DE6727C - Neuerung an Fangvorrichtungen mit Nebenseil - Google Patents
Neuerung an Fangvorrichtungen mit NebenseilInfo
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Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B66—HOISTING; LIFTING; HAULING
- B66B—ELEVATORS; ESCALATORS OR MOVING WALKWAYS
- B66B5/00—Applications of checking, fault-correcting, or safety devices in elevators
- B66B5/02—Applications of checking, fault-correcting, or safety devices in elevators responsive to abnormal operating conditions
- B66B5/16—Braking or catch devices operating between cars, cages, or skips and fixed guide elements or surfaces in hoistway or well
- B66B5/18—Braking or catch devices operating between cars, cages, or skips and fixed guide elements or surfaces in hoistway or well and applying frictional retarding forces
- B66B5/22—Braking or catch devices operating between cars, cages, or skips and fixed guide elements or surfaces in hoistway or well and applying frictional retarding forces by means of linearly-movable wedges
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- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
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Description
1878.
Klasse 5.
M. BUSSE in BRESLAU. Neuerung an Fangvorrichtungen mit Nebenseil.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 8. Januar 1878 ab.
Die vorliegende Einrichtung läfst sich meistens mit geringen Aenderungen an schon vorhandenen
Fangvorrichtungen anbringen.
Auch bei dem auf beiliegender Zeichnung dargestellten Entwurf hat eine auf der fiscalischen
Steinkohlengrube Heinitz in Gebrauch befindliche zweietagige Förderschale mit einer
einfachen, durch Federn bewegten Keilfangvorrichtung zum Anhalt gedient. Die Keile
werden durch Hebel gehoben, deren innere Schenkel indessen nun nicht mehr, wie früher,
durch Federn, sondern durch die Zugketten des Nebenseils niedergezogen werden, welches, am
besten aus Gufsstahl bestehend und 5 bis 10 mm stark, je nach der Teufe des Schachtes bis zu
Tage geht und sich hier auf einem besonderen Seilkorb gleichzeitig und gleichmäfsig mit dem
Förderseil auf- bezw. abwickelt.
Bricht nun das Förderseil beim Hinaufgehen der Schale, so zieht das Nebenseil, weil sich
Seilscheibe und Nebenseilkorb weiter drehen, die Keile an; dieselben werden durch das Gewicht
der fallenden Schale in die .Leitbäume geprefst und das Festsitzen der Schale erfolgt,
und zwar ohne Stofs.
Tritt der Seilbruch bei der Abwärtsförderung ein, so zieht das Nebenseil die Keile an in dem
Moment, in welchem die abgerissene Schale mit gröfserer Geschwindigkeit zu fallen beginnt
und das Fangen erfolgt in gleicher Weise wie vorher. Der dabei unvermeidliche Stofs ist für
die Fahrenden indefs nicht gefahrbringend, wenn die für Menschenförderung zulässige Geschwindigkeit
nicht' unmäfsig überschritten worden war.
Die Verbindung zwischen Keilen und Nebenseil durch Einschaltung von Hebeln, wie im
vorliegenden Falle, empfiehlt sich insofern, als sich an diesen, z. B. in der auf der Zeichnung
angegebenen Weise, mit Leichtigkeit eine Handhabe anbringen läfst, welche ein Festbremsen
auch durch Hand von der Schale aus gestattet. Da das Förderseil sich während des Gebrauchs
stets etwas längt, so mufs das Nebenseil, bei dem dies nur in viel geringerem Mafse stattfinden
kann, nach Belieben verlängert oder verkürzt werden können und geschieht dies dadurch,
dafs man entweder die an die Hebelarme angeschlagenen Zugketten verlängerter
oder aber den Seilkorb verstellbar macht.
Der Seilkorb wird cylindrisch hergestellt und entweder direct mit der Seilscheibe verbunden,
wie auf der Zeichnung, oder aber für sich verlagert und durch Zahnradübertragung durch die
Seilscheibe, correspondirend mit derselben, in Umdrehung versetzt; letzteres empfiehlt sich
ganz besonders bei Neuanlagen, weil hierdurch die Fangvorrichtung auch von der Seilscheibe
und den diese etwa treffenden Unfällen unabhängig wird.
Die Dimensionen des Seilkorbes müssen natürlich so gewählt werden, dafs die Mitte des
Nebenseils von der Axenmitte des Korbes eben so weit entfernt ist, wie die Förderseilmitte von
der Axenmitte der Seilscheibe. Bei dem Äuf- und Abwärtsfördern findet dann das Verkürzen
und Verlängern der Seile gleichmäfsig statt, da wegen der Last, welche an dem Förderseil
hängt, ein Gleiten des letzteren auf der Seilscheibe nicht möglich ist.
Um das nach dem Seilbruch niederfallende Seilende von den auf der Förderschale befindlichen
Personen abzuhalten, ist dieselbe mit einem spitzgiebligen Dache zu versehen.
Versuche, die von dem Erfinder in einem 8 m hohen Kohlenaufzug mit dieser Fangvorrichtung
ausgeführt worden sind, haben die gewünschten Resultate ergeben und berechtigen somit zu der
Hoffnung, dafs sich dieselbe auch für grofse Tiefen völlig bewähren wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Verbindung des das Nebenseil tragenden Seilkorbes entweder direct . oder durch Zahnradübertragung mit der Seilscheibe.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE6727C true DE6727C (de) |
Family
ID=284797
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT6727D Active DE6727C (de) | Neuerung an Fangvorrichtungen mit Nebenseil |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE6727C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1057508B (de) * | 1954-04-30 | 1959-05-14 | Ianaz Cogneia Societa Per Azio | Belastungsvorrichtung fuer Streckwerke an Spinnmaschinen |
-
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- DE DENDAT6727D patent/DE6727C/de active Active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1057508B (de) * | 1954-04-30 | 1959-05-14 | Ianaz Cogneia Societa Per Azio | Belastungsvorrichtung fuer Streckwerke an Spinnmaschinen |
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