DE2005166C3 - Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher, verätherter Methylolmelamine - Google Patents

Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher, verätherter Methylolmelamine

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Description

Ls ist bereits bekannt, wasserlösliche, mit niedrigen Alkoholen verätherle Methylolmelamine dadurch herfustellen, daß man Melamin mit wäßrigen Formlildehydlösungen bei neutralem bis alkalischem pli-VVeri bis zur Bildung der Methylolmelamine umsetzt lind danach das Wasser in schonender Weise entfernt. Diese schonende Entfernung des Wassers kann dabei «lurch a/eoiropes Abdestillieren des Wassers mit Alkoholen oder aber bevorzugt durch Sprühtrocknung <ler Lösungen durchgeführt werden. Die so erhaltenen, praktisch wasserfreien Methylolmelamine werden dann ftiit niedrigen Alkoholen tinter Zusatz von sauren Katalysatoren verälhert, nach der Verätherung neutralisiert und überschüssiger Alkohol gegebenenfalls »hdestillierl.
Der wesentliche Nachteil dieses Verfahrens liegt in <er Herstellung der praktisch wasserfreien Methylolmelamine. Bei der Entwässerung durch azeotrope !Destillation werden sehr große Mengen an entsprechendem organischem Lösungsmittel gebraucht, die in geeigneter Weise wieder zurückgewonnen werden müssen. Zur Sprühtrocknung andererseits sind sehr aufwendige Vorrichtungen erforderlich.
Ls ist weiterhin bekannt, die Verälheruiig der Methylolmelamine mit überschüssigem Alkohol und sauren Katalysatoren in Gegenwart von Wasser durchzuführen. Solche Verfahren sind aber nur bei Penta- bis Hexa-melhylolmelamin überhaupt durchführbar, und auch bei diesen höher methylolierten Produkten ist eine sehr sorcfältisie Verfahrenssteuerung erforderlich, um eine unerwünschte Weiterkondensation der Methylolmelamine zu verhindern. Bei Methylolmelamine!!, die je Mol Melamin 4 oder weniger Methylolgruppen enthalten, ist ein solches Verfahren praktisch überhaupt nicht durchführbar, da diese Produkte bei Säurezusatz rasch weiterkondensieren und dadurch zu
ία mehr oder weniger wasserunlöslichen Produkten führen.
Ls wurde nun gefunden, daß man wass·- -suche, verätherle Methylolmelamine in einfacher W- duich Umsetzung von 1 Mol Melamin mit 2 bis 6 Mol Formaldehyd in Gegenwart von Alkali und anschließender saurer Veretherung mit einem überschüssigen, .:!dingen, einwertigen, aliphatischen Alkohol und anschließender Neutralisation und gegebenenfalls Abdesiillieien des überschüssigen, einwertigen Alkohols hcistellen kann, wobei das Veifahren dadurch gekennzeichnet ist, daß man den Formaldehyd in Form von ParaformaWehyd einsetzt und die Umsetzung irr Gegenwart von 0,4 bis !.2 Mol eines 2- oder 3wertigen Alkohols mit insgesamt 2 bis 6 kohlenstoffatomen durchführt, bis eine opaleszente bis klare Lösung entsieht, wobei bis zu 60 Gewichtsprozent des 2- oder 3wenigen Alkohols gegen die mindestens gleiche Menge des bei der Veretherung verwendeten einwertigen Alkohols ausgetauscht werden können und unmittelbar anschließend nach Zusatz des einwertigen Alkohols verätheri.
Der 2- oder 3weriige Alkohol mit insgesamt 2 bis 6 C-Atomen wird vorzugsweise in Mengen von 0.7 bis 1.1 MoI je Mol Melamin verwendet. /Ms solche Po'valkohole seien beispielsweise genannt: Athylenglykol, Diäthylenglykoi. Propylenglykol, Diprop\lenglvkol, Butylenglykol .:nd Glycerin. Bevorzugt *.ird Äthvlenglvkol eingesetzt. Line besonders bevorzugte Arbeitsweise des erlindungsgemäßcn Verfahrens besteht darin.
daß 10 bis 50 Gewichtsprozent der genannten Polyalkohole gegen den zur Verätherung eingesetzten niedrigen, einwertigen, aliphatischen Alkohol in etwa doppelter Gcwichismenge ausgetauscht werden. Die dabei eingesetzte Menge an niedrigem Alkohol kann also durchaus die Menge des ersetzten Polyalkohols übersteigen, denn dadurch wird ein dünnflüssigeres und damit leaktionsfähigeres System erhallen.
Bei der Umsetzung von Melamin mit Paraformaldehyd in den genannten Polyalkohole!! weiden als Alkali insbesondere Natrium- oder Kaliumhydro>id sowie Alkalicarbonate verwendet. Es isl jedoch auch möglich organische Basen, insbesondere niedrige Trialkanol- oder Trialkylamine, z. B. Triälhanolamin oder Triäthylamin zu verwenden. Der pH-Wert, gemessen nach Verdünnung von 1 Teil des Reaktionsgemisches mit 10 Teilen Wasser soll über S, insbesondere bei 8,5 bis 10 liegen. Nach Einstellung des pll-Wcrtes wird das Reaktionsgemisch auf Temperaturen von vorzugsweise über 80 C, insbesondere 85 bis 100 C erhitzt. Die Methylolierungstemperatur soll jedoch 140 C möglichst nicht überschieitcn. Bei der erwünschten Reaklionstcmperaiur, insbesondere bei 85 bis KX) C wird das Gemisch so lange belassen, bis es annähernd klar geworden ist. Sobald eine fast klare Lösung vorliegt, wird unmittelbar anschließend der niedrige, einwertige, aliphalischc Alkohol zugegeben. Als Alkohol kommen Jabci Methanol und Äthanol in Betracht, während Propanol weniger gut geeignet ist.
Besonders bevorzugt wild Methanol verwendet, wobei es jedoch voi teilhaft ist, das Reaktionsgemisch vor der Zugabe desselben auf Temperaturen \on unter 85 C abzukühlen, um einen Verlust an Alkohol durch Verdampfen desselben bei der Zugabe zu vermeiden. Die Menge des zur Verätherung verwendeten Alkohols soll mehr als 6 Mol je Mol Melamin, insbesondere 8 bis 20 Mol je Mol Melamin betragen. Somit wird bei niedrigen methylolicrten Methyiolmelaminen im allgemeinen ein größerer Überschuß verwendet, als bei den hochmethylolierten Meihylolmelaminen. Nach Zugabe des Alkohols wird mittels einer mittelstarken bis starken Säure der pH-\Ven (gemessen bei einer Verdünnung von 1 Teil des alkoholischen Reaküonsgemisches mit ]0 Teilen Wasser) auf einen solchen von unter 6.5, insbesondere auf c;nem pH-Wert von 4,5 bis 6,2 eingestellt. Als Säuren werden vorzugsweise starke oder mittelstarke anorganische Säuren wie Salzsäure, Schwefelsäure oder Phosphorsäure verwendet. Jedoch können auch starke bis mittelstarke organische Säuren wie Maleinsäure, Monochloressigsäure, Trichloressigsäure oder Dicarbonsäuren mit insgesamt 2 bis 5 Kohlenstoffatomen mit gutem Erfolg \erwendet werden. Die Verätherung erfolgt bei etwa 50 bis 80 C so lange, bis ein klares bzw. opaleszenies Produkt entstanden ist. was für gewöhnlich 5 bis 25 Minuten dauert. Abschließend wird das Reaktionsgemisch auf einen pl I-Wert \on 7.2 bis X.5 (gemessen ebenfalls nach Verdünnung 1 : 10 mit Wasser) eingestellt und eventuell der überschüssige Alkohol abdeslillicn.
Das erlindungsgemäl.ie Verfahren zeichnet sich vor allem dadurch aus. dall die Meihvlolierung in Abwesenheit von Wasser erfolgt und dadurch insbesondere auch Methylolmelamine, die je Mo! Melamin 4 oder weniger Mol formaldehyd in Form von Melhvjolgruppen gebunden enthalten, ohne Trocknung in die entsprechenden wasserlöslichen verätherien Methylolmelamine überführt werden können. Dementsprechend ist die Herstellung vcrätherlcr Di- bis Tctramcthylolmelamine nach dem erlindungsgeniältan VerfaLien besonders bevorzugt. Bei den hochmc'hylolicrtcn Verbindungen ist hervorzuheben, daß bei dem crlindungsgemälien Verfahren nur ein geringerer Überschuß an zur Veretherung verwendetem Alkohol benötigt wird, als bei dem bekannten ohne Zwischentrocknung durchgeführten Verätherungsv erfahren. Schließlich liegt ein besonderer Vorteil des crlindungsgemäßen Verfahrens darin, daß der durch Abdeslillieren zurückgewonnene Alkohol praktisch wasserfrei erhalten wird und deshalb sofort wieder verwendet weiden kann.
Es war nicht vorherzusehen, daß es durch Verwendung der genannten Polyalkohole in den genannten Mengen möglich ist, die Umsetzung von Melamin mit Paraformaldehyd und Alkali als Katalysator in so einfacher und rascher Weise durchzuführen. Das vorliegende Verfahren ist dabei um so überraschender, als es nicht möglich ist, die Methylolierung des Melamins mil Paraformaldehyd in den zur Verätherung verwendeten einwertigen, aliphatischen, niedrigen Alkoholen durchzuführen, denn wie Verglcichsversuchc gezeigt liaben, ist die Reaktionsgeschwindigkeit von Melamin mit dem Paraformaldehyd in Gegenwart der einwertigen Alkohole bei Verwendung von Alkalien als Katalysator so niedrig, daß bei dem z.ur vollständigen Umsetzung erforderlichen langen Erhitzen eine Weiterkondensation der gebildeten Methylolverbindungen unvermeidbar bleibt. Trotz der niedrigen Reaktionsgeschwindigkeit in dem einwertigen, niedrigen Alkohol ist es aber möglich, bis zu 60 Gewichtsprozent des Polyalkohols gegen den zur Verätherung verwendeten Alkohol auszutauschen. Es muß dabei als besonders überraschend angesehen werden, daß gerade der Austausch eines Teiles des Polyalkohols gegen den die Reaktionsgeschwindigkeit von Melamin mit Paraformaldehyd beeinflussenden Alkohol als besonders bevorzugte Veifahrensweise in dem erfindungsgemäßen
ίο Verfahren zu betrachten ist, da bei vollständigem Austausch des Polyalkohole hochkondensierte, wasserunlösliche Produkte entstehen.
Die erhaltenen verätherten Methylolmelamine werden den üblichen Verwendungszwecken zugeführt.
So dienen sie insbesondere zur Knitterfreiausrüstung von Textilien aus Cellulosefaser:!, als Griff gebende Mittel bei der Ausrüstung von Materialien aus Synthesefasern, z. B. Flächengebilde aus Polyamid- oder Polyesterfasern, oder auch als Zusatzprodukte für Klebstoffmassen.
Beispiel I
In einem mit Rührer. Thermometer und Rückflußkühler versehenen 2-Liter-Dreihalskolbcn werden 150 g Äthylenglykoi, 252 g Melamin und 190 g Paraformaldehyd (96" ,ig) vorgelegt und der pH-Wert mit 1 ml 25"„iger Natronlauge auf 9.0 (gemessen nach Verdünnung von ] Teil des Reaktionsgrmisches mit 10 Teilen Wasser) eingestellt. Die Temperatur wird rasch auf 95 C gesteigert und das Reaktionsgemisch 20 Minuter, bei dieser Temperatur belassen. Nachdem ein fast klare·. Produkt erhalten worden ist. wird dasselbe auf KO C abgekühlt Lind mit 640 g Methanol versetzt. Danach wird der pH-Wert mit 8 ml konzentrierter Salzsäure auf einen pH-Wert von 6.2 (gemessen nach Verdünnung 1 : 10 mit Wasser) eingestellt und 12 Minuten bei 60 C vcräthert. Nach dem Neutralisieren auf pH 7,8 mit 25'„iger Natronlauge wird der überschüssige Alkohol abdestillierl und ein klares.
wasserlösliches Produkt erhalten, das in jedem Verhältnis mit Wasser verdünnbar ist.
Besonders vorteilhaft ist es. wenn etwa 20",, des Äthylcnglykols gegen 60 g Methanol ausgetauscht werden und dann das Melamin in der angegebenen
(5 Weise melhyloliert wird.
Beispiel 2
In einem 2-Liter-Dreihalskolben wird ein Gemisch aus 110 g Äthylenglykoi, 90 g Methanol, 252 g MeI-am in Lind 145 g Paraformaldehyd (96"„ig) mit 1 ml 25"„iger Kalilauge auf einen pH-Wert von 9,0 (gemessen nach Verdünnung 1 : 10 mit Wasser) eingestellt. Dieses Reaktionsgemisch wird rasch auf Rück-IluIJ erhitzt (etwa 86 C) und bis zum Erhalt einer praktisch klaren Lösung bei dieser Temperatur gerührt (etwa 5 bis 8 Minuten). Nach Abkühlen auf 70 C werden 640 g Methanol zugefügt, der pH-Wert mit konzentrierter Salzsäure auf 5,3 (gemessen nach Verdünnung 1 : 10 mit Wasser) eingestellt und bei 60 C etwa S Minuten veräthert. Das Reaklionsgemisch wird abschließend neutralisiert (pH 8,5), der überschüssige Alkohol abdestillierl und dabei ein opales, wasserlösliches Produkt erhalten, das mit Wasser in jedem Verhältnis verdünnbar ist.
B e i s ρ i e I 3
In einem mit Rührer und Thermometer versehenen 2-Liter-Becherglas wird ein Gemisch aus 150 g Glyce-
rin, 252 g Melamin und 313 gParalormaldehyd(l)6°„ig) mit 5 ml Triäthanolamin auf einen pH-Wert von etwa 8,5 (gemessen nach Verdünnung eines Teiles des Reaktionsgemisches mit 10 Teilen Wasser) eingestellt. Das Gemisch wird dann rasch auf etwa 95 C erhitzt und nach etwa 20 Minuten ein fast klares Produkt erhalten. Anschließend läßt man das Reaktionsgemisch auf etwa 75CC abkühlen, gibt 640 g Methanol zu, stellt den pH-Wert mit Maleinsäure auf 5,6 ein (gemessen nach Verdünnung 1 : 10 mit Wasser) und veräthert etwa 12 Minuten bei etwa 60 C. Nach Neutralisation (pH 7,6) mit 25','u'ger Natronlauge und Abdestillieren des überschüssigen Alkohols wird ein praktisch klares, wasserlösliches und mit Wasser beliebic verdünnbares Produkt erhalten.
In entsprechender Weise kann bei Einsatz von 360 g Paraformaldehyd in der ersten Stufe und gleicher Menge Methanol bei der Veretherung in der zweiten Stufe ein wasserlösliches, veräthertes Hexamethylolmelamin hergestellt werden.
An Stelle der Maleinsäure kanr zum Ansäuern in der zweiten Stufe auch z. B. Bernsteinsäure verwende! werden.
Beispiel 4
In einem mit Thermometer, Rückflußkühler und Rührer versehenen 2-Liter-Dreihalskolben wird ein Gemisch aus 150 g Diäthylenglykol, 252 g Melamin und 250 g Paraformaldehyd (96°oig) mit 1,5 g wasserfreiem Soda auf einen pH-Wert von etwa 9 (gemessen nach einer Verdünnung 1 : 10 mit Wasser) eingestellt und nach Erhitzen auf 120 C 15 Minuten bei dieser Temperatur gerührt. Das erhaltene klare Reaktionsprodukt läßt man auf etwa 90cC abkühlen, gibt 1100 g Äthylalkohol zu, stellt den pH-Wert mit 3 g Trichloressigsäure auf etwa 5,5 (gemessen nach einer Verdiinnung 1 : 10 mit Wasser) ein und veräthert bei etwa 50' C etwa 20 Minuten. Das erhaltene ReaLtionsgemisch wird dann neutralisiert, der überschüssige Alkohol unter vermindertem Druck abdestilliert und ein opaleszentes, wasserlösliches und mit Wasser beliebig verdünnbares Produkt erhalten.
Zu einem gleich guten verätherten Tetramethyiol-
melamin gelangt man, wenn 50% des Diäthylcnglykols gegen 120 g Äthylalkohol ausgetauscht werden. Die Methylolierung der ersten Stufe kann dann bei 90 bis
ίο 100 C vorgenommen werden.
Beispiel 5
In einem mit Rührer und Thermometer bestückten Becherglas wird ein Gemisch aus 140 g Propandiol-(l,2), 252g Melamin und 190g 96%igem Paraformaldehyd durch Zugabe von Triäthylamin auf einen pH-Wert von 10,0 (gemessen nach Verdünnung 1 : 10 mit Wasser) eingestellt und nach Erwärmen auf 100L C etwa 15 Minuten bei dieser Temperatur gerührt. Das erhaltene Reaklionsgemisch wird mit !450 g Propanol und halbkonzentrierter Schwefelsäure vei- setzt (pH-Wert 5,8 nach Verdünnung 1: 10 mit Wasser) und bei etwa 65"C die Verätherung des gebildeten Methylolmelamins vorgenommen. Nach üblicher Neutralisation erhält man ein wasserlösliches, praktisch klares Produkt.
Beispiel 6
Es wird entsprechend Beispiel 4 gearbeitet, wobei jedoch in der ersten Stufe als Polyalkohol 230 g Dipropylenglykol der Formel
CH3 — CH — CH2 — O - CH2 — CH — CH3
OH
OH
und zur Einstellung des pH-Wertes 25%ige Natronlauge verwendet werden, so erhält man ebenfalls ein klares, wasserlösliches Produkt.

Claims (4)

Palentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung wasserlöslicher, verälherter Methylolmelamine durch Umsetzung von 1 MoI Melamin mit 2 bis 6 Mol Formaldehyd in Gegenwart von Alkali 'Mid anschließender saurer Verätheriing mit einem überschüssigen, niedrigen, einwertigen, aliphatischen Alkohol und anschließender Neutralisation und gegebenenfalls Abdestillkren des überschüssigen, einwertigen Alkohols, dadurch gekennzeichnet, dai' man den Formaldehyd in Form von Parafornialdehvd einsetzt und die Umsetzung in Gegenwart von 0.4 bis 1,2 Mol eines 2- oder jwertk-en Alkohols mit insgesamt 2 bis 6 Kohlenstoffatomen durchführe bis eine opalcszenie bis klare Lösung entsteht, wobei bis /u dl) Gewichtsprozent des 2- oder 3werügen Alkohols gegen die mindestens gleiche Menge des bei der Veretherung verwendeten einwertigen Alkohols ausgetauscht werden können, und unmittelbar anschließend nach Zusatz des einwertigen Alkohols verälhert.
2. Verfahren nach Patentanspruch !. dadurch gekennzeichnet, dal/. Ü.7 bis 1.1 Mol eines 2- oder 3wertigen Alkohols mit insgesamt 2 bis 6 kohlenstoffatomen verwendet werden.
3. Verfahren nach Patentanspruch 1 und 2. dadurch gekennzeichnet, dall Äthvlenglykol als PoIvalkohol verwendet wird.
4. Verfahren nach Patentanspruch I bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß H) bis 50 Gewichtsprozent des 2- oder 3werligen Alkohols gegen die etwa doppelte Gcwichtsmcnge des zur Veretherung verwendeten niedrigen, einwertigen Alkohols ausgetauscht werden.
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