DE2000636B2 - Cyclopropancarbonsäureester, Verfahren zu deren Herstellung und insektizide Zubereitungen - Google Patents
Cyclopropancarbonsäureester, Verfahren zu deren Herstellung und insektizide ZubereitungenInfo
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Description
worin X ein Chlor- oder Bromatom ist und die Reste R1 und R2 die vorstehende Bedeutung besitzen,
umsetzt.
umsetzt.
3. Insektizide Zubereitungen, gekennzeichnet durch einen Gehalt an einem Cyclopropancarbonsäureester
gemäß Anspruch 1 neben üblichen Trägern, Streckmitteln, Hilfsmitteln, synergistisch
wirkenden Mitteln und anderen üblichen insektiziden Ingredientien.
2—CR'=CR2 —CH2-O-C-R-'
O (I)
worin einer der Reste R1 und R2 Chlor oder Wasserstoff,
κι der andere der Reste R1 und R2 Chlor und Ft3 einer der
beiden nachfolgenden Reste
I)
oder
CHj-C=CH-CH C1H-
HjC CHj
O,
CHj — C CH-
CHj — C CH-
/ \
HjC CHj
HjC CHj
ist, sowie ein Verfahren zu deren Herstellung und Insektizide Zubereitungen.
Es ist ein Gegenstand der vorliegenden Erfindung, neuartige Cyclopropancarbonsäureester zur Verfügung
zu stellen, die eine signifikante insektizide Wirksamkeit, schnelle paralytische Wirkung, geringe Säugetiertoxizität
und gute Witterungsbeständigkeit aufweisen, und die ferner aus leicht verfügbaren Materialien mittels
einfacher Verfahren unter geringem Kostenaufwand hergestellt werden können.
Die Verbindungen der vorliegenden Erfindung der allgemeinen Formel I haben ausgezeichnete biologische
Eigenschaften. Beispielsweise ist die Wirkung von einer der vorliegenden Verbindungen, nämlich von 2,2-Dime-
thyl-S-isobutenylcyclopropancarbonsaure-S-chloM-phenyl-2-buten-l-yl-ester,
auf Stubenfliegen fünf- bis zehnmal größer als die der Pyrethrine, von Allethrin und
Tetrahydrophthalimidmethylchrysanthemat. Sogar eine Dosis von 40 g pro kg Körpergewicht Maus des oben
angegebenen erfindungsgemäßen Esters ergab keinen Todesfall. Es wurde festgestellt, daß die akute Toxizität
des Esters bei der Maus niedriger als '/·«>
der Toxizität von Allethrin ist.
Weiterhin haben die Ester der vorliegenden Erfindung eine sehr einfache chemische Konstitution und
enthalten keine Schwierigkeiten bildenden Gruppen, wie Cyclopentenon, 1,2-Dicarboximid und Furanringe,
die in den bekannten Pyrethroiden vorhanden sind. Die erfindungsgemäßen Verbindungen weisen daher eine
gute Stabilität auf und erfordern keine komplizierten Herstellungsverfahren.
Das erfindungsgemäße Verfahren zur Herstellung der Verbindungen der allgemeinen Formel (ist dadurch
gekennzeichnet, daß man in an sich bekannter Weise
2,2-DimethyI-3-isobutenylcyclopropancarbonsäure
oder 2,2,3,3-Tetramethylcyclopropancarbonsäure oder ein funktionelles Derivat dieser Säuren, wie das
oder 2,2,3,3-Tetramethylcyclopropancarbonsäure oder ein funktionelles Derivat dieser Säuren, wie das
Halogenid oder Anhydrid, mit einem Phenylalkenderivat wie einem Phenylalkenol der allgemeinen Formel II
-CH2-CR1= CR2- CH2OH (II)
oder einem Phenylalkenylhalogenide der allgemeinen
Formel III
CR'=CR2—CH,X
(III)
worin X ein Chlor- oder Bromatom ist und die Reste R1
und R2 die vorstehende Bedeutung haben, umsetzt.
Die Verbindungen III der allgemeinen Formel können durch eine Meerwein-Arylierungsreaktion aus
einem Aryldiazoniumhalogenid und einem Dien, wie 2-Chlor-l3-butadien (Chloropren) und 23-Dichlor-l,3-butadien, hergestellt werden und sind stabil.
Die Verbindung der allgemeinen Formel II kann leicht aus der Verbindung der allgemeinen Formel III
erhalten werden.
Für das Veresterungsverfahren kann das Phenylalkenol der allgemeinen Formel II unter Wasserabspaltung
mit der entsprechenden Cyclopropancarbonsäure kondensiert, mit dem Säureanhydrid umgesetzt oder mit
dem Cyclopropancarbonsäurehalogenid, wie dem -chlorid und -bromid, kondensiert werden. Das Phenylalkeny!halogenid der allgemeinen Formel III kann mit der
Cyclopropancarbonsäure oder einem Salz derselben in einem basischen Kondensierungsmittel, oder auch ohne
ein solches, kondensiert werden.
Die neuen Ester der vorliegenden Erfindung können zur Verhütung von Epidemien in ähnlicher Weise wie
die Pyrethrine und ihre synthetischen Verwandten verwendet werden. Jedoch läßt die höhere insektizide
Wirksamkeit, die geringere Toxizität gegenüber Säugetieren und die bessere Widerstandsfähigkeit gegenüber
Witterungsbedingungen zusammen mit ihren wirtschaftlichen Vorteilen etwarten, daß die vorliegenden
Ester eine weitergehende Verwendung im Haushalt und in der Industrie finden.
Gegenstand der Erfindung sind auch insektizide Zubereitungen, gekennzeichnet durch einen Gehalt an
einen Cyclopropancarbonsäureester gemäß Anspruch 1 neben üblichen Trägerstoffen, Streckmitteln bzw.
Hilfsmitteln, synergistisch wirkenden Mitteln und anderen üblichen Insektiziden Ingredientien.
Die Herstellung von Insektiziden Zubereitungen erfolgt nach bekannten Verfahren. Sie können beispielsweise in Form von Stäubemitteln, Granulaten, Moskitowendeln, als netzbare Pulver, Lösungen, Emulsionen
und Aerosole dargeboten werden. Die Konzentration der Verbindung der vorliegenden Erfindung in der
Insektiziden Zubereitung kann je nach den Insekten, die bekämpft werden sollen, dem Anwendungsverfahren
und der gewünschten Wirkung, weitgehend im Bereich von 0,05 bis 10 Gewichtsprozent variieren, wobei dieser
für die bekannten Pyrethroide üblich ist, oder es können die vorliegenden Verbindungen im Hinblick auf ihre
größere Wirksamkeit in viel geringerer Konzentration eingesetzt werden.
Die nachfolgenden Beispiele erläutern die vorliegende Erfindung.
Eine Lösung aus 3,7 g 3-Chlor-4-phenyl-2-buten-l-ol, 3,4 g 2,2-Dimethyl-3-isobutenylcyclüpropancarbonsäure
und 0,05 g p-Toluolsulfonsäure in 50 ml Toluol wird
unter Rückfluß erhitzt, um das gebildete Wasser azeotrop zu entfernen. Nachdem die theoretische
Menge an Wasser entfernt worden ist (wozu ungefähr 16 Stunden notwendig sind), wird das Reaktionsgemisch
gekühlt, nacheinander mit wässerigem Natriumcarbonat und Wasser gewaschen und über wasserfreiem
Magnesiumsulfat getrocknet Das Lösungsmittel wird dann abgedampft und der Rückstand unter vermindertem Druck destilliert Man erhält 5,4 g 2,2-Dimethyl-3-isobutenylcyclopropancarbonsäure-S-chloM-pheny!^-
buten-1-yl-ester; Siedepunkt 138° bis 140°C/0,20 Torr;
HS' = 13300.
Analyse für C20H25O2Cl:
Berechnet: C 72,14%, H 7,57%;
gefunden: C 71,95%, H 7,31%.
Ein Gemisch aus 4,0g l,3Dichlor-4-phenyl-2-buten und 4,1 g des Kaliumsalzes der 2,2,3,3-Tetramethylcyclopropancarbonsäure und 30 ml Isopropanol wird 18
Stunden lang unter Rückfluß erhitzt. Das Isopropanol wird entfernt und der Rückstand in 50 ml Wasser
gegossen. Das Gemisch wird mit Äthyläther extrahiert und die ätherische Lösung gewaschen, getrocknet und
destilliert. Man erhält 4,9 g 2,2-3,3-tetramethylcycIopro-
pancarbonsäure-S-chloM-phenyl^-buten-1 -yl-sster;
Siedepunkt 124° C/0,10 Torr; nf = 1,5252.
Berechnet: C 70,46%, H 7,55%;
gefunden: C 70,21%, H 7,:!7%.
Zu einer Lösung aus 3,7 g 2-Chlor-4-phenyl-2-butenl-ol und 2 ml Pyridin in 30 ml Benzol werden 3,2 g
2,2,3,3-Tetramethylcyclopropancarbonsäurechlorid in 10 ml Benzol tropfenweise bei 0°C zugegeben. Nach
Stehenlassen über Nacht bei Raumtemperatur wird das Gemisch nacheinander mit verdünnter Salzsäure,
Wasser, wässerigem Natriumcarbonat und Wasser gewaschen und dann über wasserfreiem Magensiumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wird abgedampft und
der Rückstand unter vermindertem Druck destilliert. Man erhält 5,6 g 2,2,3,3-Tetramethylcyclopropancarbonsäure-2-chlor-4-phenyl-2-buten-1 -yl-ester; Siedepunkt 128° bis 130°C/0,20Torr;/?.! = 1,5265.
Berechnet: C 70,46%, H 7,55%;
gefunden: C 70,34%, H 7,59%.
Zu einer Lösung aus 3,7 g 2-Chlor-4-phenyl-2-butenl-ol und 2 ml Triethylamin in 30 ml Benzol werden 3,7 g
2,2-Di-methyl-3-isobutenylcyclopropancarbonsäurechlorid in 10 ml Benzol tropfenweise bei 00C zugegeben. Nach Stehenlassen über Nacht bei Raumtemperatur wird das Gemisch nacheinander mit verdünnter
Salzsäure, Wasser, wässerigem Natriumcarbonat und Wasser gewaschen und dann über wasserfreiem
Magnesiumsulfat getrocknet. Das Lösungsmittel wird abgedampft und der Rückstand unter vermindertem
tenylcyclopropancarbonsäure^-chloM-phenyl^-buten-1-yl-ester; Siedepunkt 164° bis 166°C/0,65 Torr;
iJ-3'= 1,5295.
Berechnet: C 72,14%, H 7,57%;
gefunden: C 72,26%, H 7,51%.
Ein Gemisch aus 4,7 g 4-Phenyl-l,2,3-trichlor-2-buten,
3,6 g des Kaliumsalzes der 2,2,3,3-Tetramethyicyclopropancarbonsäure und 70 ml Aceton wird 48 Stunden lang
bei Raumtemperatur gerührt. Das Aceton wird entfernt, der Rückstand in Wasser gegossen, das Gemisch mit
Äthyläther extrahiert und die ätherische Lösung gewaschen, getrocknet und destilliert. Man erhält 6,1 g
2,23,3-Tetramethylcyclopropancarbonsäure-23-dichlor-4-phenyl-2-buten-l-yi-ester; Siedepunkt 144° bis
0= 1,5338.
Berechnet: C 6335%, H 6,50%;
gefunden: C 63,29%, H 6,41%.
Zu einer Lösung von 4,0 g 2,3-Dichlor-4-phenyI-2-buten-l-ol und 2 ml Pyridin in 30 ml Petroläther werden
3,7 g 2,2-Dimethyl-3-isobutenylcyclopropancarbonsäurechlorid in 10 ml Petroläther zugegeben. Nach
Stehenlassen über Nacht bei Raumtemperatur wird das Gemisch gewaschen, getrocknet und destilliert. Man
erhält 6,7 g W-Dichlor^-phenyl^-buten-l-yl^^-dimethylcyclopropancarboxylat; Siedepunkt 157° bis
?= 1,5404.
Berechnet· C 65,40%, H 6,59%;
gefunden: C 65,17%, H 6,55%.
Es folgen Beispiele für insektizide Zubereitungen nach der vorliegenden Erfindung zusammen mit dem
Ergebnis der Prüfung ihrer Insektiziden Wirksamkeit.
0,2 g 2,2-DimethyI-3-isobutenylcyclopropancarbonsäure-3-chIor-4-phenyl-2-buten-l-yl-ester wird in Testkerosin (gerechfreies Kerosin, das mit Bleicherden oder
Aktivkohle gereinigt ist) unter Bildung von 100 ml Lösung gelöst. Auf diese Weise wird eine 0,2gewichts·
prozentige ölzubereitung hergestellt.
0,1 g 2,2-Dimethyl-3-isobutenylcyclopropancarbonsäure-S-chloM-phenyl^-buten-l-yl-ester, 0,1 g AlIethrin und 0,2 g Octachlordipropyläther werden in
Testkerosin zur Herstellung von 100 ml Lösung gelöst. Auf diese Weise wird eine ölzubereitung erhalten.
3 g 2,2-Dimethyl-3-isobutenylcyclopropancarbonsäure-3-chlor-4-phenyl-2-buten-l-yl-ester und 97 g eines
Gemisches aus Diatomeenerde und Kaolin werden gemischt und zu einer 3gewichtsprozentigen Pulverzubereitung zerstoßen.
ίο 20 g 2,2-Dimethyl-3-isobuteny!cyclopropancarbonsäure-3-chlor-4-phenyl-2-buten-l-yl-ester werden in
einer kleinen Menge Xylol gelöst Diese Lösung wird mit einer geeigneten Menge Emulgiermittel gemischt
und dann mit weiterem Xylol zur Herstellung eines
Gesamtvolumens von 100 ml gemischt Auf diese Weise
wird eine 20gewichtsprozentige Emulsion hergestellt
0,2 g 2,2-Dimethyl-3-isobutenyIcyclopropancarbonsäure-S-chloM-phenyl^-buten-l-yl-ester, 0,2 g AHe-
thrin, 4,0 Piperonylbutoxid und 6,0 g Xylol werden gemischt und in einen Aerosolbehälter eingebracht.
Nach Aufsetzen des Ventilteils werden 85 g eines Gemisches von Dichlordifluormethan, Vinylchlorid und
Flüssiggas unter Druck zur Herstellung einer Aerosolzubereitung zugegeben.
Eine Lösung von 1,5 g 2,2-Dimethyl-3-isobutenylcyjo clopropancarbonsäure-3-chlor-4-phenyl-2-buten-1 -ylester in 30 ml Aceton wird gerührt und mit 98,5 g eines
Trägers für einen Moskitowendel gemischt Nach Verdampfen des Acetons wird das Gemisch nach
Zugabe von 100 ml Wasser geknetet, das geknetete r>
Gemisch geformt und getrocknet Auf diese Weise wird eine Zubereitung in Form eines Moskitowendeis
erhalten.
Insektizide Pulver der vorliegenden Verbindungen wurden nach einem örtlichen Anwendungsverfahren auf
das »Pronotum« von erwachsenen Stubenfliegen mit jeder der hergestellten Acetonlösungen geprüft. Die
nachfolgende Tabelle I gibt die LD50 nach 24 Stunden an.
Verbindungen
(Bcispiel-Nr.)
(Bcispiel-Nr.)
(y/Stubenflicgc)
| 2 | 0,21 |
| 5 | 0,62 |
| 1 | 0,097 |
| 6 | 0,16 |
| Allethrin | 0,59 |
| Phthalthrin*) | 1,02 |
*) Tclrahydrophthalimidmcthylchrysanthcmat.
10 g 2,2-Dimethyl-3-isobutenylcyclopropancarbonsäure-S-chloM-phenyl^-buten-l-yl-ester, 85 g eines
Gemisches aus Diatomeenerde und Kaolin und 5 g Netzmittel werden gemischt und zerkleinert. Auf diese
Weise wird eine 15gewichtsprozentige benetzbare Zubereitung hergestellt.
In ähnlicher Weise wie in Beispiel A wurden ölzubereitungen, welche die vorliegende Verbindung in
einer gegebenen Konzentration enthalten, hergestellt. Unter Verwendung einer »Nagasawaw-Nebelabsitzvorrichtung (Bochu Kagaku 18(4), 183 bis 192) wurden
0,5 ml von jeder ölzubereitung mit 1,4 atü versprüht.
Nach 10 Sekunden wurde eine Klappe geöffnet und eine Gruppe von 20 erwachsenen Stubenfliegen dem sich
absetzenden Nebel ausgesetzt. Die Anzahl der herunterfallenden Stubenfliegen wurde im Verhältnis zum
Zeitablauf beobachtet. Nach 30 Minuten wurden die
Stubenfliegen in einen Beobachtungskäfig gegeben, 24 Stunden bei einer Temperatur von 25° bis 27° C
gehalten und die Anzahl der getöteten Fliegen notiert. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle II
zusammengefaßt.
| Ölzubcrcitung | Bemer kungen |
Verhältnis der heruntergefallenen zum Zeitablauf(%) |
!•"liegen | 30 Min. |
Morlalitäts- verhällnis |
KT,,,*) |
| Verbin- Konzcn- dung Iralion |
3 5 10 Min. Min. Min. |
15 Min. |
(%) | |||
| (Beispiel- (%) Nr.) |
||||||
0,5
0,5
1,0
0,16
1,0
0,3
0,5
0,16
0,16
| 46 | 62 | 89 | |
| 66 | 93 | 100 | |
| 7 | 67 | 96 | |
| 46 | 68 | 100 | |
| 19 | 74 | ||
| 38 | |||
| 4 | 56 | 93 | |
| 48 | 65 | 95 | |
| 40 | 59 |
100
100
100
100
') Kl 5,1 = Zeilraum, nach Ablauf dessen 50% der Insekten am Boden liegen.
a: Zugabe von 15 Gewichtsprozent l'ipcronyibutoxid.
h: 0,04% l'yrclhrin und 1,0% l'ipcronylbuloxid.
c: 1,5% Oetachlordipropyliithei.
(I: 0,04%1'hthalthrin.
c: 1,0% Pipcronylbuloxid.
f: 5% Octachlordipropyliithcr.
Emulgierbare Konzentrate mit einem Gehalt von 5% der zu untersuchenden Verbindungen, die nach einem
ähnlichen Verfahren wie in Beispiel E hergestellt worden waren, wurden mit Wasser auf das lOfache
verdünnt. Jeweils 0,5 ml dieser Emulsionen wurden gleichmäßig auf furnierte Platten (10 χ 10 cm) als
Schicht aufgebracht. Unmittelbar nach dem Trocknen der Platten und nach 7, 10 und 18 Tagen wurden 10
männliche und weibliche Stubenfliegen (Musca domestica vicina Macqu.) in Petrischalen den beschichteten
Platten 60 Minuten lang ausgesetzt, um die Zahl der herabfallenden Insekten zu zählen. Dann wurden die
behandelten Insekten in Käfige gebracht und die Mortalität nach 24 Stunden ab dem Ausgesetztsein
beobachtet. Die Platten wurden während der Dauer der restlichen Versuche bei Raumtemperatur unter künstlicher
Beleuchtung {Glühlicht) gehalten. Dieser Versuch wurde dreimal wiederholt. Die Ergebnisse sind in der
nachfolgenden Tabelle III niedergelegt.
| Tiibcllc III | KT,,, | Zcilablaur | 7 Tage | 38 Min. | 10 lage | IK lage |
| Verbindungen | KU, | Unmiltelbar | mich dem Ausgcscl/tsem | |||
| (Bcispicl-Nr.) | KT.,5 | 22 Min. | - | 45 Min. | ||
| Mortalität | 33 Min. | 64 % | - | |||
| 1 | (24 SUI.) | 4()Min. | - | - | ||
| ΚΙ'«, | 100% | IO Min. | 48% | 0 % | ||
| KT„„ | 18 Min. | |||||
| KT.,s | 9 Min. | 21 Min. | NMiii. | 19 Min. | ||
| Morliililii! | 16 Min. | 100% | 24 Min. | 40Miii. | ||
| 2 | (24 Ski.) | 19 Min. | 28 Min. | 50Min. | ||
| 100% | 100% | 67% | ||||
Fortsetzung
Verbindungen
(licispicl-Nr.)
(licispicl-Nr.)
Resmelhrin*)
KTs0
KT.*,
KT.*,
KT.,5
Mortalität
(24 Std.)
(24 Std.)
/eilahlaul"
Unmittelbar 7 l'agc
nach dom Ausgcsel/Isein
K) Min. 14 Min. 16 Min.
100%
I1) Min.
2') Min.
33 Min.
2') Min.
33 Min.
88 %
lage
IX Tage
42 Min.
30 %
0%
*) 2,2-I)inicthyl-J-isi)butcnylcyclo|mipancarbonsäurc-5-bL'n/yl-3-rurylmcthylcster.
Emulgierbare Konzentrate mit einem Gehalt von 5% der zu untersuchenden Verbindungen wurden mit
Wasser auf eine Konzentration von 2,5, 0,5, 0,125 und 0,1 ppm verdünnt. Jeweils 100 ml dieser verdünnten
Emulsionen wurden in einen Plastikbecher mit 9 cm Durchmesser gegossen, in welchem sich 10 Moskitolarven
(Culex pipiens pallens Coquillett) im letzten Verpuppungsstadium befanden, die auf diese Weise von
der Flüssigkeit bedeckt waren. Die Mortalität wurde nach einer Immersion von 24 Stunden beobachtet. Die
5%igen emulgierbaren Konzentrate wurden mit Wasser auf das 40fache verdünnt und bei Raumtemperatur
unter künstlicher Beleuchtung (Glühlicht) gehalten. Nach 11,20 und 31 Tagen, die Emulsionen waren auf die
endgültige Konzentration verdünnt, wurden die Insekten in ähnlicher Weise behandelt, um die Mortalität zu
beobachten, welche die Stabilität der zu untersuchenden Verbindung anzeigte. Der Versuch wurde dreimal
wiederholt. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle IV niedergelegt.
| Libelle IV | Morlalilä | 1(24 Stil | .(,bezeigen | 100 | 100 | aiii' | |
| Verbin | 2,5 | ilen /eil· | ihlaul" | 100 | 100 | ||
| dungen | 0,5 | Unmit | Il | 21 | 100 | 100 | M) |
| (lieispiel- | 0,25 | telbar | Tage | lage | lJ8,2 | 96,3 | lage |
| Nr.) | 0,125 | nach dem Ausgeselzlsein | 84,6 | ,,„ | |||
| 0,1 | 100 | 100 | 100 | 100 | |||
| I | 2,5 | 100 | 100 | K)O | 100 | ||
| 0,5 | K)O | IOD | 100 | 100 | |||
| 0,25 | K)O | 100 | 38,3 | ||||
| 0,125 | 100 | 20,0 | |||||
| 0,1 | K)O | 100 | IOD | 100 | |||
| 2,5 | 100 | 100 | 100 | K)O | |||
| 0,5 | 100 | 100 | 100 | 100 | |||
| 0,25 | 74,4 | 66,7 | 100 | ||||
| 0,125 | 50.0 | - | 100 | ||||
| 0.1 | K)O | 100 | |||||
| Rcsmcihrin | K)O | 1J 5,0 | |||||
| K)O | 76,7 | ||||||
| UJ | |||||||
| 6,7 | |||||||
1 ml einer Acetonlösung mit einem Gehalt von 2 mg der zu untersuchenden Verbindung wurde auf eine
saubere Glasplatte (5 χ 10 cm) aufgebracht und bei Raumtemperatur getrocknet. Die Platte wurde bei
Schönwetter durch die Fensterseite eines Raumes am Nachmittag dem Sonnenlicht ausgesetzt, um die
Photostabilität der zu untersuchenden Verbindung festzustellen. Die Ergebnisse in der nachfolgenden
Tabelle V niedergelegt.
| »ι Veibindungen | Rückgewinnung (%) | 15 | 25 |
| (lieispiel-Nr.) | Zeit der Belichtung | SUl. | SUl. |
| 5 K) | |||
| Stil. Std. | |||
Allelhrin
Resmethrin
Resmethrin
57,4
31,3
31,3
30,8
0
0
56,8
18,0
I)
I)
Die akute Toxizität von 2,2-Dimethyl-3-isobutenylcyclopropancarbonsäure-J-chloM-phenyl-1
-yl-ester wurde durch orale und perkutane Verabreichung an ddY-Mäuse, Wistar-Ratten und Kaninchen beider
Geschlechter überprüft. Jedem Tier wurde eine Einz.eldo.sis dieser Verbindung verabreicht und die
Mortalität während der folgenden 7 Tage beobachtet. Die Ergebnisse sind in der nachfolgenden Tabelle V!
niedergelegt.
Die höchsten Dosierungen dieser Verbindung, 40 und 20 g/kg, welche für orale bzw. perkutane Verabreichung
die technisch an der äußersten Grenze liegenden Mengen darstellen, zeigten bei keinem Tier einen
letalen Effekt.
Die akute orale Toxizität von Allethrin und Resmethrin an der Maus wurde in ähnlicher Weise
überprüft, wobei die I.l>,n-Werte aus der nach dem
Verfahren von Litchfield und Wilcoxson (). Pharmacol. Exptl. Therap., 96, 99 [1949]) erhaltenen Letalität
berechnet wurden. Diese Werte sind folgende:
Allethrin
Resmethrin
(mg/kg)
1020
714
Il
| Tabelle VI | Geschlecht | Verabrei- chungsweg |
I )osis (g/kg) |
Anzahl der Todeslalle Tage nach der Behandlung 12 3 4 5 |
0 | 0 | 0 | 0 | 6 | 7 | /aiii der Todeslalle pro Zahl der hehan ilellen Tiere |
| Tier | männlich | p.o. | 40 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0/10 |
| Mäuse | weiblich | p.o. | 40 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0/10 |
| männlich | p. e. | 40 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0/10 | |
| weiblich | p.c. | 40 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0/10 | |
| männlich | p.o. | 40 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0/10 | |
| Rallen | weiblich | p.o. | 40 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0/10 |
| männlich | p.c. | 20 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0/10 | |
| Kaninchen | weiblich | p.e. | 20 | 0 | 0 | 0 | 0/10 | ||||
Claims (2)
1. Cyclopropancarbonsäureester der allgemeinen J'
Formel \
<^=^-CH,—CR'=CR2 —CH2-O-C-R3
worin einer der Reste R1 und R2 Chlor oder
Wasserstoff, der andere der Reste R1 und R2 Chlor
und R3 einer der beiden nachfolgenden Reste
CHj-C=CH-CH CH-
CH,
CM1
CH,-C CH-
CH,-C CH-
HjC CHj
2. Verfahren zur Herstellung der Cyclopropancarbonsäureester gemäß Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man in an sich bekannter Weise 2,2-Dimethyl-3-isobutenylcyclopropancarbonsäure
oder 2,2,3,3-TetramethylcycIopropanicarbonsäure oder ein funktionelles Derivat dieser Säuren, wie das
Halogenid oder Anhydrid, mit einem Phenylalkenderivat, wie einem Phenylalkenol der allgemeinen
Formel
>-CH2 -CR1=CR2-CH2OH
oder einem Phenylalkylhalogenid der allgemeinen Formel
-CH1-CR1 CR2-CH,X
40
Priority Applications (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| NL7000143A NL7000143A (de) | 1970-01-07 | 1970-01-07 | |
| DE19702000636 DE2000636C3 (de) | 1970-01-07 | 1970-01-08 | Cyclopropancarbonsäureester, Verfahren zu deren Herstellung und insektizide Zubereitungen |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
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Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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Family
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Family Applications (1)
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Families Citing this family (1)
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|---|---|---|---|---|
| DE2326077C2 (de) * | 1972-05-25 | 1985-12-12 | National Research Development Corp., London | Ungesättigte Cyclopropancarbonsäuren und deren Derivate, deren Herstellung und diese enthaltende Insektizide |
-
1970
- 1970-01-07 NL NL7000143A patent/NL7000143A/xx not_active Application Discontinuation
- 1970-01-08 DE DE19702000636 patent/DE2000636C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
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