AT234629B - Mittel zur Erzielung waschbeständiger Appreturen - Google Patents

Mittel zur Erzielung waschbeständiger Appreturen

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Mittel zur Erzielung waschbeständiger Appreturen 
Es wurde gefunden, dass durch übliche saure Verätherung von Dimethylolharnstoffen mit 2-oder mehrwertigen aliphatischen Alkoholen und Methanol oder Äthanol und Weiterpolymerisation durch Erhit- zung bis zur Bildung von opaleszent wasserlöslichen Produkten Appreturmittel entstehen, welche Texti- lien aus Cellulose oder   Regeneratcellulosefasern   weitgehende waschbeständige Fülle verleihen. Die Pro- dukte werden mit den üblichen säurespendenden Härtungsmitteln angewendet und bei Benutzung von Am- moniumsalzen ist keine Nachkondensation des Textilmaterials nötig, während Salze mehrwertiger Metalle zweckmässig eine Nacherhitzung der behandelten Textilien während einiger Minuten auf 130-1500 erfordern. 



   Die Produkte werden je nach dem gewünschten Griff in Mengen von 20 bis 250 g einer   501eigen   Lösung je Liter angewandt. 



   Als mehrwertige aliphatische Alkohole kommt Glykol und Glycerin in Frage, aber auch höherwertige, wie Glukose, Sorbit, Pentaerythrit und Mono- oder Disaccharide sind geeignet. Unter   Dimethylol-   harnstoff werden Umsetzungsprodukte von 1 Mol Harnstoff mit   l,   8-2, 5 Mol Formaldehyd verstanden. Das Mengenverhältnis zwischen dem Dimethylolharnstoff und dem mehrwertigen Alkohol schwankt zwischen 1 Mol je 1, 7-2,5 Mol der OH-Gruppen der mehrwertigen Alkohole. Methanol oder Äthanol wird in Mengen von 0, 6-1, 7 Mol je Mol Dimethylolharnstoff verwendet. 



   Man kann die Verätherung des Methylolharnstoffs in An- oder Abwesenheit von Wasser vornehmen, in letzterem Falle empfiehlt sich die Mitverwendung von organischen Lösungsmitteln. 



   Es ist zwar schon bekannt, Aminotriazine mit Formaldehyd und mehrwertigen Alkoholen umzusetzen und die erhaltenen Produkte unter anderem als Appreturmittel zu verwenden. Abgesehen von dem wesentlich höheren Rohstoffpreis der Aminotriazine haben die erfindungsgemäss hergestellten Umsetzungsprodukte der Methylolharnstoffe noch die Vorteile der besseren Flotten- und Lagerbeständigkeit und der weitgehenden Wärmeunempfindlichkeit der Behandlungsflotten. 



   Ausserdem verändern sie die Lichtechtheit von mit substantiven und reaktiven Farbstoffen gefärbten Textilien weniger und selbst bei Verwendung von Ammoniumsalzen als Härtungsmittel tritt keine Fischgeruchbildung auf, eine Gefahr, welche bei der Verwendung der entsprechenden Melaminumsetzungsprodukte gegeben ist. 



   Beispiel 1 : Es werden   1200g (12Mol) 30% ige   Formalinlösung, welche   mit Triäthanolamin auf   ein PH von zirka 7, 5 gestellt wurde, mit 300 g Harnstoff (5 Mol) versetzt. Durch Abdestillieren von 560 g Wasser bei normalem Druck wird eine Konzentrierung und die Vorkondensation zu Dimethylolharnstoff erreicht. Nach Zugabe von 400 g einer zirka   80% gen   wässerigen Glukoselösung und zirka 160 g Methanol wird mit 7 g   36% niger   Salzsäure sauer eingestellt und durch Behandlung bei 60-700 zunächst ver- äthert und durch weitere Behandlung bei dieser Temperatur in dem sauren Medium   weiterpolymerisiert.   Der Endpunkt der Polymerisation ist erreicht, so bald eine neutralisierte Produktprobe in Wasser stark opaleszent löslich ist und das Produkt selbst eine hohe Viskosität aufweist.

   Es wird mit Natronlauge auf ein PH von 7, 8 bis 8. 0 eingestellt und durch. Zugabe von zirka 200 g Wasser etwas verdünnt. 



   Zellwolle bzw. Baumwolle wurde mit den unten angegebenen Farbstoffen in etwa Hilftypenstärke 

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 ausgefärbt und anschliessend ausgerüstet mit a) 100 g/l des zirka   50% igen Harnstoffüllharzes und   
 EMI2.1 
 b) 100 g/l eines zirka   50% gen   in gleicher Weise hergestellten Melaminfüllharzes und   3 gel   Ammoniumchlorid. 



   Die Ausrüstung erfolgte wie üblich mit einer Kondensation während 4 min bei 1400 C. Bei der Be- lichtung der gefärbten und ausgerüsteten Gewebe auf dem Xenotest ergaben sich die nachstehend zusam- mengestellten Lichtechtheitsnoten (Blauskala 1-8,8 = beste Lichtechtheit). 
 EMI2.2 
 
<tb> 
<tb> 



  Gewebe <SEP> Farbstoff <SEP> Flotte <SEP> 
<tb> a) <SEP> b)
<tb> Baumwolle <SEP> Siriuslichtblau <SEP> GL <SEP> 4-5 <SEP> 3
<tb> Zellwolle <SEP> Siriuslichtorange <SEP> 3 <SEP> R <SEP> 4-5 <SEP> 3-4
<tb> Baumwolle <SEP> Remazolbrillantvioiett <SEP> 5 <SEP> R <SEP> 4 <SEP> 2-3 <SEP> 
<tb> 
 
 EMI2.3 


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