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Anlage zur Behandlung von Wasser mit Ozon
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anlage zur Behandlung von Wasser mit Ozon. Bekannte Anlagen dieser Art, mit oder ohne Überdruck arbeitend, sind hauptsächlich in der Absicht gebaut, eine möglichst gute Absorption der in dem eingeführten Ozon-Gas-Gemisch enthaltenen kleinen Ozonmenge zu bewirken.
Die Entwicklung ging tatsächlich dahin, immer kompliziertere und teurere, eine sorgfältige Überwachung erfordernde Anlagen zu bauen, wobei jedoch der Ozongehalt des Gases oft nur mit einem sehr kleinen Wirkungsgrad ausgenutzt worden ist.
Erfindungsgemäss wird die Aufgabe gestellt, eine einfache, billige und wirksame Anlage zur kontinuierlichen Behandlung von Wasser mit Ozon zu schaffen, wobei eine vollständigere Absorption erreicht werden soll. Die Anlage besteht in an sich bekannter Weise aus einem geschlossenen Kessel mit Wassereinlass und Gasauslass in dem oberen Teil des Kessels, einem Wasserauslass in seinem Boden und mindestens einer Zerstäubervorrichtung für Ozongas in seinem unteren Bereich. Nach der Erfindung öffnet oder schliesst ein Schwimmer ein in dem Gasauslass angeordnetes Regelventil bei einer vorher bestimmten Wasserstandshöhe des Kessels, und mindestens eine Zerstäubervorrichtung für Wasser ist in dem Raum oberhalb des schwimmergesteuerten Wasserspiegels angeordnet.
Bei Verwendung dieser Vorrichtung ist es möglich, innerhalb des Kessels einen Überdruck aufzubauen, falls die Wasserabführung in entsprechender Weise reguliert wird. Die obere Grenze für solch einen Druck wird allein durch den Druck des angelieferten Presswassers bestimmt. Das Gasgemisch steigt durch die Wassersäule nach oben und wird in dem oberen Bereich des Kessels gesammelt, wo dann das Restozon fast vollständig von dem einströmenden Wasserstrahl aus dein Gemisch herausgewaschen wird.
Die Zeichnung veranschaulicht einAusführungsbeispiel in einem Vertikalschnitt durch die erfindungsgemässe Anlage. Der Kessel 1 besteht aus einem geschlossenen zylindrischen Körper, an dessen Boden ein mit einem Regelventil 2 versehener Auslass 3 angeordnet ist. Eine oder mehrere über eine Rohrleitung 5 mit einem Ozonisator in Verbindung stehende Zerstäuberdüsen 4 werden in dem unteren Bereich des Kessels von aussen her eingeführt. In dem Ausführungsbeispiel besteht jede dieser Zerstäuberdüsen aus einem keramischen Filter 4, der das einströmende Gas fein zu verteilen vermag.
Eine Spritzdüse 6 ist mit einem durch die obere Wand des Kessels zentral eingeführten Rohrstutzen 7 verbunden. Das äussere Ende dieses Rohrstutzens 7 ist mit einer mit einem Regelventil 8 versehenen Wasserleitung 9 verbunden. Die Düse 6 spritzt das Wasser über den grössten Teil der Querschnittsfläche des Kessels. Mehrere Spritzdüsen mit verschiedenen Ausrichtungen können im Bedarfsfalle durch die Decke eingeführt werden.
Eine Röhre 10 ist für den Auslass des nicht absorbierten Gases in dem oberen Bereich des zylindri- schen Kessels angeordnet. Innerhalb des Kessels ist diese Röhre 10 mit einem durch einen Schwimmer 12 gesteuerten Regelventil 11 verbunden. In dem Ausführungsbeispiel besteht dieses Regel- ventil aus einem über einemkegelförmigen Ventilsitz 13 angeordneten Ventilkegel 14. Dieser Ven- tilkegel ist über einen gelenkig gelagerten Hebel 15 mit dem Schwimmer 12 verbunden. Der Hebel 15 ist auf einem in dem Ventilgehäuse angeordneten, horizontalen Drehbolzen 16 drehbar gelagert. Wie aus der Zeichnung ersichtlich, drosselt der Ventilkegel zunächst den Ausfluss des Gases, um diesen dann vollständig zu unterbinden, wenn der Schwimmer eine bestimmte Höhe erreicht hat.
Eine mit dem Ventil 11 verbundene vertikale Röhre 17 ist knapp unter der Decke des Kessels ein wenig nach unten gebogen. Zweck dieser Anordnung ist, das Durchkommen von Wassertropfen in die Gasauslassröhre 10 zu verhüten. Ein Druckmesser 18 kann in der Decke des Kessels zur Anzeige des Überdruckes angeordnet sein.
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Die erfindungsgemässe Anlage arbeitet wie folgt : Beim Start des Verfahrens ist das Zapfventil 2 geschlossen, während das in der Wasserleitung 9 angeordnete Regelventil 8 offen ist ; sobald der Wasserspiegel über die Gasdüsen 4 gestiegen ist, wird ein in der vor einem Ozonisator kommenden Leitung 5 angeordnetes Regelventil 19 geöffnet, so dass das Ozon-Gas-Gemisch durch die Wassersäule nach oben steigt. Hat der Wasserspiegel eine vorher bestimmte Höhe erreicht, dann wird das Gasauslassventil 11 über dem Schwimmer 12 geschlossen.
Auf diese Weise wird das nicht während des Durchganges durch die Wassersäule ausgewaschene Gas in dem Raum oberhalb der Wasseroberfläche gesammelt, so dass ein über dem Druckmesser 18 ables- barer Überdruck in dem Kessel entsteht. Nun wird das Ablassventil 2 geöffnet und, durch das Sinken des
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bedinge öffnet sich das schwimmergesteuerte Gasauslassventil 11. Durch entsprechendesschwimmergesteuerte Gasauslassventil geradeso weit gedrosselt wird, dass ein nahezu konstanter Überdruck aufrecht erhalten werden kann. Danach arbeitet die Anlage praktisch ohne Überwachung kontinuierlich.
Das in dem oberen freien Zwischenraum angesammelte Gas wird durch den durch die Düse 6 eintretenden Frischwasserstrahl ausgewaschen. Der Überdruck wird vorzugsweise auf einem Wert von etwa 1 a. tü gehalten. Das Auswaschen unter einem solch hohenüberdruck bewirkt eine nahezu vollständige Absorption des Ozons, so dass nur geringe Mengen davon zusammen mit dem Restgas durch den Auslass 10 abgeführt werden. Mehr als 9rf1/o der eingeführten Ozonmenge wird z. B. von dem Wasser absorbiert.
Die oben beschriebene Anlage, wie dargestellt, kann innerhalb des erfindungsgemässen Umfanges in Einzelheiten variiert werden.
PATENTANSPRÜCHE :
1. Anlage zur Behandlung von Wasser mit Ozon unter Verwendung eines geschlossenenKesseis mit an seinem oberen Ende angeordnetem Wassereinlass und Gasauslass, einem Wasserauslass in seinem Boden und mindestens einer das Ozongas einleitenden, in dem unteren Bereich des Kessels angeordneten Düse, dadurch gekennzeichnet, dass ein in dem Gasauslass angeordnetes Regelventil(11) durch einen Schwimmer (12) bei einer vorher bestimmten Wasserstandshöhe drosselbar oder schliessbar ist und dass mindestens eine Zerstäuberdüse (6) für Wasser in den Zwischenraum oberhalb der schwimmergesteuerten Wasserstandshöhe angeordnet ist.
2. AnlagenachAnspruchl, dadurch gekennzeichnet, dass zur Einstellung eines gewünschten Überdruckes in dem Kessel in dem Wasserauslass (3) ein Regelventil (2) vorgesehen ist.