung der Muffe 38 wird der Schieber 35 eingestellt, um den Verriegelungsstift in Übereinstimmung mit dem Loch 33 des Hebels 32 zu bringen. Eine Feder 40 bewegt den Verriegelungsstift 34 in derjenigen Richtung, in der er mit dem Winkelhebel 32 in Eingriff gelangt. Das untere Ende des Ver-
.: riegelungsstiftes 34 ist mit dem Trethebel 16 so verbunden, daß der Winkelhebel 32 bei herabgedrückter Lage des Trethebels entriegelt ist. Das untere Ende des Stiftes 34 ist mit einer Klinke 41 verbunden, die eine Schulter 42 des Schiebers 35 zu erfassen vermag und es gestattet, den Verriegelungsstift 34 in seiner niedrigsten Lage zu. halten, bis der Trethebel so weit angehoben ist, daß der Verriegelungsstift 34 in den Winkelhebel 32 einfallen kann. Die Klinke 41 ist los a drehbar an. einer Schwingwelle 43 angebracht und durch einen Stift 44 mit der Welle 43 verbunden, der durch einen Schlitz der Nabe der Klinke 41 hindurchgeführt ist (Fig. 4 und 5). Die Schwingwelle 43 ist in dem Block 45 gelagert, der an dem unteren Ende des Verriegelungsstiftes 34 angebracht ist. Ein Arm 46 der Welle 43 ist durch eine Stange 47 mit dem Trethebel 16 verbunden. . Wenn der Trethebel herabgedrückt wird, so wird die Schwingwelle 43 gedreht, bis die Klinke 41 mit dem Schieber 35 zusammentrifft. . Während der fortgesetzten Abwärtsbewegung des Trethebels wird der Verriegelungsstift 34 unter Überwindung der Spannung der Feder 40 herabgezogen. Die Klinke 41 greift dann unter die Schulter 42.
Wenn der Trethebel freigegeben wird, so verhindert die Klinke 41 Aufwärtsbewegungen des Verriegelungsstiftes, und die Schwingwelle· 43 führt eine Schwingbewegung aus, bis der Stift 44 mit dem Ende des Schlitzes der Nabe der Klinke 41 zusammentrifft und die Klinke heraus- 6S schwingt, so daß der Eingriff derselben mit der Schulter 42 gelöst wird. Unmittelbar hierauf bringt die Feder 40 den Stift 34 gegen die untere Seite des Winkelhebels 32. Wenn das Loch des Winkelhebels in Übereinstimmung mit dem Stift 34 gelangt, so fällt der Stift 34 in dasselbe ein und verbindet auf diese Weise den Winkelhebel 32 mit dem Schieber 35.
Die Kurvennut 31 ist so gestaltet, daß das Loch des Winkelhebels 32 im beabsichtigten Zeitpunkte während des Arbeitsganges der Stichbildungsorgane in eine Lage gebracht wird, in der es mit dem Verriegelungsstift in Übereinstimmung ist. Wenn der Stift 34 den Winkelhebel verriegelt, so kann der letztere keine Bewegung um seinen Zapfen ausführen, und die auf die Rolle des Winkelhebels einwirkende Kurvennut 31 bewirkt dann eine Verschiebung der auf der Welle 6 sitzenden Muffe 25, wobei die Kupplung 18, 18' eingerückt wird. Wenn der Winkelhebel 32 und der Schieber. 35 durch den Verriegelungsstift 34 miteinander verbunden sind, so sucht die Feder 36 den Bewegungen des Winkelhebels 32 Widerstand zu bieten. Die Kraft, mit der die Kupplungsglieder 18, 18' gegeneinandergepreßt werden,, hängt von der Spannung der Feder 36 ab, die durch die Mutter 39 geregelt werden kann. In der vorliegenden Ausführungsform ist das Zeitverhältnis der Wirkungsweise der Teile so gewählt, daß der Verriegelungsstift in den Hebel 32 einfällt und die Reibungskupplung einrückt, wenn die Nadel zurückgezogen ist und kürz bevor sie ihre Vorwärtsbewegung beginnt. Die Vorwärtsbewegung der Welle 6 wird aufgehoben, nachdem die Nadel vorwärts bewegt und in das Werkstück eingedrungen ist. Die Kupplung 18, 18' bewirkt dann die Drehbewegung der Welle 6 in entgegengesetztem Sinne, und zwar findet die Rückwärtsbewegung der Welle 6 mit verhältnismäßig geringer Geschwindigkeit statt. Der Antrieb für die Rückwärtsbewegung der Welle 6 wird wieder unterbrochen, wenn sie bei ihrer Rückwärtsdrehung wieder an dem Punkt anlangt, an dem die Kurvennut 31 das Einrücken der Kupplung 18, 18' bewirkt hat. Wenn die Welle 6 zum Stillstand kommt, so befindet sich die Nadel in zurückgezogener Lage und die übrigen Stichbildungsorgane nehmen eine derartige Lage ein, daß sie das Abnehmen des Schuhes nicht beeinträchtigen. Wenn das beschriebene Hilfsgetriebe wieder ausgerückt wird, so kann die Bewegung der Welle 6 durch eine Reibungsbremse 48' aufgehoben werden. Es kann jedoch auch ein fester Anschlag angewendet werden, der auch eine ein unbeabsichtigtes Weiterdrehen der Welle verhindernde Sicher-
heitsvorrichtung bildet. In der vorliegenden Ausführungsform ist ein fester Anschlag angewendet, der die Rückwärtsbewegung der Welle 6 aufhebt. An einer Schwingwelle 49 ist ein Anschlagarm 48 angebracht, dessen Ende in die Bewegungsbahn einer Anschlagschulter 50 einer Kurvenscheibe 51 gebracht werden kann. Die Schwingwelle 49 wird bei der Umkehrung der Bewegungsrichtung der Welle 6 gedreht, um die auf den Faden ausgeübte Spannung aufzuheben. Die Welle 49 trägt einen Arm 52, dessen oberes Ende drehbar mit dem Hebel 53 verbunden ist. An dem Hebel 53 sind zwei bogenförmige Flächen angebracht. Die obere bogenförmige Fläche des Hebels 53 liegt während der Vorwärtsbewegung der Welle 6 an einer auf der letzteren sitzenden Muffe an (Fig. 7). Wenn der Hebel 53 diese Lage einnimmt, so wird der Anschlag 48 aus der Bewegungsbähn der Schulter 50 herausgehalten. Wenn die Bewegungsrichtung der Welle 6 umgekehrt wird, so bewirkt eine Nut der Muffe, daß der Hebel 53 geschwungen wird und in die in Fig. 6 dargestellte Lage gelangt. Hierbei führt die Welle 49 zwecks Beseitigens der auf den Faden ausgeübten Spannung und um den Anschlagarm 48 in die Bewegungsbahn der Schulter 50 zu bringen, eine Drehbewegung aus. Im Falle eine Reibungsbremse 48' angewendet wird, so kann die Schwingwelle 49 zum Hervorbringen der Bremswirkung benutzt werden und um den Anschlagarm 48 in die Bewegungsbahn der Schulter 50 zu bringen.
In Fig. 6 ist eine abgeänderte Bauart der Bremsvorrichtung dargestellt, in der die von dem Bremsband 48' ausgeübte Bremswirkung vor dem erneuerten Anlassen der Maschine · durch eine Verbindung mit der Trethebelstange 47 aufgehoben wird. An dem oberen Ende der Trethebelstange 47 ist eine kurze Welle 121 angebracht, die mit dem Hebel 46 und auch mit einem gegabelten Hebel 123 verbunden ist. Der Hebel 123 ist an einem exzentrischen Zapfen 125 angeordnet, welcher von dem zum Beseitigen der auf den Faden ausgeübten Spannung vorgesehenen Hebel getragen wird. Das linke Ende (Fig. 6) des Bremsbandes ist mit dem exzentrischen Zapfen 125 verbunden. Wenn die Maschine zum Stillstand gebracht wird, so gelangt der Trethebel 16 mit der Trethebelstange 47 in angehobene Lage. Sobald die Bewegungsrichtung der Maschinenelemente umgekehrt wird, so wird der Hebel 52 durch den Hebel 53 zurückgeschwungen, und hierbei wird dasBremsband fest gegen den Umfang der auf der Welle 6 sitzenden Kurvenscheibe gepreßt. Wenn die Maschine wieder angelassen wird, bewirkt die sich abwärts bewegende Trethebelstange 47 eine Abwärtsbewegung des Hebels 123, wobei der das Bremsband 48' tragende exzentrische Zapfen genügend aufwärts bewegt wird, um die Bremswirkung des Bandes 48' zu beseitigen.
Mittels der beschriebenen Einrichtung wird die Vorwärtsbewegung der Antriebswelle 6 ohne plötzliche oder ruckweise Einwirkung unterbrachen, und dennoch kann die Welle genügend weit vorwärts bewegt werden, um das Abstreifen der letzten Fadenschlinge von der Nadel zu bewirken. Wenn die Nadel genügend weit vorwärts bewegt wurde und wenn die Vorwärtsbewegung der Welle 6 unterbrochen worden ist, so wird die Welle 6 durch das beschriebene Wendegetriebe mit verhältnismäßig geringer und gleichmäßiger Geschwindigkeit zurückgedreht.

Claims (3)

Patent-An Sprüche:
1. Nähmaschine mit Hakennadel und Vorrichtung zum Abnehmen der letzten Fadenschleife von der Nadel bei Vollendung des Werkstücks, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Vorrichtung zum Abstellen der Maschine nach Vollendung des Werkstückes mit der Maschinenwelle selbsttätig durch eine Reibungskupplung ein eine ständige Bewegung in der der Arbeitsrichtung entgegengesetzten Richtung ausführendes Hilfsgctriebe verbunden wird, welches zuerst durch bremsende Wirkung der Kupplung, die Maschirre zum Stillstand bringt, dann aber eine mit geringer gleichförmiger Geschwindigkeit vor sich gehende Rückwärtsbewegung der Maschine bis zu dem erwünschten Haltepunkte herbeiführt und hierauf selbsttätig wieder ausgerückt wird.
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Umschaltung durch ein Reibungskupplungsglied mit Kurvennut erfolgt, welches einen Hebel bewegt, der von dem Abstelltrethebel aus festgehalten werden kann und die Maschinenwelle für eine bestimmte, von der Form der Kurvennut abhängige Zeit mit dem die Rückdrehung hervorbringenden Rade kuppelt und selbsttätig wieder auslöst.
3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Anlaßtrethebel so mit einem die Rückwärtsdrehung der Hauptwelle hemmenden Bremsband verbunden ist, daß das Bremsband beim Wiederanlassen der Maschine selbsttätig gelöst wird.
Hierzu 3 Blatt Zeichnungen..
DENDAT290650D 1911-08-23 Active DE290650C (de)

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FR (1) FR438082A (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE918545C (de) * 1940-11-04 1954-09-30 United Shoe Machinery Corp Selbsttaetig arbeitende Schuhmaschine

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE918545C (de) * 1940-11-04 1954-09-30 United Shoe Machinery Corp Selbsttaetig arbeitende Schuhmaschine

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FR438082A (fr) 1912-05-07

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