DE199685C - - Google Patents
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- DE199685C DE199685C DENDAT199685D DE199685DA DE199685C DE 199685 C DE199685 C DE 199685C DE NDAT199685 D DENDAT199685 D DE NDAT199685D DE 199685D A DE199685D A DE 199685DA DE 199685 C DE199685 C DE 199685C
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Classifications
-
- D—TEXTILES; PAPER
- D01—NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
- D01H—SPINNING OR TWISTING
- D01H7/00—Spinning or twisting arrangements
- D01H7/02—Spinning or twisting arrangements for imparting permanent twist
- D01H7/04—Spindles
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Textile Engineering (AREA)
- Spinning Or Twisting Of Yarns (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die vorliegende Erfindung bezweckt, die sich mit hoher Geschwindigkeit umdrehenden
Teile von Spinnereimaschinen, wie.Spindeln, Flügelringe, so zu lagern, daß die Umlauf sgeschwindigkeiten
zu einer das bisher übliche Maß übersteigenden Höhe gesteigert werden
können. Es hat sich gezeigt, daß in den umlaufenden Teilen bei sehr hohen Geschwindigkeiten
zwei verschiedene Arten von radialen Schwankungen auftreten, die die Anwendung
der großen Umlaufsgeschwindigkeiten unmöglich machen. Einmal geraten
nämlich die umlaufenden Teile bei solchen hohen Geschwindigkeiten von etwa 40 000
Umdrehungen in der Minute und darüber in seitliche Schwankungen von verhältnismäßig
großer Schwingungsperiode und ferner ergeben sich innerhalb dieser durch Synchronismus
der Perioden verstärkten Schwankungen noch kleine Schwingungen von sehr kurzer Periode. Die graphische Darstellung
dieser verschiedenen Schwankungen und Vibrationen würde also etwa eine Sinuskurve
ergeben, die indessen nicht glatt verläuft, sondern selbst wieder aus einer Wellenlinie
besteht.
Nun ist es bekannt, zwischen den festen und den umlaufenden Teilen von Spinnereimaschinen
Luft als Schmiermittel einzuschalten. Es ist ferner an sich bekannt, den
festen Lagerteil einer Spindel nach außen federnd abzustützen. Keins von beiden Mitteln
genügt aber, beide Arten von Schwankungen bei hohen Geschwindigkeiten zu verhüten
, also die gewellte Sinuslinie zu einer vollkommen geraden Linie zu strecken. Wendet
man nur Luft als Schmiermittel an, so werden zwar zunächst die kleinen Wellungen
verschwinden, es bleibt aber die Sinuslinie als solche, d. h. der umlaufende Teil vollführt
Schwankungen mit großer Periode. Es hat sich nun weiter gezeigt, daß bei sehr hohen Geschwindigkeiten durch diese großen
Schwankungen abwechselnd eine Verdichtung und eine Expansion der Luft im Luftlager
stattfindet. Dabei schlägt sich die in der Luft enthaltene Feuchtigkeit nieder und füllt
den Zwischenraum zwischen dem festen und dem umlaufenden Teil zum Teil aus. Da
dieser Zwischenraum außerordentlich eng gehalten werden muß, so wird durch die niedergeschlagene
Feuchtigkeit die Luftschicht zerrissen und die Wirkung des Luftlagers hört auf. Es treten also auch wieder die
kurzen Vibrationen auf, so daß also die Anwendung eines Luftlagers allein nicht einmal
auf die Dauer imstande ist, auch nur die kurzen Vibrationen aufzuheben.
Die bloße Anwendung einer federnden Abstützung der Lagerbüchse nach außen durch
einen elastischen Körper, z. B. Gummi, würde zwar die großen Schwankungen beseitigen,
nicht aber die kurzen Vibrationen.
Die vorliegende Erfindung besteht darin, daß zur Herbeiführung der notwendigen Nachgiebigkeit
des Lagers zwischen den festen und den umlaufenden Teil ein elastisches
Schmiermittel, z. B. Luft, eingeschaltet und
außerdem die Lagerbüchse nach außen durch einen elastischen Körper, z. B. Gummi,, abgestützt
ist. Diese Vereinigung der beiden an sich bekannten Mittel soll es ermöglichen, beide Arten von Schwankungen zu beseitigen
und insbesondere auch die Luftschmierung bei sehr hohen Geschwindigkeiten zur Wirkung
zu bringen. Auf diese Weise lassen sich für die Spindeln und Flügelringe Umlaufgeschwindigkeiteri
von mehr als 40 000 Umdrehungen in der Minute erreichen.
Die Zeichnung stellt beispielsweise mehrere Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
dar.
Fig. ι zeigt im Schnitt eine Lagerung für einen mit einer Turbine versehenen Flügelring.
Fig. 2 zeigt ebenfalls im Schnitt eine Lagerung für eine Rohrspindel mit einer besonderen
Antriebsvorrichtung für die Speisewalzen.
Fig. 3 verauschaulicht im Schnitt eine weitere Ausführungsform der Lagerung einer
Rohrspindel mit Antrieb der Speisewalzen.
Fig. 4 und 5 beziehen sich auf Ausführungsformen der Lagerung für eine Kapsel
einer Kapselspinnmaschine.
In der in Fig. ι dargestellten Ausführungsform bezeichnet α ein zylindrisches Gehäuse,
welches genau in die öffnung einer Schiene b einer Maschine eingepaßt ist und auf derselben
vermittels einer Schulter c aufliegt. In diesem Gehäuse befindet sich ein Flügelring
(Ringflieger) in, der mit einer Turbine η versehen
ist. Der obere Teil dieses Gehäuses ist in der Höhe der Turbine mit einer Einlaßkammer
für das Triebmittel versehen, an welche ein Einlaßrohr d angeschlossen ist.
Ein Ring f umgibt die Turbine η und ist mit Düsen e versehen, welche bestimmt sind,
das Triebmittel zu der Turbine zu leiten. Der obere Rand des Flügelringes m ist mit
einem Flansche 0 versehen, welcher derart über der die Turbine enthaltenden Kammer
angeordnet ist, daß das auspuffende Triebmittel auf diesen Flansch wirken kann, um
während der Bewegung des Flügelringes m dem toten Gewicht desselben entgegenzuwirken
und dasselbe auszugleichen.
In dem unteren zylindrischen Teile des Gehäuses α ist ein rohrförmiges Lagerstück h
angeordnet, dessen oberes Ende einen Flansch k besitzt, der auf der Schulter c des Gehäuses
ruht. Dieses Lagerstück h ist nicht drehbar und ist von dem Gehäuse α oben und unten
durch eine elastische Zwischenlage i, z. B. einen Gummiring oder ein anderes elastisches
Mittel, getrennt. Diese Zwischenlage hat den Zweck, die seitlichen Schwingungen des Lagerstückes
h zu dämpfen. Der Flügelring paßt möglichst dicht in das Lagerstück h, so
daß z. B. für einen Ring von 25 cm Durchmesser nur etwa 0,03 bis 0,04 mm freier Raum
sich zwischen dem Lagerstück h und dem Ringflieger m befindet. Auf diesem letzteren
ist ein Zylinder m1 befestigt, welcher den
Flügelring um seine Länge verlängert, zum Zwecke, das Ausfliegen des Fadens aus dem
Flügelring zu verhindern. Am unteren Ende des Ringes m ist innerhalb desselben eine
Fadenführungsöse 69 befestigt.
Die elastische Zwischenlage i kann auch durch eine dünne Luftschicht gebildet sein.
Es würde dann in' diesem Falle das Lagerstück h unmittelbar in das Gehäuse a eingesetzt
werden, wobei der Raum zwischen dem Lagerstück und dem Gehäuse so klein gehalten
wird, daß nur eine geringe seitliche Bewegung ermöglicht wird. Es können auch mehrere mit sehr geringem Luftzwischenraum
zueinander gelagerte Rohre um das Lagerstück h angeordnet werden, um die gewünschte
Bewegungsfreiheit in seitlicher Richtung zu schaffen, welche notwendig ist,
damit ein sich mit großer Geschwindigkeit drehender Ring, der vielleicht nicht vollständig
ausgeglichen ist, sich um seine wirkliche Schwerpunktachse drehen kann.
Fig. 2 zeigt eine Lagerung für eine Rohrspindel, welche aus einem konischen Rohre u
besteht, das auf einem ebenfalls konischen und rohrförmigen Lagerstücke ν drehbar aufgeschoben
ist. Dieses Lagerstück ν ist ver- ; mittels elastischer Zwischenlagen \ an einem
röhrenförmigen Zapfen n> befestigt, welcher mit einem Grundblocke χ der Spindelbank
ein zusammenhängendes Stück bildet, und der unten einen vorspringenden Ring IO trägt.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Lagerung einer Rohrspindel ist in Fig. 3 veranschaulicht.
Ein zylindrisches, oben geschlossenes Rohr u steckt drehbar auf einem röhrenförmigen La- ,
gerstücke v, welches in einer Ausbohrung 33 eines Zapfens vv vermittels elastischer Zwischenlagen
\ festgemacht ist. Das drehbare Rohr u ruht vermittels eines Flansches auf
einer Unterlage 32, welche z. B. aus einem Filzringe bestehen kann.
Die zwei in Fig. 2 und 4 veranschaulichten Rohrspindeln sind auf der Spinnmaschine
je von einem in Fig. 1 gezeigten Flügelring
m umgeben. Der von einer Speisewalze kommende Faden wird durch die öse 69 des
Ringes m hindurchgezogen und auf der auf der Rohrspindel befindlichen Spule befestigt.
Der Flügelring wird durch seine eigene
Turbine η in Drehung versetzt. Mit einer gewissen Nacheilung wird die Rohrspindel
vom Faden ebenfalls gedreht.
Fig. 4 ist ein Längsschnitt durch eine Kapsel 123 einer Kapselspinnmaschine. Diese
Kapsel wird von einem Zapfen 124 der Spindel 133 getragen, der auf dem Boden
einer Kammer des Maschinengehäuses steht. Die Kapsel trägt an ihrem unteren Teile eine
Antriebsturbine 125 und ist in einem zylindrischen Gehäuse α vermittels eines von demselben
durch elastische Zwischenlagen i getrennten röhrenförmigen Lagerstückes h gelagert.
Ein mit einem Halse 128 versehener trichterförmiger, abnehmbarer Deckel 127 ist
vermittels einer Rinne 141 auf einer Rippe 139 der Kapsel befestigt. 130 ist eine Querstange,
welche eine Schraubenfeder 129 trägt, die sich unter der Ausflußöffnung 135 eines
Wasserrohres 134 befindet.
Bei dieser Ausführungsform erhält die Kapsel 123 ihre Bewegung durch die Turbine
125. Das Garn wird von oben der Spindel 133 zugeführt, und zwar durch die
Schraubenfeder 129, von welcher es durch den Hals 128 der Kapsel zur Spindel gelangt.
Das in Fig. 5 gezeigte Ausführungsbeispiel betrifft die Lagerung einer Kapsel 143,
welche in der Mitte als Rohrspindel 142 ausgebildet ist. .
Claims (1)
- Patent-An speuch:Lagerung für die sich mit hoher Geschwindigkeit umdrehenden Teile von Spinnereimaschinen, wie Spindeln, Flügelringe, dadurch gekennzeichnet, daß zur Herbeiführung der notwendigen Nachgiebigkeit des Lagers zwischen den festen und den umlaufenden Teil ein elastisches Schmiermittel, z. B. Luft, eingeschaltet und außerdem die Lagerbüchse nach außen durch einen elastischen Körper, z. B. Gummi, abgestützt ist.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE199685C true DE199685C (de) |
Family
ID=462383
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT199685D Active DE199685C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE199685C (de) |
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1057927B (de) * | 1953-12-29 | 1959-05-21 | Owens Corning Fiberglass Corp | Vorrichtung zum Aufwickeln eines von einer Lieferstelle kommenden Fadenstranges od. dgl. auf eine rohrfoermige Huelse |
| DE1161657B (de) * | 1953-02-12 | 1964-01-23 | Heberlein & Co Ag | Falschzwirnvorrichtung zum Kraeuseln von Kunstfaeden |
| DE1220767B (de) * | 1961-06-02 | 1966-07-07 | Erwin Schenkel Dr Ing | Spinn- oder Zwirnvorrichtung |
-
0
- DE DENDAT199685D patent/DE199685C/de active Active
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1161657B (de) * | 1953-02-12 | 1964-01-23 | Heberlein & Co Ag | Falschzwirnvorrichtung zum Kraeuseln von Kunstfaeden |
| DE1057927B (de) * | 1953-12-29 | 1959-05-21 | Owens Corning Fiberglass Corp | Vorrichtung zum Aufwickeln eines von einer Lieferstelle kommenden Fadenstranges od. dgl. auf eine rohrfoermige Huelse |
| DE1220767B (de) * | 1961-06-02 | 1966-07-07 | Erwin Schenkel Dr Ing | Spinn- oder Zwirnvorrichtung |
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