DE1247740B - Quecksilberfreies Saatgutbeizmittel - Google Patents

Quecksilberfreies Saatgutbeizmittel

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DE1247740B
DE1247740B DEF43874A DEF0043874A DE1247740B DE 1247740 B DE1247740 B DE 1247740B DE F43874 A DEF43874 A DE F43874A DE F0043874 A DEF0043874 A DE F0043874A DE 1247740 B DE1247740 B DE 1247740B
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DE
Germany
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mercury
tributyltin
preparation
dioxide
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DEF43874A
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English (en)
Inventor
Dr Heinz Frensch
Dr Helmut Goebel
Dipl-Landw Dr Maximilian Czech
Dr Kurt Haertel
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Hoechst AG
Original Assignee
Hoechst AG
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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N55/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, containing organic compounds containing elements other than carbon, hydrogen, halogen, oxygen, nitrogen and sulfur
    • A01N55/02Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators, containing organic compounds containing elements other than carbon, hydrogen, halogen, oxygen, nitrogen and sulfur containing metal atoms
    • A01N55/04Tin

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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
AOIn
Deutsche Kl.: 451-21/00
Nummer: 1247 740
Aktenzeichen: F 43874IV a/451
Anmeldetag: 1. September 1964
Auslegetag: 17. August 1967
Die Beizung von Saatgut gegen eine Reihe verschiedenartiger Pilzkrankheiten, wie z. B. Weizensteinbrand, Fusarium, Rhizoktonia solani, wird heute in großem Umfang mit quecksilberhaltigen Präparaten durchgeführt. Wegen der bedenklichen toxischen Eigenschaften, vor allem auch der für die Beizung verwendeten organischen Quecksilberverbindungen, hat es in der Vergangenheit nicht an Versuchen gefehlt, quecksilberfreie Saatgutbeizmittel zu entwickeln. Ein Nachteil der bisher vorgeschlagenen Verbindungen und Kombinationen ist der, daß sich die Wirkung auf nur einen Teil der in Frage kommenden Pilze erstreckte. Außerdem hatte ein großer Teil der Verbindungen Keimschädigungen zur Folge, die zu erheblichen Ernteausfällen führte. So wird in der deutschen Patentschrift 1140 392 die Verbindung 3,3,4,4-Tetrachlortetrahydro-thiophen-l,l-dioxyd als wirksames ßodenbehandlungs- und Saatgutbeizmittel bei Erbsen beschrieben (vgl. auch USA.-Patent 2 957 887). Bei Anwendung der genannten Verbindung als Beizmittel in Getreide; z. B. Weizen und Gerste, zeigt sich jedoch, daß das Mittel in den voll wirksamen Konzentrationsbereichen eine zu hohe Phytotoxizität entfaltet und daher für die Praxis als sogenanntes Universalbeizmittel nicht verwendbar ist.
Es wurde nun gefunden, daß man durch eine Kombination von 3,3,4,4-Tetrachlor-tetrahydro-thiophen-1,1-dioxyd mit Tributylzinnphthalimid und/oder Tributylzinn-p-toluolsulfonamid und/oder Tributylzinnchlorid zu einem universell einsetzbaren Beizmittel gelangt, das, wie aus den Beispielen ersichtlich ist, die Wirkung der einzelnen Komponenten übertrifft.
Das Mischungsverhältnis 3,3,4,4-Tetrachlor-tetrahydro-tbiophen-l,l-dioxyd zu der oder den genannten Zinnverbindungen) kann jeweils zwischen 1 und 6 Gewichtsteilen der ersteren und 1 Gewichtsteil der Zinnverbindungen gewählt werden.
Beispiel 1
Mit Fusarium nivale natürlich infiziertes Winterroggensaatgut wurde mit einer Wirkstoffkombination (A) behandelt, die aus
10 Teilen 3,3,4,4-Tetrachlortetrahydro-thiophen-
1,1-dioxyd und
5 Teilen Tributylzinnphthalimid sowie 85 Teilen Talkum als Inertmaterial
bestand.
Als Vergleichsmittel dienten jeweils die einzelnen Wirkstoffkomponenten allein, wobei das Vergleichs-Quecksilberfreies Saatgutbeizmittel
Anmelder:
Farbwerke Hoechst Aktiengesellschaft
vormals Meister Lucius & Brüning, Frankfurt/M.
Als Erfinder benannt:
Dr. Heinz Frensch, Frankfurt/M.-Schwanheim; >
Dr. Helmut Goebel, Frankfurt/M.-Höchst;
Dipl.-Landw. Dr. Maximilian Czech,
Dr. Kurt Härtel, Hofheim (Taunus)
präparat (B)
15 Teile 3,3,4,4 - Tetrachlor - tetrahydro - thiophen-1,1-dioxyd
und das Präparat (C)
15 Teile Tributylzinnphthalimid neben 85 Teilen Talkum als Inertmaterial
enthielt.
Außerdem wurde ein Hg-haltiges Beizmittel (D), das 2°/0 Hg enthielt, als Vergleichsmittel mitgeprüft. Die Aufwandmenge an dem jeweiligen Präparat betrug g, 50 g und 25 g je 100 kg Saatgut.
1 Tag nach der Beizung wurde das behandelte Saatgut in Holzkästen mit steriler Gartenerde in fünffacher Wiederholung ausgesät und unter optimalen Befallsbedingungen in einem Klimaraum bei 5 bis 80C und bis 100% relativer Luftfeuchte zur Keimung gebracht. 1
Die Auswertung des Vergleichs (Tabelle 1) ergab, daß die beanspruchte Wirkstoffkombination (A) eine wesentlich bessere Wirkung entfaltet als die Einzelkomponenten (B) und (C) und sich gleich günstig verhält wie das Hg-Beiztnittel (D).
Hl
Tabelle I
Pränarat Vo Fusariumbefall bei Anwendungskonzentratior ι g je 100 kg Saatgut Pflanzenschäden
100 g/100 kg 50 g/100 kg 25 g/100 kg bei 100 g/100 kg·)
A 0 0,1 0,9 0
B 2,3 6,5 12 Ibis 2
C 11,7 19,6 24,3 1
D 0,05 0,2 1,3 0
Unbehandelt 60,9 59,8 61,5
*) Bonitierungsschema der Pflanzenschäden: 0 — keine Schaden; 5 = Pflanzen abgestorben.
Beispiel 2
Mit Tilletia tritici künstlich stark infizierter Winterweizen wurde mit einem Präparat (A) behandelt, das aus einer Wirkstoffkombination von
§. Teilen Tributylzinn-p-toluolsulf onamid,
IO Teikn 3,3,4,4 - Tetrachlor - tetrahydro - thiophen-
\&.■"> i>l-dioxyd und
87 Teilen Talkum als Inertmaterial
bestand.
Als Vergleichsmittel (B) wurden ein Präparat mit
13 Teilen 3,3,4,4 - Tetrachlor - tetrahydro - thiophen-
1,1-dioxyd allein und 87 Teilen Talkum als Trägerstoff
sowie ein Präparat (C) mit
13 Teilen Tributylzinn-p-toluolsulfonamid und 87 Teilen Talkum
verwendet.
Ferner wurde ein handelsübliches Hg-Beizmittel (D) mit 2% Hg als Vergleichsmittel eingesetzt.
Die Aufwandmengen an Beizmittel betrugen jeweils 100 g, 50 g und 25 g je 100 kg Saatgut.
Das behandelte Getreide wurde 1 Tag nach der Beizung in Parzellen zu je 2 qm in fünffacher Wiederholung ausgesät. Bei der Ernte wurde die Anzahl an befallenen und gesunden Ähren ermittelt und im Vergleich zur unbehandelten Kontrolle gesetzt.
Wie aus dem Ergebnis in Tabelle II zu ersehen ist, besitzt die erfindungsgemäße Wirkstoffkombination (A) eine wesentlich bessere Wirksamkeit als ihre Einzelkomponenten (B) und (C) und ist auch in den niedrigen Anwendungskonzentrationen wirksamer als das Hg-Vergleichsmittel (D).
Tabelle II
Wirkstoff eine Kombination von
15 Teilen 3,3,4,4 - Tetrachlor - tetrahydro - thiophen-
1,1-dioxyd und
3 Teilen Tributylzinnchlorid neben
82 Teilen Talkum als Inertmaterial
enthielt.
so Als Vergleichsmittel dienten ein Präparat (B), das als Wirkstoff
18 Teile 3,3,4,4 - Tetrachlor - tetrahydro - thiophen-
1,1-dioxyd allein neben
82 Teilen Talkum als Trägerstoff
enthielt, sowie ein Präparat (C), das
18 Teile Tributylzinnchlorid neben
82 Teilen Trägerstoff
allein für sich enthielt.
Ferner wurde ein handelsübliches Hg-Beizmittel (D) mit 2°/» Hg mit in den Versuch eingeschaltet.
Die Aufwandmengen betrugen jeweils 200 g, 100 g und 50 g je 100 kg Saatgut.
1 Tag nach der Behandlung wurde das Saatgut in Schalen mit steriler Gartenerde ausgesät und nach dem Aufgang der Saat der Befall ermittelt.
Wie aus dem Ergebnis der Tabelle III zu ersehen ist, besitzt die erfindungsgemäße Wirkstoffkombination (A) eine deutlich bessere Wirkung als die Einzelwirkstoffe (B) und (C) für sich allein. Die Wirksamkeit der Kombination von 3,3,4,4-Tetrachlor-tetrahydrothiophen-l,l-dioxyd mit der organischen Zinnverbindung entspricht etwa der des verwendeten handelsüblichen Hg-Beizmittels (D).
Tabelle III
% Steinbrandbefall bei Aufwandmenge 50 g/100 kg 25 g/100 kg
Präparat g Präparat je 100 kg Saatgut 0,1 0,8
100 g/100 kg 13,7 18,4
A 0 11,2 23,1
B 9,8 0,8 3,3
C 6,7 66,3 68,4
D 0,1
Unbehandelt 63
55
6o
Beispiel3
Von Colletotrichum stark befallenes Bohnensaatgut wurde mit einem Präparat (A) behandelt, das als
% Befall durch Colletotrichum bei Auf- 100 g/100 kg 50 g/100 kg
Präparat wandmenge g je 100 kg Saatgut 1,8 4,5
200 g/100 kg 12,3 18,5
A 0 9,5 15,9
B 7,4 2,3 7,9
C 4,7 32,8 38,4
D 0,2
Unbehandelt 30,6

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Saatgutbeizmittel, gekennzeichnet durch den Gehalt an 3,3,4,4-Tetrachlor-tetrahydro-thiophen-l,l-dioxyd in Mischung mit Tributylzinnphthalimid und/oder Tributylzinn-p-toluolsulfonamid und/oder Tributylzinnchlorid im Verhältnis von jeweils 1 bis 6 Gewichtsteilen der Thiophenverbindung zu 1 Gewichtsteil der Zinnverbindungen).
    709 637/648 8.67 0 Bundesdruckerei Berlin
DEF43874A 1964-09-01 1964-09-01 Quecksilberfreies Saatgutbeizmittel Pending DE1247740B (de)

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