AT45599B - Verfahren zur Darstellung von Gallocyaninderivaten durch Spaltung der Kondensations-produkte von Gallocyaninen mit aromatischen Aminen bezw. Diaminen mittelst einer Säurebehandlung ohne Bildung von Leukoderivaten. - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Gallocyaninderivaten durch Spaltung der Kondensations-produkte von Gallocyaninen mit aromatischen Aminen bezw. Diaminen mittelst einer Säurebehandlung ohne Bildung von Leukoderivaten.

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  Verfahren zur Darstellung von Gallocyaninderivaten durch Spaltung der Kondensationsprodukte von Gallocyaninen mit aromatischen Aminen bezw. Diaminen mittelst einer   Säurebehandlung   ohne Bildung von Leukoderivaten. 



   Durch die Patentschrift Nr. 37131 ist bekannt, dass die Aryiamido-gallocyanine (d. h. die Produkte der Einwirkung von aromatischen Aminen oder Diaminen auf Gallocyaninfarbstoffe) durch eine   Behandlung   mit Säuren und reduzierenden Mitteln in   Leukoderivate   von Spaltungprodukten übergehen, in welchen die Arylamidogruppe durch die Hydroxylgruppe ersetzt ist.   Durch die Dissertation.. Über   die Einwirkung von Amidoverbindungen   auf Gallocvanini rh-   
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 Winterthur 1908, Seite 36 und folgende, ist ebenfalls bekannt,   da ! 3   das Anilidoderivat des Prune pur (das Einwirkungsprodukt von Anilin auf den Farbstoff aus Gallussäure-methylester und Nitrosodimethylanilin), durch die Einwirkung von Schwefelsäure, in Anilin und ein Leukoderivat des hydroxylierten Prune gespalten wird.

   



   Diese Bildung eines   Leukokörpers   ist   ohne Zweite) durch   eine noch   unerktärte   Nebenreaktion   verursacht,   die vielleicht derjenigen analog ist, welche Erfinderin zuerst in ihrer deutschen 
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 als es eben für die Abspaltung des Amins gerade notwendig ist, und dieses Erwärmen sofort nach beendeter Abspaltung zu unterbrechen. Die Temperatur, bei welcher die Abspaltung vor sich geht, hängt vor allem von dem behandelten Arylamidogallocyanin, aber auch von der Natur   der verwendeten Säure und deren Konzentration,   die innerhalb weiter Grenzen variieren kann. ab.

   Es ist leicht diese Temperatur sehr genau zu bestimmen, indem Proben der Reaktionsmischung 
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 concentrierter Schwefelsäure), sobald die Abspaltung anfängt vor   sich zu gehen, sind diese   Lösungen braun und am Ende der Reaktion grün   gefärbt. Da   aber die   hydroxyliertell Ga1lo-   cyanine und ihre Reduktionsprodukte (Leukoderivate) sich beide mit   grüner Farbe in concentrierter   Schwefelsäure auflösen. kann diese Farbenreaktion den Zeitpunkt nicht anzeigen, wo die zweite Reaktion, die Reduktion, die Erfinderin vermeiden   will. anfäugt vor sieh zu   gehen, und wo   man   also aufhören muss, zu erwärmen.

   Zu diesem Zwecke verwendet man für die Farbenreaktion eine 
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 50prozentige   Schwefelsäure   verwendet werden. Die meisten Mineralsäuren sind fähig diese Abspaltung zu bewirken ; gute Resultate wurden mit Salzsäure und mit Phosphorsäure erreicht, die günstigsten aber mit verdünnter Schwefelsäure. 



   Die so dargestellten hydroxylierten Gallocyanine unterscheiden sich von den, in der Patentschrift Nr. 37131, beschriebenen Leukoderivaten durch ihre schwächere Basicität und ihre viel schwerere   Löslichkeit   in Wasser. Durch Reduktion gehen sie in basischere und leichter lösliche Leukoderivate über. 



   Neben dieser Darstellung von Leukoderivaten sollen die neuen Produkte auch noch zur Darstellung neuer Farbstoffe dienen. Beispiel 1. 



   84 g   Anilidocölestinblau   werden in 500 cm3 37prozentiger Schwefelsäure eingetragen ; man erwärmt unter Umrühren ; bei   750 e ist   der Anfang der Reaktion zu beobachten ; man erwärmt 2 Stunden lang bei 75   bis",   verdünnt dann mit 270   cm3   Wasser und filtriert noch warm (ungefähr   5 () 0 C).   Das abgeschiedene Produkt wird mit Wasser gewaschen, gepresst und getrocknet. 



   Das gewonnene Oxycölestinblau ist kristallinisch von brauner Farbe mit grünem metallischem
Reflex, in konzentrierter Schwefelsäure mit grüner Farbe löslich, die beim Verdünnen mit Wasser in gelbbraun umschlägt ; in 65 prozentiger Schwefelsäure löst es sich braun auf, sein Leukoderivat 
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 Beispiel 2. 



   98   9   p-Diaethylamido-anilido-cölestinblau (Kondensationsprodukt von   Cölestinblau   mit   imido-diaethylanilin)   und 500   cm3   37prozentiger Schwefelsäure werden unter Umrühren erwärmt ; die Reaktion beginnt bei   65    C bis   70U C,   bei welcher Temperatur das Gemenge zwei Stunden lang gehalten wird, nachher wird mit 270   Cl   Wasser verdünnt und wie unter Beispiel 1 weiter verfahren. 



  Die Ausbeute beträgt 95% der theoretisch berechneten und das Produkt ist mit demjenigen des Beispiels l identisch. 



   Ersetzt man für diese Abspaltung die Schwefelsäure durch 22prozentige Salzsäure, so geht die Reaktion bei 650 C vor sich, und es wird eine Ausbeute von   76%   der theoretisch möglichen erreicht. 



   Wird dagegen anstatt des Diaethylamidoanilids des Cölestinblau das Diaethylamidoanilid des Gallaminblau mit 37prozentiger Schwefelsäure gespalten, so geht die Reaktion bei 
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   concentrierter   Schwefelsäure mit   bläulich   grüner Farbe, die beim Verdünnen mit Wasser in   Gelbbraun übergeht   ; in   65prozentiger Schwefelsäure lost   es sich mit brauner Farbe auf. sein   Lcukoderivat   aber mit grüner Farbe ; die Losung in verdünnter Natronlauge ist   rotvioictt.   In Alkohol ist es sehr wenig   löslich   mit violetter Farbe. 



   Beispiel 3. 
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   diaethvianilin) werden   bei   20    bis   30  0 in 500 cma 37prozentige   Schwefelsäure eingetragen. Beim weiteren Erwärmen wird bei   44    C'der Anfang der Abspaltung beobachtet, man hält die Temperatur zwei Stunden lang bei   44    bis 450 C; eine Probe löst sich am Ende mit grüner Farbe in konzentrierter   chwefd8äure   und mit gelbbrauner Farbe in 50prozentiger Schwefelsäure. Man lässt erkalten, filtriert, wäscht mit wenig verdünnter Schwefelsäure, und saugt ab.

   Das abgesaugte Produkt, bestehend aus braunen Kristallen, wird mit 1 l Wasser behandelt, wobei diese braunen Kristalle 
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 wiederum filtriert mit Wasser gewaschen, gepresst und getrocknet.   theses   grüne kristallinische Produkt löst sich in concentrierter   Schwefelsäure   mit grüner 
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Wird bei der Behandlung des gleichen Ansatzes, anstatt auf 44 bis 450 zu erwärmen, die Temperatur eine Stunde lang bei 60 bis 650 ('gehalten, so ist die Bildung des Leukoproduktes schon so fortgeschritten, dass selbst beim Erkalten der Lösung, keine Kristallisation des nicht reduzierten Produktes mehr zu erreichen ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Darstellung von hydroxylierten Spaltungsprodukten aus den Körpern, die durch Kondensation von Gallocyaninen mit aromatischen Monaminen oder Diaminen entstehen, dadurch gekennzeichnet, dass diese Körper mit verdünnten Säuren auf so niedrige Temperatur und nur so lange erwärmt werden, dass die Abspaltung ohne Reduktion des hydroxylierten Spaltungsproduktes vor sich geht.
AT45599D 1909-11-08 1909-11-08 Verfahren zur Darstellung von Gallocyaninderivaten durch Spaltung der Kondensations-produkte von Gallocyaninen mit aromatischen Aminen bezw. Diaminen mittelst einer Säurebehandlung ohne Bildung von Leukoderivaten. AT45599B (de)

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