DE115495C - - Google Patents
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- DE115495C DE115495C DENDAT115495D DE115495DA DE115495C DE 115495 C DE115495 C DE 115495C DE NDAT115495 D DENDAT115495 D DE NDAT115495D DE 115495D A DE115495D A DE 115495DA DE 115495 C DE115495 C DE 115495C
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- G10—MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
- G10G—REPRESENTATION OF MUSIC; RECORDING MUSIC IN NOTATION FORM; ACCESSORIES FOR MUSIC OR MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. SUPPORTS
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Description
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KAISERLICHES
PATENTAMT.
- M 115495 KLASSE 51 e.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Apparat zum Aufzeichnen der auf Tasteninstrumenten
gespielten Musikstücke, welcher gestattet, letzteres während des Spielens in Notenschrift aufzuzeichnen.
Fig. ι ist ein Aufrifs mit theilweisem Längsschnitt
der vorliegenden Vorrichtung, welche mit einem Klavier in Verbindung gebracht worden ist. Fig. 1 ist eine Einzelansicht der
Vorrichtung, welche zur Aufzeichnung der diatonischen Grundtöne, der chromatischen
Halbtöne und der Nüancirung des Musikstückes dient. Fig. 3 ist eine Einzeldarstellung der
Transponirvorrichtung, des Reglers und der Bremsvorrichtung, welche zum Hemmen und
Inbetriebsetzen der Vorrichtung bestimmt ist. Fig. 5 und 6 sind Einzelansichten. Fig. 7 ist
ein Theil eines Notenbandes mit den Notenzeichen, wie sie die Vorrichtung liefert.
Sämmtliche Tasten des Klaviers stehen mit Uebertragungsmechanismen in Verbindung,
welche für jede Taste gleichartig und in zwei symmetrische, einander entgegengesetzt angeordnete
Reihen getrennt sind, damit die Einrichtung zum Aufzeichnen in . der Mitte der Vorrichtung sich befindet.
Der den Tonsatz aufzeichnende Mechanismus ist nur unter den Tasten der Grundtöne oder
den Untertasten der 2., 3., 4., 5. und 6. Octave angeordnet. Die Obertasten oder Tasten der
Halbtöne, sowie die 1. und 7. Octave, des Klaviers sind mit einfachen Uebertragungsvorrichtungen
versehen, wodurch die Klaviatur der Einrichtung zum Aufzeichnen auf 36 Haupttasten
beschränkt wird, wovon jede mit einem vollständigen Mechanismus versehen ist, und
mittelst der Uebertragungsmechanismen der 1. und 7. Octave und derjenigen der Obertasten
der Halbtöne auf die zwei Liniensysteme des F- und G-Schlüssels die 85 Töne des Klaviers
mit den gebräuchlichen Notenzeichen auf-, zeichnet. Ebenso werden die Nüancirung, die
Octavenzeichen und die den betreffenden Noten entsprechenden Vorzeichen genau aufgezeichnet.
Die Mensurzeichen der 8tel, i6teI, 32tel und
64tel Noten werden hierbei durch die ihrer
Anzahl Fahnen entsprechende Ziffer ersetzt, welche mitten in der ,Note vermerkt ist. Es
geschieht dies zu dem Zwecke, die Einschaltung dieser Zeichen bei Accorden, die sonst unentzifferbar
würden, zu vermeiden, ferner, um dem Komponisten zu gestatten, bei Aufeinanderfolge
von 8tel, i6tel u. s. w. Noten dieselben
durch Striche zu verbinden und auf diese Weise der Aufzeichnung das Ansehen gedruckter Noten
zu verleihen. Die vorliegende Vorrichtung verzeichnet ferner, nach welchem Takte, die
Noten aufgezeichnet wurden.
Jede Taste der diatonischen Tonleiter der 2., 3., 4·, 5. und 6. Octave setzt einen Uebertragungsmechanismus
in Thätigkeit, welcher wie folgt zusammengesetzt ist: Eine Stange A
(Fig. 1) mit aus Leder und Filz hergestelltem verstärkten oberen Endstück A' dient zur
Uebertragung der Bewegung der angeschlagenen Taste. Sie trägt an ihrem unteren Ende eine
Hülse A", welche auf einem mit Gewinde versehenen Theile der Stange A verstellt werden
kann und mit einer Stellschraube α versehen ist, welche gestattet, die Hülse A" nach Belieben
in senkrechter Richtung zu verstellen, um die Länge der Stange A entsprechend der
Anschlagweite der Tasten der verschiedenen Klaviermodelle abändern zu können. Eine
Schraubenfeder a' ist unter der genannten Hülse A" angebracht. Diese Feder hat das
Bestreben, die Stange A dem auf die Taste wirkenden Druck entgegen wieder anzuheben
und somit den Stofs der angeschlagenen Taste abzuschwächen. Die Stängel, ist mit einem Winkelhebel
B gelenkig verbunden, welcher seinerseits vermittelst der wagerechten Zugstange B'
auf einen zweiten Winkelhebel B" (Fig. 3) einwirkt. Derselbe veranlafst die Stange C,
nach abwärts zu gehen, indem er gegen den Finger b dieser Stange anschlägt, sobald die
Taste angeschlagen worden ist.
Die Stange C (Fig. 3) stöi'st mit ihrem oberen,
in dem hohlen Theile C gleitenden und in die Führung U der Transponirvorrichtung S S' U
eingeführten Endstück C gegen den unteren Theil der Stange T, welche dazu bestimmt ist,
die Bewegung der Uebertragungsmechanismen der Obertasten auf die Stange C zu übertragen.
Dieselbe zieht beim Anschlagen der zugehörigen Taste den in d (Fig. 2) mit ihr gelenkig verbundenen
Arm D nach abwärts; dann spannt sie gewissermafsen vermittelst des Daumens j
(Fig. 2) den Doppelhebel /. In dem Augenblicke, wo die Dauer der Note endet, indem
sich Feder /' wieder ausdehnt, gehen die angeschlagene Taste und die Stange C in ihre
Stellung zurück. Der Daumen / am unteren Ende der Stange C, welcher, sobald dieselbe
nach abwärts bewegt worden ist, unter die Nase L' des federnden Winkelhebels tritt, hebt
in diesem Augenblicke diese Nase und bewirkt das Ausrücken der Klinke /', welche den
Doppelhebel / gespannt erhält. Letzterer bewegt sich mit seinem Ende J' nach abwärts
und schlägt auf einen der Stempel M'.
Die Bewegung, welche von einer der 36 Haupttasten A". einer der Stangen C mitgetheilt
wird, hat zum Zweck, zunächst den Arm D nach abwärts zu verstellen. Derselbe
schlägt hierbei mit seinem Ansatz d' auf eine federnde und mit geneigter Fläche versehene
Stofsknagge F\ wodurch der Arm D, welcher die Nabe der beständig durch die Welle D'
des Räderwerkes beeinflufsten Kupplungsrolle E
umschliefst, genöthigt wird, diese mit zwei Zapfen e (Fig. 5) versehene Rolle E seitwärts
zu verschieben und dieselbe mit der gezahnten Seitenfläche eines losen Zahnrades F in Eingriff
zu bringen. Die Zapfen e der Rolle E stehen dann in Eingriff mit der gezahnten
Seitenfläche des losen Zahnrades F, und die Bewegung der Rolle wird auf das lose Zahnrad
F übertragen. Das Zahnrad F, welches auf diese Weise in Umdrehung versetzt wird,
setzt den den Doppelhebe] J tragenden Rahmen G in Thätigkeit.
Die 36 Kupplungsrollen E greifen in eine Längsnuth der Welle D' ein, wodurch eine
seitliche Verschiebung dieser Rollen ermöglicht wird. Die Räder F werden in Umdrehung
versetzt, so oft die Stangen C ■ durch das Anschlagen der ihnen entsprechenden Taste sich
nach abwärts bewegen.
Zwischen jeder Rolle E und jedem Zahnrad F ist auf der Welle D' eine Feder e' angebracht,
um die Rolle E in der Nuth der Welle D' seitwärts verschieben und dieselbe von dem
Zahnrade F trennen zu können in dem Augenblicke, wo die von der Taste nicht mehr
beeinflufste Stange C wieder nach aufwärts geht und auf diese Art das Entkuppeln bewirkt.
Im Augenblicke des Verkuppeins verschiebt das Zahnrad F infolge Eingriffes mit der
Zahnstange g des Rahmens G den Rahmen G in der Richtung von rechts nach links, wodurch
der mit dem Rahmen verbundene Doppelhebel J über die ganze Stempelreihe hinweggeführt
wird. Das Hebelende J' wird angehoben in dem Augenblicke des Verkuppeins infolge Anschlagens eines an der Stange C
vorhandenen Daumens j gegen das Ende J" des Doppelhebels /, welches nur beim Abwärtsgehen
der Stange C Widerstand . bietet. Der Doppelhebel J wird in dieser erhöhten
Stellung durch eine Klinke /' festgehalten, welche in eine Einkerbung / fafst.
Der Schneller i der Klinke /' gleitet während der ganzen Bewegung des Rahmens G
über die Zähne der Zahnstange K hinweg, ohne derselben Widerstand zu bieten. Dieselbe
fafst mit dem einen Endstücke in eine Führung K", welche an einer Wandung des die
36 Stempelreihen tragenden Rahmens M vorgesehen ist; mit ihrem anderen Ende ist dieselbe
mit einem Winkelhebel L L' gelenkartig verbunden, welcher von der Nase / am unteren
Ende der Stange C beeinflufst wird (Fig. 2).
Die Stange C bewegt sich, sobald die zugehörige Taste und Uebertragungsvorrich'tung
nicht mehr auf dieselbe einwirken, unter Einwirkung der Federn /' und a' nach aufwärts
und stöfst mit der Nase / gegen den Arm U des Winkelhebels L an. Es möge bemerkt
werden, dafs der Daumen / bei Abwärtsbewegung der Stange C unter den Arm L'
zu liegen kommt, welcher bei der Abwärtsbewegung der Stange C nachgiebt. Die hierbei
eintretende Aufwärtsbewegung des Armes JJ und des Winkelhebels L verschiebt die Zahnstange
K in der Richtung von rechts nach links, was das Auslösen der Klinke T aus der
Einkerbung / des Doppelhebels J1 zur Folge hat. Letzterer fällt nunmehr infolge seines
Eigengewichtes mit seinem Ende J' auf den gerade unter ihm befindlichen Stempel M'
nieder, um das Notenzeichen der angeschlagenen Taste auf dem darunter hinwegbewegten Re-
gisterstreifen aufzuzeichnen. Die Zahnstange K wird durch die Wirkung der Feder K' wieder
in ihre frühere Stellung gebracht. Der Arm i der Klinke /' wird beim Herabfallen des
vorderen Theiles des Doppelhebels J von der Zahnstange K dadurch entfernt, dafs ein am
Doppelhebel / angebrachter Zapfen j' eine an der Klinke T vorgesehene Klaue /" anhebt,
deren Bewegung auf den Arm i übertragen wird.
Der Rahmen G gleitet auf einer wagerecht ! angeordneten Stange H von rechteckigem oder
quadratischem Querschnitt, welche an einem am Gestell der Vorrichtung befestigten Träger
angebracht ist.
■ Jede Untertaste der 2. bis 6. Octave ist, wie vorstehend beschrieben wurde, mit einem mit
ihr durch Stange A in Verbindung gebrachten Uebertragungsmechanismus einer Stange C,
einer selbstthätig wirkenden Vorrichtung zum Ver- und Entkuppeln, einem einen Doppelhebel
J tragenden verschiebbaren Rahmen G und einer Ausrückvorrichtung für die Klinke Γ
ausgerüstet. Diesen Organen müssen noch eine Reihe von 14 Stempeln und 2 den Vorzeichen
entsprechende Stempel, welche gleichmäfsig auf beide Seiten vertheilt sind, beigefügt
werden.
Die Reihe der 14 Stempel M' verzeichnet
alle Notenzeichen, welche den verschiedenen Mensurwerthen eines gleichen Tones entsprechen,
d. h. die Stempel sind von rechts nach links in der Weise angeordnet, dafs sie der Reihenfolge nach alle Zeichen für die
Werthe einer 64tel Note ab bis zur ganzen
Note aufzeichnen. Zwei kleine Stempel, welche einen eigenen Mechanismus haben, verzeichnen
die Vorzeichen ψ und b und sind auf beiden Seiten einer Reihe angeordnet, und zwar zwischen
dem Stempel der 64tel Note und dem der
32tel Note. Durch diese Anordnung wird bezweckt,
dafs das Kreuz- oder ^-Zeichen in allen Fällen immer von der Note der Halbtöne
aufgezeichnet wird.
Jeder Stempel (Fig. 2) besteht aus einer Stange von viereckigem Querschnitt, welche
an ihrem oberen Ende mit einem aus Leder und Filz zusammengesetzten Kopfe versehen
ist, gegen welchen das Endstück J' des Doppelhebels / anschlägt. Der Abstand zweier
Stempel wird immer gröfser, je näher dieselben dem Stempel liegen, welcher die ganze
Note aufzeichnet. Diese Stempel sind mit dem Notenwerth ihrer Charaktere im gleichen
Verhältnifs angeordnet, und es berühren sich die Köpfe der Stempel je nach der Mittellinie
des Abstandes zweier Stempel. Diese Anordnung ermöglicht die Herstellung eines gleichma'fsigen
Taktes und die Correctur des unregelmäfsigen Taktes des Spielers in der Weise, dafs zwischen zwei Striche, welche einen Viervierteltakt
begrenzen und durch die Vorrichtung \ gezogen wurden, nicht mehr und nicht weniger
Notenwerth verzeichnet werden kann, als dieser Takt erfordert. Die Stempel sind an ihren
verbreiterten Köpfen federnd gelagert, so dafs sich dieselben wieder selbstthätig nach aufwärts
bewegen.
Jeder Stempel ist an seinem unteren Ende mit einer erhabenen Type versehen, welche
einen der vierzehn Zeitdauerwerthe oder Ton-' messungen darstellt, welche ein und denselben
Grund- oder Halbton annehmen kann. Es verzeichnet daher jede Reihe nachstehende Zeitdauerwerthe, welche von rechts nach links
auf einander folgen: 1. V64, 2. V325 3· Yi «>
4. punktirte Y16 Note, 5. und 6. Y8 und punktirte
Y8 Note, 7. doppelpunktirte Y8 Note,
8., 9., 10. Y4 bezw. punktirte, bezw. doppelpunktirte
Y4 Note, ii. Y2 Note, 12. punktirte
halbe Note, 13. doppelpunktirte' halbe Note, 14. ganze Note. Diese Zeitdauerwerthe sind
alle, selbstverständlich mit Ausnahme der ganzen Note, mit einem ganz kleinen Kreuz versehen;
die Fahnen der verschiedenen Zeitdauerwerthe der Noten sind aus vorstehend angegebenem
Grunde durch eine Ziffer ersetzt worden, welche die Anzahl der Fahnen angiebt und
mitten im Kopf eingesetzt wird.
Die Anzahl der in dieser Reihe angeordneten Stempel könnte bei Angabe noch
gröfserer Zeitdauerwerthe vermehrt werden. Der Doppelhebel J verzeichnet, sobald er über
diese Reihe hinweggeführt worden ist, die ganze Note und kehrt dann infolge des selbstthätigen
Loskuppeins seines Rahmens G nach seinem Ausgangspunkt zurück. Zu diesem Zweck ist die Knagge F' auf einer Spindel F"
(Fig. 2) angeordnet, wodurch dieselbe seitlich schwingen kann, während eine seitlich angebrachte
Feder ds die Knagge wieder in ihre frühere Stellung zurückführt. Sobald der"
Rahmen G am Ende seines Weges angelangt ist, stöfst der am hinteren Ende des Rahmens
vorgesehene Finger ^1 gegen das untere Ende d2 der Knagge F'. Hierbei schwingt
letztere um ihre Spindel JF1", wodurch die
Trennung der Knagge F' und des Zapfens d' und folglich ein Loskuppeln des Zahnrades F
bewirkt wird.
Der nun frei gewordene Rahmen G wird durch Feder G' an seinen Ausgangspunkt
zurückgeführt.
Die von den Stempeln M' gebildeten 36 Reihen sind in einem am Gestell der
Vorrichtung befestigten Rahmen M angeordnet; diese Reihen sind zu einander parallel und
jede entspricht je nach ihrer Stellung einer Linie oder einer Zwischenlinie der Liniensysteme
des F- oder G-Schlüssels.
Im Nachstehenden sollen nun noch die Mittel näher erläutert werden, mit deren Hülfe
die Noten der Halbtöne aufgezeichnet werden.
Die Obertasten oder Tasten der Halbtöne sind nicht mit einer besonderen Einrichtung
zum Aufzeichnen versehen, sondern sind nur mittelst einer Hebelverbindung PP' PQRR'. r
(Fig. ι und 3) — von gleicher Einrichtung wie:
die beschriebenen Uebertragungsmechanismen der Untertasten — wirksam, welche die Abwärtsbewegung
der senkrechten Stange T (Fig. 3) bezwecken soll. Letztere ist in einen durchbrochenen Theil des verschiebbaren
Organ es der Transponirvorrichtung S S' U eingeführt, wo dieselbe sich mit ihrem unteren
Ende mit dem in die Führung U eingeführten oberen Ende C der Stange C in Berührung
befindet. Sobald die Stange T die Stange C C nach abwärts drückt, wird die gesammte Vorrichtung
zum Aufzeichnen der um einen halben Ton tieferen Grundtöne der diatonischen Tonleiter
in Thäfigkeit gesetzt und die Aufzeichnung vollzieht sich in derselben Weise wie
diejenige der Grundtöne.
Das Anschlagen der schwarzen Obertaste ruft eine Abwärtsbewegung der Stangen T
und C', sowie gleichzeitig der Stange V (Fig. 2) hervor, da bei der Abwärtsbewegung der
Stange C der an derselben vorgesehene Daumen v' gegen den Daumen ν der Stange V
anschlägt. Am unteren Ende dieser letzteren ist eine Nase X" (Fig. 2) vorgesehen, welche
im gleichen Zeitpunkt auf den Arm X' des Winkelhebels X drückt, welch letzterer seine
Drehbewegung auf die Stange χ überträgt und dieselbe nach beiden Seiten hin verschiebt, wodurch
bei Drehung des mit der Stange χ verbundenen Winkelhebels Y der wagerechte Arm
desselben gegen den Doppelhebel Y' anstöfst, welcher den das Vorzeichen tragenden Stempel Z
anschlägt, der dann beim Anschlagen der schwarzen Taste diese Tonerhöhung sofort
verzeichnet; hiernach wird die diesem Tonwerth entsprechende Note aufgezeichnet.
Während des zum Spielen dieser Note nöthigen Zeitraumes darf der Stempel Z auf
d«m mit Tinte getränkten Stoffe "N und folglich
auf dem Papier JE2 nicht verbleiben, weil
er dem regelmäßigen Durchgange derselben ein Hindernifs wäre und zu Unregelmäfsigkeiten
in der Aufzeichnung Veranlassung gäbe. Um diesem Nachtheile vorzubeugen, trennt sich
der Arm X (Fig. 2) von der Nase X", sobald die Stange V um ungeführ 1,5 mm nach abwärts
verschoben ist, wodurch die Organe zum Bewegen des das Kreuzzeichen tragenden Stempels frei durch Feder Z" angehoben und
in ihre ursprüngliche Stellung zurückgeführt werden.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich und im Vorstehenden erläutert worden ist, wird bei
vorliegender Vorrichtung die unmittelbare Aufzeichnung eines Halbtones nur mit dem Kreuzzeichen
stattfinden. Um ^-Zeichen aufzuzeichnen , mufs eine Transponirvorrichtung, in.
Verbindung mit den Uebertragungsmechanismen der Halbtöne in Thätigkeit gesetzt werden.
Es ist wiederholt zu bemerken, dafs der Mechanismus zur Aufzeichnung der Grundtöne
vermittelst der Stange V die Abänderung der um einen halben Ton erhöhten oder vertieften
Töne aufzeichnet. ■ Andererseits erzeugt ein und dieselbe Obertaste zwei enharmonische
Tongattungen: Ais und b, welche beiden
gleichwerthigen Töne nicht auf ein und derselben Stufe des Notensystems verzeichnet
werden können, da eine mit Kreuz vorgezeichnete Note bei der Umwandlung in eine mit b vorgezeichnete Note den Namen der
folgenden Stufe der Tonleiter annimmt.
Es wird daher die Wirkung jedes Uebertragungsmechanismus der Halbtöne von einer
Stange T auf die darauf folgende übertragen, um den Mechanismus zum Aufzeichnen des
um eine Stufe höheren Halbtones auf die mit Kreuz vorgezeichnete Notentype und bei den
mit dem entgegengesetzten Vorzeichen versehenen Halbtönen die mit dem b'-Zeichen
versehene entsprechende Notentype einzustellen.
Die vorstehend erwähnten beiden Verschie-.. bungen werden gleichzeitig ausgeführt, und
zwar mittelst eines Knopfes Z' (Fig. 3), welcher aufserhalb des Klaviers und . zur Hand
des Spielenden angebracht ist. Dieser Knopf Z' beeinflufst eine Schraube ohne. Ende, welche
mittelst des mit ihr in Eingriff stehenden Getriebes ^ die Welle %' der wagerecht angeordneten
Transmission Z' \\' W'W in Umdrehung
versetzt, welche durch ihr Getriebe W die Transponirvorrichtung S S' U, sowie durch
das Kegelradgetriebe W W" eine zweite senkrecht angeordnete Transmission W" Y11W1 beeinflufst.
Letztere dient zur Verschiebung der Winkelhebel Y. Die Welle %' trägt noch eine
Rolle 30, welche mittelst eines Riemens eine auf der Spindel des Sectors 33 festgekeilte.
Rolle 31 bewegt; genannter Sector trägt die beiden entgegengesetzten Vorzeichen, von denen
das eine oder das andere in der Oeffnung 32 einer Scheibe Z2 erscheint, je nachdem man
den Knopf Z' nach der einen oder nach der anderen Richtung hin umdreht, was der Aufzeichnung
der um einen halben Ton erhöhten oder vertieften Noten entspricht.
Die Transponirvorrichtung SS1U ist wie
folgt eingerichtet. Ein verstellbarer Theil S bildet ein Ganzes mit den nach Form eines
Kammes angeordneten Trägern S', mit welchen die Winkelhebel R' der den Halbtönen
entsprechenden Uebertragungsmechanismen gelenkig verbunden sind. Dieser verstellbare
Theil ist in einer Führung U verschiebbar, in welcher 36 Oeffnungen vorgesehen sind; in
jede dieser Oeffnungen ist das untere Ende einer Stange T eingeführt, mit welchem das
in dieselbe Oeffnung eingeführte obere Ende C
einer Stange C in Verbindung steht. Im verstellbaren Theile S ist eine Oeffnung zum
Hindurchtritt der Stangen T vorgesehen, welche in Verbindung mit den Stangen C in die
Oeffnungen der Führung U eingeführt sind. Diese Stangen C können nach seitwärts nicht
verstellt werden, sie sind in ihrer Wirkung beim Anschlagen der Obertasten noch vollständig
unabhängig. In diesem Falle bewegen sich nur die Stangen C nach abwärts, während
die Stange C' mit dem unteren Ende der Stange T, welche in ihrer Normallage
durch Feder t gesichert ist, in Berührung verbleibt. Beim Anschlagen der Obertasten dagegen
bewegt sich eine jede diesen Tasten entsprechende Stange T dadurch, dafs dieselbe
durch den auf die Daumen O' wirkenden Winkelhebel R' um 3 mm nach abwärts gedrückt
wird, und verschiebt die ihr entsprechende Stange CC, sowie die Stange V um
den gleichen Weg nach abwärts. Es geschieht dies dadurch, dafs Daumen ν' gegen Daumen ν
der Stange V anschlägt. In diesem Falle wird die Uebertragungsvorrichtung AA" BB' B"
nicht in Thätigkeit gesetzt.
Wenn man nun den aufserhalb befindlichen und zur Hand angeordneten Knopf Z' umdreht,
so wird die erste Transmission Z' ^ WW beeinflufst. Letztere führt mittelst des mit
einer am hinteren Ende des verstellbaren Theiles S angebrachten Zahnstange in Ein*
griff stehenden Getriebes W den verstellbaren Theil S von vorn nach hinten und verschiebt
auf diese Weise die Winkelhebel R' vom Daumen 0' der einen Stange T nach dem
Daumen 0' der nächstfolgenden Stange T, welche den Mechanismus zum Aufzeichnen in
Thätigkeit setzt, den durch die Vorzeichenänderung bedingten veränderten Noten entspricht.
Diese wagerechte Verschiebung der Winkelhebel R' wird dadurch ermöglicht, dafs
die Stangen R, welche als Verbindungsorgan zwischen dem Winkelhebel R' und Q dienen,
mit denselben in r an jedem Endtheile gelenkig
verbunden sind.
Es ist nur noch nothwendig, dafs diese Note aufgezeichnet wird. Dies wird mittelst der senkrecht
angeordneten Transmission W" Y" W1 bewirkt, welche im gleichen Zeitpunkte wie
die Transmission des verstellbaren Theiles S S der Transponirvorrichtung in Thätigkeit gesetzt
wird, und zwar durch das Kegelradgetriebe. Die Welle Y" ist an ihrem unteren Ende mit
einem Zahnrade W1 versehen, welches in eine Zahnstange w greift, bei welcher ebenfalls
Träger — welche nach Form eines Kammes angeordnet sind — für die Winkelhebel Y
vorgesehen wurden. Diese Zahnstange gleitet von vorn nach hinten in den seitlichen Wandungen
des Gestelles und führt die unter dem Doppelhebely' der das Kreuzzeichen tragenden
Stempel angeordneten Winkelhebel Y unter diejenigen Doppelhebel, welche den das έ-Zeichen
tragenden Typenstempeln entsprechen.
Die Transponirvorrichtung S S' U hat den Werth der Noten der Obertaste auf einen um
eine Stufe höher stehenden Ton transponirt, und die Transmission W" Y" W1 hat die
Kreuzzeichen in ^-Zeichen verändert, so dafs das Transponiren des verstellbaren Theiles S' S
um einen halben Ton herabgesetzt wurde, was als Ergebnifs Folgendes giebt: 1. das Transponiren
der Theile S S' U ändert z. B. das natürliche A in das natürliche H um; 2. Transponiren
des Kreuzzeichens in ein b-Zeichen. Aus diesen beiden Transponirungen erfolgt die
Aufzeichnung z. B. eines b anstatt eines Ais, welches der angeschlagenen Obertaste entspricht,
wenn die Organe des Mechanismus zum Aufzeichnen sich in der Anfangsstellung befinden. Diese Aenderung findet in gleicher
Weise bei den anderen veränderten Noten statt.
Da die erste und siebente Octave ebenso wie die Halbtöne keinen besonderen Mechanismus
zum Aufzeichnen besitzen, so werden die Tasten derselben mit Uebertragungsmechanismen
versehen, welche bezwecken, die entsprechenden Uebertragungsvorrichtungen gleichen
Werthes der zweiten und sechsten Octave in Thätigkeit zu setzen, und zwar mittelst der
an der Hülse jeder Stange A oder P vorgesehenen Ansätze a" bezw. p. Auf diese
Ansätze a" und ρ wirken die Winkelhebel B3
und i?2 der Uebertragungsmechanismen A1 B1 B2
der Untertasten oder P1 P2 Q1 Pv1 der Obertasten
ein.
Auf diese Weise wird beim Spielen in der ersten Octave des Klaviers der Mechanismus
zum Aufzeichnen der zweiten Octave in Thätigkeit gesetzt, so dafs die Noten der ersten
Octave höher aufgezeichnet werden. Beim Spielen in der siebenten Octave findet die
Aufzeichnung in ähnlicher Weise wie oben statt, indem die 12 Töne dieser Octave um
eine Octave tiefer aufgezeichnet werden.
Um nun dieses Transponiren von Octaven genau zu kennzeichnen und dem Spieler die
richtigen Plätze auf der Tonleiter der auf diese Weise transponirten Töne anzugeben, ist bei
der ersten und siebenten Octave hinter den senkrecht angeordneten Stangen A1 und P1 ein
Cylinder .B4 angeordnet, welcher mit zwölf zu
seiner Achse senkrechten Daumen a2 versehen ist. Dieselben werden durch die entsprechenden
Daumen ax der erwähnten Stangen A1 und P1
in der Richtung von oben nach unten angeschlagen. Hierdurch führen die Cylinder Ba
eine zwangläufige Drehbewegung von hinten nach vorn aus, welche das Aufwärtsgehen der
Stange b1 zur Folge hat. Letztere ist an ihrem oberen Ende mit dem Arm G" und an ihrem
unteren Ende mit dem Hebel B2 gelenkig verbunden.
Der Hebel B2 trägt eine Rolle b' (Fig. i), auf deren Umfang Ziffern vorgesehen
sind, welche die Note oder den Octavenübergang anzeigen. Diese Rolle senkt sich auf j
ein Farbband N und zeichnet beim Anschlagen einer oder mehrerer Tasten der ersten
und siebenten Octave stets das Zeichen derselben auf. Selbst wenn zufällig diese Rolle
mit dem Farbband nicht in Berührung kommt, wird sie in Thätigkeit gesetzt, und zwar durch
eine kleine Rolle, welche infolge der durch Papierbewegung erzeugten Reibung in Gang
gesetzt wird. Ihre Einrichtung ist die gleiche wie die der Rollen D0 D1 zur Aufzeichnung
der Nüancirungen und ist neben den letzteren in derselben Verticalebene angeordnet. j
Wie bereits eingangs erwähnt, zeichnet die vorliegende Vorrichtung neben den 85 Haibund
Grundtönen des Klaviers und den Vorzeichen die Zeichen der Nüancirungen auf. Zu diesem Zwecke ist mit jedem Pedale des
Klaviers eine senkrechte Stange G1 verbunden, welche einen Hebel G2 beeinflufst. Hierdurch
wird der Arm D3 in der Richtung nach aufwärts bewegt, welcher Arm lose auf der
Spindel der durch das Papier E0 bewegten
Rolle D1 sitzt. Diese Rolle setzt eine zweite Rolle D2 in Thätigkeit, welche die Buchstaben
P und F (piano und forte) trägt.
So oft, als eines der Pedale nach abwärts gedrückt wird, bewegt sich die Rolle D2 mit
ihrem Umfange auf dem der Rolle D1 entlang und senkt sich auf das Farbband N, wodurch
die dem Pedale P oder F entsprechende Nüancirung auf das sich unter diesem Band bewegende
Papier aufgezeichnet wird.
Unter dem die 36 Stempelreihen M' tragenden Rahmen M, sowie den nach denselben angeordneten
vier Rollen, welche die Nüancirung forte und piano, sowie die auf einander folgenden
Octavenzeichen aufzeichnen, wird ein Farbband mittelst zweier Transportwalzen η
langsam hinwegbewegt. Letztere sind an zwei Seiten unterhalb des Gehäuses M angeordnet
und dienen gleichzeitig als Spann- und Transportvorrichtungen. Ihre Wellen sind in den
Wandungen des Behälters O gelagert. Auf der einen Welle ist eine doppelt gekerbte
Rolle ή angebracht, welche zur Bewegung der Welle η dient. Diese Rolle und mit ihr die
entsprechende Walze η kann beispielsweise ihren Antrieb vom Rad / des Zahnradgetriebes
aus vermittels eines gekreuzten Riemens erhalten, welche dann mittelst eines zweiten
Riemens die zweite Walze η in Umdrehung versetzen kann. Das Farbband wird beständig
durch eine Walze JV' angefeuchtet, welche in dem die Anilintinte enthaltenden Behälter O
gespeist und infolge der durch Berührung mit
dem Stoffe JV erzeugten Reibung in Umdrehung versetzt wird.
Das endlose Papierband E2, welches in E1
aus der Vorrichtung tritt, wird über eine Führungswalze F1 unter die Walze G'o (Fig. 1)
geleitet, welche das Liniensystem des F- und G-Schlüssels, sowie die Taktstriche auf diis
Papierband aufträgt. Von hier aus tritt dasselbe in die Führungsbahn I1 ein und gelangt
unter das Farbband JV, wo vermittelst der Stempel M' die verschiedenwerthigen Notenzeichen
des Tonsatzes auf das Papierband aufgetragen werden.
Dasselbe wird durch einen Cylinder J1 fortgeschaltet,
welcher mit der gleichen Geschwindigkeit wie der Rahmen GIJJ' umläuft und
vom Zahnrad 2 mittelst Kegelrad- und Schneckengetriebes 3,4,5 (Fig. 1) seinen Antrieb erhält.
Nach erfolgter Aufzeichnung gelangt es auf der linken Seite des Klaviers nach Vorübergehen
einer zweiten mittelst Rollen- und Riementriebwerkes K1 K3 angetriebenen Transportwalze
K2 zum Austritt.
Die Vorrichtung zum Auftragen der Liniensysteme des F- und G-Schlüssels besteht aus
einem Anilintinte enthaltenden Behälter .F3, in welchem eine Walze F0 gespeist wird, welche
dann eine zweite mit Filz überzogene Walze C1 speist, welche auf die Walze G'2 die zum
Druck der beiden Liniensysteme auf das Papierband nöthige Tinte aufträgt. Das Papierband
E2 geht dann an einer mit Flanell überzogenen Walze H1 vorüber, welche die aufgetragene
Tinte vor Eintritt in die eigentliche Vorrichtung zum Aufzeichnen trocknet.
Die Auftragewalze C0 ist an ihrem Umfange
der Anzahl der Notenlinien des Violin- und Bafsschlüssels entsprechend mit Metallringen
versehen, welche mit parallel zur Längsachse verlaufenden auslös- und verstellbaren Furchen
zur Aufzeichnung der Taktstriche durchbrochen werden. Der Cylinder, welcher während der
Dauer von vier Vierteltakten eine Umdrehung macht, zeichnet jeden Vierteltakt mit einem
Punkte auf. Beim Aendern des Taktes hat der Spieler nur nöthig, die parallel der Längsachse
verlaufenden Furchen auszulösen und durch andere zu ersetzen, dagegen sind die die Liniensysteme aufzeichnenden Ringe fortlaufend
und nicht auswechselbar. Alle Organe der Walze C2 zum Auftragen der Notenlinien
sind in den Wandungen des Behälters F3 gelagert.
Die vorstehend beschriebene Vorrichtung zum Aufzeichnen wird durch eine in einer
Trommel 6 angebrachte Feder in Thätigkeit gesetzt, welche die zur Inbetriebsetzung sämmt- '
licher Organe nöthige Kraft liefert. Die mit einem Zahnkranze ausgestattete Trommel 6 setzt
mittelst der Zahnräder 8, 9, 10, 11 drei Getriebe
i, 2 und 7, ein Schwungrad 1.2 und
einen Regler 13 in Thä'tigkeit, ferner bewegt
das Getriebe 2 das Kegelradgetriebe 3, 4, 5 der Cylinder J1 K2.
Das Getriebe 1 ist mit einer Reibungsbremse 14, 15, 16, 17 (Fig. ι und 6) versehen,
welche mittelst eines Pedales 15 angezogen wird. Dasselbe wird durch Wirkung einer
Feder 18 wieder zurückgeführt, welche einer zu grofsen Abwärtsbewegung der Pedale entgegenwirkt.
Am Fufse des Klaviers sind Einkerbungen vorgesehen, in welchen das Pedali5
festgestellt wird; um den Gang der Vorrichtung zu verzögern, welcher bei voller Betriebsgeschwindigkeit dem schnellsten Musiktakt entspricht,
d. h. ungefähr 208 Vierteltakten pro Minute, genügt es, das Pedal 15 nach abwärts
zu drücken. Sobald nun der Zeiger 19 des
nach Art des Taktmessers System Mälz el abgetheilten
Ziffernblattes Z1 gegenüber dem Allegro, Vivace, Moderato, Andante etc., welches
dem gewünschten Takte entspricht, zu stehen kommt, so schiebt man das Pedal 15
in die ihm gegenüberstehende Einkerbung ein, und der Apparat wird somit mit dieser Geschwindigkeit
während des Spieles im Betrieb erhalten. Auf diese Weise läfst sich der
Apparat auf alle erforderlichen Taktlangen einstellen.
Der Zeiger 19 wird mittelst der durch Riemenantrieb verbundenen Rollen 20,21 und 22
bewegt. Diese Rollen selbst werden durch einen auf der ersten Rille der Antriebsrolle 20
aufgewickelten Riemen 23, dessen anderes Ende mit dem Ring 17 des Hebels 16 verbunden
ist, in Umdrehung versetzt. Sobald dieser Hebel durch das Pedal 15 nach abwärts verstellt
wird, wird dieser Riemen 23 und folglich die Rolle 20 bewegt, während die Rollen 21 und 22 mittelst des auf der zweiten
Rille der Rolle 20 angeordneten Riemens in Umdrehung versetzt werden.
Das zweite Getriebe 2 steht mit dem auf der Welle D' der Kupplungsvorrichtungen
sitzenden Zahnrade 10 in Eingriff, welches bei einer Umdrehung des Zahnrades 449 Umdrehungen
macht. Die auf dieser Welle angeordneten 36NKupplungsvorrichtungen werden
ebenfalls mit gleicher Geschwindigkeit in Umdrehung versetzt.
Das Zahnrad F jeder Kupplungsvorrichtung, welches einen Rahmen G mit dem Hebel J
nach beiden Seiten hin verschiebt, macht eine Umdrehung während einer Hinbewegung des
Rahmens oder während der Dauer eines Viervierteltaktes. Es folgt daraus, dafs während
einer Umdrehung der Trommel 6 die beiden Liniensysteme des F- und G-Schlüssels aufgetragen,
sowie die Nüancirungen und die Zeichen der ersten und siebenten Octave aufgezeichnet
werden, was im Ganzen 449 Viervierteltakten gleichkommt, welche auf Papier ohne Ende
von 28,74 m Länge in 16 Minuten und 20 Secunden mit mäfsiger Geschwindigkeit aufgezeichnet
werden.
Das Getriebe 9 bewegt die das Papierband E2
mit der gleichen Geschwindigkeit des Rahmens G fortschaltenden Cylinder J1 K2 mittelst
eines Kegelradgetriebes 3,4,5, welches die Welle des Cylinders J1 mittelst eines Schneckenradgetriebes
bewegt. Der Cylinder J1 bewegt mittelst der Rollen K1 K3 und des Riementriebes
den Cylinder K2. Das dritte Getriebe 7, welches mit dem Zahnrad 11 in Eingriff steht,
dreht das Schwungrad 12 mit einer Geschwindigkeit von 2245 Touren pro Umdrehung der
Trommel 6. Auf der Welle des Schwungrades sitzt ein Getriebe, welches die Schneckenschraube
24 des Reglers 13 in Umdrehung versetzt.
Am oberen Ende der Welle des Reglers ist eine Bremsvorrichtung 25 angeordnet, welche
durch einen Hebel 26 in Thütigkeit gesetzt wird. Dieser Hebel ist an seinem oberen
Ende mit einem Knopfe 27 versehen, welcher in einer Oeffnung des Zifferblattes Z0 verstellt
werden kann; auf letzterem, sowie auf jeder Seite der Führung des Knopfes 27 sind die
Buchstaben A und M vermerkt zum Anzeigen derjenigen Richtung, nach welcher der Knopf
zwecks Anhaltens oder Inbetriebsetzens verstellt werden mufs. Das untere Ende des Hebels 26
verschiebt die in der Bahn 28 geführte Bremse 25, welche beim Bremsen gegen eine
an der Welle des Reglers angebrachte Rolle anschlägt, beim Inbetriebsetzen sich jedoch von
derselben entfernt. Der den gesammten Apparat tragende Rahmen ist in senkrechter Richtung
auf- und abwärts verschiebbar. Die nach abwärts gerichtete Verschiebung hat den Zweck,
die Stangen A P des Uebertragungsmechanismus beliebig mit den Tasten aufser Verbindung
bringen zu können, um überhaupt die Vorrichtung von der Klaviatur ausschalten zu
können. Dieses Verstellen wird mittelst Excenter bewirkt, welche von der Platte des
Klaviers angebrachten Trägern getragen werden und den Rahmen der Vorrichtung beim Verstellen
desselben führen.
Die im Vorstehenden beschriebene Vorrichtung kann bei allen mit Klaviaturen versehenen
Instrumenten, z. B. bei Klavieren aller Modelle, Orgeln, Harmoniums verwendet werden.
Claims (7)
- Patent-Ansprüche:ι . Eine Vorrichtung zum Aufzeichnen von auf Tasteninstrumenten gespielten Musikstücken, dadurch gekennzeichnet, dafs während des Spielens das Musikstück in Notenschrift auf ein gleichmäfsig fort-. geschaltetes Papierband mittelst Matrizenstempel, welche die den verschiedenen Tönen entsprechenden Notenzeichen auf-weisen, aufgezeichnet wird, wobei diese Stempel mit den Tasten des Instrumentes derart in Verbindung stehen, dafs sie beim Anschlagen der Tasten in Thätigkeit gesetzt werden und die gespielte Note unmittelbar aufzeichnen.
- 2. Eine Ausführungsform der unter i. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher jede Untertaste (A'") auf eine senkrechte Stange (A) wirkt, welche mittelst zweier durch eine Stange (B') verbundener Winkelhebel (BB") mit einer Mittelstange (C) in Verbindung steht, die auf eine selbstthätig wirkende Vorrichtung (D d' F'Eee') zum Verkuppeln und Ent- j kuppeln eines auf einer stetig umlaufenden Welle (D') lose sitzenden Zahnrades(F) einwirkt, welches mit der Zahnstange (g) eines einen Doppelhebel (JJ') tragenden Rahmens (G) in Eingriff steht und denselben verschiebt, wobei während der Verschiebung des Rahmens (G) der durch Sperrvorrichtung f/ P) festgehaltene Doppelhebel (JJ') über eine Reihe Stempel (M) gleitet, deren Typen die verschiedenen Notenzeichen aufweisen, bis durch Aufwärtsbewegung der Mittelstange (C) infolge Freilassens der Taste (A'") die Sperrvorrichtung (I P) ausgerückt und das den Rahmen (G) beeinflussende Zahnrad (F) entkuppelt wird, wodurch der Doppelhebel (JJ') einen der Dauer der Note entsprechenden Stempel (M') anschlägt, welcher das Notenzeichen der gespielten Note auf ein fortgeschaltetes Papierband (E2) aufträgt, worauf der Rahmen (G) durch die Wirkung einer Feder (G') in seine ursprüngliche Lage zurückgeführt wird.
- 3. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher die erhöhten Halbtöne mittelst der unter 2. gekennzeichneten Vorrichtung aufgezeichnet werden, indem beim Anschlagen der Obertasten die Mittelstangen (C) durch von ihnen unabhängige Stangen (C) beeinflufst werden, die mit den Obertasten je durch zwei mittelst Winkelhebel (Q und R') und Stange (R) verbundene senkrechte Stangen (P und T) in Verbindung stehen, wobei die auf die Mittelstangen (C) einwirkenden Stangen (C) noch eine zweite Reihe Stangen (V) beeinflussen, wovon jede mittelst Uebertragungsvorrichtung (Xx Y Y') einen das Kreuzzeichen tragenden Stempel (Z) sogleich bei Anschlag der entsprechenden Obertaste in Thätigkeit setzt.
- 4. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher die vertieften Halbtöne mittelst der unter 3. gekennzeichneten Vorrichtung aufgezeichnet werden, indem die Wirkung jeder Uebertragungsvorrichtung (P P' QRR') der erhöhten Halbtöne zwecks Aufzeichnung der um einen Ton höheren Note von einer Mittelstange (C) auf die darauffolgende übertragen wird und b- Zeichen anstatt Kreuzzeichen vorgezeichnet werden, dadurch, dafs von Hand ein Getriebe (Z' \) in Thätigkeit gesetzt wird, welches eine Welle (\') in Umdrehung versetzt, die mittelst Zahnrades (W) die Winkelhebel (R') zum Antrieb der Mittelstangen (C) von einer Stange (T) zur darauffolgenden verschiebt undmittelstKegelradgetriebes^W W") und Uebertragungsvorrichtung (Y" Ww) die die Stempel (Z) der Kreuzzeichen in Thätigkeit setzenden Winkelhebel (Y) ebenfalls seitwärts verstellt, damit dieselben beim Anschlagen der Obertasten die das ^-Zeichen tragenden Stempel beeinflussen, wobei gleichzeitig die Transponirung durch eine geeignete Vorrichtung (30, 31, 33) auf einer Scheibe (Z2) angezeigt wird.
- 5. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher die Töne der ersten und letzten Octave, sowie die entsprechenden erhöhten oder vertieften Halbtöne durch die unter 2., 3. und 4. gekennzeichneten Vorrichtungen dadurch angegeben werden, dafs jede Untertaste dieser Octaven durch eine Uebertragungsvorrichtung (A1 B1 B2 ΒΆ) mit der Aufzeichnungsvorrichtung der entsprechenden Untertaste — und jede Obertaste durch eine Uebertragungsvorrichtung fP, P2 Q1 R1 RJ mit denjenigen (PP' Q R R) der entsprechenden Obertaste — der benachbarten Octave in Verbindung steht, wobei ferner das entsprechende Octavzeichen durch eine Rolle (b1) aufgezeichnet wird, welche am Ende eines Doppelhebels (B2) angeordnet ist, der durch eineUebertragungsvorrichtung^ G" -B4 a2 CL1) beim Anschlagen der Untertasten oder Obertasten in Thätigkeit gesetzt wird.
- 6. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher jedes Pedal des Tasteninstrumentes mit einer senkrechten Stange (G1) in Verbindung steht, die auf einen Hebel (Gn) einwirkt, welcher einen zwei Rollen (D1 D,-,) tragenden Arm (D3) in Schwingung versetzt, dessen eine Rolle (D2) beim Herabdrücken des Pedales die entsprechende Nüancirung aufzeichnet.
- 7. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher eine Vorrichtung zum Auftragen der Linien und Taktstriche vorgesehen ist, gekennzeichnet durch einen mit Ringstücken undLängsrinnen versehenen Cylinder (G2), dessen den Taktstrichen entsprechende Rinnen nach Belieben ausgewechselt werden können, wobei ferner Walzen (F2 G1 H1) zum Auftragen der Tinte und zum Trocknen vorgesehen sind.Eine Ausführungsform der unter i. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher eine selbstthätig wirkende Antriebsvorrichtung vorgesehen ist, gekennzeichnet durch eine in mit gezahntem Kranze ausgestatteter Trommel (6) angeordnete Feder, welche die drei Haupttriebwerke (i, 2, 7) zum Inbetriebsetzen der verschiedenen Trieborgane, des Schwungrades (12) und des Reglers (13) in Thätigkeit setzt.
Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher eine Reibungsbremsvorrichtung (14) vor-gesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dafs dieselbe durch ein besonderes Pedal (15, 16) beeinflufst wird und mit einer passenden Uebertragungsvorrichtung(i 7,23,20,21,22) versehen ist, welche einen vor einem nach den verschiedenen Musiktakten eingetheilten Zifferblatte (Z1) verstellbaren Zeiger (19) in Umdrehung versetzt.
Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher eine Anlafs- und Feststellvorrichtung vorgesehen ist, gekennzeichnet durch eine mittelst eines Stellknopfes (27) und Hebels (26) in Thätigkeit gesetzte Bremse (25), welche in einer Führung (28) gleitet und beim Bremsen gegen eine an der Welle des Reglers (13) angebrachte Rolle (29) anschlägt, beim Inbetriebsetzen sich jedoch von derselben entfernt.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
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