DE29615C - Maisch- und Kühlapparat ohne innere Wasserkühlung - Google Patents
Maisch- und Kühlapparat ohne innere WasserkühlungInfo
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- C12C—BEER; PREPARATION OF BEER BY FERMENTATION; PREPARATION OF MALT FOR MAKING BEER; PREPARATION OF HOPS FOR MAKING BEER
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
:. Der neue Apparat, dargestellt in den beiliegenden
Zeichnungen, und zwar in der:
Fig. ι im Längenschnitt,
■ Fig. 2 in oberer Ansicht,
■; Fig. 3 im Querschnitt durch die Mitte,
■ Fig. 2 in oberer Ansicht,
■; Fig. 3 im Querschnitt durch die Mitte,
Fig. 4 in Ansicht des hinteren Kesselendes mit Lagerung und Zuführungsröhren, .
Fig. S in Ansicht des vorderen Kesselendes
und
Fig. 6 in Ansicht des Bügels P,
besteht aus einem auf 3 Atmosphären inneren und ι Atmosphäre äufseren Druck construirten liegenden Kupfer- (Stahl-, oder Eisenblech-) Kessel bezw. Cylinder A mit Stirnwänden aus genanntem Material. Seine Länge beträgt 5 Y4 m bei einem Durchmesser von 95 cm in seiner Mitte und 85 cm an seinen Enden. Mitten durch seine Länge führt die Rührwerkwelle B, die in den Stirnwänden C und D und innerhalb des Kessels in E gelagert ist. Auf der Welle sitzen Messer F, welche je nach der zu verwendenden Kartoffel- bezw. Getreideart weiter, wie im Theil a, oder enger, wie im Theil b, neben einander angeordnet werden können, Fig. i. Dieses Verstellen der Messer geschieht mittelst der Bügel P, Fig. 6, die, wie im Theil a, Fig. i, gezeichnet und aus dem Schnitt, Fig. 3, ersichtlich, im rechten Winkel versetzt oder, wie im Theil b, gleichfalls im rechten Winkel neben einander, aber nicht versetzt angeordnet werden können. Um den Kessel bequem besteigen und reinigen zu . können, sind die Messer in jeder Hälfte des Kessels nur auf zwei anstofseiiden Seiten der quadratischen Welle B angeordnet, und zwar derartig, dafs die im Theil α denen im Theil b, Fig. 1, entgegenstehen. Je zwei Messer bilden, aus Flacheisen gefertigt, ein. Ganzes, damit nur eine Schraube nothwendig und die Welle durch zu viel Löcher nicht geschwächt wird. Aus letzterem Grunde sind die Löcher auch kreuzweise angebracht und findet die Stellung der Messer, wie oben erwähnt, mittelst der Bügel P statt. Durch diese Anordnung können die Welle wie die Messer leicht und schnell aus dem. Kessel entfernt werden, wodurch Montage und Reparatur bequem ausführbar wird. . Die Messer sind vom ersten Drittel ihrer Länge an breiter und so schräg gestellt bezw. gewunden, dafs durch schnelle Rotation der Welle die Maische im äufseren Umfange von der,einen Stirnwand, wo ihr Eintritt in den Kessel stattfindet, nach der anderen geführt wird und von hier durch die geringere Bewegung inmitten des Kessels zurückläuft, wodurch in allen Theilen des Kessels ein schneller Ausgleich der Maischtemperatur stattfindet. Aufserdem dienen die Messer noch als Fachen, saugen kalte Luft während der Maischung und Kühlung bei Ή ein, um dieselbe erwärmt und mit dem im Kessel entstandenen Dampf bei J abzuführen, so dafs ein Exhaustor selbst bei Kühlung bis auf Maischtemperatur entbehrt werden kann. Zu erwähnen ist noch, dafs die Befestigung der Messer auf der Welle, um letztere durch Löcher nicht zu schwächen, auch in anderer Weise, z. B. derart geschehen kann, dafs die Bügel unterhalb der Welle zusammengeschraubt werden. Der Antrieb , der Welle geschieht von G aus. Im Obertheil des Kessels befinden sich in beliebiger Entfernung von einander die Mannlöcher H und J behufs Befestigung, Reinigung, Zuführung kalter Luft
besteht aus einem auf 3 Atmosphären inneren und ι Atmosphäre äufseren Druck construirten liegenden Kupfer- (Stahl-, oder Eisenblech-) Kessel bezw. Cylinder A mit Stirnwänden aus genanntem Material. Seine Länge beträgt 5 Y4 m bei einem Durchmesser von 95 cm in seiner Mitte und 85 cm an seinen Enden. Mitten durch seine Länge führt die Rührwerkwelle B, die in den Stirnwänden C und D und innerhalb des Kessels in E gelagert ist. Auf der Welle sitzen Messer F, welche je nach der zu verwendenden Kartoffel- bezw. Getreideart weiter, wie im Theil a, oder enger, wie im Theil b, neben einander angeordnet werden können, Fig. i. Dieses Verstellen der Messer geschieht mittelst der Bügel P, Fig. 6, die, wie im Theil a, Fig. i, gezeichnet und aus dem Schnitt, Fig. 3, ersichtlich, im rechten Winkel versetzt oder, wie im Theil b, gleichfalls im rechten Winkel neben einander, aber nicht versetzt angeordnet werden können. Um den Kessel bequem besteigen und reinigen zu . können, sind die Messer in jeder Hälfte des Kessels nur auf zwei anstofseiiden Seiten der quadratischen Welle B angeordnet, und zwar derartig, dafs die im Theil α denen im Theil b, Fig. 1, entgegenstehen. Je zwei Messer bilden, aus Flacheisen gefertigt, ein. Ganzes, damit nur eine Schraube nothwendig und die Welle durch zu viel Löcher nicht geschwächt wird. Aus letzterem Grunde sind die Löcher auch kreuzweise angebracht und findet die Stellung der Messer, wie oben erwähnt, mittelst der Bügel P statt. Durch diese Anordnung können die Welle wie die Messer leicht und schnell aus dem. Kessel entfernt werden, wodurch Montage und Reparatur bequem ausführbar wird. . Die Messer sind vom ersten Drittel ihrer Länge an breiter und so schräg gestellt bezw. gewunden, dafs durch schnelle Rotation der Welle die Maische im äufseren Umfange von der,einen Stirnwand, wo ihr Eintritt in den Kessel stattfindet, nach der anderen geführt wird und von hier durch die geringere Bewegung inmitten des Kessels zurückläuft, wodurch in allen Theilen des Kessels ein schneller Ausgleich der Maischtemperatur stattfindet. Aufserdem dienen die Messer noch als Fachen, saugen kalte Luft während der Maischung und Kühlung bei Ή ein, um dieselbe erwärmt und mit dem im Kessel entstandenen Dampf bei J abzuführen, so dafs ein Exhaustor selbst bei Kühlung bis auf Maischtemperatur entbehrt werden kann. Zu erwähnen ist noch, dafs die Befestigung der Messer auf der Welle, um letztere durch Löcher nicht zu schwächen, auch in anderer Weise, z. B. derart geschehen kann, dafs die Bügel unterhalb der Welle zusammengeschraubt werden. Der Antrieb , der Welle geschieht von G aus. Im Obertheil des Kessels befinden sich in beliebiger Entfernung von einander die Mannlöcher H und J behufs Befestigung, Reinigung, Zuführung kalter Luft
und Abführung derselben, wie des Dampfes. Bei Bedarf können diese Mannlöcher, wie weiterhin
erläutert, mit hermetisch schliefsenden Deckeln K verschlossen werden. Aufserdem
befindet sich hier, wie aus Fig. 3 ersichtlich, der Stutzen R1 der bei Anwendung von Hochdruck
als Sicherheitsventil benutzt wird und geöffnet für das Thermometer zur Messung der
Maischwärme dient. Zur Berieselung des Kessels ist oberhalb und in der Mitte an seinem Aeufseren
ein Wasserzufhifsrohr L angebracht, das im Seitenrohr L1 und Z2 bezw. deren Verlängerung
längs des Kessels ausmündet. Das Wasser läuft durch Oeffnen des Hahnes .S aus kleinen
Löchern dieser Röhren, und zwar innerhalb der Röhren Z1 und Z2 oberhalb nach der Mitte
des Kessels zu und von hier an der Peripherie desselben herab, bis es unterhalb genau in der
Mitte zusammenkommt und hier erst die Kesselwandungen verläfst, um in einem Kanal des
Kesselfundaments abgeführt und event, zu anderen Zwecken verwendet zu werden. Die
Röhren Z1 und Z2 sind an ihren Enden Verkorkt,
so dafs sie leicht geöffnet und gereinigt werden können. Ueber dem Hahn S befindet
sich ein Zweigrohr, das durch den Hahn Q verschliefsbar und mit einem Schlauch versehen
ist. Es dient zur Entnahme von kaltem Wasser behufs Reinigung des Kessels. Im Untertheil
des Kessels ist in der Mitte der Dreiwegehahn O zur Entleerung der Maische und des Spülwassers,
sowie ein durch Ventil verschliefsbares Dampfrohr behufs Dämpfung von Maischmaterialien
u. s. w. angebracht. Ein oberes Dampfrohr η
befindet sich in der Mitte, um den Apparat luftleer zu machen, als Montejus zu benutzen,
oder Kartoffeln u. s. w. zu dämpfen. Der Kessel ist nach der Mitte zu konisch erweitert, damit
schneller und vollständiger Abflufs der Maische, des Spülwassers u. s. w. erzielt wird. An der
Stirnwand, wo der Antrieb der Welle erfolgt, ist der Kessel fest gelagert, während das hintere
Ende, auf Rollen ruhend, eine Ausdehnung bei eintretender gröfserer Erwärmung des Kessels
der Länge nach ebenso gestattet, als die Lagerung in der Mitte. Der Apparat ist mit eisernen
Versteifungsringen versehen, um ihn gegen äufseren Luftdruck bei Kühlung im luftverdünnten
Raum, wie gegen inneren Dampfdruck bei Anwendung von Hochdruck widerstandsfähiger zu
machen. Zu erwähnen ist noch, dafs sich über dem Mannloch J ein Dampfabzugsrohr U befindet,
das bei Bedarf mittelst dreier Rollen leicht herauf- und herabgelassen werden kann.
Der Betrieb des Apparates vollzieht sich wie folgt:
Nachdem sämmtliches Malz durch das Mannloch H mittelst Trichters T in den Kessel gebracht
(oder auch successive während der Maischung gegeben) worden ist, in welchem sich
bereits ein Theil des Condensationswassers befindet, der verschiebbare Theil des Rohres U
auf das Mannloch J herabgelassen und das Rührwerk in Betrieb gesetzt worden ist, wird
das untere, im Henze-Dämpfer befindliche, verschliefsbare Ventil geöffnet. Die flüssige Masse
gelangt nun, nachdem sie eine Rostvorrichtung, die Steine etc. zurückhält, passirt hat, unter
einem Druck von 2 bis 3 Atmosphären durch ein 52 mm starkes Rohr M, das mit dem
Henze-Dämpfer unterhalb des Ventils verbunden ist und an seinen Enden in zwei Röhren M1
und M2 von je 52,5 mm Stärke abzweigt, durch
Oeffnen der Hähne der letzteren (M wird nur bei event. Verstopfung geöffnet) in dünnen
Strahlen und zerstäubt in den Kessel, und zwar bis an das Ende C desselben. Die zerstäubende
Wirkung des ausströmenden Dampfes bezw. der flüssigen Masse aus diesen engen Röhren ist so
bedeutend, dafs selbst trockenfaule oder erfrorene Kartoffeln fein zerkleinert werden und
hierdurch die bisherigen Maischmühlen entbehrlich macht. Aufserdem erzeugt der schnell eindringende
Kartoffelstrahl dieselbe Wirkung im Kessel, wie ein Dampfstrahl, im Dampfabzugsrohr
angebracht, hervorbringen würde, so dafs kalte Luft bei H heftig einströmt, die Masse
von hier bis J abkühlt, um dann, mit Dampf gemischt, durch J zu entweichen.
Dieser Umstand in Verbindung mit der fachenden Wirkung der Messer macht jedwede
besondere Vorrichtung behufs Abkühlung der Masse vor der Mischung mit Malz durch Zuhülfenahme
kalter Luft und schneller Abführung des entstandenen Dampfes aus dem Kessel überflüssig. Inzwischen wird die ausströmende
Masse mittelst der Messer (90 bis 120 Touren pro Minute) schnell auf das innigste mit Malz
vermischt und weiter abgekühlt. Die Mischung mit Malz geschieht schnell und innig, weil durch
die den ganzen Kessel entlang gehenden und zerstäubend wirkenden, allmälig herabfallenden
Kartoffelstrahlen die Vertheilung der Masse eine möglichst gleichförmige ist. Die Abkühlung der
Maische erfolgt intensiv und in allen Theilen . gleichmäfsig, weil infolge der eigenthümlichen
Construction der Messer immerfort andere Maischtheile an die durch Wasserberieselung gekühlten
Kesselwände der ganzen Fläche nach von Anfang bis zu Ende der Maischung geschleudert
werden. Die Manipulation der Maischung von 50 Centner Kartoffeln auf beschriebene Weise
dauert höchstens '/2 Stunde, ohne dafs hierbei
die Temperatur höher als 600C. steigt. Ein
Verbrühen der Maische ist ebenso ausgeschlossen , wie dafs Stärkemehl nicht mit Malz behufs Zuckerbildung in Berührung käme.
Nach vollendeter Zuckerbildung, die höchstens nach beendeter Maischung 20 Minuten beansprucht,
kann die Maische in 1 bis 1 '/2 Stunden
auf Gährungstemperatur gebracht werden, und zwar , entweder: a) mit Luftzutritt unter der
fachenden Messerwirkung ohne Exhaustor, oder
b) ohne Luftzutritt in luftverdünntem Raum. Zu letzterem Zweck verschliefst man die Mannlöcher
H und J hermetisch mittelst der Deckel K, läfst durch das obere Dampfrohr N Dampf in
den Kessel, wodurch die in ihm befindliche Luft durch Stutzen R entfernt wird, und· läfst darauf
die Berieselung wie vorher beschrieben wirken. Diese Manipulation dürfte namentlich zur heifsen
Jahreszeit sehr zu empfehlen sein, da hierbei jede Säuerung der Maische während der Kühlzeit
verhindert wird und die letztere sich nicht verlängert, sondern eher noch verkürzt. Es ist
hierdurch möglich gemacht, während der Sommermonate mit demselben Erfolg zu brennen wie
im Winter.
Das Entleeren des Kessels findet durch den Dreiwegehahn O statt. Das Reinigen geschieht
schnell und sauber dadurch, dafs man mittelst des am Wasserhahn Q befindlichen Schlauches
von den beiden Mannlöchern aus an alle inneren Kesseltheile Wasser spritzt und durch O ablaufen
läfst, oder dafs man den Kessel bis zu Y3 seines Inhaltes mit Wasser füllt und das
Rührwerk wirken läfst. Ein Besteigen des Kessels zur Zeit der Reinigung wird nicht nothwendig,
da etwaige Steine, Stroh etc. durch Krücken zu entfernen sind. Der beschriebene
Apparat ist für eine Maischung von 50 Centner Kartoffeln berechnet, und dürfte eine Vergröfserung
bis höchstens zu einer Verarbeitung von 80 Centnern zu empfehlen sein.
Bei gröfserem Betriebe, wo gewöhnlich auch mehrere Henze - Dämpfer nöthig werden, sind
mehrere Apparate aufzustellen, so dafs je ein Dämpfer mit einem Maischkühlapparat in Verbindung
zu bringen wäre.
Gleichzeitig kann der Apparat seiner Verschliefsbarkeit wegen als Hochdruckapparat für
Verarbeitung von Kartoffeln und Getreide in geschrotetem Zustande ohne Henze-Verbindung,
sowie als Montejus Anwendung finden, um die Maische, wenn Wassermangel vorhanden, entweder
auf das Kühlschiff oder bei Kühlung bis auf Gährungstemperatur direct in die Bottiche
zu bringen.
Schliefslich kann der Apparat auch, falls er nicht unter Druck arbeiten soll, derartig construirt
werden, dafs die Kesseldecke zwischen den Mannlöchern H und J (welche letztere alsdann
mehr gegen die Enden des Kessels versetzt werden) aus verschiebbaren Theilen besteht,
während die sonstige Anordnung der auf der Rührwerkwelle B versetzbaren Messer F in
Verbindung mit der äufseren Berieselung Z1 und L2 dieselbe bleibt.
Claims (8)
- Patent-Ansprüche:ι . Das Verfahren, mittelst eines liegenden, hermetisch verschliefsbaren, Vacuum- und Hochdruck aushaltenden Kessels A von kleinem Quer- und grofsem Längenschnitt im Verhältnifs von mindestens 1:5 eine so grofse äufsere Kühlfläche und dünne Ablagerung der Maische zu erzeugen, dafs diese mittelst eines wenig Kraft verbrauchenden Rührwerkes nur durch äufsere Wasserkühlung in kürzester Zeit bis auf Gährungstemperatur gebracht werden kann, und zwar unter Mitwirkung kalter Luft oder ohne diese in luftverdünntem Raum.
- 2. Die nach der Mitte zu konisch erweiterte Form des Kessels bei horizontaler Lagerung zum Zweck der schnellen und vollkommenen Entleerung seines Inhaltes.
- 3. Die Rollenlagerung (bei D) am hinteren Ende und in der Mitte des Kessels, die eine freie Ausdehnung des Kessels der Länge nach bei grofser Erwärmung des Bleches ermöglicht.
- 4. Das Verfahren, mittelst der beiden heftig in den Cylinder dringenden Maischmassenstrahle und fachenden Messer F bei H Luft zuzuführen und bei T Dampf abzuführen, zum Zweck der Kühlung der Masse durch Luft vor der Mischung mit Malz und zur Vermeidung eines Dampfstrahlexhaustors.
- 5. Das Verfahren, die Maischmasse (trockenfaule und erfrorene Kartoffeln inbegriffen) vermöge dünner Strahlen, welche bei 2 bis 3 Atmosphären Druck, durch die in die hintere Stirnwand horizontal einmündenden engen Röhren M1 und M2 erzeugt, im oberen, nicht befüllten Raum des Kessels parallel seiner Decke entlang bis an das Ende gehen, in kleine Theilchen zu zerstäuben und der ganzen Kessellänge nach gleichmäfsig zu vertheilen, so dafs dieselbe durch rotirende Messer F schnell auf das innigste mit Malz gemischt und weiter abgekühlt wird.
- 6. Die eigenthümliche Construction der Messer-, welche, aufser dafs sie die Maische weiter zerkleinern und mit Malz mischen, durch ihre vom ersten Drittel der Länge an breitere und schraubenförmig gewundene Form bei schneller Rotation der Welle B die Maische im äufseren Umfang nach vorn. bringen und in der Mitte zurücklaufen lassen, unter fortwährender Schleuderung der Masse an die gekühlten Wandungen innerhalb des nicht befüllten Raumes, und hierbei auch luftzu- und dampfabführende, kühlende Wirkung erzeugen, zum Zweck rascher Abkühlung und Ausgleichung der Temperatur.
- 7. Die auf der quadratischen Welle B in jeder Kesselhälfte nur auf zwei anstofsenden Seiten angeordneten Messer F zum Zweck leichter Besteigbarkeit und Reinigung des Kessels.
- 8. Die Verstellbarkeit der Messer F mittelstder Bügel P auf der Welle B zum Zweck des leichten Versetzens derselben in weitere oder engere Stellung.Die Art der Befestigung der je zwei ein Ganzes bildenden Messer auf der Welle mittelst Schraube, damit die Welle sowohl als die Messer leicht aus dem Kessel entfernt und hierdurch Montage wie Reparatur leicht ausgeführt werden können.
Die zum Zweck des leichteren Versetzens der Messer und zur gröfseren Haltbarkeit der Welle kreuzweise angebrachten Durchs bohrungen der letzteren, welche zur directen Befestigung der Messer auf. der Welle mittelst Schraube oder, wenn die Messer versetzt werden sollen, unter Anwendung eines Bügels P nebst Schraube dienen.
Die offene Form des Kessels, dessen obere Decke aus verschiebbaren Theilen bestehen kann, wenn der Apparat riicht mit Hoch-druck benutzt wird und nicht in luftverdünntem Raum gekühlt werden soll.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE29615C true DE29615C (de) |
Family
ID=305783
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT29615D Active DE29615C (de) | Maisch- und Kühlapparat ohne innere Wasserkühlung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE29615C (de) |
-
0
- DE DENDAT29615D patent/DE29615C/de active Active
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