DE223192C - - Google Patents

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DE223192C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05BSEWING
    • D05B15/00Machines for sewing leather goods

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezieht. sich auf einen Stoffdrücker für Schuhwerknähmamaschinen. Bei Maschinen dieser Art wird das Werkstück von einem festen Tisch unterstützt .und an seinem Platze durch einen beweglichen Drückerfuß gehalten, der in Klemmstellung unter erhöhter Druckwirkung gesperrt werden kann; zu dieser Zeit kann augenscheinlich das Werkstück nicht verschoben werden. Es ist
ίο indessen notwendig, daß das Werkstück vorgeschoben und auch aus der Maschine entfernt werde, und daher ist bei diesen Maschinen eine Vorrichtung getroffen, mittels deren die Klemmtätigkeit des Drückerfußes aufgehoben werden kann, wenn die Ahle, um den Vorschub zu bewirken, im Werkstück ist.
Wenn der Drückerfuß nach Vollendung der Stichbildung freigegeben wird, ist indessen weder die Ahle noch die Nadel im Werkstück, so daß dieses ohne jede Masehinenkontrolle ist und leicht vom Arbeiter mit offenbar schädlichem Ergebnis verschoben werden kann.
Es ist der Versuch gemacht worden, den verstärkten oder Klemmdruck des Drückerfußes auf das Werkstück, und die daraus folgende dauernde Maschinenkontrolle desselben jederzeit beizubehalten, mit Ausnahme der Zeit, während der der Vorschub stattfindet, und es ist eine Vorrichtung unter Kontrolle des Arbeiters vorgesehen zum gleichzeitigen Aufheben des vom Drückerfuß auf das Werkstück ausgeübten verstärkten oder Klemmdruckes und Entsperren des Drückerfußes.
Das gleichzeitige Aufheben des vom Drückerfuß auf das Werkstück ausgeübten verstärkten Druckes und Entsperren des Drückerfußes hat viele Nachteile, unter anderen die plötz- . liehe gleichzeitige Freigabe des Drückerfußes sowohl von der den verstärkten Druck erzeugenden Vorrichtung als auch von der Sperrvorrichtung, und die Möglichkeit, daß die Zähne des Sperrgliedes unter diesen Bedingungen leicht abbrechen können.
Angesichts dieser Erwägungen bezweckt die vorliegende Erfindung, eine Vorrichtung anzubringen zur Freigabe des verstärkten Druckes ehe der Drückerfuß entriegelt wird, und dafür zu sorgen, daß nacheinander dieser verstärkte Druck wiederhergestellt und der Drückerfuß verriegelt wird, und daß die Maschine in einer vorherbestimmten Stellung mit erhobenem Drückerfuß angehalten wird. Auf den Zeichnungen ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt; auf diesen Zeichnungen ist: .
Fig. ι eine Seitenansicht einer Sohlennähmaschine nach der vorliegenden Erfindung, wobei nur so viel von den Nähvorrichtungen dargestellt ist, um das Wesen der Erfindung an denselben klarzumachen; der Drückerfuß ist dabei in gehobener Stellung gezeigt.
Fig. 2 ist eine der Fig. 1 ähnliche Ansicht, in welcher _der Drückerfuß sich in gesenkter und in Druckstellung befindet.
Fig. 3 ist eine Vorderansicht der Maschine von der linken Seite der Fig. 1 her, wobei die
Teile der Nähwerkzeuge zwecks klarerer Darstellung fortgelassen sind und ein Teil des Gestelles im' Schnitt dargestellt ist.
Fig. 4 ist eine Einzeldarstellung im Schnitt nach der Linie 4-4 der Fig. 1.
Fig. 5 ist eine Einzeldarstellung im Schnitt nach der Linie 5-5 der Fig. 2.
Fig. 6 ist ein Schnitt nach der gebrochenen Linie 6-6 der Fig. 3 und zeigt eine Form der Rücklauf- und Anhaltevorrichtung, und
Fig. 7 ist eine Einzeldarstellung des Schiebers und der angrenzenden Teile.
In Lagern 2, 2 des Maschinengestelles 1 (Fig. 3) ist die Hauptwelle 4 drehbar, auf weleher mehrere Hubscheiben 5, 40, 7 und 8 angeordnet sind, welche den Maschinenelementen Bewegung erteilen. Wie in den Fig. 1 und 2 gezeigt, ist der feste Werktisch 9 von bekannter Art durch das Gestell der Maschine in geeigneter Weise unterstützt. Der Drückerfuß 10 wird von einem knieförmigen, lose auf einem Ständer oder einer ähnlichen geeigneten Stütze 12 angeordneten Hebel 11 getragen. Die Stütze 12 ragt dabei von einem als Teil des Maschinengesteiles gebildeten oder an demselben befestigten Konsol hervor. Mit dem hinteren Ende des Hebels 11 ist ein Lenker 14 verbunden, der lose durch einen Zapfen 15 des Armes 16 geht, der ebenfalls lose auf der Stütze 12 angeordnet ist; oberhalb dieses Zapfens 15 ist der Lenker 14 von einer Unterlagsscheibe 17 umgeben, . auf welche eine Feder 16 wirkt, die in bezug auf ihre Druckwirkung durch eine auf das Ende 20 des Lenkers 14 geschraubte Mutter verstellbar ist.
Das hintere Ende des Armes 16 ist mit einer Verzahnung 21 versehen, mit der zeitweise eine oder mehrere Klinken 22 in Eingriff kommen, die von einem bei 24 auf dem Maschinengestell durch einen- Stift drehbar gehaltenen Hebel 23 getragen werden. Das hintere Ende des Lenkers 11 ist ebenfalls mit einer Verzahnung 25 versehen, in die Klinken 26 eingreifen, welche bei 27 auf dem Maschinengestell angeordnet sind und rückwärtige Fortsätze 28 besitzen, welche mit dem verbreiterten Ende 29. des Hebels 23 zusammentreffen, wenn letzterer niedergedrückt wird, um die Klinken plötzlich auszurücken. Ein vom Maschinengestell vorragender Stift 30 (Fig. 2) dient dazu, die Klinken 22 außer Eingriff mit ihrer Verzahnung zu bringen, wenn der Hebel 23 genügend niedergedrückt ist.
Mit dem Hebel 11 ist bei 32 der senkrecht bewegliche, in der Normalstellung unter dem hebenden Einfluß einer geeigneten Feder 33 stehende Rahmen 31 verbunden, wobei .die Feder 33 bestrebt ist, den Drückerfuß in leichtem Eingriff mit dem Werkstück zu erhalten. Die Klinken 22 sind mit einer von dem Hebel 23 getragenen Feder 35 in Eingriff, und diese Feder dreht in der Normalstellung die Klinken in Eingriff mit der Verzahnung. Eine auf die Klinken 26 wirkende Feder 34 dreht diese in der Normalstellung in sperrenden Eingriff mit der Verzahnung 25.
Die bis jetzt beschriebenen Teile, mit Ausnahme vielleicht einiger Einzelheiten in der Gestalt und Anordnung der Feder 34, sind alle von bekannter Art.
Auf dem Zapfen 24 ist ein Arm 36 lose angeordnet (Fig. i, 2 und 7), mit welchem ein eine Rolle 38 tragender Stift 37 (Fig. 5) verbunden ist, wobei' die Rolle sich in der Kurvennut 39 der auf der Hauptwelle 4 befestigten Hubscheibe
40 bewegt. Zwischen dem Arm 36 und dem im wesentlichen wagerechten Teil des Hebels 23 ist ein mit den Kurvennuten oder Schlitzen 42, 43 versehener Schieber 41 angeordnet. Diese am besten in den Fig. 4, 5 und 7 gezeigten Kurvenschlitze erstrecken sich in der Längsrichtung des Schiebers 41 und sind für einen Teil ihrer Länge im wesentlichen gerade oder ohne irgendwelche Abweichung voneinander, aber nahe dem Ende des Schiebers (linkes Ende Fig. 7) ist ihre gegenseitige Abweichung am größten. Der Stift 37 trägt an der an den Schieber angrenzenden Seite eine Rolle 44 (Fig. 4 und 5), welche sich in der Nut oder dem Schlitz 42 des Schiebers 41 bewegt, und der Hebel 23 trägt auf der an den Schieber 41 angrenzenden Seite eine auf einem Stift 46 angeordnete Rolle 45, die sich in der anderen Nut oder dem Schlitz 43 des Schiebers 41 bewegt. Aus dieser Bauart ist ersichtlich, daß der Hebel 23 seine Bewegung von der Kurvennut 39 nur durch den Arm 36 und den eingeschalteten Schieber 41 herleitet, und daß eine Bewegung des Schiebers 41 in der Längsrichtung den Hebel 23 dreht infolge der relativen Abweichung der Nuten oder Schlitze 42, 43. Bei der Anordnung der dargestellten Nuten oder Schlitze ist deren Beziehung eine solche, daß, wenn der Schieber 41 vorwärts bewegt wird oder aus der in Fig. 2 gezeigten Stellung in die in Fig. 1 gezeigte gebracht wird, der Hebelarm 23 auf seinem Drehzapfen 24 abwärts gedreht wird; durch entgegengesetzte Bewegung des Schiebers 41 wird der Hebel 23 gehoben.
Der Hebel 23 ist mit einem Schlitz 47 (Fig. 1 und 2) versehen, durch den ein an dem Schieber
41 befestigter Stift 48 ragt, welcher vorzugsweise eine Rolle trägt, wie angegeben. Bei 49 ist an dem Maschinengestell ein Umschaltarm 50 verzapft, dessen oberer Teil mit dem. Stift 48 oder seiner Rolle in Eingriff steht, vorzugsweise mittels des gegabelten Endteiles 51, wodurch eine Bewegung des Umschaltarmes 50 auf seinem Zapfen 49 den . Schieber .41 veranlaßt, sich längsweise zwischen dem Hebel 23 und dem Arm 36 zu bewegen.
Auf der Stütze 12 ist ein Handhebel 52 an-
geordnet, mit dessen unterem Teil bei 53 der Lenker 54 verbunden ist, der sich rückwärts bis zu dem Umschaltarm 50 erstreckt, mit dem er mittels eines Stiftes 55 (Fig. 2, 3, 4 und 5) verbunden ist. Der Stift 55 ragt über die Mutter 56 hinaus (Fig. 3 und 4) und ist mit einem Ende einer Feder 57 verbunden, deren anderes Ende mit einem am Hauptgestell·befestigten Stift 58 verbunden ist, wobei diese Feder 57 (Fig. 1)
ίο dahin wirkt, den Arm 50 nach hinten zu ziehen.
Aus der Anordnung der Teile, wie in Fig. 1
gezeigt, ist ersichtlich, daß infolge Drehung der Welle 4 die Steigung der auf.die Rolle 38 des Armes 36 wirkenden Kurvennut 39 den Hebel 23 senkt, wodurch die Klinken 22 und 26 mit den entsprechenden Verzahnungen 21 und 25 außer Eingriff gebracht werden, so daß zu dieser Zeit der Drückerfuß nur durch die Feder 33 in Arbeitsstellung gehalten wird. Die Teile sind so geformt und mit Beziehung auf die Tätigkeit der Ahle geregelt, daß der oben erwähnte, unversperrte Zustand eintritt, wenn die Ahle in das Material eingetreten ist und während der Vorschubbewegung fortdauert. Darauf hebt vorzugsweise gerade vor dem Zurückziehen der Ahle die Kurvennut 39 den Hebel 23, um den Drückerfuß in die Stellung für den verstärkten Druck zu bringen, wo er verbleibt, bis die Ahle wieder in das Werkstück eingedrungen ist. Auf diese Weise ist der Drückerfuß, außer wenn die Ahle sich im Material befindet oder während der Zwischenräume des Vorschubes, in der Stel-
' lung des verstärkten Druckes, infolge der Tätigkeit der Klinken, der Feder 18 und der Zwischenvorgelege.
Um das Werkstück während der Zwischenräume der Vorschubbewegungen freizugeben, um ein neues Werkstück einzuführen, oder das Werkstück zu. irgendeinem Zweck zu verstellen, wie z. B. wenn der Faden reißt und von neuem angefangen werden muß, war es bisher notwendig, bei dieser Art von Maschinen den Drückerfuß mit den unteren, ihn haltenden Klinken außer Eingriff zu bringen, während der volle, verstärkte Druck infolge der Feder 18 wirksam war, und dann den Drückerfuß gegen diesen Druck zu heben und mit einer Hand zu halten, während mit der anderen der Schuh gehandhabt wurde. Nach der vorliegenden Erfindung ist diesem Umstände vorgebeugt, da es nur nötig ist, den Griff 52 aus der in Fig. .2 gezeigten in die in Fig. 1 gezeigte Lage zu stoßen, mit dem Ergebnis, daß der Lenker 54 den Arm 50 auf seinem Zapfen 49 dreht, und so den Schieber 41 vorwärts bewegt in die in Fig. 1 angegebene Stellung, wodurch der Hebel 23 wie beschrieben, gesenkt wird, welcher seinerseits den Druck des Drückerfußes im ersten Augenblick durch Senken der noch in Eingriff mit der Verzahnung 21 befindlichen Klinken 22 um die Entfernung zwischen dem unteren Teil dieser Klinken und dem Stift 30 löst, worauf • die Klinken 22 plötzlich durch den Stift 30 und die Klinken 26 ebenfalls außer Eingriff mit der Verzahnung gebracht werden, um den Drückerfuß freizugeben, welcher jetzt vollständig frei ist, mit Ausnahme des leichten Druckes der Feder 33. Es ist also klar, daß der Drückerfuß jederzeit freigegeben werden kann, um Einstellung des Werkstückes zu ermöglichen, und daß, wenn er so freigegeben wird, der verstärkte Druck nicht aufrecht erhalten wird.
Wenn das Werkstück eingestellt ist, ist es wünschenswert, den verstärkten Druck wieder anzuwenden und den Drückerfuß zu versperren. Dies geschieht gemäß der vorliegenden Erfin- · dung mittels Bewegung des Griffes 52 aus der in Fig. ι gezeigten in die in Fig. 2 gezeigte Stellung·, wobei eine umgekehrte Bewegung des Schiebers 41 eintritt, so daß, wenn die divergierenden oder Hubteile der Schlitze oder Nuten in dem Schieber 41 auf die mit ihnen zusammen wirkenden Rollen auf dem Arm 36 bzw. dem Hebel 23 wirken, der letztere gehoben wird, wodurch die Klinken 22 und 26 mit ihren entsprechenden Verzahnungen in Eingriff kommen und dann durch weitere Aufwärtsbewegung des Hebels 23 das Ende des Armes 16 gehoben wird, wodurch der verstärkte Druck in Anwendung kommt, wobei die Klinken 26 jetzt wieder dazu dienen, den Drückerfuß in der Stellung des verstärkten Druckes zu sperren.
Wenn der Griff 52 bewegt wird, um den Drückerfuß freizugeben, ist es wünschenswert, daß er zeitweise vollständig von dem Werkstück abgehoben werde, und um dies auszuführen, ist nach der vorliegenden Erfindung ein Anschlag oder eine Schulter 59 vorgesehen (Fig. 1, 2 und 3), die durch eine mittels Schrauben 60 oder sonstwie an dem Drückerfußhebel 11 befestigte Platte gebildet wird, wobei die Bauart eine solche ist, daß bei Rückwärtsbewegung des Griffes 52 dieser, nachdem der Drückerfuß sowohl von den Vorrichtungen für den verstärkten Druck als auch von seinen Sperrklinken befreit ist, mit dem Anschlag oder der Schulter 59 in Berührung kommt und den Drückerfuß entgegen der Wirkung der leichten Feder 33 zu seiner höchsten Stellung (Fig. 1) emporhebt.
Damit der Drückerfuß selbsttätig in seine Stellung des verstärkten Druckes zurückkehren und in dieser Stellung gesperrt werden kann, kann die Spannung der Feder 57,-welche den Umschaltarm 50 beeinflußt, derart sein, daß sie den Schieber 41 rückwärts bewegt, wenn der Griff 52 freigegeben ist, mit dem Ergebnis, daß der Hebel 23 gehoben wird, die Klinken in Eingriff mit ihren Verzahnungen kommen, der verstärkte Druck wieder hergestellt und der Drückerfuß in seiner Stellung des verstärkten Druckes gesperrt wird.
A4 i
Wenn es wünschenswert ist, das Werkstück
am Ende eines Nähganges zu entfernen und ein neues Werkstück in die Maschine zu bringen, müssen offenbar die Ahle und die Nadel außerhalb des Werkstückes, und der Drückerfuß . muß gehoben sein, mit anderen Worten, die Maschine soll angehalten oder in Ruhe gebracht werden, wenn die Teile sich in der erwähnten Stellung befinden. Um sicher zu sein, daß der
ίο Drückerfuß aus seiner Stellung des verstärkten Druckes freigegeben und gelöst wird, und daß er in die im wesentlichen in Fig. ι angegebene Stellung gehoben wird, wenn die Maschine endgültig zur Ruhe gebracht wird, ist gemäß der vorliegenden Erfindung eine Vorrichtung vorgesehen, die, wenn die Maschine sich ihrer endgültigen Ruhestellung nähert, dahin wirkt, daß der Drückerfuß selbsttätig in die gewünschte Beziehung zum Werkstück tritt.
Als Mittel zur Erreichung dieses Zweckes ist eine Vorkehrung getroffen, um die Bewegung der Maschinenteile umzukehren, wenn ein Nähgang vollendet ist, wobei diese Umkehrung dazu benutzt wird,. den Schieber 41 zu bewegen und den Hebel 23 niederzudrücken, wie im folgenden beschrieben werden wird.
Wie in den Fig. 3 und 6 gezeigt, ist lose auf der Antriebswelle 4 ein Antriebsglied 61 einer geeigneten Kupplung angeordnet, das längsweise zur Welle 4 beweglich ist, mittels eines drehbar auf dem Maschinengestell 63 angeordneten Winkelhebels 62 (Fig. 3), dessen einer Arm mit einem Joch 64 versehen ist, welches in einem lose auf der Nabe 66 des Kupplungsgliedes angeordneten Ring 65 eingreift; der andere Arm 67 dieses Hebels 62 ist bei 68 mit einer Tretstange 69 verbunden. Offenbar kann irgendeine bekannte Vorrichtung angewendet werden, um das Kupplungsglied 61 umzuschalten.
Das feste Kupplungsglied 71 (Fig. 3 und 6) ist durch den Keil 70 auf der Welle 4 befestigt; ferner ist ein Reibungsmittel 72 zwischen die Teile 61 und 71 geschaltet, so daß diese durch Reibung in Triebverbindung gebracht werden. können. Auf der Nabe 72* (Fig. 6) des Kupplungsgliedes 71 ist ein Arm 73 lose drehbar, an welchem bei 74 ein Ende einer Spiralfeder 75 befestigt ist, deren anderes Ende bei 76 an dem Kupplungsgliede 71 befestigt ist. Hieraus erhellt, daß, wenn bei der Bewegung der Maschine das Kupplungsglied 61 außer Eingriff mit dem Gliede 71 kommt und der Arm 73 angehalten wird, das Glied 71 durch das Kraftmoment der bewegten Maschinenteile um eine geringe Strecke weitergedreht wird und auf diese Weise die Feder 75 aufwickelt, und daß die Spannung der aufgewundenen Feder zuerst die Maschine zum Anhalten bringt und die-
6p selbe dann zurückdreht, bis sie endgültig angehalten wird, wie in folgendem erklärt wird:
Ein an dem Maschinengestell befestigter Stift 77 erstreckt sich parallel mit der Triebwelle 4, und auf ihm ist eine Muffe 78 frei drehbar und gleitend angeordnet. Von der Muffe 78 ragt ein Arm 79 vor, der einen Finger 80 trägt, der mittels geeigneter Bolzen 8i daran befestigt ist. Die Muffe 78 und der Finger 80 stehen in der Normalstellung unter der Wirkung der Feder 82 (punktierte Linien Fig. 3), welche bestrebt ist, sie nach links (Fig. 3) oder nach der Fläche des Kupplungsgliedes 71 zu zu bewegen, und sie sind in der entgegengesetzten Richtung beweglich mittels eines Winkelhebels 83, der bei 84 am Maschinengestell drehbar und mittels einer Tretstange 85 mit einem nicht dargestellten Trethebel verbunden ist, wobei vorzugsweise der mit der Stange 69 verbundene benutzt werden kann.
Der Arm 73 ragt um eine kurze Strecke über die Fläche des Kupplungsgliedes 71 hinaus oder, wie in Fig. 3 gezeigt, etwas zur Rechten desselben, so daß, wenn der Finger 80 sich mittels seiner Feder 82 bewegen kann (Fig. 3), er sich in Eingriffsstellung für die vorwärts schreitende Kante des Armes 73 befindet, wodurch dessen weitere Bewegung angehalten wird. Diese Lage kann der Finger 80 indessen nur annehmen, wenn das Kupplungsglied 61 außer Eingriff mit dem Kupplungsgliede 71 ist, da, wie bemerkt, die Stangen 69 und 85 mit demselben Trethebel verbunden sind.
Auf der Breitfläche des Kupplungsgliedes 71 befindet sich ein Anschlag 86 (Fig. 3 und 6). Dieser Anschlag 86 ragt, wie in Fig. 3 gezeigt, von der Breitfläche des Kupplungsgliedes 71 nicht so weit vor wie der Arm 73, so daß, falls der Trethebel freigegeben und der Finger 80 durch seine Feder 82 gegen die Fläche des Kupplungsgliedes 71 bewegt wird, dieser'Finger auf der Fläche des Kupplungsgliedes freies Spiel hat und sich über die geneigte Fläche 87 des Anschlages 86 erhebt, und nachdem er mit dem Arm 73 zusammengetroffen ist, diesen anhält, wie bereits erwähnt. Da die Feder 75 durch die nach dem Anhalten des Armes 73 fortgesetzte Bewegung des Kupplungsgliedes 71 aufgewunden oder gespannt worden ist, wird sie eine Rücklaufbewegung des Kupplungsgliedes 71 und der Maschinenteile verursachen, bis die scharf abgeschnittene Fläche des Anschlages 86 auf die Kante des Fingers 80 trifft, welche der mit dem Arm 73 in Eingriff stehenden entgegengesetzt ist, wobei der Finger 80 sich unter der Wirkung seiner Feder nach links bewegt hat, nachdem der Anschlag 86 sich darunter fortbewegt hat. Die Maschinenteile werden also in einer vorherbestimmten Stellung zur Ruhe gebracht.
Um das Anhalten des Kupplungsgliedes 71 ohne Stoß zu erleichtern, ist an dem Arm 79 (Fig. 6) ein Bremsschuh 89 befestigt, welcher
vorzugsweise auf dem Arm mittels eines Schlitzes 90 und Bolzens 91 verstellbar ist. Auf diese Weise wird der Arm 73, wenn er auf den Finger 80 trifft, die Muffe 78 um den Stift 77 drehen und den Bremsschuh in Anwendung bringen, während dieser in der Normalstellung außer Eingriff mit dem Kupplungsgliede 71 mittels einer Feder 92 gehalten wird, deren eines Ende an einem Vorsprung des Armes 79 und deren anderes Ende an einem mit dem Maschinengestell verbundenen Stift 94 befestigt ist.
Wenn das Kupplungsglied 71 in Ruhe gebracht und dann durch die Feder 75 zurückgedreht ist, wird das Ende 88 des Ansatzes 86 gegen den Finger 80 in der umgekehrten Richtung stoßen, und um diesen Stoß zu dämpfen, ragt von der Muffe 78 eine Zunge 95 hervor, welche gegen einen in einem Lager 97 enthaltenen Stift 96 drückt, welcher mittels einer Feder 98 in der Normalstellung gehalten wird.
Auf dem Maschinengestell (Fig. 1 und 2) ist
eine kurze Achse 99 angeordnet, die einen lose auf ihr angeordneten Arm 100 trägt, dessen unteres Ende bei 101 mit einem Lenker 102 verbunden ist, der ein gegabeltes, mit dem Umschaltarm 50 vorzugsweise mittels eines Fortsatzes des Stiftes 57 in Eingriff stehendes Ende 103 hat, wie in Fig. 4 und 5 gezeigt, wo· bei dieser Stift einen Kopf 104 besitzt, um den Lenker 102 in geeignetem Eingriff damit zu halten.
Auf einem am oberen Ende des Hebelarmes 100 getragenen Stift 105 ist ein Knaggen 106 drehbar angeordnet, an dessen Ende sich eine auf die Umfiäche einer von der Hauptwelle 4 getragenen Hubscheibe wirkende Rolle 107 befindet. Dieser Knaggen 106 wird in der Normalstellung durch eine Feder 109 beeinflußt, deren eines Ende bei 110 mit dem Knaggen, und deren anderes Ende mit einem von einem auf der Zapferiwelle 99 befindlichen Kragen 112 getragenen Stift in verbunden ist, wobei die Feder bestrebt ist, in der Normalstellung den Knaggen von der in punktierten Linien in Fig. 2 angegebenen Stellung in die in ausgezogenen Linien dargestellte Stellung zu drehen, wobei ein Anschlag 113 die Drehung des Knaggens in der Richtung des Pfeiles begrenzt (Fig. 2).
Aus der beschriebenen Bauart ist leicht zu ersehen, daß während der normalen Bewegung der Maschine die Rolle 107 des Knaggens 106 auf ihrer Daumenscheibe 108 leer läuft, wobei die Feder 109 nachgibt, wenn die Steigung der Daumenscheibe unter der Rolle 107 hindurchgeht. Bei der Rücklaufbewegung der Daumenscheibe aber wird die Steigung io8x (punktierte Linien Fig. 1 und 2) in entgegengesetzter Richtung auf den Knaggen 106 wirken und mittels des Stiftes 113 den Hebel 100 um seine Achse 99 bewegen, wenn die Steigung der Daumenscheibe 108 aus der in Fig. 2 angegebenen Stellung in die in Fig. 1 angegebene Stellung übergeht, und das Ergebnis ist, daß der den Umschaltarm 50 bewegende Lenker 102 den Schieber 41 vorwärts bewegt von der in Fig. 2 zu der in Fig. 1 gezeigten Lage, mit dem Ergebnis, daß der verstärkte Druck auf den Drückerfuß zuerst gelöst wird, dann der Drückerfuß freigegeben wird, während durch weitere Bewegung des Schiebers 41 und des Umschaltarmes 50 der Lenker 54 den Handgriff 52 um seinen Stützpunkt 12 dreht, wodurch er mit dem Anschlag 59 in Berührung kommt und dadurch den Drückerfuß vollständig von dem Werkstück abhebt. Die Wirkungsweise der Maschine wird ohne weitere Erklärung verständlich sein, wobei zu bemerken ist, daß, wenn der Drückerfuß niedergedrückt ist, er durch die Tretstange 69 und 85 das Kupplungsglied 61 in Eingriff mit dem Kupplungsgliede 71 schnellt. Gleichzeitig damit wird der Winkelhebel 83 mittels seiner Stiftverbindung 114 mit der Hülse 78 ein Zurückziehen des Fingers 80 aus seiner Sperrstellung bewirken. Bei jeder Drehung der Hauptwelle wird der Hebel 23 den Drückerfuß aus der Stellung des verstärkten Druckes während des Vorschubes befreien. Sollte es zu irgendeiner Zeit erwünscht sein, das Werkstück auf dem Tisch 9 zu verschieben, oder sollte es aus irgend- go einem Grunde wünschenswert erscheinen, den Drückerfuß zu heben, so kann der Griff 52 durch den Maschinisten aus der in Fig. 2 gezeigten in die in Fig. 1 dargestellte Lage bewegt werden, mit dem Ergebnis, daß der Druck auf den Drückerfuß zuerst vollständig gelöst und dann der Drückerfuß freigegeben wird, wobei eine weitere Bewegung des ■ Griffes 52 ein völliges Abheben des Drückerfußes vom Werkstück hervorruft. Nach dem Freigeben des Griffes 52 wird der Drückerfuß wieder in seine Stellung des verstärkten Druckes zurückgebracht und in derselben gesperrt, und zwar vorzugsweise mittels der Feder 57. Nach Vollendung des Nähens wird der Maschinist den Fußtritt freigeben, wodurch die Kupplungsglieder außer Eingriff kommen und der Finger 80 sich nach links bewegt (Fig. 3), um mit dem Arm 73 in Eingriff zu kommen, wobei die Triebkraft der Maschine das Kupplungsglied 71 für einen Teil der Umdrehung mitnimmt, bis die Feder 75 das Kupplungsglied und die Maschinenteile anhält und zurückdreht, bis sie in einer vorherbestimmten Stellung zur Ruhe gebracht werden. Diese Rücklaufbewegung der Maschinenteile und der Antriebswelle 4 veranlaßt die Steigung io8x, auf den Knaggen 106 zu wirken und mittels der beschriebenen Zwischenvorgelege den Schieber 41 zu bewegen, wodurch der Drückerfuß von dem verstärkten Druck befreit, ausgerückt und in seine Stellung oberhalb des Werkstückes gehoben wird.

Claims (5)

  1. Patent-Anspruch e:
    ι. Stoffdrücker für Schuhwerknähmaschinen, bei welchen der normale leichte Druck des Drückerfußes auf das Werkstück periodisch verstärkt und der Drückerfuß in der Stellung des verstärkten Druckes verriegelt wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine von Hand gesteuerte Vorrichtung (52, 54, 55, 41, 43) zunächst die Vorrichtung . (23, 22, 21, 16, 17, 18, 19, 20), durch welche der Drückerfuß (10) mit dem verstärkten Druck auf das Werkstück aufgedrückt wird, und dann auch die Vorrichtung (26, 25), durch welche der Drückerfuß in dieser Stellung verriegelt wird, außer Tätigkeit gesetzt werden können, so daß der Drückerfuß nur mit dem normalen leichten Druck (33, 31) auf das Werkstück drückt
  2. 2. Stoffdrücker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß durch dieselbe von Hand gesteuerte Vorrichtung (52, 54, 55, 41, 43) nach Entlastung und Entriegelung des Drückerfußes (10) dieser vom Werkstück abgehoben werden kann.
  3. 3. Stoffdrücker nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (23, 22, 21, 16, 17, 18, 19, 20), durch welche der Drückerfuß mit dem verstärkten Druck auf das Werkstück gedrückt wird, sowie die Vorrichtung (26, 25), durch welche der Drückerfuß in dieser Stellung des verstärkten Druckes verriegelt wird, entweder von Hand (52, 54, 50, 41, 43) oder selbsttätig (57, 58, 55, 56, 41, 43) nach Wunsch nacheinander in Tätigkeit gesetzt werden können.
  4. 4 Stoffdrückerfuß nach Anspruch i; dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung (23, 22, 21, 16, 17,-18, 19, 20), durch welche der Drückerfuß mit dem verstärkten Druck auf das Werkstück gedrückt wird, sowie die Vorrichtung (26, 25), welche den Drückerfuß verriegelt, selbsttätig (4,108, 108*, 106, 109, 100, 102, 50, 41,54) durch die Maschine, wenn diese zum Stillstand kommt, außer Tätigkeit gesetzt werden, und ferner die Vorrichtung (52, 59) zum Abheben des Drückerfußes zur Wirkung gebracht wird.
  5. 5 Drückerfuß nach Anspruch 4, insofern die Hauptwelle beim Anhalten der Maschine etwas zurückgedreht wird, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Rückwärtsdrehung der Welle (4) eine auf dieser angeordnete Daumenscheibe (108, io8x) durch Zwischenglieder (106, 109, 102, 50, 41, 54) die Vorrichtung (23, 22, 21, 16, 17, 18,19, 20), durch welche der Drückerfuß mit dem verstärkten Druck auf das Werkstück gedrückt wird, und die Vorrichtung (26,25), welche den Drückerfuß verriegelt, ausrückt, die Vorrichtung (52, 59) zum Heben des Drückerfußes aber in Tätigkeit setzt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
    Berlin. Gedruckt in Der reichsdrückereL
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE963209C (de) * 1952-09-10 1957-05-02 United Shoe Machinery Corp Doppelmaschine

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