DE11575C - Fangvorrichtung für Schacht - Fördergefäfse - Google Patents

Fangvorrichtung für Schacht - Fördergefäfse

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DE11575C
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    • B66HOISTING; LIFTING; HAULING
    • B66BELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
    • B66B5/00Applications of checking, fault-correcting, or safety devices in elevators
    • B66B5/02Applications of checking, fault-correcting, or safety devices in elevators responsive to abnormal operating conditions
    • B66B5/16Braking or catch devices operating between cars, cages, or skips and fixed guide elements or surfaces in hoistway or well
    • B66B5/26Positively-acting devices, e.g. latches, knives

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Specific Conveyance Elements (AREA)

Description

Hierzu I Blatt Zeichnungen.

Claims (1)

1880.
ALEXANDER THEODOR TITTEL in FREIBERG (Sachsen). Fangvorrichtung für Schacht-FördergefaTse.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 21. März 1880 ab.
Die in der Zeichnung dargestellte Fangvorrichtung hat den Zweck, in denjenigen Gruben, wo mit . Förderungsgefäfsen vermittelst Drahtseile Mineralien oder Kohlen gefördert werden, die häufig vorkommenden Seil- oder Kettenbrüche möglichst unschädlich zu machen und somit die Gefahr des Verunglückens der Bergleute abzuwenden.
Die engen Schächte vieler Gruben, die theils saiger, theils flach, aber auch gebrochen vorkommen, bedingen die Anwendung einer verhältnifsmäfsig engen und langen Tonne, welche über Tage ausgestürzt wird.
Die Fangvorrichtung besteht aus einem separaten kleinen Wagen, welcher unterhalb des Fördergefäfses angehangen ist, ein verhältnifsmäfsig geringes Gewicht besitzt und dessen Anbringung ohne Schwierigkeit überall möglich ist. Wie die Zeichnung angiebt, hindert derselbe selbst in einem sehr flachen Schacht das Stürzen der Tonnen nicht, weil sich die Anhängeketten dem gestürzten Tonnenboden anschmiegen.
Die Wirkung der Fangvorrichtung beruht nun auf folgendem:
Von zwei an einem Seile oder einer Kette aufgehängten und durch dergleichen mit einander verbundenen schweren Körpern wird beim plötzlichen Lösen des vorher gespannten Seiles oder der Kette oberhalb dieser Körper der oberste der letzteren etwas, wenn auch nur wenig, früher zu fallen beginnen als der unterste; es tritt deshalb auch ein momentanes Schlaffwerden der Kettenverbindung zwischen jenen beiden Körpern ein. . Hieraus folgt, dafs eine unter dem Fördergefäfs hängende Fangvorrichtung unmittelbar nach dem Beginn des Fallens zur Wirkung gelangen mufs, wenn die Verbindungsketten ihre Spannung verlieren, und zwar deshalb, weil eine vorher gespannte Feder gelöst wird und auf die Fanghebel wirkt. Ein unterhalb der Fangvorrichtung angebrachter Fallschirm mindert aufserdem die Geschwindigkeit derselben so, dafs unbedingt das Schlaffwerden der Verbindungsketten und somit das absolute Fangen eintreten mufs.
In der Zeichnung zeigen:
Fig. ι und 3 eine Fangvorrichtung in der Ansicht und im Grundrifs für einen saigeren Schacht, während die Fig. 2, 4 und 5 dieselbe für einen flachen Schacht darstellen, Fig. 5 giebt gleichzeitig die Stellung der gestürzten Tonne an.
Es ist in Fig. 2 die gespannte Evolutfeder a mit zurückgezogenen Fanghebeln b b dargestellt. So wie die Ketten d durch plötzliches Fallen der Tonne schlaff werden, spreizen sich die scharfen Zähne der Hebel b b zunächst in die Leitungen ein; findet hierbei ein Festsitzen des Wagens noch nicht statt, so legen sich die zwischen oder neben der Leitung hingleitenden Verlängerungen dieser Hebel auf den nächsten Einstrichen fest.
Letzteres findet in der Wirklichkeit selten statt, in der Regel halten die scharfen Klauenzähne so fest, dafs die sich aufsetzende Tonne den Fangwagen nur noch wenige Centimeter fortrückt. Der Wagen selbst mit seinen Führungsrollen und Rädern ist aus der Zeichnung ersichtlich, seine Form wird dem jedesmaligen Schachtquerschnitt angepafst. Der Fallschirm ist mit c bezeichnet.
P at ε ν τ-An spruch:
Die Anwendung eines Fangwagens mit Fallschirm, Fig. ι bis 5,. in Verbindung mit Förder*- gefäfsen in saigeren, flachen oder gebrochenen Schächten.
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