DE153446C - - Google Patents

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DE153446C
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D03WEAVING
    • D03CSHEDDING MECHANISMS; PATTERN CARDS OR CHAINS; PUNCHING OF CARDS; DESIGNING PATTERNS
    • D03C3/00Jacquards
    • D03C3/24Features common to jacquards of different types

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Delivering By Means Of Belts And Rollers (AREA)

Description

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KAISERLICHES
PATENTAMT.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Verbesserung an dem Getriebe von Jacquardwebstühlen, insbesondere an solchen, die wie beim System Verdol oder dergl. mit endlosen Papierkarten arbeiten. Die Verbesserung besteht darin, daß auf der Achse des Kartenzylinders ein Arm schwingbar angeordnet ist, welcher einerseits eine Reibungsklinke trägt, die gegen den Umfang einer auf die Achse
ίο des Kartenz)'linders aufgekeilten Reibscheibe drückt und letztere mitbewegt, andererseits mit einem Daumen ausgerüstet ist, der während der Bewegung der Reibungsklinke die für gewöhnlich die Lage des Kartenzylinders sichernde Preßrolle abhebt. Durch diese Einrichtung wird eine sanftere Kartenzylinderbewegung sowie eine genauere Einstellung der Größe der Wendebewegung ermöglicht. Alsdann wird dadurch Sicherheit gegen das Zerreißen der Karte beim Hängenbleiben der letzteren gewährt. Da der Reibsperrhaken nicht wie der gewöhnliche Wendehaken zu plötzlich bewegt wird, sondern ganz allmählich zur Wirkung gelangt, werden ferner das Kartenpapier sowie die Einzelteile des Getriebes, die keine Erschütterungen und Stoßwirkungen erfahren, wesentlich geschont. Aus diesen Gründen kann man die Geschwindigkeit eines mit der Einrichtung versehenen Webstuhls ohne Nachteil erhöhen. In der beiliegenden Zeichnung wird eine zweckentsprechende Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes veranschaulicht.
Fig. ι stellt eine Seitenansicht und Fig. 2 eine Vorderansicht des Gesperres in Verbindung mit einem V er do Γ sehen Jacquardgetriebe dar.
Fig. 3 ist ein Schnitt der das Gesperre bildenden Teile nach Linie A-B der Fig. 2.
Die Achse des Zylinders, welche mittels der Gelenkhebel b unterhalb der senkrechten Nadeln der Maschine aufgehängt ist, trägt wie üblich ein Stiftrad c. Letzteres jedoch dient bei vorliegender Anordnung nicht dazu, den Zylinder fortzubewegen, sondern nur, um die Feststellung desselben mittels der von dem Gelenkhebel b getragenen, durch beliebige Mittel federnd nach oben gezogenen Preßrolle d zu bewirken, wobei die Rückbewegung mittels der Klinke f erfolgt. Beispielsweise wird die Preßrolle d durch eine Blattfeder, in deren äußere Öse der Haken des die Preßrolle tragenden Armes eingreift, aufwärts gezogen und gegen die Laterne c angedrückt. Die Vorwärtsbewegung des Zylinders geschieht mittels einer Reibungsklinke e, die an einen um die Achse des Zylinders schwingbaren Arm h angelenkt ist. Die mit Gummi oder anderem, die nötige Adhäsion herbeiführenden Material bekleidete Reibungsklinke e legt sich gegen den Umfang einer Reibscheibe g, welche mit dem Zylinder starr verbunden ist. Der Haken j, welcher bei der älteren Anordnung den Zylinder dadurch fortbewegt, daß er auf das Stiftrad c einwirkt, gelangt hier auf dem hinteren Ende der
Reibungsklinke zur Einwirkung. Der Haken j, welcher, wie üblich, auf Grund der Vorwärtsbewegung des Hebels Z bewegt wird, übt eine Doppelwirkung während seiner senkrechten Aufwärtsbewegung aus, und zwar drückt er einerseits die Reibungsklinke e gegen den Umfang der Scheibe g, andererseits bewegt er die Reibungsklinke in der Pfeilrichtung. Gleichzeitig wird die Preßrolle d unter dem Einflüsse eines mit dem die Reibungsklinke e tragenden Arm h starr verbundenen Daumens i zurückgeschoben, wodurch sich der Zylinder ohne Stoß drehen kann.
Sobald der Hebel I seine äußerste Lage nach vorn erreicht, verdrängt der an demselben befestigte Anschlag m den Haken j, welcher somit den hinteren Teil der Reibungsklinke e verläßt. Diese hört dann auf, auf die Scheibe g zu wirken und schnellt unter dem Einflüsse der Feder k zurück. Demzufolge legt sich die jetzt nicht mehr durch den Daumen i zurückgeschobene Preßrolle if .zwischen zwei Stiften des Stiftrades c fest, wodurch der Zylinder in seine richtige Lage gebracht bezw. festgestellt wird.
Der Zylinder kann nun die ihm zugedachte Wirkung auf die Nadeln ausüben, und wenn er sich von neuem abwärts bewegt, bringt er den hinteren Teil der Reibungsklinke e wieder mit dem Haken j in Eingriff.
Auf Grund dieser Anordnung wird das durchlochte Papier ohne Stoß mitgenommen; ferner kann der stets festgehaltene Zylinder nicht etwa auf Grund seines Beharrungs-Vermögens den Punkt, an welchem er stehen bleiben soll, überschreiten, und schließlich werden die sonst mit der Erreichung großer Geschwindigkeiten verbundenen Nachteile beseitigt.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Kartenzylinderschaltgetriebe für Jacquardmaschinen, dadurch gekennzeichnet, daß durch den Wendehaken zum Vorwärtsschalten des Zylinders eine Reibungsklinke (e) gegen den Umfang einer mit dem Kartenzylinder verbundenen Reibscheibe (g) gedrückt und letztere so lange mitgenommen wird, bis der Wendehaken von der Klinke abgehoben wird, welche letztere hierauf unter gleichzeitiger Freigabe der Reibscheibe (g) zurückgeht.
2. Kartenzylinderschaltgetriebe nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß ' beim Mitnehmen der Klinke (e) gleichzeitig die die Lage des Zylinders sichernde Preßrolle (d) durch einen mit der Klinke verbundenen Daumen (i) abgehoben und nach ihrer Freigabe wieder gegen die Laterne (c) gepreßt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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