DE138043C - - Google Patents

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DE138043C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds
    • C09B45/16Monoazo compounds containing chromium

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
In der französischen Patentschrift 300011 (Cabinet Ritter 1900 Nr. 7g) ist ein Monoazofarbstoff beschrieben, der durch Chromiren auf der Faser eine brauchbare schwarze Färbung erzeugt. Es wurde nun bei weiterer Bearbeitung des Gebiets gefunden, dafs aus der diazotirten 4-Chlor-2-amidophenol-6-sulfosäure durch Kuppeln mit ß-Naphtol und mit dessen Monosulfosäuren Farbstoffe erhalten werden, welche auf der Faser chromirt in ein Violettbezw. Blauschwarz übergehen, das allen Ansprüchen an Nuance und Echtheit vollständig Genüge leistet. Die Farbstoffe geben eine derartig reine Färbung, dafs es möglich ist, mit denselben ohne Zusatz eines Nüancirbezw. Schönungsfarbstoffs, wie es sonst wohl allgemein nöthig und üblich ist, ein reines Violett- oder Blauschwarz zu färben.
Eine derartige Eigenschaft des aus der ^.-Chlor-a-amidophenol-ö-sulfosäure dargestellten ß-Naphtolfarbstoffs war an der Hand der seitherigen Erfahrungen nicht vorauszusehen.
Verglichen mit dem Farbstoff des französischen Patentes 300011 zeigt die 4~Chlor-2-amidophenol-6-sulfosäure eine von der dort angewendeten Nitroamidophenolsulfosäure verschiedene Constitution. Während dort die 6-Nitro-2-amidophenol-4-sulfosäure gegenüber der 4-Nitro-2-amidophenol-6-sulfosäure Vortheile zeigt, ist hier die in der Stellung ihrer Substituenten der letzteren ähnliche 4-Chlor-2-amidophenol-6-sulfosäure zur Erzielung von schwarzen Nuancen allein brauchbar, während die isomere 6-Chlor-2-amidophenol-4-sulfosäure nur violette Chromirnüancen liefert.
Im Gegensatz zum Verfahren des französischen Patentes 300011 werden ferner aus der 4-Chlor-2-amidophenol-6-sulfosäure auch durch Combinationen mit der 2, 6- und 2, 7-Monosulfosäure des ß-Naphtols schwarze Chromirfarbstoffe erhalten, die dem ß-Naphtolfarbstoff weder an Schönheit der Nuance, noch an Echtheitseigenschaften nachstehen.
Beispiele:
I. 24,5 kg chloramidophenolsulfosaures Natrium (iooproc.) werden in 500 1 Wasser gelöst, mittelst 26 kg Salzsäure von 190B. und 7 kg Natriumnitrit diazotirt. Die gelbe, klare Diazolösung wird unter Rühren in eine Lösung von 15 kg ß-Naphtol in 12 kg Natronlauge (400 B.) nebst 2,5 kg calc. Soda in ca. 500 1 Wasser einlaufen gelassen. Der Farbstoff scheidet sich sofort in Form eines dunkelblauen krystallinischen Niederschlags ab. Er wird nach einiger Zeit, event, nach Zusatz von wenig Salz abfiltrirt.
II. Die nach Beispiel I erhaltene Diazolösung wird zugefügt zu einer Lösung von 26 kg naphtolsulfosaurem Natrium 2, 6 nebst 15 kg calc. Soda in ca. 500 1 Wasser. Die Lösung färbt sich dunkelblau und es scheidet sich ein
Theil des Farbstoffs ab. Durch Zusatz von Salz wird völlig abgeschieden und dann abfiltrirt.
Die nach diesem Verfahren erhaltenen Farbstoffe sind dunkelblaue, bronzeglänzende Pulver, die sich in Wasser mit blauer bis blauvioletter Farbe lösen. Durch Säure schlägt die Färbung in roth um. Sie ziehen mit rother Farbe auf ungeheizte Wolle. Diese Färbung wird durch Nachbehandlung mit Bichromat in ein absolut echtes Violett- bis Blauschwarz verwandelt.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch :
    Verfahren zur Darstellung rother, nach dem Chromiren blau- bis violettschwarzer Wollfarbstoffe, darin bestehend, dafs man die Diazoverbindung der4-Chlor-2-amidophenol-6-sulfosäure mit ß-Naphtol oder dessen 6- oder 7-Sulfosäure vereinigt.
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