DE12948C - Rettungsapparat zur Benutzung bei Feuersgefahr - Google Patents

Rettungsapparat zur Benutzung bei Feuersgefahr

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DE12948C
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DENDAT12948D
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J. J. czepull und A. koskowsky in Hamburg, Kraienkamp 251
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A62LIFE-SAVING; FIRE-FIGHTING
    • A62BDEVICES, APPARATUS OR METHODS FOR LIFE-SAVING
    • A62B1/00Devices for lowering persons from buildings or the like
    • A62B1/02Devices for lowering persons from buildings or the like by making use of rescue cages, bags, or the like

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  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Business, Economics & Management (AREA)
  • Emergency Management (AREA)
  • Emergency Lowering Means (AREA)

Description

1880.
Klasse 61
J. J. CZEPULL und A. KOSKOWSKY in HAMBURG. Rettungsapparat zur Benutzung bei Feuersgefahr.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10. Juni 1880 ab
Der Selbstrettungsapparat A ist in einem hölzernen Kasten B, der mit Eisenblech beschlagen ist und auf dem Dache oder zwischen dem Dach und Fenstergesims angebracht ist, aufbewahrt. Derselbe ist aus Eisenblech hergestellt und zwar aus fünf Theilen C, D, E, F und G. Diese Theile bestehen aus zwei Bandeisen; an diesen Bandeisen sind sechs eiserne Gabeln H festgenietet. Dieser auf diese Weise hergestellte offene Kasten ist mit Eisenblech beschlagen; die anderen Kästen sind auf dieselbe Weise hergestellt, jedoch um so viel kleiner, dafs ein Kasten in den anderen hineingeschoben werden kann. Dieselben werden durch die Nieten J an einander befestigt; die Nieten sind an den kleineren Kästen der oberen Kante festgenietet, und in den gröfseren Kästen bewegt sich die Niete in dem Einschnitt K der Gabel, so dafs der Apparat leicht zusammen und aus einander geschoben werden kann.
Die Kästen E, F und G sind von allen vier Seiten, die Kästen C und D nur von drei Seiten geschlossen; die nach dem Hause zugekehrte offene Seite wird zum Einsteigen benutzt.
An den beiden Seitentheilen des Kastens C sind zwei Trommeln L angebracht, die durch die Walze M verbunden sind; an denselben sind zwei verzinkte Drahttaue N befestigt. An der Trommel, die an der linken Seite des Kastens C angebracht ist, befindet sich das Zahnrad O, und mit diesem die Zahnräder P, Q, R und .S verbunden. Beim Herunterlassen des Apparates wird das Zahnrad Q ausgerückt und wirken die Zahnräder O, P, R und S. Beim Heraufbefördern wird das Zahnrad R ausgerückt, so dafs die Zahnräder O, P, Q und »S wirken vermittelst Drehen des Zahnrades ' S . durch die Kurbel T. An dem Zahnrade S sind an der einen Seite Zacken angebracht; auf denselben bewegt sich der Sperrer U, damit das Herunterfallen des Apparates verhindert wird.
Beim Herunterlassen des Apparates, welches durch das Drehen der Kurbel T bewerkstelligt wird, wickeln sich die Drahttaue von den Trommeln ab, und beim Heraufbefördern wieder auf.
An dem Kasten B sind an der vorderen unteren Kante drei Rollen V angebracht; diese ruhen auf der Eisenstange W, die auf dem Dache solide befestigt ist; an der hinteren unteren Kante des Kastens B sind zwei starke eiserne Oesen X angebracht; durch diese Oesen ist die Eisenstange Y, welche gleichfalls am Dache solide befestigt ist, geschoben.
An beiden Seiten im Innern des Kastens B sind die Ausleger Z solide befestigt; diese Ausleger haben ein bewegliches Knie, damit sie in den Kasten eingelegt werden können; am anderen Ende der Ausleger sind die Drahttaue befestigt, und am hinteren Ende bilden die Ausleger Haken, die unter die Halter a, die an dem Hause angebracht sind, greifen, um der Last, die der Apparat durch das Einsteigen von fünf Personen erhält, Widerstand zu leisten.
An beiden Seiten am unteren Rande des Kastens B ist eine Kette b befestigt, die links und rechts nach den Endzimmern geleitet ist, das Ende derselben ist an der Trommel c befestigt ; durch das Aufwickeln der Kette auf die Trommel kann der Kasten mit dem Apparat nach einem beliebigen Fenster nach links oder rechts befördert werden.
Vorn oben am Kasten ist ein Haken d befestigt, der die Klappe des Kastens festhält, von diesem Haken nach den Zimmern der verschiedenen Etagen ist ein Kupferdraht e geleitet; wo der Draht Bogen schlägt, sind die Winkel / angebracht; im Innern des Zimmers, und zwar am Ende des Drahtes, ist ein Knopf g befestigt.
Ist der Apparat in den Kasten eingelegt und soll derselbe benutzt werden, so ziehe man an dem Knopfe g, es öffnet sich dann die Klappe des Kastens und der Apparat fällt vor ein Fenster der obersten Etage; sollte der Apparat nun beispielsweise in der zweiten Etage zuerst benutzt werden, so ziehe man an dem Knopfe g so lange, bis der Apparat vor das betreffende Fenster anlangt, denn von dem Sperrer W ist ein dünner, weicher Draht h durch die Tülle i nach dem Kasten k geleitet, und durch das Heben der Tülle z,. welches durch das Ziehen
des Kupferdrahtes e bewerkstelligt wird, wird gleichfalls der Sperrer W gehoben und der Apparat kann auf diese Weise nach allen Etagen befördert werden.
Da dieser feuerfeste Apparat fünf Personen mit einem mal aufnehmen kann, so können bis zur Ankunft der Feuerwehr die der Gefahr zunächst ausgesetzten Personen zu jeder und in kürzester Zeit ohne Gefahr gerettet werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Ein Rettungsapparat, bestehend aus dem zusammenschiebbaren Kasten CDEFG, den Trommeln L nebst Drahttau mit Winde und Sperrvorrichtung, dem verschiebbaren Kasten B, welcher auf dem Dache angebracht ist, nebst Kette zum Hin- und Herbewegen, mit deren Ausleger Z und dem Drahtzug e, der zum OefFnen des Kastens B dient.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT12948D Rettungsapparat zur Benutzung bei Feuersgefahr Active DE12948C (de)

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