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Speiseventil für eine Dampf- und Warmwasserheizung. Die -I#'-rfitiduti"
betrifft ein Speiseventil für eine Dampf- und Warmwasserheizung, bei ,er das Wasser
aus einem mit der :Atmosphäre in Verbindung stehenden Speisebehälter absetzend nach
einem Dampferzeuger finit sofortiger Verdampfung strömt. Bei derartigen Heizungen
wird ein Dampferzeuger von geringem 1 assungsvermögen verwen-Ict und in das Rohr,
welches ihn mit (lein \-orratsbeliälter verbindet, ein Speiseventil :ingeschaltet,
welches derartig ein.gerichtet ist, daß sein SperrorIgan sich selbsttätig unter
lein Einfuß der Richtungsänderungen _ der %Vasserströniutig bewegt, welche ihrerseits
unter der \@'irkung der mehr oder weniger schnellen Dampfentwicklung im Dampferzeu-;,er
nach jedesinaligem Wasserzufluß ent-=telien.
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Bisher wurden als derartige Speiseventile ,ewühnliche Rückschlagsv
entile verwendet. Die I:rfalirung lehrt nun aber, daß mit einem solchen der angestrebte
Zweck tatsächlich in vollkommener Weise nicht erreicht wird. Diese Heizungen sind
sehr häufig Störun-,en unterworfen, wegen der schlechten Wir-:ungsweise des Absperrorgans.
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Gegenstand der Erfindung bildet nun ein in ieder Hinsicht einwandfrei
arbeitendes äpeiseventil, das sich durch die Vereinigung folgender Merkmale auszeichnet:
i. Der ist lotrecht geführt und arbeitet finit einem flachen, iil)er ihni liegenden
Sitz zusammen.
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a. Das Verhältnis zwischen der Stützfläche les Ventillciirpers und
dein Querschnitt der ittnun@rcn iin Ventilsitz ist sehr groß, d. h. leg Quer#elinitt
dieser Atislaßiititingen ist viel ideincr als die Stützfläche des Ventils. Diese
Bauweise könnte unter Uniständen der rcrclniäßi;,rn Ausströmung der Gase hinderlich
;ein, deshalb sind eine gewisse Zahl sehr Imitier f i1Fnungen über die ganze AusdehitUnel,
des Sitzes verteilt. 3. Der Hub des Ventilkörpers ist sehr klein, z. B. i inm.
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4.. Das Gewicht des '\"entilkörpers ist zieinbeträchtlich.
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Die Luft und. der Dampf, welche sich allinählich vor dein Aufkochen
entwickeln, entweichen bei diesem Speiseventil in verhältnismäßig leichter Weise.
trotz der Enge der Durchgänge zwischen dem Ventilkörper und seinem Sitz. Im Augenblick,
wo (las Sieden heftig wird, wirkt die 'lasse des finit dein Dampf zurückgedrängten
Wassers auf - den Ventilkörper, dieser wird mitgenommen und gegen seinen Sitz gepreßt.
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Dieser Erfolg tritt nur ein, wenn die Bedingungen unter 2 unfl 3 erfüllt
sind. Die sehr große Differenz zwischen der Stützfläche des Ventils und dein Querschnitt
der Ausströmungsöttnungeti erzeugt einen beträchtlichen Druckverlust, der noch durch
die 'Menge der Zwischenräume zwischen dem Sitz und dein geöffneten Ventilkörper
derart erhöht wird, (lag im Augenblick, wo die heftigste Danipfentwickhing das Wasser
mitreißt, das '-entil unmittelbar auf seinen Sitz gepreßt wird.
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Die absetzende und selbsttätige Zuführung des Wassers ist auf diese
Weise sichergestellt, wobei dennoch ein Abströmen der Luft oder der Gase, welche
den R'asserzufluß nach dein Dainpferzeug-er streu würden, nach dein Speisebehälter
stattfindet.
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Die Zeichnung veranschaulicht die Erfindung schematisch in einer beispielsweisen
Ausführungsfirm.
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Der Vorratsbehälter ist mit i bezeichnet. Der Dampferzeuger 2 bat
beispielsweise die Form einer 1lcizschlange, die von einer beliebigen, nicht dargestellten
Feuerung für Kohle, Gas oder einen anderen Brennstoff beheizt wird. Die Radiatoren
3 sind in verschiedenen Stockwerken angeordnet. Das Rohr .I verbindet den Behälter
i finit dein
Dampferzeuger z. Von letzterem gehen Rohre 5 nach den
Radiatoren. Die Rohre 6 leiten das Wasser von den Radiatoren nach (lern 'Vorratsbehälter
i zurück. In die Rohre 5 sind Scheider7, vorzugsweise in jedem Stockwerk, eingeschaltet.
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Am Anfang des Rohres .4 ist ein Speiseventil 8 angeordnet, dessen
beispielsweise im Boden des Behälters i fest angebrachter Sitz 9 mit vielen kleinen
Öffnungen io versehen ist. Dieses Ventil wird (furch eine mittlere Stange ii geführt,
deren Bund 1a den Ventilhuf) derart begrenzt, (taß (las 'Ventil sich von seinem
Sitz nur um eine kleine Strecke abheben kann. Das Ventil wird (furch sein Eigengewicht,
durch den atmosphärischen Druck und das Gewicht des Wassers im Behälter i nach unten
gedrückt. Dagegen wird es bei der jedesmaligen Verdampfung im Kessel durch das in
Rohr .4 zurückfließende Wasser nach oben geworfen.
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Während der Erwärmung (fieses Wassers bis-zur Blasenbildung entweichen
die darin gelösten Luft- und Gasmengen (furch das Rohr 4 und den Vorratsbehälter
I hindurch, indem sie zwischen dem Klappenventil und seinem Sitz hindurchströmen.
Sobald die Verdampfung stattfindet, wird (las in 4 entlialtene Wasser zurückgedränt
und sucht gleichfalls zwischen (lern Ventil 8 und seinem Sitz 9 hindurchzuströmen.
Dann wird aber (las '\ entil selbsttätig sofort geschlossen, und Wasser und Dampf
können nur noch durch tile Rohre 5 und die Radiatoren ausströmen. Sobald die eingeführte
Wassermenge vollkommen verdampft und aus (lein Kessel 2 ausgestoßen ist, und sobald
der Dampfdruck wieder gesunken ist. öffnet sich das Ventil von neuem und läßt Wasser
aus dein Behälter in den Kessel 2 einströmen, und zwar in mehr oder weniger großen
\fengen, je nachdem, ob die Verdampfung langsamer oller schneller ist und der Dampf
mehr oder weniger leicht entweichen kann.
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Dieser Vorgang wie(levholt sich unausgesetzt, solange die Beheizung
dauert. Die Häufigkeit der Pulsationen kann leicht geregelt werden. insbesondere,
wenn (leg Kessel finit Gas oder einem flüssigen Brennstoff beheizt wird. Infolge
dieser Regelungsmöglichkeit kann man erreichen, (Maß der Dampf (furch die Rohre
@ mehr oder weniger große Wassersäulen mitreißt. Bei starker Beheizung ist die mitgerissene
Wassernien-e gering, und die lZadiatoren erhalten fast ausschließlich Dampf zugeführt.
Wenn dagegen die ßeheizung rerlan-samt wird, kann das Gewicht des-( urch
(lie Radiatoren gedrückten Wassers größer sein als (lasjenige zeugten Dampfes, so
claß auf dieseWei zentrale Warmwasserheizung entsteht.
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Im allgemeinen wird (las Fassur mögen der Radiatoren und dasjeni=
Rohrsystems viel kleiner gemacht als 1 üblichen Heizungseinrichtungen, so d Ingangsetzen
der Einrichtung und die Jung ihrer Wirkungsweise schnell vo gehen können.
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Jeder der dargestellten Wasser. Dampfscheider besteht aus einem gesc
nen Gefäß 7, in welches (las Zuflußrc 13 im oberen Teil mündet, während d
flußrohre bei L4 im unteren Teil inünd( durch den. Dampf in das Gefäß 7 mitge Wasser
kann durch die-Öffnungen 14 z gedrückt werden und nach (lern Bef zurückgelatt^en,
nachdem es die Rad unter der %'s ;rkung des Dampfdruckes laufen hat.
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Wenn .:;regen (fieser Druck ante Atmosphärendruck fällt, ist es möglic
eine gewisse 'Menge Wasser (las Be: hat, von den Radiatoren rückwärts zu i Dieses
Wasser wird aber in den Gef zurückgehalten.
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Durch diese Einrichtung vermeidet eine Umkehr der Umlaufrichtung.
Obgleich der Dampferzeuger vort aus einer einfachen Schlangenröhre -e Durchmessers
hergestellt wird, kann selbstverständlich. ohne von der Erh abzuweichen, auch einen
anderen Kess geringem Fassungsvermögen verwende