DE335151C - Wickel- und Zwirnvorrichtung - Google Patents

Wickel- und Zwirnvorrichtung

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DE335151C
DE335151C DE1916335151D DE335151DD DE335151C DE 335151 C DE335151 C DE 335151C DE 1916335151 D DE1916335151 D DE 1916335151D DE 335151D D DE335151D D DE 335151DD DE 335151 C DE335151 C DE 335151C
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    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
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    • D01H7/00Spinning or twisting arrangements
    • D01H7/02Spinning or twisting arrangements for imparting permanent twist
    • D01H7/74Cup or like arrangements
    • D01H7/78Constructions of cups, e.g. spinning boxes

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  • Mechanical Engineering (AREA)
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  • Winding Filamentary Materials (AREA)
  • Sewing Machines And Sewing (AREA)

Description

  • Wickel- und Zwirnvorrichtung. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Zwirn- und Wickelvorrichtung derjenigen bekannten Art, bei welcher ein drehbarer Fadenempfänger vorgesehen ist, der mit einer Fadenunterlage versehen ist, worauf die Fadenmasse aufgeschichtet wird, und bei welcher ein Winde- oder Wickelkopf vorhanden ist, welcher gegenüber dem Fadenempfänger drehbar gelagert ist und so eingerichtet ist, daß er die Fadenmasse in Lagen, welche sich quer zur Drehungsachse erstrecken, aufzuschichten vermag.
  • Bei Maschinen dieser Art besitzt der Winde- oder Wickelkopf gewöhnlich eine Wickelplatte, welche auf der Fadenmasse ruht, wenn diese aufgeschichtet wird, und welche mit einem radial sich erstreckenden Schlitz versehen. ist, in dessen Richtung sich der Fadenführer zu bewegen vermag.
  • Die Erfindung bezweckt eine besonders zusammengedrängte Ausbildung der Vorrichtung und die Ermöglichung, das Verhältnis der Drehgeschwindigkeiten des Fadenempfängers und des Wickelkopfes zueinander beliebig in einfacher Weise zu ändern. -Zur Erreichung dieser Zwecke ist die Anordnung so getroffen, daß von den beiden mit "verschiedenen Geschwindigkeiten anzutreibenden Teilen der Vorrichtung (Fadenempfänger und Wickelkopf) der eine durch Vermittlung eines Schneckenrades angetrieben wird, welches in Eingriff mit einer Schnecke steht, die auf einer den Wickelkopf achsial durchsetzenden Welle angeordnet ist. Wenn man bei dieser Anordnung der Schneckenwelle einen selbständigen_AntrIeb gibt, dann kann man die Drehgeschwindigkeit des Schneckenrades beliebig verändern und auf diese Weise das Verhältnis zwischen den Drehgeschwindigkeiten der beiden von einer Stelle aus angetriebenen Teile der Vorrichtung beliebig einstellen. Die Sicherung einer gleichmäßigenFadenspannung während der ganzen Fadenwicklung erfolgt bei der beschriebenen Anordnung zweckmäßig dadurch, daß die dazu dienenden Fadenführer und Fadenspanner an horizontal gelagerten Schwingwellen angebracht werden, so daß sich ihre Schwingbewegung in radialer Richtung vollzieht. Damit auch die Aufschichtung der Fadenmasse stets unter passendem Druck erfolgt, wird die Fadenunterlage verschiebbar im Fadenempfänger, aber in -Reibungseingriff mit ihm stehend angeordnet.
  • Die Erfindung ist auf den Zeichnungen veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. z einen senkrechten Schnitt durch eine Ausführungsform der neuen Wickel= und Zwirnvorrichtung. -Fig. a ist ein Querschnitt nach der Linie a-a der Fig. i. -Fig. 3 ist ein Querschnitt nach der Linie b-bder Fig, i in größerem Maßstabe.
  • Fig. d ist eine Einzelansicht des Differentialgetriebes, durch welches dieVerdrehung des Wickelkopfes und des Fadenempfängers gegeneinander hervorgerufen wird.
  • Fig. 5 ist ein Schnitt nach der Linie c-c der Fig. i in größerem Maßstabe.
  • Fig. 6 ist ein Schnitt ähnlich dem der Fig. 5, welcher jedoch eine abgeänderte Ausführungsform zeigt. - ' -- Fig. 7 ist ein senkrechter Schnitt durch den Wickelkopf und das obere Ende des Fadenempfängers senkrecht zur Papierebene der Fig. i.
  • Big. 8 zeigt eine Einzelheit in einem Querschnitt zu Fig. i.
  • Der Fadenempfänger ist mit i bezeichnet und besitzt die Form eines Hohlgefäßes. Dieser Fadenempfänger ruht auf einem drehbaren Lager und ist an seinem oberen Ende an einem Antriebsmittel2 befestigt, wodurch er in Umdrehung versetzt wird. Das Antriebsmittel ist nach der Darstellung der Zeichnung mit einem Halslager 3 in der Form einer Rolle oder eines Wirtels versehen, um welche .der Antriebsriemen herumläuft. Das Antriebsmittel besitzt ein nach abwärts sich erstreckendes Mantelstück 4, an dessen unterem Ende der Fadenempfänger lösbar befestigt ist. Der Fadenempfänger ist an seinem oberen Ende mit einem Ansatz 5 versehen, der lösbar an dem Mantel 4 mit Hilfe eines Bajonettverschlusses 6 befestigt ist. Im Innern des Fadenempfängers i befindet sich eine Fadenunterlage 7, auf welcher die Fadenmasse 8 gelagert wird. Die Fadenmasse 8 wird, wie eingangs angegeben, im Fadenempfänger mit Hilfe eines Wickelkopfes in Lagen aufgschichtet, welche sich quer zur Drehungsachse erstrecken. Der Wickelkopf besitzt einen Hauptteil 9, der in dem Mantel ¢ sitzt und mit nach abwärts gerichteten Zapfen io versehen ist, an deren unterem Ende die Wickelplatte ii befestigt ist. Diese Wickelplatte ruht auf der Fadenmasse 8 und ist mit einem sich radial erstreckenden Schlitz 12(Fig.7) versehen, durch welchen der Faden i; hindurchgeht. Der Wickelkopf mit der Wickelplatte ii empfängt gegenüber dem Fadenempfänger i -eine Drehbewegung. Bei der Drehung erfährt der Faden Beine Verschiebung in der Längsrichtung des Schlitzes r2 durch den schwingenden Fadenführer 14. Diese Relativbewegung der Wickelplatte und der Fadenmasse in Verbindung mit der schwingenden Bewegung des Fadenführers 14 bewirkt die Aufschichtung der Fadenmasse in Lagen, welche sich quer zur Drehungsachse erstrecken.
  • Gemäß der vorliegenden Erfindung wird die Drehbewegung des Wickelkopfes mit Bezug auf den Fadenempfänger unmittelbar von dem Antr;ebsglied 2 für den Fadenempfänger in besonderer Weise abgeleitet, so daß sowohl der Fadenempfänger als auch der Wickelkopf ihre Drehung von einem einzigen Antriebsmittel erhalten. Das Antriebsglied 2 ist starr an einer Büchse 15 befestigt, welche ihrerseits drehbar auf einer hohlen Welle 16 gelagert ist. Die Welle 16 ist an ihrem unteren Ende mit einer Schnecke i7- versehen, welche in Eingriff mit einem Schneckenrad 18 steht, das auf einer Welle i9 sitzt, welche in Lagern 2o (Fig. 5) ruht, die an dem unteren Ende der Büchse 15 vorgesehen sind. Wenn die Welle 16 stillsteht, dann bewirken die Drehung des Antriebsgliedes 2 und der Büchse 15 um die Welle 16 eine Drehung des Schneckenrades 18 um seine Welle, und diese Drehung des Schneckenrades 18 dient dazu, dem Wickelkopf eine Drehbewegung zu erteilen.
  • Das Schneckenrad 18 ist starr verbunden mit einem Kegelrad 2i, welches in Zahneingriff mit einem anderen Kegelrad 22 steht, das auf einer senkrechten Welle 23 gelagert ist, die in dem unteren Teil der Büchse 15 ruht. Das Kegelrad 22 ist mit einem Stirnrad 24 (Fig. 4) verbunden, welches mit einem Zahnrad 25 in Eingriff steht, das fest auf einer Nabe 26 an dem Hauptteil 9 sitzt.
  • Wenn die Büchse 15 mit ihrem Schneckenrad 18 umläuft um die Welle 16, dann wird das Schneckenrad 18 um seine Achse gedreht. weil es mit der Schnecke 17 in Eingri -f-t steht. Diese Drehung des Schneckenrades i8 wird durch die Getriebe 2i, 22 und 24 auf das Stirnrad 25 übertragen, so daß dieses mit Bezug auf die Büchse 15 gedreht wird. Da das Stirnrad 25 mit dem W;ckelkopf starr verbunden ist, so erhält der letztere eine Drehbewegung gegenüber dem Antriebsteile und dein' Fadenemi)fänger i. Die geeignete Drehung des Wickelkopfes und des Fadenempfängers relativ zueinander wird auf d;ese Weise gänzlich von' der Drehung des Antriebsteils 2 abgeleitet.
  • Der Hauptteilg des Wickelkopfes ist mit e#nem nach aufwärts gebogenen Flansch 27 (Fig.7) versehen, welcher das Getriebe umschließt und eine Ölkammer bildet, worin das Getriebe laufen kann. Das obere Ende dieser Getriebekammer-wird durch die Decke 28 geschlossen. -Die Schwingbewegung des Fadenführers 14 wird ebenfalls von der Drehbewegung des Antriebsmittels 2 abgeleitet. Dieser Fadenführer 14 befindet sich am Ende einer Stange 29 (Fig. 3), welche an' einer Schwingwelle 3o sitzt, d-e in'geeigneten Lägern 31 ruht, welche sich am Hauptteil 9 befinden. Die Schwingwelle besitzt einen Arm 32, der sich aus der Welle heraus erstreckt und -mit einer Rolle versehen ist, die in eine Kurvennut 33 eingreift, welche in einer Kurvenscheibe 34 sich befindet, die drehbar auf einem senkrechten Zapfen 35 des Hauptteils 9- sitzt. Die Kurv ensche;be 34 ist starr mit einem Zahnrad 36 verbünden, welches in Eingriff mit einem Triebrad 37 (Fig. 7) steht, das lose auf einer Nabe g8 an dem Hauptteil 9 sitzt. Das Zahnrad 37 ist an die Büchse i5 angeschlossen, so daß es sich zusammen mit dieser dreht, und weil der Teil g des Wickelkopfes eine Drehgeschwindigkeit besitzt, die verschieden ist von derjenigen der Büchse 15 und des Treibmittels 2, wird das Zahnrad 36 um seine Achse gedreht und erteilt auf diese. Weise der Kurvenscheibe 34 eine Drehbewegung.
  • Das Zahnrad 37 kann in irgendeiner geeigneten Weise mit der Büchse 15 verbunden werden. Nach der Darstellung (Fig.7) der Zeichnung ist das Zahnrad 37 mit einem Ansatz 39 versehen, welcher in eine Aussparung eintritt, die am unteren Ende q.o der Büchse 15 vorgesehen ist. Diese Bauart ergibt eine lösbare Kupplung zwischen der Büchse und dem Zahnrad.
  • Der Faden 13 ist durch eine hohle Spindel 4a nach abwärts geführt und läuft, nachdem er aus dem unteren Ende dieser Spindel ausgetreten, durch ein Auge .42 eines Fadenspanners, welcher in Einklang mit dem 'Fadenführer 14 in solcher Weise schwingt, daß der Faden unter gleichförmiger Spannung gehalten wird. Es ist ersichtlich, daß, wenn der Fadenführer 14 sich am äußeren Ende des Schlitzes 12 befindet, der Faden dann schneller abgelegt wird, als wenn sich der Fadenführer am inneren Ende des Schlitzes befindet, wegen der Verschiedenheit des Abstandes der Schlitzenden von der Drehungsachse. Wenn daher der Faden unmittelbar dem Fadenführer i¢ zugeführt werden würde, würde der Faden aus der Fadenzuführung rascher entnommen werden, wenn er durch das äußere Ende des Schlitzes, also näher dem Umfange der Fadenmasse, dem Fadenempfänger zugeführt wird, als wenn er durch das innere Ende des Schlitzes in größerer Nähe des Mittelpunktes der Fadenmasse zugeführt wird. Das würde zur Folge haben, daß der Faden aus der Fadenzuführung mit veränderlicher Geschwindigkeit entnommen wird, und es würde sich daraus auch eine verschiedene Spannung für den Faden ergeben. Der Zweck des Fadenspanners q.2 besteht darin, einen Ausaleieh für diese verschiedene Bewegung des Fadens zu schaffen und zu erre#chen, daß der Faden aus der Fadenzuführung mit gleicher Geschwindigkeit entnommen wird. Der Fadenspanner q.2 sitzt an dem Ende eines. Armes, welcher aus einer Schwingwelle 43 heraustritt, die in geeigneten Lagern q.¢ an dem Hauptteil 9 sitzt. Diese Schwingwelle 43 besitzt einen seitlich aus ihr heraustretenden Arm 45 (Fig. 3), welcher mit einer Rolle versehen ist, die in eine Kurvennut 46 einer Kurvenscheibe 4.7" eingreift.. Die - Kurvenscheibe .47 ist drehbar auf einen Zapfen 48 aufgesetzt, der an dem Hauptteil 9 sitzt, und besitzt ein Getriebe 49, welches starr damit verbunden ist und in Eingriff mit dem Zahnrad 37 steht. Das Zahnrad 37 erteilt auf diese Weise beiden Kurvenscheiben 34 und .47 eine Drehbewegung. Die Drehung der Kurvenscheibe 47 verleiht dem Fadenspanner 42 eine Schwingbewegung, und die Bewegung dieses Fadenspanners ist gerade hinreichend, um die Geschwindigkeitsverschiedenheit auszugleichen, mit welcher der Faden von der Fadenzuführung entnommen wird, wenn er durch verschiedene Teile des Schlitzes 12 abgelegt wird.
  • Während der Aufnahme der Fadenmasse 8 werden der Wickelkopf und der Fadenempfänger an einer relativen Bewegung zueinander in achsialer Richtung verhindert, und während die Garnmasse aufgeschichtet wird, wird die Fadenunterlage 7 in den Fadenempfänger i von der Garnmasse herabgestoßen.
  • Die Fadenunterlage ist so eingerichtet, daß sie in hinreichend starken Reibungseingriff mit den Wänden des Fadenempfängers steht, so daß die Fadenmasse unter dem richtigen Druck aufgeschichtet wird. Die Fadenunterlage ist mit zwei Reibungsteilen 5o verbunden, welche halbkreisförmig gestaltet sind und deren Umfänge sich mit Re#bung _ gegen den Fadenempfänger i legen. Die Fadenunterlage 7 besitzt einen Vorsprung 5 i, welcher in ihrer Mitte angeordnet ist, und euer zu diesem Vorsprung erstreckt sich eine Bohrung, in welche gemäß der Darstellung der Fig.8 eine Röhre @2 eingesetzt ist, welche sich in die Reibungsteile 50 fortsetzt. Eine Feder 53 ist in dese Bohrung eingelegt und wirkt auf "die Reibungsteile 50 -und hält diese nachgiebig gegen die Wände des Fadenempfängers. Die auf diese Weise entwickelte Reibung genügt, um die Fadenunterlage in jeder Lage festzuhalten, in welche sie eingestellt werden mag, aber sie gestattet, die Fadenunterlage nach abwärts zu bewegen, während die Fadenmasse aufgeschichtet wird.
  • Der Vorsprung 5 an dem oberen Ende des Fadenempfängers ist mit Öffnungen 54. (Fig. i) versehen, durch welche die Wirkung der Vorrichtung beobachtet werden kann, und welche die Entfernung von sich ablösenden Fasern gestatten.
  • Die erläuterte Vorrichtung ist mit Einrichtungen versehen, um die Drehbewegung des Fadenempfängers und des Wickelkopfes in bezug aufeinander zu verändern, wodurch der dem Faden mitgeteilte Drall und die Geschwindigkeit, mit welcher der Faden aufgewunden wird, verändert wird. Die Geschwindigkeit, mit welcher der Faden aufgewunden wird, hängt von dein Verhältnis zwischen der Drehgeschwindigkeit des Fadenempfängers und des Wickelkopfes ab. Wenn diese beiden Teile mit nahezu gleicher Geschwind'gkeit umlaufen, dann wird die Aufschichtung des Garnes langsam sein, während bei beträchtlicher Verschiedenheit zwischen der Geschwindigkeit dieser Teile die Aufschichtung entsprechend schnell sein wird. Das Maß des Dralls, welcher dem Faden mitgeteilt wird, hängt von dem Verhältnis zwischen der Drehgeschwindigkeit des Fadenempfängers und des Wickelkopfes ab. Mit anderen Worten, das Maß des Dralls, welcher dem Faden erteilt wird, hängt von dem Verhältnis zwischen der Zahl der Drehungsumläufe in 'der Minute und der Länge des Weges ab, um den der Faden in der Minute durch den Schlitz des Wickelkopfes vorgezogen wird.
  • Bei der dargestellten Ausführungsform der Vorrichtung sind Einrichtungen vorgesehen, um die Hülse 16 in einer oder - der anderen Richtung zu drehen, und um ihre Drehbewegung zu überwachen. Das' obere Ende dieser Hülse ruht in einem geeigneten Lager 55 und trägt eine fest auf sie aufgesetzte Schnecke 56, welche durch das Lager 55 an einer Bewegung in achsialer Richtung verhindert wird. Die Schnecke 56 steht in Eingriff mit einem Schneckenrad 57, welches fest auf einer Treibwelle 58 sitzt, die nach beiden Seiten durch irgendwelche bekannte Mittel gedreht werden kann, oder welche auch festgestellt werden. kann. Wenn die Welle 58 gegen Drehung gesichert ist, dann steht auch die Hülse 16 still, und die Drehbewegung des Fadenempfängers relativ zum Wickelkopf hängt nur ab von der Bewegung der Triebräder 18, 21, 22, 24 und 25. Wenn jedoch die Hülse 16 in der einen oder der anderen Richtung gedreht wird; dann beeinflußt diese Drehung der Hülse die Wirkung des Differentialgetriebes 18, 21, 22, 24 und 25, und die Drehgeschwindigkeit des Fadenempfängers gegenüber dem Wickelkopf wird entsprechend beeinflußt. Diese Bauart ermöglicht es, den Faden langsam mit einem Höchstmaß an Drall aufzuwinden oder ihn schneller mit weniger Drall und selbst ohne jeden Drall aufzuwinden.
  • Wie oben erwähnt, ist der Fadenempfänder 1 lösbar an dem Gehäuse 4 befestigt, so daß der Fadenempfänger abgenommen werden kann, wenn er voll ist. Um den Fadenempfänger zu entfernen, ist die- Stufe, auf welcher der Fadenempfnäger ruht, in senkrechter Richtung beweglich, so daß sie vom Fadenempfänger gelöst werden kann, wenn der letztere aus der Maschine herausgenommen werden soll. Dieses Stufenlager für den Fadenempfänger besteht aus einer Welle 59, welche in einer Hülse 6o sitzt, die von einem Gehäuse 61 getragen wird. Das obere Ende der Welle 59 ist mit einem Ansatz 63 versehen, welcher in eine mittlere Öffnung im Boden des Fadenempfängers 1 einzutreten vermag, und diese Welle ist mit einem Flansch oder Ring 64 ausgerüstet, auf dem der Fadeneriipfänger ruht. Der Ring 64 besitzt eine Nase 65, die aus seiner Fläche herausragt und in eine von mehreren Aussparungen im Boden des Fadenempfängers einzutreten vermag.
  • Das Gehäuse 61 kann in senkrechter Richtung in einem Lager 66 bewegt werden und wird durch einen Nocken 67 gegen Drehung gesichert. Dieses Gehäuse steht unter dem Einfluß einer Feder 68; welche das Gehäuse für gewöhnlich in der in Fig. i dargestellten Hochstellung hält. Dieser Federarm besitzt ein Trittende 69, durch welches er niedergedrückt werden kann, so daß das Gehäuse in der Führung 66 nach abwärts sich - zu bewegen vermag und die Welle aus der Aussparung im Boden des Fadenempfängers herauszieht. .
  • Um das Gehäuse in seiner Hochstellung zu sichern und dadurch Betriebsstörungen zu vermeiden, ist eine besondere Sperrung vorgeselien. Diese Sperrung besitzt die Form eines Sperriegels 7ö (Feg. 1 und 2), welcher quer zur Führung 66 beweglich ist und in eine Ouernut71 des Gehäuses 61 einzutreten vermag. Der Sperriegel 7o ist bei 72 ausgeschnitten und wird entriegelt, wenn er so verschoben wird, daß der Ausschnitt 72 gerade dein Gehäuse 61 gegenüber zu liegen kommt. Das Gehäuse 61 kann dann gesenkt werden. Der Riegel 70 ist an die Anlaß- und Abstelleinrichtung der Maschine angeschlossen, so daß-die Maschine nur angelassen werden kann, wenn gleichzeitig der Riegel 70 in die Sperrlage gebracht wird und jedes Anhalten der Maschine den Riegel 70 gegenüber dein Gehäuse 61 in die Endsperrstellung bringt.
  • In Fig.6 ist eine Ausführungsform eines Differentialgetriebes dargestellt, welches ein wenig abweicht von der in Fig.4'und 5 dargestellten Ausführungsforen. In Fig.6 besitzt die Welle i9, auf welcher das Schneckenrad 18 sitzt, ein Triebrad 73, das fest auf ihr angeordnet ist, und welches mit einem Zahntrieb 74 auf einer Welle 75 in Eingriff steht.
  • Diese Welle 75 hat eine Kegelverzahnung 76, die fest- auf ihr angebracht ist, und welche mit einer Kegelverzahnung 77 in Eingriff steht, die fest auf der Nabe 26 angebracht ist. Bei dieser Konstruktion verursacht die Drehung der Büchse 15 enit dein daran sitzenden Getriebe .um die Schnecke 17 eine Drehung des Schneckenrades 18 um seine Achse, und diese Drehung wird dem Teil 9 durch die Zahnräder 73, 74, 76 und 77 mitgeteilt. -

Claims (5)

  1. PATL:NT-ANSPRÜCHE 1. Wickel- und Zwirnvorrichtung mit drehbar zueinander angeordnetem.. Fadenempiänger und Wickelkopf und einer Einrichtung zur Legung von Fadenschichten quer zur Drehungsachse, dadurch gekennzeichnet, daß ein einziges Antriebsglied (2) vorgesehen ist, welches unmittelbar mit dem Fadenempfänger (i) verbunden ist, und in welchem ein mit dem Wickelkopf (9) gekuppeltes Schneckenrad (18) gelagert ist, das in Eingriff mit einer Schnecke (17) steht, die an einer den Wickelkopf achsial durchsetzenden Welle (16) vorgesehen ist, so daß durch die Drehung des Antriebsgliedes (2) um die mit der Schnecke ausgerüstete Welle (16) das Schneckenrad (18) in Umdrehung versetzt wird und seine Drehung auf den Wickelkopf überträgt, der dadurch relativ zum Fadenempfänger (i) gedreht wird.
  2. 2. Wickel- und Zwirnvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einer Antriebsvorrichtung (56, 57) versehen ist, um die mit der Schnecke (17) ausgerüstete Welle (16) in einer oder der anderen Richtung zu drehen, wodurch das Verhältnis der Umdrehungsgeschwindigkeit des Fadenempfängers (i) zu dem des Wickelkopfes (9) veränderbar ist.
  3. 3. Wickel- und Zwirnvorrichtung mit relativ zueinander drehbarem Fadenempfänger und Wickelkopf, dadurch gekennzeichnet, daß ihre Fadenspannvorrichtung behufs Erzielung gleichmäßiger Fadenspannung mit einem Fadenspanner (42) versehen ist, welcher an einer horizontal gelagerten Schwingwelle (43) sitzt, so daß sich seine Schwingbewegung in radialer Richtung vollzieht.
  4. Wickel- und Zwirnvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß ebenso wie der Fadenspanner (42) auch der Fadenführer (14) an einer Schwingwelle (30) sitzt; welche beiden Schwingwellen durch Kurvenscheiben (34 bzw.47) in Schwingung versetzt werden, die ihren Antrieb von dem Differentialgetriebe (17, 18, 21, 22, 24, 25 durch 15, 37) empfangen, «-elches den Wickelkopf (9) in Umdrehung versetzt.
  5. 5. Wickel- und Zwirnvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Fadenunterlage (7) verschiebbar gegenüber dem Fadenempfänger (i) angeordnet ist und in hinreichend festem Reibungseingriff mit diesem steht, so daß die Fadenmasse unter Druck aufgeschichtet wird. Wickel- und Zwirnvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Fadenempfänger (i) lösbar auf einer vertikal verschiebbaren Unterlagsscheibe (64) ruht, so daß nach Senkung der Unterlagsscheibe der Fadenempfänger bequem aus der Maschine entfernbar ist.
DE1916335151D 1916-12-22 1916-12-22 Wickel- und Zwirnvorrichtung Expired DE335151C (de)

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