DE126418C - - Google Patents

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DE126418C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B43WRITING OR DRAWING IMPLEMENTS; BUREAU ACCESSORIES
    • B43LARTICLES FOR WRITING OR DRAWING UPON; WRITING OR DRAWING AIDS; ACCESSORIES FOR WRITING OR DRAWING
    • B43L9/00Circular curve-drawing or like instruments
    • B43L9/02Compasses

Landscapes

  • Hooks, Suction Cups, And Attachment By Adhesive Means (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT
M 126418 KLASSE 42 a.
Bei den bekannten Zirkeln für Reifszeuge pflegt man die beiden sehr massiv hergestellten Zirkelarme in der Art mit einander zu verbinden, dafs man entweder den einen Arm in seinem oberen Ende schlitzt und den anderen entsprechend absetzt, so dafs er durch den Schlitz hindurchgesteckt werden kann, worauf beide Theile in geeigneter Weise verschraubt werden, oder indem man unter Anwendung einer übergesetzten Klammer beide Theile aus der vollen Stärke des Zirkelobertheiles halbseitig absetzt und so bearbeitet, dafs bei geschlossenem Zirkel die Absätze nicht hervortreten. Die Art der Herstellung des Zirkelkopfes und der Zirkelarme ist verhältnifsmäfsig theuer, so dafs man, um den Preis der Reifszeuge nicht allzu sehr zu steigern, sich veranlafst gesehen hat, durch Anordnung auswechselbarer Bleistift- und Reifsfedereinsä'tze denselben Zirkelobertheil für verschiedene Verwendungsarten geeignet zu machen. Die Auswechselung der Einsätze ist aber im Gebrauch sehr lästig, auch ist die Auswechselbarkeit insofern nachtheilig, als sie dazu zwingt, die durch die besondere Construction des Zirkelkopfes ohnehin schon schweren Zirkelarme noch massiver zu gestalten, als es sonst erforderlich wäre. Dies gilt auch in Bezug auf die rohrförmig gestalteten (Riefler'sehen) Zirkelarme, indem der Hohlraum zum Theil durch die Einsätze wieder ausgefüllt wird.
Vorliegende Erfindung bezweckt nun, durch Verbilligung des Zirkelobertheils die Möglichkeit zu schaffen, ohne Verteuerung des Reifszeuges im Ganzen von der Anordnung auswechselbarer Einsätze abzusehen und -gleichzeitig die Bequemlichkeit der Handhabung der Zirkel durch Gewichtsverminderung zu erhöhen.
Es wird dies dadurch erreicht, dafs Zirkelkopf und Zirkelarme aus im Hauptgelenk über einander gelegten, gestanzten oder stanzbaren Blechen gebildet werden, welche in gröfserem oder geringerem Abstande von dem Hauptgelenk in eine Ebene gebogen sind.
Zirkel, deren Arme aus Blech bestehen, sind zwar an sich bereits bekannt, obwohl für die Construction derselben der Gesichtspunkt einer Vermeidung des Auswechselbarkeit der Einsatztheile bisher nicht mafsgebend gewesen ist. Die bekannten Zirkel mit aus Blech bestehenden Zirkelarmen sind aber um deswillen für den Gebrauch als Reifszeugzirkel wenig geeignet, weil bei denselben die Zirkelarme in geschlossenem Zustande mit ihren Flächen über einander liegen, so dafs sich die Reibung zwischen den Schenkeln mit der Oeffnungsweite ändert. Ueberdies hat der Umstand, dafs die Zirkelarme nicht in eine Ebene gebogen sind, die Folge, dafs die Zirkelspitzen bei der Oeffnung des Zirkels nicht in derselben Ebene bleiben, was gleichfalls die Gebrauchsfähigkeit beeinträchtigt.
Der den Gegenstand der Erfindung bildende Zirkel ist auf der beiliegenden Zeichnung in zwei Ausführungformen dargestellt, und zwar zeigen Fig. ι und 2 in Vorder- bezw. Seitenansicht einen Zirkel, bei welchem die im Hauptgelenk über einander gelegten, die Zirkelarme bildenden Bleche unmittelbar unter dem Gelenk in dieselbe Ebene gebogen sind, während Fig. 3 und 4 einen gemäfs vorliegender Erfindung construirten Zirkelobertheil veranschaulichen,
bei welchem die Zirkelarme über einander liegen und erst an der Verbindungsstelle mit den Füfsen in dieselbe Ebene gebogen sind.
Die Zirkelarme sind mit α bezeichnet; dieselben sind zweckmäfsig aus Stahlblech so gestanzt, dafs sie an ihrem oberen Ende einen Kreisbogen bilden, in dessen Mitte sich ein Loch zur Einführung eines Kupplungsstifles b be findet. Der erforderliche Reibungsdruck kann in bekannter Weise durch eine übergesetzte Zwinge mit zwei Spitzenschrauben erzeugt und zwischen die reibenden Flächen ein dünnes Scheibchen aus geeignetem Metall eingelegt werden. Die Zirkelfüfse d werden behufs Verbindung mit den Zirkelarmen zweckmäfsig an ihrem oberen Ende geschlitzt, so dafs die glatten Zirkelarme in die Schlitze hineingesteckt und dann mit den Füfsen derart verschraubt werden können, dafs eine zum Senkrechtstellen der Einsätze erforderliche gelenkige Verbindung mit genügender Reibung und einem Anschlag nach rückwärts entsteht.
Um ein bequemes Oeffnen des Zirkels zu ermöglichen, sind die Zirkelarme bei der Ausführungsform nach Fig. ι und 2 etwas gewölbt, so dafs sie eine Lücke zwischen sich lassen. Bei der Ausführungsform gemäfs Fig. 3 und 4 ist eine derartige Gestaltung nicht erforderlich, da hier die Arme in verschiedenen Ebenen liegen und schon dadurch den Fingern eine Handhabe bieten.

Claims (1)

  1. Patent-An Spruch:
    Kreiszirkel für Reifszeuge mit aus gestanzten oder stanzbaren Blechen bestehenden Zirkelarmen, dadurch gekennzeichnet, dafs die im Hauptgelenk über einander gelegten flachen Zirkelarme in größerem oder geringerem Abstande vom Hauptgelenk in eine Ebene gebogen sind, zum Zwecke, die Reibung der Zirkelschenkel an einander zu verringern und von der Oeffnungsweite möglichst unabhängig zu machen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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