DE201218C - - Google Patents
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- DE201218C DE201218C DENDAT201218D DE201218DC DE201218C DE 201218 C DE201218 C DE 201218C DE NDAT201218 D DENDAT201218 D DE NDAT201218D DE 201218D C DE201218D C DE 201218DC DE 201218 C DE201218 C DE 201218C
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- valve
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- gas
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F23—COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
- F23Q—IGNITION; EXTINGUISHING-DEVICES
- F23Q1/00—Mechanical igniters
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Non-Portable Lighting Devices Or Systems Thereof (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
- M 201218 KLASSE 4<f. GRUPPE
in RECKLINGHAUSEN.
Zündeinrichtung für geschlossene Acetylengrubenlampen. Patentiert im Deutschen Reiche vom 7. April 1906 ab.
Bei der Übertragung der bisher meist für Fahrräder und Kraftwagen gebräuchlichen
Systeme der Acetylenbeleuchtung auf die Grubenlampen ergibt sich neben den durch
die Eigenart der letzteren an sich bedingten konstruktiven Aufgaben vor allem die einer
gefahrlosen Innenzündung. Bekanntlich muß zur Zündung die Gasentwickelung bereits
eingesetzt haben und in einen gewissen Beharrungszustand gelangt sein. Nun ist damit
insofern eine Gefahr verknüpft, als dabei der Lampenzylinder und der Drahtkorb vollständig
mit Gasen gefüllt sind und so leicht ein Durchschlagen der Flamme nach außen
erfolgen kann.
Dieser Mangel wird gemäß der Erfindung dadurch behoben, daß am Karbidbehälter, wie
. das bei anderen Acetylenlampen bekannt ist, ein Abblaseventil angebracht wird, das jedes-
ao mal vor Bedienung der Zündvorrichtung so weit geöffnet wird, daß sich im Karbidbehälter
eine Druckverminderung einstellt. Hierbei verflüchtigt sich die Gasfüllung durch
den Drahtkorb infolge des verminderten Zutritts schnell. Die Zündung erfolgt also in
dem von Gasen im wesentlichen freien Drahtkorb. Das Abblaseventil, das nicht eine vollständige
Aufhebung des Druckes und damit ein Erlöschen der Lampe bewirken, sondern
nur nach Maßgabe seiner öffnung bzw. seines Drosselungswiderstandes mit der konstanten
Brenneröffnung zusammen als Differentialventil wirken soll, gestattet weiter auch eine
Einregelung der Flamme auf das zum Schlagwetterabprobieren erforderliche Mindestmaß.
Indem nämlich jetzt durch die Brenneröffnung bei kleinerem Druck nur eine Teilmenge
des Gases strömt, erfährt die Flammenhöhe eine gewünschte Verminderung, und zwar
unter Erhaltung eines Beharrungszustandes.
Um nun bei der Bedienung einer Lampe die genaue Befolgung dieser neuen Betriebsregel von der Sorgfalt des bedienenden Bergmanns
unabhängig zu machen, ist das Ab- blaseventil mit dem Knebel der Zündvorrichtung
so gekuppelt, daß die Zündung nur nach vorherigem öffnen des Ventils, also
nach verminderter Gaszufuhr zum Brenner vor sich gehen kann.
Die Zeichnung veranschaulicht eine Ausführungsform der Lampe mit im Boden des
Lampentopfes angebrachtem Wasserbehälter und Wasserzufuhr durch Flüssigkeit aufsaugende
Stoffe (Dochte) in den darüberliegenden Karbidbehälter; diese Art der Wasserzufuhr
ist an sich vielfach bekannt.
Der ungefähr die von den Benzingrubenlampen her bekannte Form aufweisende
Lampentopf α trägt oben den Verschraubungsring s, auf den der Deckel Z mittels des Ge-Stellringes
ρ aufgepreßt wird; je eine Ausdrehung in den Ringen s und ρ gestattet
dabei das Einlegen einer Dichtungsschnur ο aus Gummi. Durch den unteren Boden h
und den Zwischenboden d ist der als Wasserbehälter dienende Raum tv gebildet, der bei
umgekehrter Lampe durch die Füllöffnung e mit Wasser versehen werden kann. Das an
den Boden d angelötete Rohr b reicht bis
fast auf den Boden h, wo es bis auf die ventilsitzartige Öffnung ν abgeschlossen ist.
In die öffnung ν kann die durch den Boden h dichtend geführte Spindel g eingepreßt
werden. In dem Rohr b steht der Saugdocht c, der fast durch den ganzen als Karbidbehälter
dienenden Raum \ hindurchreicht. Auf dem eingefüllten Karbid liegt die Verteilscheibe
i aus einem filzartigen Gewebe, die sich gegen die Innenfläche des Lampentopfes
α anlegt und bei stärkeren Erschütterungen der Lampe die Karbidfüllung an Bewegungen
in sich hindert. In die kuppelartige Auswölbung k des Deckels /, die den Brenner η trägt, ist der siebartig durchlöcherte
Napf k' eingeschraubt; zwischen beide Teile ist eine Filtermasse bekannter Art
eingefüllt.
Den Wasserraum w durchdringt nun dichtschließend
das Rohr r, das in dem Karbidbehälter \ bis über die Oberfläche des eingefüllten
Karbides geführt ist. In diesem Rohr führt sich mit genügendem Spiel die Spindel t, die ,durch eine Feder f ständig
nach oben gepreßt wird, wobei sich der Ventilkegel u in eine entsprechende Sitzfläche
im Boden h 'legt. Durch den gabelartigen Mitnehmer χ ist die Spindel t mit den
Bolzeny auf Drehung verbunden, ohne daß beide Teile an gegenseitiger Verschiebung in
der Achsenrichtung gehindert sind. Der Bolzen y, der den Deckel Z durchdringt und oben
zu einem Mitnehmer q für das Zündband irgendeiner bekannten Zündvorrichtung ausgebildet
ist, kann sich unter dem Druck der Feder m mit seinem kegelförmigen Kopfy'
in die entsprechend konische Bohrung im Deckel I legen; die so als Ersatz einer Stopfbüchse
erzielte Dichtung wird unter dem Gasdruck nur noch erhöht.
Die Benutzung der Lampe gestaltet sich folgendermaßen: Nach regelrechter Auffüllung
der Lampe mit Wasser und Karbid wird das Ventil g geöffnet, so daß Wasser von
dem Docht c in den Karbidraum \ gesogen
und dort an das Karbid durch unmittelbare Berührung und vermittels der Verteilscheibe i
abgegeben wird. Das sich entwickelnde Gas gelangt durch den Reiniger k in den Brenner n.
Soll jetzt die Zündung bewirkt werden, so muß erst die Nase u' der Spindel t aus der
Rast '■ t' im Lampenboden h herausgezogen
werden, wodurch das Abblasen des Gasbehälters ι nach unten eintritt. Erfolgt jetzt
mit dem Drehen der Spindel t die Zündung, so kann · diese nie ein Durchschlagen der
Flamme durch den Drahtkorb bewirken, da ja aus dem Brenner η nur die dem Schlagwetterabprobieren
entsprechende Menge Gas austritt. Nach der.Zündung tritt sofort das
Schließen des Ventiles u und ein der normalen Flammenhöhe entsprechender Gasdruck ein.
Bei Schlagwetterproben wird einfach die Nase u 'der Spindel t auf die Kanten ihrer
Rast t' gestellt, so daß das. Ventil μ dauernd offen ist und sich der oben erläuterte Beharrungszustand
mit vermindertem Gasdruck in dem Behälter \ einstellt. Das Ventil u
dient gleichzeitig als Sicherheitsventil, indem es sich bei zu hoch steigendem Druck gegen
die Wirkung der Feder / selbsttätig■: öffnet
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Zündeinrichtung für geschlossene'Acetylengfubenlampen, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Knebel der Zündvorrichtung ein Abblaseventil für den Karbidbehälter ' so verbunden ist, daß die Zündvorrichtung nur nach vorherigem öffnen'1 des Abblaseventils und .dadurch bewirkter Druckverminderung im1 Karbidbehälter in Tätigkeit gesetzt werden kann. '■' ■·■ ϊ '■Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE201218C true DE201218C (de) |
Family
ID=463787
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT201218D Active DE201218C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE201218C (de) |
-
0
- DE DENDAT201218D patent/DE201218C/de active Active
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