DE154338C - - Google Patents

Info

Publication number
DE154338C
DE154338C DENDAT154338D DE154338DA DE154338C DE 154338 C DE154338 C DE 154338C DE NDAT154338 D DENDAT154338 D DE NDAT154338D DE 154338D A DE154338D A DE 154338DA DE 154338 C DE154338 C DE 154338C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
soluble
bromine
indigo
easily soluble
tolylindigo
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT154338D
Other languages
English (en)
Publication of DE154338C publication Critical patent/DE154338C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B7/00Indigoid dyes
    • C09B7/02Bis-indole indigos
    • C09B7/04Halogenation thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Indole Compounds (AREA)

Description

: 91- ο·?«- c
~1
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Behandelt man Indigo bei Gegenwart von Wasser und von Mineralsäure mit Brom, so entstehen Bromderivate des Indigos.
Es wurde nun gefunden, daß sich auch die Homologen des Indigos unter diesen Bedingungen bromieren lassen. Als hierfür geeignete Mineralsäuren kommen z. B. die Halogenwasserstoffsäuren, ferner Schwefelsäure oder Phosphorsäure in Betracht. Die
ίο entstandenen Indigofarbstoffe enthalten das Brom relativ fest und somit im Kern gebunden.
Dieses Resultat war nicht vorauszusehen, da über eine Bromierung von Indigofarbstoffen — mit Ausnahme von Indigo selbst —-bisher überhaupt jegliche Angaben fehlen. Auch aus dem Umstände, daß sich aus Indigo bei Gegenwart von Wasser und Mineralsäuren Bromsubstitutionsprodukte darstellen lassen, waren keinerlei Schlüsse über das Verhalten der Homologen desselben bei analoger Behandlung zu ziehen. Denn es hätte bei Verwendung der Homologen des Indigos die Substitution in der Seitenkette erfolgen können, wobei dann Farbstoffe entstanden wären, in . welchen das Halogen verhältnismäßig locker gebunden gewesen wäre. Aber auch dann, wenn dieses nicht eintrat, hatte man noch immer keine Gewähr für die Entstehung von beständigen Bromderivaten, da die Seitenkette bezw. Seitenketten gerade an den für die Halogenisierung disponierten Stellen gebunden sein konnten und daher den Eintritt des Halogens hätten verhindern können.
Das Verfahren wird durch folgende Beispiele erläutert:
Beispiel I.
290 kg o-Tolylindigo werden in rauchender Bromwasserstoffsäure von 65 Prozent HBr suspendiert, und hierzu wird unter Kühlung eine Lösung von 160 kg Brom in rauchender Bromwasserstoffsäure gegeben: Nach Beendigung der Umsetzung wird in Wasser gegossen, filtriert und bis zur neutralen Reaktion gewaschen. Der so erhaltene Brom-o-tolylindigo ist ein blaues Pulver, welches beim Reiben Kupferglanz annimmt und in den bekannten Lösungsmitteln, wie Alkohol, Benzol, Schwefelkohlenstoff, Chloroform, verhältnismäßig leicht löslich ist.
Beispiel II.
211 Teile o-Tölylindigo werden unter Rühren in 400 Teile syrupöse Phosphorsäure (spez. Gew. 1,725) eingetragen und hierauf 160 Teile Brom in rauchender ßromwasserstoffsäure gelöst zugegeben. Nach einigen Stunden gießt man in Wasser und isoliert den Monobromo-tolylindigo wie oben.
Beispiel III.
159 Teile m-Xylylindigo werden mit konzentrierter Salzsäure angerührt; in die Mischung
leitet man bei 0° Salzsäuregas bis zur Sättigung ein und läßt dann eine Lösung von 80 kg Brom in der mehrfachen Menge Eisessig einfließen. Sobald sich kein Brom mehr nachweisen läßt, gießt man in Eiswasser, filtriert und wäscht aus. Man erhält so Monobrom-m-xylylindigo als ein blaues Pulver.
Bei Verwendung der doppelten Menge Brom erhält man unter im übrigen gleichen Bedingungen den Dibrom-o-tolylindigo bezw. Dibrom - m - xylylindigo.
Die Eigenschaften der neuen Indigofarbstoffe sind in folgender Tabelle zusammengestellt :
Monobromo-tolylindigo
Dibromo-tolylindigo
Monobromm -xylylindigo
Dibromm -xylylindigo
Alkohol
heiß wenig löslich
heiß ziemlich löslich
leicht löslich
leicht löslich
Äther
löslich
löslich leicht löslich
leicht löslich
Chloroform
leicht löslich
leicht löslich sehr leicht löslich
sehr leicht löslich
Benzol
ziemlich löslich
leicht löslich sehr leicht löslich
sehr leicht löslich
Schwefelkohlenstoff
löslich
löslich leicht löslich.
leicht löslich
Ligroin
heiß wenig löslich, blauviolett
heiß wenig löslich, blau heiß ziemlich löslich,
blauviolett
heiß ziemlich löslich, rotviolett
Schwefelsäure
mit grüner Farbe
löslich auch beim
Erwärmen
. grüne Lösung auch beim Erwärmen anfangs braun, dann
grün, beim Erhitzen
blau
anfangs braun, dann
grün, beim Erhitzen
grünblau.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung von Bromderhraten der Homologen des Indigos, dadurch gekennzeichnet, daß man. diese bei Gegenwart von Wasser und von Mineralsäure mit Brom behandelt.
DENDAT154338D Active DE154338C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE154338C true DE154338C (de)

Family

ID=420887

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT154338D Active DE154338C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE154338C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE730862C (de) Verfahren zur Herstellung von substituierten Anthrachinonen und den entsprechenden Aroylbenzoesaeuren
DE154338C (de)
DE1242180B (de) Verfahren zur Herstellung von farbstarken und kornweichen polyhalogenierten Kupferphthalocyaninen
DE456235C (de) Verfahren zur Darstellung von Anthrachinonderivaten
DE484360C (de) Verfahren zur Darstellung von organischen Rhodanverbindungen
DE2248704B2 (de)
EP0603129B1 (de) Oxazinfarbstoffe, Verfahren zu deren Herstellung und deren Verwendung
DE1229663B (de) Verfahren zur Herstellung von 4-Brom-3-hydroxychinophthalon
DE447015C (de) Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen
DE227323C (de)
DE427969C (de) Verfahren zur Darstellung von stickstoffhaltigen Anthrachinonderivaten
EP0137243B1 (de) Verfahren zur Herstellung von sauren Nitrofarbstoffen
AT45599B (de) Verfahren zur Darstellung von Gallocyaninderivaten durch Spaltung der Kondensations-produkte von Gallocyaninen mit aromatischen Aminen bezw. Diaminen mittelst einer Säurebehandlung ohne Bildung von Leukoderivaten.
DE456584C (de) Verfahren zur Darstellung von Derivaten des Flavanthrons
AT60195B (de) Verfahren zur Darstellung von beizenziehenden Nitrofarbstoffen der Rhodolreihe.
DE245769C (de)
DE513690C (de) Verfahren zur Darstellung stickstoffhaltiger Naphthoylendiarylimidazole
DE610761C (de) Verfahren zur Herstellung von komplexen Metallverbindungen von o-Oxyazofarbstoffen
DE116677C (de)
DE1644679C (de) Verfahren zur Herstellung von Kupfer phthalocyanin
DE576132C (de) Verfahren zum Trennen von Kuepenfarbstoffen
AT105341B (de) Verfahren zur Darstellung von Eisfarben (Entwicklungsfarben).
DE66361C (de) Verfahren zur Darstellung eines am Azinstickstoff alkylirten Indulins und von Sulfosäuren desselben
DE109261C (de)
DE504829C (de) Verfahren zur Herstellung der 2-Oxy-3-nitropyridin-5-arsinsaeure