DE193340C - - Google Patents

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DE193340C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41BMACHINES OR ACCESSORIES FOR MAKING, SETTING, OR DISTRIBUTING TYPE; TYPE; PHOTOGRAPHIC OR PHOTOELECTRIC COMPOSING DEVICES
    • B41B3/00Apparatus for mechanical composition using prefabricated type, i.e. without casting equipment

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

L _
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 15 ^. GRUPPE
Dr. EHRENFRIED MIRUS in LÜTTICH.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 14. August 1906 ab.
Gegenstand der Erfindung ist eine Maschine zum Herstellen und Ablegen von durchschossenem Letternsatz, deren Eigenart hauptsächlich darin besteht, daß das sich an die Setz- oder Ablegebahn anschließende Setzoder Ablegeschiff und ein Behälter zur Abgabe oder Aufnahme von Regletten (Durchschuß)- durch einen Schieber derart miteinander in Beziehung gebracht sind, daß vor Beginn des Setzens oder Ablegens der Schieber die ganze Länge des Setz- oder Ablegekanales ausfüllt, während er bei fertig gesetzter oder aus dem Setzschiff in den Ablegekanal geförderter Zeile über den Reglettenbehälter vorgeschoben ist, wobei ein am Schieber angebrachter Greifer bei Beginn der Verschiebung die jeweilig vorderste Reglette aus dem Reglettenbehälter oder von dem im Setzschiff
. liegenden Satze wegzieht und sie, nachdem die Zeile in den Setzkasten gesetzt oder letternweise, in den Ablegekanal gedrückt worden ist, selbsttätig über die eben gesetzte Zeile oder von der nächsten abzulegenden Zeile in den Reglettenbehälter mitnimmt.
In den Fig. 1 bis 13 der Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes zur Darstellung gebracht. Hierin ist zunächst eine nach den vorgekennzeichneten Grundgedanken wirkende Setzmaschine veranschaulicht, und zwar * zeigt:
Fig. ι einen senkrechten Längsschnitt,
Fig. 2 einen senkrechten Querschnitt nach der Linie A-A in Fig. 1 und
Fig. 3 einen wagerechten Schnitt nach der Linie B-B in Fig. 1, während die
Fig. 4 bis 8 verschiedene Schnitte durch Ausführungseinzelheiten veranschaulichen.
Die in den Magazinfächern 1 (Fig. 1 bis 3) ruhenden Lettern 2, die breitseits und zweckmäßig so aufeinander geschichtet sind, daß die Schriftbilder der Förderbahn 3 abgewendet liegen, werden in an sich bekannter Weise durch das Niederdrücken von Tasten 4 dadurch auf die Bahn 3 gestoßen, daß ein von den Tasten beeinflußtes Hebelgestänge auf 45 ν den Stößer 5 (Fig. 2) wirkt und ihn mit der vor ihm befindlichen, zu unter st liegenden Letter vorschiebt. Von der Gleitbahn 3 aus jvird die ausgelöste Letter wiederum in bekannter Weise durch einen unter Gewichtshebel- oder Federwirkung stehenden Schlitten 6 (Fig.- ι und 3 bis 6), welcher z. B. durch einen Hebel oder, wie im vorliegenden Falle, dadurch verschoben werden kann, daß man einen an die über Rollen 7, 8 (Fig. 1) geleitete Schnur 9 befestigten Fußtritt 10 niederdrückt, zu dem Setzkanal 11 (Fig. 1, 4, 5 und 7) befördert. Auch kann man die Schnur 9 mit einem Motor in Verbindung setzen, und der Setzer oder Ableger schlägt dann nach dem wiederkehrenden Takte des Motors ( die Tasten an.
Der Setzkanal wird vorn, d. h. an der dem Schlitten zugekehrten Seite, durch ein anhebbares Sperrstück verschlossen, welches bei der dargestellten Ausführungsform aus einem hakenförmig gebogenen, in seinem senkrechten Teile durch Schlitze 12 (Fig. 1, 4 und 5) oder sonstwie geführten Blechschieber 13 besteht, dessen vorderes, keilförmiges oder schräg
nach oben gebogenes Ende, wie insbesondere Fig. 6 erkennen läßt, gabelartig geschlitzt ist. Durch die Schlitzöffnung des Schiebers 13 kann beim Vorschnellen des Schlittens 6 ein schmaler Sporn 14 (Fig. 1 und 3 bis 6) des letzteren hindurchtreten, während ein zweiter, unterhalb des Schlittens angebrachter, gegabelter und auf seiner vorderen Stirnkante mit keilförmiger Gleitfläche versehener Sporn 15 auf die ebenfalls schräge Gleitfläche eines innerhalb des sich nach unten fortsetzenden Kanales verschiebbaren Mitnehmers 16 (Fig. I, 4 und 5) stößt, so daß letzterer sich um ein gewisses Stück nach unten bewegt.
Bei dieser Abwärtsbewegung des unter dem Einflüsse irgendeiner Kraft, z. B.. des drehbaren Gewichtshebels 17 (Fig. 1 und 2), für gewöhnlich nach oben gedrückten Mitnehmers . 16, zieht dieser einen durch den Gewichtshebel 19 oder ein sonstiges Mittel ebenfalls für gewöhnlich in seiner obersten Lage gehaltenen Preßstempel 20 mit herunter, und zwar wird dies dadurch bewerkstelligt, daß innerhalb einer Ausnehmung des Mitnehmers 16 eine Feder 18 angeordnet ist, deren oberes Ende aus einem Schlitz des Mitnehmers nach außen tritt und in einiger Entfernung von dem Gleitkopf des Mitnehmers, dessen äußere Form nachahmend, sich bis zu der Oberkante des letzteren fortsetzt. Durch das Auf treffen des Spornes 15 wird die Feder fest gegen den Mitnehmergleitkopf angedrückt (Fig. 4 und 5), wobei eine Nase der Feder in eine entsprechende Auskerbung des Preßstempels gedrückt wird, was so lange anhält, als der Sporn 15 sich über den Mitnehmerkopf hinweg nach links bewegt. Durch den Eintritt der Nase in die Auskerbung des Preßstempels wird dieser mit dem Mitnehmer gekuppelt und von dem letzteren bei seiner Abwärtsbewegung mitgenommen. Hierdurch aber macht das obere, in den Setzkanal oberhalb der Bahn 3 sich erstreckende Ende des Preßstempels den Kanal frei (vgl. die Arbeitsstellung des Schlittens nach Fig. 4).
Um wegen der Länge des Spornes 14 dessen vorzeitiges Anstoßen an den Preßstempel 20 und hiermit einen Stillstand der Schlittenbewegung zu verhüten, ist der Preßstempel (dessen Breite übrigens so bemessen ist, daß sie ein geringes weniger als die Schlitzweite des gegabelten Spornes 15 beträgt) am oberen Ende mit einer der Spornbreite und -höhe entsprechenden Ausnehmung 21 (Fig. 1, 4 und 5) ausgestattet, so daß durch diese hindurch der Sporn 14 ungehindert vordringen kann. Aus dem gleichen Grunde ist auch in der Rückwand 22 des Setzkanales eine geeignet bemessene Durchtrittsöffnung 23 (Fig. 1, 4 und 6) vorgesehen.
r. : Im nämlichen Augenblicke, in dem oder kurz nach dem die Oberkante des Preßstempels 20 sich durch den Niedergang des Mitnehmers 16 bis auf die Ebene der Schlittenbahn hinabgesenkt hat, gelangt die vor dem Schlitten 6 liegende Letter, nachdem sie durch Anstoß an die schräge Fläche des Schiebers 13 ein Anheben des letzteren bewirkt hat, unmittelbar vor den Setzkanal 11 (s. Stellung gemäß Fig. .4 und 6), wobei ihre vordere (linke) Schaftfläche gegen die Stirnflächen eines mit seinen Seitenschenkeln den Setzkanäl versperrenden U-förmigen Schiebers 25-anstößt. Der Schieber 25 steht unter der Einwirkung einer um seinen Führungsschaft 26 gelegten Schraubenfeder 27 (Fig. 1 und 4 bis 6), die das Bestreben hat, den Verbindungssteg der seitlichen Schieberschenkel immer zur Anlage an die dem Vorschieben einen Halt entgegensetzenden Rückwand 22 zu bringen. Außerdem besitzt der Schieber 25 die Hauptaufgabe, die bereits im Setzkanal gesetzte Letternsäule dann zu tragen und am Herabfallen zu hindern, wenn der Preßstempel 20 durch den Mitnehmer 16 abwärtsbewegt wird, der Letternsäule also seine unterstützende Wirkung entzogen wird.
Durch den Anstoß der Letter gegen die Schenkelstirnflächen des Schiebers 25 wird der letztere so weit zurückgeschoben, daß die go Letter sich ihrer Länge nach, gegen die Kanalrückwand 22 anlegen, also richtig im Setz- ' kanal einstellen kann (Fig. 5), wobei der sich unter der Letternsäule fortbewegende Sporn ■ 14 die Aufgabe des Schiebers 25 übernimmt, die Letternsäule am Herabfallen zu hindern. Kaum ist die Letter richtig in den Kanal vorgeschoben, so gleitet der durch sie angehobene Schieber 13 zufolge eigener Schwere an der rechten Seite des Letternschaftes wieder ab und fällt in seine frühere Sperrstellung (siehe Fig. 5) zurück, was dadurch ermöglicht wird, daß der Schlitten 6 eine der Neigung des Schieberhakens entsprechende Aussparung 24 besitzt; dies hindert auch den Schieber 25, daß er die Letter bei der Rückwärtsbewegung des Schlittens wieder nach rechts schieben kann (s. Fig. 5)·
Wird nunmehr der Fußtritt 10 (Fig. 1) losgelassen, so daß der Schlitten 6 durch ein an ihm wirkendes Gewicht 28 oder eine Feder o. dgl. in seine alte Lage zurückgebracht wird, so wird die im Setzkänal befindliche und auf dem Sporn 14 ruhende Letternsäule an einer durch Reibung möglichen Mitverschiebung des sich unter ihr hinwegbewegenden Spornes 14 durch die die offene Vorderseite des Kanales bedeckende Wand des Schiebers. 13 gehindert. Durch den weiter fortgesetzten Schlittenrückgang gibt der untere Sporn 15 den Mitnehmer 16 frei und zieht die Nase der Feder 18 aus der Auskerbung des Preßstem-
pels 20 zurück, so daß der Mitnehmer 16 und der Preßstempel 20 infolge der Wirkung der sie beeinflussenden Gewichtshebel wieder nach oben schnellen. Hierbei hebt der Preßstempel die kurz vorher in den Setzkanal vorgeschobene Letter mit in die Höhe und preßt.sie, nachdem der Sporn 14 den Setzkanal vollständig verlassen hat, von unten her gegen die sich im Setzkanal aufbauende Letternsäule oder, falls es sich um die erste Letter der zu setzenden Zeile handelt, unmittelbar gegen das untere Ende des als Belastungskörper wirkenden Reglettenschiebers 29 (Fig. 1, 3, 7 und 8) an. So wird der Schieber 25 wieder frei, der nun in seine alte Stelle unterhalb der gehobenen Letter sich vorschiebt (Fig. 4 und 6). Der beschriebene Vorgang wiederholt sich so oft, bis die Letternsäule die gewünschte Zeilenlänge nahezu erreicht hat. In diesem Augenblick ertönt durch den Anstoß des am_ Reglettenschieber 29 vorgesehenen, sich in einem Schlitz der Setzkanalwand bewegenden Stiftes 30 (Fig. 1) an den Klöppel der in der Höhe verstellbaren Glocke 31 (Fig. 1 und 2) ein Zeichen, welches daran, erinnert, das angefangene Wort abzuschließen oder zu teilen. Jetzt wird der Letternsäule, um sie auf die richtige Zeilenlänge zu bringen, nötigenfalls, und zwar bei sogenannten Ausgangszeilen, noch eine oder einige der bekannten zusammendrückbaren Spatien zugefügt oder sie wird mit Gevierten geschlossen. Dann wird der Fußtritt 32 (Fig. 1 und 2), erforderlichenfalls mehrere Male schnell hintereinander, niedergedrückt, damit der Hebel 17 bei seinen Ausschlägen gegen einen seitlich aus dem Gehäuse heraustretenden, in einem senkrechten Schlitz des Gehäuses beweglichen Stift des Hebels 19 stößt. Durch eine Hebel- oder Zugseilübertragung 33 wirkt der Fußtritt 32 derart auf den Mitnehmer 16 und den Preßstempel 20 ein, daß die beiden letzteren zunächst gesenkt, dann aber nach dem Loslassen des
"■ Fußtrittes durch ihre Gewichtshebel gehoben werden, wobei der Preßstempel die Letternsäule durch Zusammendrücken der nachgiebigen Spatien auf die richtige Länge, d. h. auf die Breite des Setzschiffes 34 kürzt (ausschließt) und die Letternsäule durch Anlegen des Schiebers 29 gegen die Decke des Setzkanales einen festen Gegenhalt findet.
Um die auf die richtige Zeilenlänge zusammengepreßte Letternsäule in den Setzkasten 34 (Fig. 1) zu drücken, ergreift die Hand, während der Fuß den Tritt 32 niedergedrückt hält, den um den Zapfen 35,(Fig. 1 und 3) drehbaren Hebel 36 und bewegt ihn nach links, dem Setzschiff entgegen. Mit defn Hebel 36, der an seinem Drehzapfen 35 in verschiedener Höhenlage eingestellt werden kann, ist eine aus drei voneinander lösbaren Teilen 37, 38 und 39 bestehende Druckplatte verbunden. Der erste von diesen, 37, dessen Länge der gewünschten Zeilenlänge durchaus entsprechen muß, ist mit dem mittleren, 38, und dieser wiederum mit dem dritten, 39, durch zahn- oder klauenartigen Eingriff gekuppelt. Um die Verschiebung noch besser zu sichern und ein vorzeitiges Lösen der Druckplattenteile voneinander zu verhindern, sind diese außerdem durch von vorn oder von hinten einzuführende Bolzen 40 zu einem starren Ganzen leicht lösbar vereinigt. An der Platte 38 befinden sich dreh- oder verschiebbare Hemmriegel 41 (Fig. ι und 3), die, in einer Ausnehmung (s. Fig. 3) der Plattenoberfläche ■ sitzend, um ein Stück nach oben bzw. unten herausgedreht oder geschoben werden können, so daß sie bei der durch den Hebel 36 erfolgenden Verschiebung der Platten in Richtung des Setzkastens durch Anstoß an die Kanalwand oder sonstige Anschläge eine weitere Bewegung der Platten 37, 38, 39 verhindern.
Die Hemmriegel 41 sind so an der Platte 38 eingestellt, daß bei ihrem Vordrücken die im Setzkanal befindliche Letternsäule stets nur : um Kegelstärke zuzüglich der Stärke einer Reglette in den Setzkasten geschoben werden kann, wobei die bereits gesetzten und durch einen in einer Wand 42 (Fig. 1) mittels einer Stange 43 geradlinig geführten Druckboden 44 beeinflußten Zeilen dem Eindringen, der eben gesetzten Zeile aus dem Setzkanal einen gewissen Widerstand entgegensetzen, der für einen festen, dichten Aneinanderschluß der Letternreihen notwendig ist.
Nach dem Zurückbewegen des Hebels 36 sinkt der Reglettenschieber 29 kraft eigener Schwere, oder durch Hilfsmittel veranlaßt, wieder nach unten. In der obersten Stellung des Schiebers 29 springt eine an ihm angebrachte Schnappfeder 45 (Fig. i, 3, 7 und 8) mit ihrem nasen- oder hakenförmig ausgebildeten oberen Ende in die Bahn der vordersten Reglette, die durch den Druck der von dem Gewichtshebel 47 (Fig. 1) beeinflußten ' Druckplatte 48 um ihre Stärke aus dem Reglettenbehälter 46 in den Setzkanal vorschnellt und, gegen die seitlichen Leisten oder Anschläge 49 (Fig. 7 und 8) des Setzkanales gehalten wird. Es nimmt nun die Feder 45 diese Reglette mit nach unten und schiebt sie, auf dem ganzen Wege einen Druck in Richtung zum Setzkasten hin auf sie ausübend, sobald die Reglette mit ihrer vollen Länge vor dem Setzschiff angelangt ist, über die soeben gesetzte Letternzeile hinweg in das Setzschiff hinein, so daß nunmehr die Oberfläche der Reglette bündig mit der linken Innenwandfläche des Setzkanales abschließt. Der Schieber 29 selbst kommt durch Auflage auf den durch ■" Freigabe des Fußtrittes 32 in seine obere
Stellung zurückgekehrten Preßstempels 20 zur Ruhe. ' < ' ■ .
, Ist der Satz nahezu beendet, so daß noch Raum für eine letzte Zeile im Schiff übrig ist, so ertönt-, durch das stete Vorrücken des Druckbodens 44 und des Führungsbolzens 43 veranlaßt, eine von dem letzteren angeschlagene Glocke 51 (Fig. 1 und 3). Es wird dann die letzte Zeile hinzugefügt und der Satz aus dem Schiff entfernt.
Um den letzteren, ohne daß er zerfällt, aus dem Setzschiff 34 herausnehmen und um ferner je nach der wechselnden Länge der Zeilen und Tiefe des Satzes das Setzschiff entsprechend einstellen zu können, ist die obere, feste Stirnwand 52 (Fig. 1 bis 3) des Setzschiffes mit einem durchgehenden, sich bis zur Setzkanalrückwand 22 erstreckenden Schlitz 53 ausgestattet, während die untere Kastenwand 54 als bewegliche, aber ebenfalls durchgehend geschlitzte, durch ein Querstück 55 (Fig. ι und 2) verstärkte Bodenplatte ausgebildet ist, die mit Hilfe von durch Schlitze 57 der Setzkastenwände hindurchgesteckte Flügelmuttern 59 in einer der benötigten Zeilenlänge entsprechenden Höhenlage festgestellt werdeli kann. Die gesetzten Letternzeilen werden aber nicht unmittelbar von den Stirnwänden 52 und 54 des Setzkastens begrenzt, sondern zwischen Spannleisten 60 eingeschlossen, welche bündig mit der Innenfläche der Setzkanalwand abschließen und mit rden Schlitzen der Setzkastenstirnwände 52 und 54 übereinstimmende, beiderseits geschlossene Schlitze 61 aufweisen. Durch die Schlitze der Setzkastenstirnwände und durch diejenigen der Leisten 60 sind Schraubenbolzen 65 gesteckt, deren inneres Ende in eine der herzurichtenden Zeilenlänge und demgemäß der Entfernung der Leisten entsprechend lange Abschlußplätte 42 eingeschraubt werden, während ihre aus den Setzkastenstirnwänden heraustretenden äußeren Enden mit Flügelmuttern 63 ausgerüstet sind, durch die die Leisten an den Setzkastenstirnwänden befestigt werden können.
-Die Schlitzweite der Setzkastenstirnwände ist so bemessen, daß die Flügelmuttern durch die Schlitze hindurch bis auf die Oberfläche der weniger weit geschlitzten Spannleisten 60 geschraubt werden können. Bei Anwendung von Unterlagsscheiben, die dann zweckmäßig auf der einen Seite offen gelassen sind (siehe Fig. 3), braucht der Anzug der Muttern nur bis auf die den Schlitz der Setzkastenstirnwähde überbrückenden Unterlagsscheiben zu erfolgen. Es bilden somit die Setzkasten-Stirnwände 52, 54, die Leisten 60 und die Abschlußplatte 42 nach dem Anzüge aller Schraubenmuttern ein starres, Ganzes mit dem Maschinengestell. Selbstredend muß sich die Länge der Leisten und der Abschlußplatte der wechselnden Satzgröße entsprechend anpassen, weshalb eine genügende Anzahl dieser Teile in verschiedenen Größen bereit gehalten oder aber ihre Länge verstellbar eingerichtet wird. Dasselbe gilt auch für den Druckboden 44, welcher gewissermaßen ein die Platte 42 ergänzender Teil ist, indem beide Teile bei gefülltem Setzschiff dicht aneinanderstoßen und so eine einzige Abschlußplatte (Stirnplatte) bilden.
Bevor die letzte Zeile durch den Hebel 36 in das Setzschiff - zwischen die Spannleisten gedrückt wird, werden die die Platten 37 und 38 verbindenden Bolzen 40 herausgezogen und die Hemmriegel 41 zurückgeschoben oder gedreht, so daß sie den Vorschub der Plätte 37 nicht mehr hemmen können, worauf die letztere" durch den Hebel 36 so tief zwischen die Spannleisten 60 in das Setzschiff gedrückt wird, daß die in den Plattenstirnflächen befindlichen Gewindelöcher 64 (Fig. 1) auf den Schlitz der Spannleisten zu liegen kommen und der Satz fest gegen den Boden 44 gedrückt wird. Jetzt werden, ohne daß Unterlagscheiben in Anwendung kommen, zwei bereit gehaltene, mit einem Flügelkopf versehene Schraubenstifte durch die Schlitze; der Setzkastenstirnwände hindurch in die Gewindelöcher 64 so weit eingeschraubt, daß die Schraubenköpfe Auflage, auf den Spannleisten haben, so daß nur diese, nicht aber, auch die Setzkastenstirnwände mit der Platte 37 eine starre Verbindung erhalten, worauf der Hebei 36 zurückgelegt wird.
Um den Satz durch Ziehen an der mit einem Handgriff versehenen Führungsstange 43 samt den Spannleisten 60 und den Abschlußplatten 42,44 und 37 aus dem Setzschiff zu heben, werden die die Schlitze der Setzkastenstirnwände überbrückenden Unterlagscheiben unter den Flügelmuttern 63 hervorgezogen und letztere dann auf den Bolzen 65 bis zur Auflage auf die Spannleisten heruntergeschraubt, so daß nunmehr jede feste Verbindung mit den Setzkastenwänden aufgehoben ist und der Satz, druckfertig eingespannt, hervorgezogen werden kann.
Gleich den Spannleisten 60 und der Platte 42 muß auch die Druckplatte 37 wegen der benötigten wechselnden Abmessungen des Satzes in verschiedenen Größen bereit gehalten oder aber in sich veränderlich gemacht werden. Eine Veränderung der Größe der Verbindungsplatte 38 oder ein Bereithalten verschieden großer Platten 38 ist ebenfalls zu emp- " fehlen, aber nicht unbedingt nötig. Jedenfalls wird die mit dem Hebel 36 durch den Hindurchtritt des letzteren durch einen Schlitz verbundene Platte 39 so groß gewählt, als es die größte vorkommende. Zeilenlänge er-
fordert, und dementsprechend ist auch die Länge der Drehachse 35 des Hebels 36 gewählt. Durch die Veränderung der Höhenlage des Hebels 36 auf der Achse 35 soll immer ein genau zentrischer Druck auf die Platten 37 ermöglicht werden.
Selbstverständlich ist auch der zwecks leichteren Vorziehens mit einer Handhabe ausgestattete Reglettenkasten 46 mit dem Druckboden 48 in verschiedenen Größen bereitzu-. halten. Die Einstellung des Reglettenkastens . geschieht hierbei in ähnlicher Weise wie beim Setzschiff. Zu diesem Zweck ist die den Reglettenkasten oben begrenzende .Wand 69
*5 (Fig. I und 2) am Maschinengestell fest, die untere fo dagegen verschiebbar angeordnet, wobei die Feststellung durch in Lappen 71 des verschiebbaren Bodens 70 sitzende und durch Schlitze 66 der Seitenwände 72 des Ge-. ao steiles hindurchtretende, mit Anzugmuttern 67 versehene Schraubenbolzen 73 erfolgt.
Um mit einer Schriftart von größerem Kegel zu setzen, ist es nötig, die Weite des Setzkanales 11 innerhalb gewisser Grenzen veränderlich zu machen. Dies wird dadurch ermöglicht, daß das Maschinengestell aus zwei Teilen besteht, deren Trennungsebene in die
^ Mitte des Setzkanales fällt. Die beiden Teile, welche der besseren Beweglichkeit halber auf an einer gemeinsamen Grundplatte 74 (Fig. i und 2) befindliche Gleitbahnen 75 gesetzt sind, können durch Drehung von mit Handrädern 76 oder sonstigen Angriffsmitteln ausgerüsteten Stellschrauben yy einander genähert oder voneinander entfernt werden, wobei man nötigenfalls den Grad der Verstellung durch über Teilungen spielende Zeiger genau kenntlich macht und so eine gleichmäßige Drehung der oberen und unteren: Schrauben sichert.
Die neben dem Reglettenschieber 29 und zwischen dem Preßstempel 20 und dem Mitnehmer 16 befindlichen Federn 45 und 18 können sich dem Grade der Kanalveränderung durch entsprechende Nachgiebigkeit und ihre sonstige Ausbildung anpassen, so daß ein Einsetzen verschieden starker Schieber, Preßstempel und Mitnehmer nicht erforderlich ist.
Damit die Lettern beim Ausstoßen aus den Magazinbehältern 1 auf die Gleitbahn 3 nicht zu weit vorgeschoben werden können, ist eine Begrenzungsleiste 78 (Fig. 1 und,2) vorgesehen, welche gegebenenfalls auch abgenommen werden kann.
Die Magazine sind der Größe der Lettern angemessen und gegenüber den Letternstößern so angeordnet, daß die letzteren, welche dem Kegel der kleinsten, gangbaren Schriftart angepaßt sind, die Lettern von größerem Kegel . stets in der Symmetrieachse treffen. Infolge-
dessen kommen bei den Lettern der größten gebräuchlichen Schriftart die Magazinkanäle unmittelbar nebeneinander zu liegen, während die Kanäle für die kleinen Schriftarten entsprechend leere Räume zwischen sich aufweisen. Das Magazingestell ist für die größte Schriftart eingerichtet, und die einzelnen Magazinkanäle können durch . entsprechende Einlagen, der jeweiligen Schriftart angemessen, verengt werden.
Selbstverständlich werden auch Lettern ohne Bilder (Spatien, Gevierte usw.) in hierfür vorgesehenen Magazinen untergebracht, um größere leer zu lassende Räume des Satzes durch schnelles Anschlagen der Tasten und Herunterdrücken der Fußtritte rasch ausfüllen zu können. Auf diese Weise können auch durch nachträgliche Herausnahme dieser Füllstücke im Satz Druckplatten u. dgl. in den Satz eingeschaltet werden, oder aber es werden die Druckplatten unmittelbar auf den in diesem Falle um die Plattendicke gekürzten Setzstücken in irgendeiner geeigneten Weise befestigt.
Die Maschine kann auch doppelt angeordnet sein, d. h. es können die Magazine statt nur auf einer auch auf beiden Maschinenseiten angeordnet werden. Auch können die Magazine ebensogut unterhalb wie oberhalb der Bahn vorgesehen werden, so daß der Letternvorschub in ihnen von unten nach oben durch gewichtsbelastete Bodenplatten vermittelt wird. Auf diese Weise ist es möglich, mit den verschiedensten Schriftgattungen und Schriftgrößen zu arbeiten, ohne erst besondere Vorkehrungen zum Auswechseln treffen zu müssen. Immerhin empfiehlt es'sich, in jedem Falle die Magazine leicht auswechselbar an der Maschine anzuordnen.
In den Fig. 9 bis 13 der Zeichnungen ist eine Setzmaschine, die sich im großen und ganzen den Einrichtungen der vorbeschriebenen anschließt, in Verbindung mit einer durch den gleichen Erfindungsgedanken getragenen Ablegemaschine zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt:
Fig. 9 einen senkrechten Längsschnitt durch die ganze Maschine,
Fig. 10 einen senkrechten Querschnitt nach der Linie 0-0 der Fig. 9; die
Fig. 11 bis 13 zeigen Ausführungseinzelheiten.'
. Der abzulegende Satz wird, in dem der zuvor beschriebenen- vorderen Abschlußplatte 37 entledigten Spannrahmen 42, 44, 60 (Fig. 9 links oben) sitzend, in das dem Setzschiff entsprechend eingerichtete Ablegeschiff: 52, 34, 54 so weit vorgeschoben, daß die vorderste Zeile mit der aufliegenden Reglette dicht vor dem den Kanal 11 an dieser Stelle ausfüllenden Reglettenschieber 29 zu liegen kommt. Der Reglettenschieber 29, welcher demjenigen der Setzmaschine in allen Teilen ähnelt und von
ihm nur insofern abweicht, als der zum Erfassen der Regletten dienende hakenförmige Teil der Feder 45 unten statt oben liegt, wird unter dem Einflüsse eines drehbaren Gewichtshebeis oder durch ein über Rollen geführtes Gewicht 79 für gewöhnlich in seine unterste Stellung gedrückt, in welcher er auf der Letternbahn 80. auf ruht. Mit dem Schieber 29 ist ein weiteres Zugorgan 81 verbunden, welches von Hand oder durch einen Fußtritt angezogen werden kann, was eine Aufwärtsbewegung des Reglettenschiebers zur Folge hat. Bei der Aufwärtsbewegung nimmt die Federnase des letzteren die vor der vordersten, durch den am Boden 42 angreifenden Gewichtshebel 88 vorgeschobenen Letternzeile liegende Reglette mit nach oben und legt sie, während ein etwas bucklig ausgeführter Teil 82 der Feder 45 oder des Schiebers 29 den schon im Reglettenbehälter 46 befindlichen Reglettenstapel oder (bei leerem Behälter) den Druckboden 48 ein wenig zurückdrückt, Vor die Leistenansätze 49 ab, wo die Reglette durch den Andruck des Bodens 48 liegen bleibt, auch wenn gleich darauf der Reglettenschieber wieder niedergeht.
Der Schieber 29 wird jetzt kräftig auf die der Reglette entledigte, in den Ablegekanal vorgeschobene Zeile fallen lassen, so daß diese längs der folgenden,. noch im Ablegeschiff befindlichen, durch Andrücken des Druck-.satzes gegen die Greiferfeder 45 des Schiebers 29 zurückgehaltenen Reglette nach unten gedrückt wird, bis sie auf der Letternbahn 80 zur Ruhe kommt.
Der mit einem von Hand oder Fuß bewegten' Zugorgan 84 versehene, bei 85 drehbare Letternförderhebel 86 (Fig. 9 und 10) greift an einem auf der Bahn 80 verschiebbaren Wagen 87 (Fig. 9) an. Letzterer, der auf Rollen läuft und an den Wangen mit einer Gelenkstelle 140 versehen ist, ist mit zwei nach oben gebogenen Federhaken 89 ausgerüstet, welche durch in der Förderbahn vorgesehene Schlitze9o (Fig. 9 und 10) hindurchtreten können und so der Fortbewegung des zwischen einer oberen und unteren Anlageleiste für die Räder dahinrollenden Wagens nicht hinderlich sind. In der äußersten linken Stellung stehen die Federhaken, nachdem sie sich in dem Augenblicke des in der Richtung des eingezeichneten Pfeiles (Fig. 9) erfolgenden Dahingleitens unterhalb der untersten, auf der Bahn 80 liegenden Letter ein wenig zusammengedrückt haben, so weit seitlich des Ablegekanales, daß die Federhaken mit ihrem freien Ende hinter die unterste Letter vorgesprungen sind, so daß sie diese bei der nächsten, in entgegengesetzter Richtung vor sich gehenden Verschiebung des Wagens erfassen und mitnehmen müssen.
Bei dieser Mitnahme der Lettern ist aber Bedacht auf deren verschiedene Dicke zu nehmen. Wäre die öffnung in der der Förderbahn zugekehrten Wandung des Ablegekanales so groß, daß sie der dicksten im Satz vorkommenden Letter freien Durchgang gestattete, so wäre es nicht ausgeschlossen, daß, wenn zwei schmale Lettern unmittelbar übereinander liegen, die obere von der durch die Federhaken erfaßten unteren Letter durch Reibung mit aus dem Kanal gerissen würde, was natürlich den geordneten Ablegevorgang beeinträchtigen müßte.
Um dies zu verhüten, sind an der der Forderbahn zugekehrten Wand des Ablegekanales unten mehrere federnde oder drehbare Riegel 9'i, 92, 93 (Fig. 10) so angeordnet, daß ihre Enden verschieden hoch über der Oberfläche der Förderbahn schweben.
Die schmälste Letter findet den Weg, sofern sie zu unterst liegt, unterhalb des am tiefsten endenden Riegels 91 noch offen, während die folgenden Lettern durch die anderen Riegel zurückgehalten werden. Lettern von der mittleren Stärke bahnen sich ihren Weg durch Zurückdrängen des Riegels 91 unterhalb des Endes der beiden nächst kürzeren Riegel 92, während die Riegel 93 die oberen Lettern am Austritt hindern, weil sie dem Zurückdrücken nicht nur stärkeren Widerstand entgegensetzen, als die Reibung ausmacht, welche die Last der Zeile und des darauf drückenden Schiebers dem Wegziehen der Lettern entgegensetzt , sondern auch an Stärke den längsten Riegel 91 übertreffen. Erst die dickste Letternsorte erzwingt ihren Weg auch durch Hebung der Riegel 93, weil für sie kein leichterer Durchgang mehr vorhanden ist. Die Wand des Ablegekanales· verhindert hierbei ein Mitreißen der folgenden Letter. Die zusammengedrückten, aus nachgiebigem Metallblech o. dgl. bestehenden Spatien sowie die Gevierte, Halbgevierte usw. reihen sich bald dieser, bald jener Letternbreite an und bewirken eine entsprechende Beeinflussung" der Riegel. . ... . ' '
Die unter der Zeile herausbeförderte unterste Letter wird von beiden Federhaken des -Wagens 87 zunächst unter einer langen, über der Förderbahn schwebenden und einseitig nachgiebig befestigten Feder 94 (Fig. 9) hinweggeführt, wobei die letztere zufolge ihrer Nachgiebigkeit gestattet, daß die auf der ansteigenden Wagenbahn sich allmählich mehr und mehr erhebenden Federhaken sich frei aufrichten können, ohne die Letter aus ihrer Lage auf der eben bleibenden Gleitbahn 80 herauszubringen. Die Feder 94 hat also vornehmlich den Zweck, im Anfange der Bewegung des Wagens ein Kanten der Letter auf der Förderbahn zu verhüten, indem sie je nach
der Stärke der Letter sofort federnd oder durch Gewichtsbelastung in senkrechter Richtung einen gewissen Druck auf die mit der Breitseite auf der Bahn ruhende Letter ausübt.
;5 Ehe der Letternschlaghebel 86 und damit der Wagen 87 in Tätigkeit gesetzt wird, hat der Ableger, der wie ein Setzer nach dem ihm vorliegenden Urtexte oder nach dem Abdrucke des abzulegenden Satzes auf Tasten drückt, auf seinem Tastenwerk 113 (Fig. 10), die das Zeichen der jeweils abzulegenden Letter tragende Taste angeschlagen und dadurch ~ ein Hindernis in die Förderbahn vorgeschoben, das der weiteren Wagenbewegung an dieser Stelle Einhalt tut.
Das Hindernis besteht aus Greifern 95 (Fig. 10 bis 12), von denen je einer sich in den Räumen 96 befindet, welche mit den unterhalb der Letternbahn 80 vorgesehenen Magazinbehältern 1 genau in ihrer Lage übereinstimmen. In jedem der Räume 96 ist eine verschiebbare Preßplatte 99 (Fig. 10 bis 12) untergebracht, und zwar wird die Preßplatte durch ein bei 100 am Gestell gelagertes und bei 101 angreifendes Kniegelenk 102, 103 in der Weise schwebend gehalten, daß der Hebelarm 102, welcher in der Bewegungsebene des benachbarten Greifers 95 liegt, auf dem obersten Punkte der keilförmig ansteigenden Stirnkante des letzteren aufruht. Ein der Letternlänge und der Breite der Mägazinfächer entsprechender Ansatz 104 der Preßplatte 99 schwebt hierbei dicht über einer in die Ebene der letzteren vorspringenden Leiste ' 105 des Greifers 95. An dieser Leiste sind mehrere nach unten umgebogene Federchen
106 (Fig. 11) befestigt; außerdem schließtsich an die Leiste 105 noch eine senkrechte Wand 107 (Fig. 12) derart an, daß ihre Innen-
40. fläche bündig' mit der einen Innenwandfläche des zugehörigen Letternkanales abschließt.
An den der Förderbahn 80 abgewendeten Enden der Greifer 95 greift bei 108 (Fig. 10) je ein mit einem Schlitz ausgestatteter, bei 109 drehbarer Winkelhebel 114, der in den Tastenhebel· 113 eingehängt ist, an, so daß beim Niederdrücken der Taste der zugehörige Greifer in der Richtung gegen die Letternbahn vorgeschoben wird, und der auf der Greiferstirnkante schleifende Hebel 102 und damit auch die Platte 99 sich zufolge der schrägen Bahn der Stirnkante senken, muß.
Der Vorschub des Greifers 95 in der Richtung gegen die Letternbahn erfolgt nun so weit, daß die auf der letzteren durch den Wagen beförderte Letter im' Augenblicke des Auftrefrens des Wagens auf den Greifer unter die sich etwas zusammendrückenden Federchen 106 gepreßt wird, wobei die eine der Letternflächen sich dicht gegen die Querwand
107 anlegt. Währenddessen hatte die Preßplatte 99 sich so weit gesenkt, daß ihr Vorsprung 104 die in dem darunterliegenden Magazin befindliche Letternsäule, die dem Weiterdrücken durch irgendwelche, weiter unten beispielsweise angegebenen Mittel Widerstand ; entgegensetzt, um ein gewisses Maß nach unten schob, so daß nunmehr die Oberfläche der zu oberst liegenden Letter um ein geringes niedriger zu liegen kommt als die Ebene der Förderbahn.
Mit Beendigung des durch Feder- oder Gewichtswirkung erfolgenden Rückganges des Greifers und dem gleichzeitigen Wiederhochgehen der Preßplatte wird die durch die Federchen 106 festgehaltene Letter von den letzteren, sobald die Letter genau über dem Magazinkanal angekommen ist, in letzteren hineingedrückt, so daß die Letternsäule mehr und mehr nach unten rückt. In der, beschriebenen Weise erfolgt, das Ablegen des ganzen Satzes.
Diese eben beschriebene Ablegevorrichtung ist nicht Gegenstand der Erfindung.
Die durch den beschriebenen Ablegevorgang in die Kanäle geförderten Lettern werden nun in der schon bei Besprechung der Setzmaschine geschilderten Weise durch Anschlagen der Tasten und Fußtritte auf der Bahn 3 mittels des Schlittens 6 zum Setzkanal gebracht. Der Schlitten 6 (Fig. 9) weicht insofern von der Bauart des schon beschriebenen ab, als im vorliegenden Falle, d. h. also beim Abwärtsdrücken der Lettern in den Setzkanal, die Sporne 14 und 15 entbehrlich sind. Beim Aufstoßen der vor dem Schlitten 6 liegenden Letter auf die Sperre 13 (Fig. 9 und 13) wirdMiese angehoben. Dann drückt die Letter den U-förmigen Schieber 25 so weit zurück, daß seine seitlichen Schenkel den Setzkanal freigeben und die Letter an ihre Stelle tritt, worauf die Sperre wieder niederfällt. Jetzt wird durch Niederdrücken des mit dem Fußtritt 32 (Fig. 9)· und einem Gewichtshebel 17 usw. verbundenen Preßstempels 20, der hier einen Mitnehmer entbehren kann, die Letter in den Setzkanal so weit heruntergedrückt, bis der Schieber 25, zwischen dessen Schenkeln der Preßstempel sich abwärtsbewegt, im Augenblicke, in dem die Letter den oberhalb der Bahn -liegenden Teil des Setzkanales verlassen hat, durch die Wirkung ihrer auf einem Bolzen 26 geführten Feder 2J wieder vorspringt und hiermit die unter dem Einflüsse eines Gewichtes o. dgl. stehende Letternsäule an einer mit dem Loslassen des Fußtrittes erfolgenden Zurückdrängung nach oben hindert. Auf diese Weise wiederholt sich das Spiel bis zur vollständigen Ausfüllung der Zeilenlänge, worauf die fertige Zeile in den Setzkasten gedruckt und mit einer Regleite versehen wird. Die übrigen Teile der

Claims (10)

  1. Setzmaschine stimmen mit denen der zuerst beschriebenen Bauart überein.
    Man kann auch den Vorgang des Eindrückens der Lettern 2 in den Setzkanal 11 .in der Weise selbsttätig durch den Preßstempel bewirken, daß man, wie Fig. 13 zeigt, auf dessen oberes Ende eine im Setzkanal befestigte Feder 130 einwirken läßt, die, sobald . das untere, durch die Öffnung des gabelförmigen Schiebers 25 bis auf die Letterngleitbahn reichende Ende' des Preßstempels durch den Anstoß der Letter gegen die Sperre 13, die mittels einer Nase 131 in eine Kerbe des Preßstempels eingreift, gehoben worden ist, den Preßstempel bis auf die Letternbahn niederdrückt, so daß die Letter in den Kanal 11 befördert wird. Die Bewegung des Preßstempels ohne gleichzeitige Bewegung des Hebels 17 wird dadurch ermöglicht, daß ein Bolzen 132 des letzteren sich in den Schlitzen !33> !34 des Hebels 17 bzw. des Preßstempels 20 verschieben kann, daß ferner das untere Sperrenende etwas federnd ausgeführt ist, so daß, wenn der Hebel 17 zur Geltung kommt, die Sperrnase 131 aus der Preßstempelkerbe unter geringer Aufwärtsbiegung des Sperrenendes austritt und der Preßstempel auf diese Weise tiefer in den Kanal 11 eingeführt werden kann.
    Ρλτε ν T-A ν Sprüche:
    i. Maschine zum Herstellen und Ablegen von durchschossenem Letternsatz, dadurch gekennzeichnet, daß das sich an die Setz- bzw. Ablegebahn (11) anschließende Setz- bzw. Ablegeschiff (52,34,54, Fig. i, 3 und 9), sowie ein Behälter (46) zur Abgabe bzw. Aufnahme von Regletten (Durchschuß) mittels eines Schiebers (20, 29, Fig. 1 und 9) derart zueinander in Beziehung stehen, daß vor Beginn des Setzens bzw. Ablegens der Schieber (20, 29) in der Setz- bzw. Ablegebahn (11) die ganze Länge' des Setz- bzw. Ablegekanales'ausfüllt, während er bei fertig gesetzter bzw. aus dem Ablegeschiff in den Ablegekanal geförderter Zeile über den Reglettenbehälter (46) vorgeschoben ist, und zwar derart, daß ein am Schieber angebrachter Greifer (45) bei Beginn der nächsten Verschiebung die vorderste Re-
    . glette aus dem Reglettenbehälter (46) bzw. von dem im Ablegeschiff liegenden Satze wegzieht und sie, nachdem1 die Zeile in den Setzkasten bzw. letternweise in den Ablegekanal gedrückt worden ist, selbsttätig über die eben gesetzte Zeile bzw. von der nächsten abzulegenden Zeile in den Reglettenbehälter befördert.
  2. 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks Anpassens des Setz- bzw. Ablege- und Reglettenbehälters an die veränderliche Zeilen- und Reglettenlänge unter Beibehaltung des gleichen Schiebers (20,29) die gleichgelegenen Wände (52 bzw. 69, Fig. 1, 2, 3 und 9) des ; Setz- bzw. Ablege- und des Reglettenbehälters um den Hub des Reglettengreifers (45) voneinander entfernt am Maschinengestell fest, die Gegenwände (54 bzw. 70) aber in der Höhenlage verschieb- und durch geeignete Mittel (z. B. Schlitze und Klemmschrauben 57, 59 bzw. 66, 73) feststellbar am Maschinengestell angeordnet sind. - .
  3. 3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zwecks leichterer Entnahme oder Einführung der Regatten und des Satzes aus der bzw. in die Maschine jene in besonderen mit einer Handhabe versehenen Behältern (46 bzw. 37,42,60) untergebracht sind, von denen der zur Aufnahme des Satzes bestimmte zugleich als Spannrahmen ausgebildet ist.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die den Satz aufnehmenden Behälter aus mit beiderseits geschlossenen Längsschlitzen (61) versehenen, durch Feststellschrauben an den geschlitzten Wänden der Maschine zu befestigenden Schienen (60) und ferner aus mehr oder minder weit zwischen die Schienen vorzuschiebenden, mit ihnen durch Schrauben o. dgl. lösbar verbundenen Druckböden (37,44,42) bestehen, von denen der eine (37), welcher mit einer oder mehreren, durch Hebel (36) o. dgl. verschiebbaren Hilfsplatten (38,39) leicht lösbar aber dennoch starr verbunden werden kann, durch Vorschieben der Hilfsplatten gleichzeitig zum Eindrücken der noch im Setzkanal befindlichen Letternzeile in den Setzkasten benutzt wird und daher je nach der Länge der Zeile auswechselbar sein muß, oder in seiner Größe veränderlieh gemacht werden kann.
  5. 5. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Reglettenschieber (29), der vor Beginn des Setz-bzw. Ablegevorganges, zweckmäßig unter Wirkung eines Gewichtes in seiner untersten Stellung, und zwar auf oder um ein geringes über der sich an den Setz- bzw. Ablegekanal anschließenden Letterngleitbahn (3, Fig. ι bis 4 bzw. 80, Fig. 9 und 10) "5 gelegen ist, mit einer an ihrem außenliegenden Ende zu einem Greiferhaken ausgebildeten Feder (45, Fig. 1, 3 und 7 bis 9) in der Weise versehen ist, daß die Feder auch bei der infolge einer getrennten An-Ordnung der Vorder- und Rückwand des Setz- bzw. Ablegekanales ermöglichten
    leichten Weitenänderung des letzteren sich, durch ihre Nachgiebigkeit und vermöge von im Schieber vorgesehenen Aussparungen leicht pressend gegen die Kanalwandungen einerseits und die Regletten bzw. Letternzeilen andererseits anlegen kann.
  6. 6. Maschine nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die vorderste der im Reglettenbehälter (46, Fig. 1 und 7 bis 9) befindlichen Regletten durch den Andruck des auf letztere einwirkenden Gewichtsbodens (48) gegen im Setz- bzw. Ablegekanal angeordnete, außerhalb des Bereiches des Greifers (45) liegende Vorsprünge (49) am Herunterfallen gehindert wird.
  7. 7. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der das Setzschiff und den Reglettenbehälter zueinander . -in Beziehung bringende, im Setzkanal verschiebbare Schieber aus zwei getrennten Teilen (29 und 20, Fig. i, 3, 4, 5, 8, 9 und 13) besteht, die derart voneinander abhängig sind, daß sie vor Beginn des Setzens unmittelbar und mit gegenseitigem Andrucke aufeinander ruhen, während sie zwecks Einleitung und Fortführung des Setzvorganges durch den Letternförderschlitten (6) voneinander entfernt und dann die zu setzenden Lettern nacheinander bis zur angenäherten Ausfüllung der richtigen Zeilenlänge zwischen sie geschoben werden, worauf die fertige Letternzeile als einheitliche Säule in einer zum Setzkanal senkrechten Richtung in den Setzkasten gedrückt wird.
  8. . 8. Maschine nach Anspruch 1 und 1J, dadurch gekennzeichnet, daß' die zwischen den Schieberteilen (29, 20) liegende Letternsäule an der Eintrittsstelle der Lettern in den Setzkanal jeweilig durch einen Querschieber (25, Fig. 1, 4, 5, 6, 9 und 13) begrenzt wird, der beim Einfügen einer neuen Letter unter Überwindung einer ihn entgegengesetzt beeinflussenden Kraft aus dem Setzkanal herausgedrückt wird, und zwar bei nach oben fortschreitendem Setzen (Fig. 1, 4 und 5) erst dann, wenn die Letternsäule durch einen mit dem Letternförderschlitten (6) verbundenen Sporn (14) abgefangen worden ist.
  9. 9. Maschine nach Anspruch 1 und 8, dadurch gekennzeichnet, daß der greiferlose Teil (20) des Schiebers (20, 29) von einem Mitnehmer (16, Fig. 1, 4 und 5) derart beeinflußt wird, daß die durch den Anstoß des Letternförderschlittens (6) auf einen keilförmigen Kopf des Mitnehmers bewirkte Verschiebung des letzteren durch Vermittelung eines Kuppelorgänes (18) auch eine Mitverschiebung der anderen Schieberhälfte (20) zur Folge hat, während letztere, wenn der Schlitten (6) nicht in Berührung mit dem Mitnehmer (16) steht, gegenüber diesem verschoben werden kann, ohne von ihm beeinflußt zu werden.
  10. 10. Maschine nach Anspruch 1, 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, daß der freie Teil der Setzkanalwand durch eine in der Höhenrichtung verschiebbar geführte Platte (13, Fig. 1, 4, 5, 9 und 13) bedeckt., wird, deren unteres Ende in der Richtung der Letterngleitbahn keilförmig nach oben umgebogen und zwecks- Durchlassens des die Letternsäule tragenden Spornes (14)
    ■ des Förderschlittens (6) mit einer Aussparung versehen ist.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
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