DE280244C - - Google Patents

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DE280244C
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thread
emery
tensioning device
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pull
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    • DTEXTILES; PAPER
    • D05SEWING; EMBROIDERING; TUFTING
    • D05CEMBROIDERING; TUFTING
    • D05C11/00Devices for guiding, feeding, handling, or treating the threads in embroidering machines; Machine needles; Operating or control mechanisms therefor
    • D05C11/08Thread-tensioning arrangements

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Treatment Of Fiber Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
; M 280244 KLASSE 52 ö. GRUPPE
Fadenspannvorrichtung für Stickmaschinen, Patentiert im Deutschen Reiche vom 28. August 1913 ab.
Die Erfindung betrifft eine Fadenspannvorrichtung für die Stickmaschinen, bei welcher der Faden durch die Fadenleiter von den Schmirgelwalzen abgenommen wird, und hat den Zweck, schlaffe Fäden, welche insbesondere beim "Übergänge vom Bohren zum Sticken vorhanden sind, selbsttätig zu spannen und somit eine normale Stichbildung jederzeit zu gewährleisten. Vorrichtungen zum Anspannen der
ίο schlaffen Stickfäden sind in mehreren Ausführungsformen bekannt und wirken auch auf die fadenführenden Teile ein.
Die vorliegende Erfindung besteht nun darin, daß die Schmirgelwalzen mittels eines Reibungsmitnehmers einen Gegenzug erfahren, welcher zu dem von den Fadenleitern auf die Schmirgelwalzen ausgeübten Zuge entgegengesetzt gerichtet ist. Sind die Fäden normal gespannt, so wird dieser Gegenzug von dem Zug des Fadenführers überwunden. Sind die Fäden schlaff, so wirkt der Gegenzug des Reibungsmitnehmers, dreht die Schmirgelwalze im entgegengesetzten Sinn, als sie bei normaler Fadenspannung von den Fadenführeren aus gedreht wird und wickelt die schlaffen Fäden auf die Schmirgelwalze auf. Der Gegenzug kann ständig oder nur zeitweise wirksam sein und darf die Zerreißfestigkeit der Fäden selbstverständlich nicht erreichen.
Auf der Zeichnung ist eine Ausführungsform der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Es zeigen:
Fig. ι die Seitenansicht,
Fig. 2 die Stirnansicht der Einrichtung.
Auf einer Seite der auf der Achse 1 der Schmirgelwalze 2 festen Bremsscheibe 3 ist 40
entgegen der Wirkung einer Schraubenfeder 30 um die Achse 1 ein Arm 4 drehbar, mit welchem ein Winkelhebel 5, 6 gelenkig verbunden ist, welcher am kürzeren Arme 5 in das Auge 7 der auf der Scheibe 3 gleitenden Schaltbacke 8 eingreift und an seinem längeren Arme 6 durch eine Stange 9 mit einem Hebel 10 gelenkig verbunden ist, der auf der Achse 11 des einen hin und her schwingenden Fadenleiters 12 befestigt ist.
Bewegt sich der Hebel 10 (Fig. 2) gegen die Schmirgelwalze 2 (Rechtsgang), so wird die Schaltbacke 8 von der Scheibe 3 abgeschoben und lose gegen die Garnrollen 13 bewegt, so daß sie eine Drehung auf die Scheibe 3 nicht ausübt. Beim Rückgange (Linksgang) des Hebels 10 wird die Schaltbacke 8 dagegen gegen die Scheibe angedrückt und übt ein Drehmoment aus, das der Größe des Reibungs-Widerstandes zwischen Backe und Scheibe entspricht, jedoch keinesfalls so groß sein darf, daß bei angespannten Fäden der Gegenzug die Zerreißfestigkeit der Fäden erreicht. Durch den Zug der Fadenleiter wird jedoch bei normal gespannten Fäden der Reibungswiderstand der Schaltbacke 8 und damit der Gegenzug überwunden, so daß die Backe auf der Scheibe 3 gleiten muß und trotz ihrer Bewegung eine Rückdrehung im entgegengesetzten Uhrzeigersinn der Schmirgelwalzen nicht bewirken kann, sondern nur bremsend wirkt. Sind jedoch die Fäden schlaff, so ist der Zug der Fadenführer geringer als der Zug des Reibungsmitnehmers 8, die Schmirgelwalze dreht sich im entgegengesetzten Uhrzeigersinn und wickelt die schlaffen Fäden auf.
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Um das Gleiten der Schaltbacke 8 auf der Scheibe 3 zu verhindern, die Regelvorrichtung also außer Betrieb zu setzen, ist bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel um den feststehenden Zapfen 130 entgegen der Wirkung der Schraubenfeder 14 ein Hebel 15 durch Drehung der vermittels des Bandes 16 mit dem freien Ende des Hebels 15 verbundenen Welle 17 drehbar, durch welche die Nadeln aus- und eingerückt werden. An dem Hebel 15 ist eine Schiene 18 angelenkt, welche vermittels eines Langloches 19 den an der Schaltbacke 8 festen Zapfen 20 umfaßt, und die Schaltbacke von der Scheibe 3 abhebt, sobald durch Drehung der Welle 17 der Hebel 15 entgegen der Spannung der Schraubenfeder 14 angehoben wird.
Um bei Wirksamkeit der Regelvorrichtung der Rückdrehung der Schmirgelwalzen 2 durch die Schaltbacke 8 den Widerstand der gewöhnliehen Schmirgelwalzenbremse 21 nicht entgegenwirken zu lassen, wird bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel die Bremsbacke 21, welche an dem kürzeren Arme 22 des um den Zapfen 13 drehbaren Winkelhebels 22, 23 drehbar ist und durch die Schraubenfeder 24 für gewöhnlich an die Scheibe 3 angedrückt wird, während der Wirksamkeit der Schaltbacke 8 dadurch außer Wirksamkeit gesetzt, daß das umgebogene Ende 150 des Hebels 15 auf den Arm 23 des Winkelhebels 22, 23 drückt, wodurch die Kraft der Feder 24 durch die' stärkere, am Hebel 15, 150 angreifende Feder 14 überwunden und die Bremsbacke 21 somit abgedrückt wird.
Vermittels der auf den Daumen 25 der Stange 26 einwirkenden Exzenterscheibe 27 kann die Spannung der Feder 24 zwecks Regelung des Widerstandes der Fadenbremse geändert werden.
Bleibt Regelvorrichtung und damit die Schaltbacke und der Gegenzug ständig, also auch während des Arbeitens der Nadeln in Wirkung, so übt die Schaltbacke zugleich die Wirkung der Schmirgelwalzenbremse 21, 22, 23, 24 aus und kann diese als überflüssig ersetzen.

Claims (4)

Patent-An Sprüche:
1. Fadenspannvorrichtung für Stickmaschinen zum Anspannen der schlaffen Stick-
. fäden, bei welcher der Faden durch die Fadenleiter von den Schmirgelwalzen abgenommen wird, dadurch gekennzeichnet, daß die Schmirgelwalzen (2) ständig oder nur zeitweise einen durch einen Reibungsmitnehmer (8) verursachten Gegenzug erfahren, welcher dem von den Fadenleitern (12) auf die Schmirgelwalze ausgeübten Zuge entgegengesetzt ist.
2. Fadenspannvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß während der Ausübung des Gegenzuges die gewöhnliche Schmirgelwalzenbremse (21) außer Wirksamkeit gesetzt wird.
3. Fadenspannvorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichnet durch eine von den hin und her gehenden Fadenleitern (12) angetriebene, auf einer mit der Achse (1) der Schmirgelwalzen (2) verbundenen Bremsscheibe (3) gleitende Schaltbacke (8), welche die Schmirgelwalzen (2) nach Art eines Reibungsmitnehmers entgegen dem Zuge der Fadenleiter (12) dreht.
4. Fadenspannvorrichtung nach Anspruch
ι und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltbacke (8) durch Abheben von der Bremsscheibe (3) außer Wirksamkeit gesetzt wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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