DE172016C - - Google Patents
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C09—DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- C09B—ORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
- C09B49/00—Sulfur dyes
- C09B49/04—Sulfur dyes from amino compounds of the benzene, naphthalene or anthracene series
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Werden Gemische aus alkylierten m-Aminophenolderivaten
mit Aminen oder Phenolen bei Gegenwart von Schwefel oder Schwefel abgebenden Substanzen erhitzt, so tritt unter
Schwefelwasserstoffentwicklung eine lebhafte Reaktion ein, wobei je nach der Natur der
angewendeten Komponenten gelbbraune bis rotbraune Farbstoffschmelzen entstehen. Diese
Farbstoffschmelzen lösen sich in Schwefelalkalien und Alkalien leicht auf, und können
direkt zum Färben von ungeheizter Baumwolle Verwendung finden, oder es werden die Farbstoffe aus den filtrierten Farbstofflösungen
in der üblichen Weise durch Einblasen von Luft, Zusatz von Säuren, Salmiak oder Kochsalz in fester Form abgeschieden.
Die Färbungen auf ungeheizte Baumwolle aus schwefelalkalischem Salzbade zeigen eine
bemerkenswerte Echtheit, welche durch Nachbehandlung mit Metallsalzen, wie Chromkali
und Kupfersalzen, noch erhöht werden kann.
Die von alkylierten m-Aminophenolderivaten sich ableitenden Farbstoffe der vorliegenden
Erfindung unterscheiden sich in charakteristischer Weise von den bisher bekannten
Schwefelungsprodukten des m-Aminophenols (vergl. Patentschrift 107236 und 107729)
durch die schöne volle rotbraune bis gelbbraune Nuance, von den Farbstoffen des britischen Patentes 23312/1895 und des französischen
Patentes 239714 vorteilhaft durch ihre Nuance, Löslichkeit und Intensität.
Zur Erläuterung des neuen Verfahrens mögen die folgenden Beispiele dienen:
14 Teile Dimethyl-m-Aminophenol, 15 Teile
p-Aminoacetanilid und 22 Teile Schwefel werden bis zum Aufhören der Schwefelwasserstoffentwicklung
auf etwa 180 bis 2000 erhitzt. Die erkaltete und gepulverte Schmelze
wird in Schwefelnatrium gelöst direkt zum Färben verwendet oder durch Filtration der
Lösung und Ausfällen des Farbstoffes mittels Luft, Säure oder Salz gereinigt.
Der erhaltene Farbstoff färbt ungeheizte Baumwolle gelbbraun. Ähnliche Farbstoffe
werden erhalten, wenn in obigem Beispiel an Stelledes p-Aminoacetanilides, m-Toluylendiamin
oder p-Toluidin angewendet wird.
14 Teile Dimethyl-m-Aminophenol, 11 Teile
Resorcin und 22 Teile Schwefel werden nach Beispiel 1 verschmolzen; die erhaltene
rotbraune Farbstoffschmelze löst sich leicht in Alkalien und Schwefelalkalien und färbt
die ungeheizte Baumwollfaser rotstichig braun.
Durch Nachbehandlung dieser Färbunge η mittels Chromkali und Kupfervitriol wird die
Nuance nur wenig verändert, dagegen die Waschechtheit erhöht. Wird in diesem Beispiel
der Schwefel durch das Alkalipolysulfid aus 50 Teilen Schwefelnatrium und 30 Teilen
Schwefel ersetzt, so wird ein violettbrauner, bei Anwendung einer Mischung von 9 Teilen
Chlorschwefel und 18 Teilen Schwefel dagegen ein orangebrauner Farbstoff gebildet.
Die Menge des Schwefels und des Resorcins kann innerhalb weiter Grenzen schwanken,
ebenso die Temperatur. Bei Erhitzen auf eine 200° wesentlich übersteigende Temperatur
entstehen Farbstoffe von etwas stumpfere Nuance.
Ähnliche Farbstoffe entstehen, wenn in obigem Beispiel das Dimethyl-m-Aminophenol
durch seine Substitutionsprodukte (Dimethyl-, aminophenolcarbonsäure, Chlor- und Thioderivate)
sowie durch seine Homologen und Analogen ersetzt wird. So liefert Diäthylm-Aminophenol
Rotbraun, Monomethylbezw. -äthyl-m-Aminophenol Rotbraun, Methyläthyl-m-Aminophenol
Rotbraun, Benzilmethyl- und Benzyläthyl-m-Aminophenol
Rotbraun, Methylen-, Äthylen- und Benzyliden-m-Aminophenol
rötliches Braun, Methyl- und Äthyl-m-aminokresol rötliches Braun.
An Stelle der einfachen Alkyl-m-Aminophenole
lassen sich auch deren Substitutionsprodukte, wie Carbonsäuren (Patent 50835), sogenannte
Glycinderivate, Äther, Ester, Aminoderivate usw. sowie die durch Kondensation mit Aldehyden
in saurer Lösung erhältlichen Methanderivate (vergl. Patent 58955 und französisches
Patent 198785) verwenden.
Wird im obigen Beispiel das Resorcin durch dessen Substitutionsprodukte, z. B.
Kresorcin, Resorcylsäure, Pyrogallol, Gallussäure, Tannin, Gerbstoffe, ersetzt, so entstehen
ähnliche braune Farbstoffe, dagegen wird bei Ersatz durch 2 · 7 Dioxynaphtalin ein violettbrauner Farbstoff und bei Ersatz durch
Brenzcatechin, Kreosot, Hydrochinon oder rn- Oxy -benzoesäure je ein dunkelbrauner
Farbstoff erhalten.
An Stelle von Resorcin und seiner Analogen kann auch Thioresorcin (vergl. Ber. XXI,
263) oder die z.B. nach derselben Methode wie Thioresorcin darstellbaren Thyoderivate
des m-Aminophenols, m-Aminokresols oder
des Kresorcins verwendet werden.
Selbstverständlich kann, wenn zur Darstellung dieser Farbstoffe Thioverbindungen
gebraucht werden, die zur Ausführung des Verfahrens anzuwendende Menge Schwefel
entsprechend reduziert werden.
Claims (1)
- Patent-Anspruch :Verfahren zur Darstellung brauner Schwefelfarbstoffe, darin bestehend, daß alkylierte m-Aminophenolderivate mit aromatischen Aminen und Phenolen bei Gegenwart von Schwefel bezw. Schwefel abgebenden Substanzen erhitzt werden.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE172016C true DE172016C (de) |
Family
ID=436938
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT172016D Active DE172016C (de) |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE172016C (de) |
-
0
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