DE11732C - Neuerungen an Ammoniak-Eismaschinen - Google Patents

Neuerungen an Ammoniak-Eismaschinen

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DE11732C
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DENDAT11732D
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English (en)
Original Assignee
O. KROPFF JR. in Nordhausen
Publication of DE11732C publication Critical patent/DE11732C/de
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F25REFRIGERATION OR COOLING; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS; MANUFACTURE OR STORAGE OF ICE; LIQUEFACTION SOLIDIFICATION OF GASES
    • F25BREFRIGERATION MACHINES, PLANTS OR SYSTEMS; COMBINED HEATING AND REFRIGERATION SYSTEMS; HEAT PUMP SYSTEMS
    • F25B17/00Sorption machines, plants or systems, operating intermittently, e.g. absorption or adsorption type

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Thermal Sciences (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Confectionery (AREA)

Description

1880. ■
Klasse 17.
OSCAR KROPFF jr. in NORDHAUSEN. Neuerungen an Ammoniak-Eismaschinen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 26. Februar 1880 ab.
Die Verbesserungen beziehen sich auf die nach Carre'schem Princip gebauten Eismaschinen und bezwecken, dieselben zur Herstellung von Eis an Bord der Dampfschiffe oder in Hospitälern, welche Dampferzeuger besitzen, geeignet zu machen.
Die Construction der kleinen Carre'schen Haushaltungs-Eismaschine wird bei der Beschreibung der Maschinen als bekannt vorausgesetzt.
Der mit einem Dampfmantel umgebene Ammoniakkessel A, Fig. i, ist auf dem Fufsboden durch einige Schrauben befestigt; auf demselben sitzt excentrisch ein Hals, der innen, genau wie die Carre'sche Maschine, zwei Ventile d und e, und ein nach dem Boden des Kessels führendes, gekrümmtes Rohr hat.
Der obere Verschlufs des Halses geschieht mittelst eines eigenthümlich construirten Hahnesa, an welchem der Eisbildner B befestigt ist.
Letzterer ist drehbar, so dafs man die darin enthaltene Flüssigkeit in den Kessel, der zu zwei Dritteln seines Inhalts mit einer wässerigen Lösung von Ammoniak gefüllt ist, zurückleiten kann.
Werden durch den Stutzen b am Dampfmantel gespannte Dämpfe eingelassen, so entweichen die Gase durch das Ventil d und sammeln sich als Flüssigkeit im Eisbildner B an, welcher in einem mit frischem Wasser gefüllten Gefäfse C hängt.
Wird, wenn das eingehängte Thermometer k 1150 zeigt, anstatt Dampf -Wasser eingeleitet, so verschwindet der Druck und die wasserfreie Ammoniakflüssigkeit in B verdunstet und erzeugt frische Kälte.
Die freigewordenen Gase gehen durch Ventil e in das gekrümmte Rohr, welches bis zum Boden des Kessels führt, und vereinigen sich hier wieder mit der Flüssigkeit. Hiernach wird das warme Wasser in c abgelassen und durch frisches ersetzt, welches dann friert.
Soll das Eis zum Thauen- gebracht werden, so drehe man den Eisbildner nach oben, lasse durch Stutzen b etwas Dampf einströmen, so dafs die warmen Ammoniakgase nach B gelangen und das Eis in Form eines Hohlcylinders und eines massiven Cylinders von der Gefäfswandung lösen, worauf die Maschine zu erneuter Thätigkeit sofort wieder verwendet werden kann.
Die Maschine, Fig. 2, unterscheidet sich von der eben beschriebenen dadurch, dafs an derselben die Ventile ganz vermieden sind, weshalb sie bedeutend einfacher wird und weniger Reparaturen ausgesetzt ist.
Die Hauptbestandteile derselben sind: der Ammoniakkessel C und der Eisbildner D, welche fest miteinander verbunden sind. Ersterer ruht auf einer drehbaren, in zwei Böcken gelagerten Axe und ist durch ein Rohr mit dem Eisbildner D verbunden, welch letzterer während der Condensation eine dem Eisbildner B, Fig. 1, gegenüber umgekehrte Lage einnimmt.
Ein Wasserbassin f umgiebt den Eisbildner und wird während der Condensation mit frischem Wasser versehen.
Der Kessel C ist, wie A in Fig. 1, ebenfalls mit einem Dampfmantel versehen und bis zwei Drittel seiner Höhe mit einer Ammoniaklösung gefüllt.
Durch Stutzen g strömt der Dampf ein, infolge dessen die Gase entweichen und sich durch die Wasserkühlung in D verdichten. Ist letzteres vollständig geschehen, was man am Thermometer sieht, so wird die Maschine herumgedreht, so dafs der Eisbildner oben und der Kessel unten zu stehen kommt.
Wird der Kessel nun mit Wasser gekühlt, so verschwindet der Druck, die Gase verdunsten und erzeugen in D Kälte. An der Strebe, welche den Eisbildner D mit C verbindet, ist eine Stütze h angebracht, welche zur Aufnahme des Wasserbehälters i dient.
Man schiebe die Stütze h mit dem zum Theil gefüllten Wasserbehälter i hoch, so dafs der Eisbildner D darin hängt, wie die punktirten Linien in Fig. 2 andeuten.
Das in D verdunstende Ammoniak läfst das Wasser in i gefrieren und geht durch das Verbindungsrohr nach dem Kessel zurück, wo es sich mit dem zurückgebliebenen Wasser wieder vereinigt.
Die in dem Eisbildner D noch vorhandene unverdunstete Ammoniakflüssigkeit kann leicht
73 Z
durch Drehen der Maschine in den Kessel zurückgeleitet werden; ebenso leicht kann man die warme Ammoniakflüssigkeit des Kessels in den Eisbildner leiten, um damit das Eis zu lösen.
Die Vortheile, die der Erfinder durch diese beiden Maschinen zu erreichen gesucht hat, sind folgende:
Die Maschine braucht weder gehoben zu werden, da sie auf einer Stelle stehen bleibt, noch umgelegt zu werden, da man den Eisbildner bezw. die ganze Maschine drehen kann; sie erspart ferner einen Mann und arbeitet mit constantem Druck, da die Wärme nicht gröfser werden kann, als die des Dampfes.
Wird sie auf einem Dampfer montirt, so ist ihre Thätigkeit von dem Schaukeln des Schiffes unabhängig.
Die Dauer der ganzen Manipulation ist, wegen der Anwendung der Dampfheizung, um 3/4 Stunden kurzer.

Claims (3)

PATENT-Ansprüche:
1. Ammoniak-Eismaschine, bestehend aus einem Kessel und einem um eine Axe drehbaren Eisbildner nach Fig. i.
2. Construction des Hahnes in Fig. i, bei welchem der eine Ausgang durch den Schlüssel stattfindet und die Feststellung des Schlüssels durch eine Traverse bewirkt wird.
3. Eine Ammoniak-Eismaschine nach Fig. 2; der Kessel und Eisbildner ruhen auf einer drehbaren Axe, so dafs der Kessel einmal oben und einmal unten gestellt werden kann.
Hierzu I Blatt Zeichnungen.
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