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Selbsttätiger Feuerlöscher.
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gegen Temperatursehwankungen praktisch unempfindliche Verriegelung in der wirkungsbereiten Stellung gehalten sind.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform eines Gerätes entsprechend der Erfindung im Schnitt dargestellt, dessen Abmessungen, die bisher für den Feuerschutz von Automobilen festgelegt sind, je nach der Verwendung und den vorliegenden Bedingungen veränderlich sind.
Der Feuerlöscher besitzt ein Gehäuse 1 mit unterem Stutzen 1', das durch eine Platte abgeschlossen ist. In der Mitte dieser Deckplatte ist der Sitz 19 für die Ventilplatte 6 angeordnet, die mit dem lotrechten Auslösestift 5 starr verbunden ist oder mit ihm ein Stück bildet. Der Deckel 23 des Gehäuses 1 besitzt in der Mitte einen mit Innengewinde versehenen rohrförmigen Ansatz 25, an dem ein Bügel 26 befestigt ist, der in das Innere des Gehäuses 1 hineinhängt. Dieser Bügel 26 bildet an seinem unteren Ende eine Hülse 15 mit seitlichen Ansätzen, die die Achsen der drehbar gelagerten, gekrümmten Arme 14 tragen.
Die Spitzen dieser Arme 14 sind in der Durchbohrung eines Gleitstückes 4'angeordnet, das unter dem Einfluss einer Feder 10 steht. Dieses Gleitstück 4'kann sich in der Hülse 15 verschieben. Die Feder 10 stützt sich gegen einen Stifte, der die Hülse jwaagrecht durchdringt und dessen nach aussen vorspringende Enden zur Führung der Hülse 15 in lotrechte SchlItze 17 eingreifen, die in der Wandung eines vierseitigen Hohlkörpers 16 vorgesehen sind. Dieser Hohlkörper umgibt die Hülse 15, ruht mit seinem Boden auf dem oberen Ende des Auslösestiftes 5 auf und besitzt weiterhin Ansätze, die an den Armen 14 anliegen.
Zwischen den Schenkeln des Bügels 26 und auf dem Körper 4'ruhend ist in lotrechter Stellung die Druckgaspatrone 3 angeordnet. Das Ende des Halses dieser Patrone kommt vor eine Stossspitze 4 zu liegen, die in lotrechter Richtung in der Mitte einer Verschlusssehraube 27 angeordnet ist, die in das Innengewinde des Rohransatzes 25 des Deckels 23 eingeschraubt ist. Diese Schraube 27 besitzt einen Hohlraum 28, der über der Oberfläche der im Gehäuse 1 befindlichen Löschflüssigkeit eine Gasglocke bildet.
Im unteren Teil des Körpers 1 und auf dem Gewinde des Stutzens l'ist ein Brausekopf 7 von halbkugelförmiger Gestalt angebracht. Dieser Kopf 7 besitzt eine Öffnung für den Durchtritt des unteren Endes des Teiles 5, das am Scheitel eines aus einer Blattfeder bestehenden Bügels 29 aufruht. An die Stelle der Blattfeder kann auch ein Draht, ein Streifen od. dgl. oder irgendeine andere mechanische Verriegelung treten. Die Enden dieses kreisbogenförmigen federnden Bügels 29 sind zu Greifern 30 ausgebildet. Auf dem mit Aussengewinde versehenen Teile des Kopfes 7 ist eine Muffe 31 aufgesehraubt, die unten einen Wulst 32 und oben eine ringförmige Aussparung 33 besitzt. Diese Aussparung 33 bildet den Sitz eines schmelzbaren Ringes 34, der die Greiferenden 30 des federnden Bügels gegen die Muffe 31 angedrückt hält, so dass der Bügel 29 gespannt ist.
Der verbrennbare oder schmelzbare Ring 34 trägt eine Haube 8 aus verbrennbarem Material, die den Brausekopf 7 und das untere Ende des Stiftes 5 sowie den Bügel 29 abdeckt und schützt.
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In der arbeitsbereiten Stellung nehmen die verschiedenen Organe die in der Zeichnung dargestellte Lage zueinander ein.
Die Arbeitsweise der dargestellten Vorrichtung ist folgende :
Bei der ersten Berührung mit der Flamme geht die Schutzhaube 8 in Flammen auf und bewirkt die Zerstörung des verbrennbaren oder schmelzbaren Ringes 34. Infolgedessen federn die Enden des Bügels 29 auseinander, so dass die Greifer 30 sich von dem Wulst 32 lösen und der Bügel 29 aufhört, den Stift 5 in seiner Stellung festzuhalten, was zur Folge hat, dass das Ventil 6 den Flüssigkeitsdurchtritt nach aussen öffnet.
Gleichzeitig mit der Abwärtsbewegung des Stiftes 5 erfolgt eine Abwärtsverschiebung des Hohlkörpers 16 mit Bezug auf die Hülse 15. Die Ansätze des Hohlkörpers 16 geben hiebei die Arme 14 frei und die Feder 10 drückt auf das Gleitstück 4', das die Gaspatrone 3 anhebt, wobei gleichzeitig die Arme 14 ausgeschwenkt werden. Diese üben hiebei einen Druck auf den Hohlkörper 16 und auf den Stift 5 aus, um den Flüssigkeitsdurchlass vollkommen zu öffnen.
Gleichzeitig stösst die Patrone 3 gegen den Stossstift 4, das aus der Patrone austretende Gas strömt in die von der Schraube 27 gebildete Glocke und treibt die Lösehflüssigkeit vor sich her durch den Ventilsitz 19. Die Flüssigkeit wird also mit Druck herausgetrieben und zerstäubt in Form eines dichten Nebels durch die Bohrungen des Brausekopfes 7.
Das Aufstossen der Patrone 3 und das Öffnen des Durchlasses 19 für die Lösehflüssigkeit sind also zwei gleichzeitig sich vollziehende Vorgänge, von denen der eine ohne den andern nicht auftreten kann.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Selbsttätiger Feuerlöscher, der durch das Verbrennen eines entzündbaren Körpers in Tätigkeit gesetzt wird, dadurch gekennzeichnet, dass alle die Inbetriebsetzung bewirkenden mechanischen Organe durch eine gemeinsame metallische Verriegelung (29) in wirkungsbereiter Stellung gehalten sind.