DE115495C - - Google Patents

Info

Publication number
DE115495C
DE115495C DENDAT115495D DE115495DA DE115495C DE 115495 C DE115495 C DE 115495C DE NDAT115495 D DENDAT115495 D DE NDAT115495D DE 115495D A DE115495D A DE 115495DA DE 115495 C DE115495 C DE 115495C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
rod
keys
lever
under
note
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT115495D
Other languages
English (en)
Publication of DE115495C publication Critical patent/DE115495C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G10MUSICAL INSTRUMENTS; ACOUSTICS
    • G10GREPRESENTATION OF MUSIC; RECORDING MUSIC IN NOTATION FORM; ACCESSORIES FOR MUSIC OR MUSICAL INSTRUMENTS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR, e.g. SUPPORTS
    • G10G3/00Recording music in notation form, e.g. recording the mechanical operation of a musical instrument
    • G10G3/02Recording music in notation form, e.g. recording the mechanical operation of a musical instrument using mechanical means only

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Acoustics & Sound (AREA)
  • Multimedia (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

O * \ V
\
*** »Φ
M
Ά
ti,
<-.
KAISERLICHES
PATENTAMT.
- M 115495 KLASSE 51 e.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist ein Apparat zum Aufzeichnen der auf Tasteninstrumenten gespielten Musikstücke, welcher gestattet, letzteres während des Spielens in Notenschrift aufzuzeichnen.
Fig. ι ist ein Aufrifs mit theilweisem Längsschnitt der vorliegenden Vorrichtung, welche mit einem Klavier in Verbindung gebracht worden ist. Fig. 1 ist eine Einzelansicht der Vorrichtung, welche zur Aufzeichnung der diatonischen Grundtöne, der chromatischen Halbtöne und der Nüancirung des Musikstückes dient. Fig. 3 ist eine Einzeldarstellung der Transponirvorrichtung, des Reglers und der Bremsvorrichtung, welche zum Hemmen und Inbetriebsetzen der Vorrichtung bestimmt ist. Fig. 5 und 6 sind Einzelansichten. Fig. 7 ist ein Theil eines Notenbandes mit den Notenzeichen, wie sie die Vorrichtung liefert.
Sämmtliche Tasten des Klaviers stehen mit Uebertragungsmechanismen in Verbindung, welche für jede Taste gleichartig und in zwei symmetrische, einander entgegengesetzt angeordnete Reihen getrennt sind, damit die Einrichtung zum Aufzeichnen in . der Mitte der Vorrichtung sich befindet.
Der den Tonsatz aufzeichnende Mechanismus ist nur unter den Tasten der Grundtöne oder den Untertasten der 2., 3., 4., 5. und 6. Octave angeordnet. Die Obertasten oder Tasten der Halbtöne, sowie die 1. und 7. Octave, des Klaviers sind mit einfachen Uebertragungsvorrichtungen versehen, wodurch die Klaviatur der Einrichtung zum Aufzeichnen auf 36 Haupttasten beschränkt wird, wovon jede mit einem vollständigen Mechanismus versehen ist, und mittelst der Uebertragungsmechanismen der 1. und 7. Octave und derjenigen der Obertasten der Halbtöne auf die zwei Liniensysteme des F- und G-Schlüssels die 85 Töne des Klaviers mit den gebräuchlichen Notenzeichen auf-, zeichnet. Ebenso werden die Nüancirung, die Octavenzeichen und die den betreffenden Noten entsprechenden Vorzeichen genau aufgezeichnet. Die Mensurzeichen der 8tel, i6teI, 32tel und 64tel Noten werden hierbei durch die ihrer Anzahl Fahnen entsprechende Ziffer ersetzt, welche mitten in der ,Note vermerkt ist. Es geschieht dies zu dem Zwecke, die Einschaltung dieser Zeichen bei Accorden, die sonst unentzifferbar würden, zu vermeiden, ferner, um dem Komponisten zu gestatten, bei Aufeinanderfolge von 8tel, i6tel u. s. w. Noten dieselben durch Striche zu verbinden und auf diese Weise der Aufzeichnung das Ansehen gedruckter Noten zu verleihen. Die vorliegende Vorrichtung verzeichnet ferner, nach welchem Takte, die Noten aufgezeichnet wurden.
Jede Taste der diatonischen Tonleiter der 2., 3., 4·, 5. und 6. Octave setzt einen Uebertragungsmechanismus in Thätigkeit, welcher wie folgt zusammengesetzt ist: Eine Stange A (Fig. 1) mit aus Leder und Filz hergestelltem verstärkten oberen Endstück A' dient zur Uebertragung der Bewegung der angeschlagenen Taste. Sie trägt an ihrem unteren Ende eine Hülse A", welche auf einem mit Gewinde versehenen Theile der Stange A verstellt werden kann und mit einer Stellschraube α versehen ist, welche gestattet, die Hülse A" nach Belieben in senkrechter Richtung zu verstellen, um die Länge der Stange A entsprechend der
Anschlagweite der Tasten der verschiedenen Klaviermodelle abändern zu können. Eine Schraubenfeder a' ist unter der genannten Hülse A" angebracht. Diese Feder hat das Bestreben, die Stange A dem auf die Taste wirkenden Druck entgegen wieder anzuheben und somit den Stofs der angeschlagenen Taste abzuschwächen. Die Stängel, ist mit einem Winkelhebel B gelenkig verbunden, welcher seinerseits vermittelst der wagerechten Zugstange B' auf einen zweiten Winkelhebel B" (Fig. 3) einwirkt. Derselbe veranlafst die Stange C, nach abwärts zu gehen, indem er gegen den Finger b dieser Stange anschlägt, sobald die Taste angeschlagen worden ist.
Die Stange C (Fig. 3) stöi'st mit ihrem oberen, in dem hohlen Theile C gleitenden und in die Führung U der Transponirvorrichtung S S' U eingeführten Endstück C gegen den unteren Theil der Stange T, welche dazu bestimmt ist, die Bewegung der Uebertragungsmechanismen der Obertasten auf die Stange C zu übertragen. Dieselbe zieht beim Anschlagen der zugehörigen Taste den in d (Fig. 2) mit ihr gelenkig verbundenen Arm D nach abwärts; dann spannt sie gewissermafsen vermittelst des Daumens j (Fig. 2) den Doppelhebel /. In dem Augenblicke, wo die Dauer der Note endet, indem sich Feder /' wieder ausdehnt, gehen die angeschlagene Taste und die Stange C in ihre Stellung zurück. Der Daumen / am unteren Ende der Stange C, welcher, sobald dieselbe nach abwärts bewegt worden ist, unter die Nase L' des federnden Winkelhebels tritt, hebt in diesem Augenblicke diese Nase und bewirkt das Ausrücken der Klinke /', welche den Doppelhebel / gespannt erhält. Letzterer bewegt sich mit seinem Ende J' nach abwärts und schlägt auf einen der Stempel M'.
Die Bewegung, welche von einer der 36 Haupttasten A". einer der Stangen C mitgetheilt wird, hat zum Zweck, zunächst den Arm D nach abwärts zu verstellen. Derselbe schlägt hierbei mit seinem Ansatz d' auf eine federnde und mit geneigter Fläche versehene Stofsknagge F\ wodurch der Arm D, welcher die Nabe der beständig durch die Welle D' des Räderwerkes beeinflufsten Kupplungsrolle E umschliefst, genöthigt wird, diese mit zwei Zapfen e (Fig. 5) versehene Rolle E seitwärts zu verschieben und dieselbe mit der gezahnten Seitenfläche eines losen Zahnrades F in Eingriff zu bringen. Die Zapfen e der Rolle E stehen dann in Eingriff mit der gezahnten Seitenfläche des losen Zahnrades F, und die Bewegung der Rolle wird auf das lose Zahnrad F übertragen. Das Zahnrad F, welches auf diese Weise in Umdrehung versetzt wird, setzt den den Doppelhebe] J tragenden Rahmen G in Thätigkeit.
Die 36 Kupplungsrollen E greifen in eine Längsnuth der Welle D' ein, wodurch eine seitliche Verschiebung dieser Rollen ermöglicht wird. Die Räder F werden in Umdrehung versetzt, so oft die Stangen C ■ durch das Anschlagen der ihnen entsprechenden Taste sich nach abwärts bewegen.
Zwischen jeder Rolle E und jedem Zahnrad F ist auf der Welle D' eine Feder e' angebracht, um die Rolle E in der Nuth der Welle D' seitwärts verschieben und dieselbe von dem Zahnrade F trennen zu können in dem Augenblicke, wo die von der Taste nicht mehr beeinflufste Stange C wieder nach aufwärts geht und auf diese Art das Entkuppeln bewirkt.
Im Augenblicke des Verkuppeins verschiebt das Zahnrad F infolge Eingriffes mit der Zahnstange g des Rahmens G den Rahmen G in der Richtung von rechts nach links, wodurch der mit dem Rahmen verbundene Doppelhebel J über die ganze Stempelreihe hinweggeführt wird. Das Hebelende J' wird angehoben in dem Augenblicke des Verkuppeins infolge Anschlagens eines an der Stange C vorhandenen Daumens j gegen das Ende J" des Doppelhebels /, welches nur beim Abwärtsgehen der Stange C Widerstand . bietet. Der Doppelhebel J wird in dieser erhöhten Stellung durch eine Klinke /' festgehalten, welche in eine Einkerbung / fafst.
Der Schneller i der Klinke /' gleitet während der ganzen Bewegung des Rahmens G über die Zähne der Zahnstange K hinweg, ohne derselben Widerstand zu bieten. Dieselbe fafst mit dem einen Endstücke in eine Führung K", welche an einer Wandung des die 36 Stempelreihen tragenden Rahmens M vorgesehen ist; mit ihrem anderen Ende ist dieselbe mit einem Winkelhebel L L' gelenkartig verbunden, welcher von der Nase / am unteren Ende der Stange C beeinflufst wird (Fig. 2).
Die Stange C bewegt sich, sobald die zugehörige Taste und Uebertragungsvorrich'tung nicht mehr auf dieselbe einwirken, unter Einwirkung der Federn /' und a' nach aufwärts und stöfst mit der Nase / gegen den Arm U des Winkelhebels L an. Es möge bemerkt werden, dafs der Daumen / bei Abwärtsbewegung der Stange C unter den Arm L' zu liegen kommt, welcher bei der Abwärtsbewegung der Stange C nachgiebt. Die hierbei eintretende Aufwärtsbewegung des Armes JJ und des Winkelhebels L verschiebt die Zahnstange K in der Richtung von rechts nach links, was das Auslösen der Klinke T aus der Einkerbung / des Doppelhebels J1 zur Folge hat. Letzterer fällt nunmehr infolge seines Eigengewichtes mit seinem Ende J' auf den gerade unter ihm befindlichen Stempel M' nieder, um das Notenzeichen der angeschlagenen Taste auf dem darunter hinwegbewegten Re-
gisterstreifen aufzuzeichnen. Die Zahnstange K wird durch die Wirkung der Feder K' wieder in ihre frühere Stellung gebracht. Der Arm i der Klinke /' wird beim Herabfallen des vorderen Theiles des Doppelhebels J von der Zahnstange K dadurch entfernt, dafs ein am Doppelhebel / angebrachter Zapfen j' eine an der Klinke T vorgesehene Klaue /" anhebt, deren Bewegung auf den Arm i übertragen wird.
Der Rahmen G gleitet auf einer wagerecht ! angeordneten Stange H von rechteckigem oder quadratischem Querschnitt, welche an einem am Gestell der Vorrichtung befestigten Träger angebracht ist.
■ Jede Untertaste der 2. bis 6. Octave ist, wie vorstehend beschrieben wurde, mit einem mit ihr durch Stange A in Verbindung gebrachten Uebertragungsmechanismus einer Stange C, einer selbstthätig wirkenden Vorrichtung zum Ver- und Entkuppeln, einem einen Doppelhebel J tragenden verschiebbaren Rahmen G und einer Ausrückvorrichtung für die Klinke Γ ausgerüstet. Diesen Organen müssen noch eine Reihe von 14 Stempeln und 2 den Vorzeichen entsprechende Stempel, welche gleichmäfsig auf beide Seiten vertheilt sind, beigefügt werden.
Die Reihe der 14 Stempel M' verzeichnet alle Notenzeichen, welche den verschiedenen Mensurwerthen eines gleichen Tones entsprechen, d. h. die Stempel sind von rechts nach links in der Weise angeordnet, dafs sie der Reihenfolge nach alle Zeichen für die Werthe einer 64tel Note ab bis zur ganzen Note aufzeichnen. Zwei kleine Stempel, welche einen eigenen Mechanismus haben, verzeichnen die Vorzeichen ψ und b und sind auf beiden Seiten einer Reihe angeordnet, und zwar zwischen dem Stempel der 64tel Note und dem der 32tel Note. Durch diese Anordnung wird bezweckt, dafs das Kreuz- oder ^-Zeichen in allen Fällen immer von der Note der Halbtöne aufgezeichnet wird.
Jeder Stempel (Fig. 2) besteht aus einer Stange von viereckigem Querschnitt, welche an ihrem oberen Ende mit einem aus Leder und Filz zusammengesetzten Kopfe versehen ist, gegen welchen das Endstück J' des Doppelhebels / anschlägt. Der Abstand zweier Stempel wird immer gröfser, je näher dieselben dem Stempel liegen, welcher die ganze Note aufzeichnet. Diese Stempel sind mit dem Notenwerth ihrer Charaktere im gleichen Verhältnifs angeordnet, und es berühren sich die Köpfe der Stempel je nach der Mittellinie des Abstandes zweier Stempel. Diese Anordnung ermöglicht die Herstellung eines gleichma'fsigen Taktes und die Correctur des unregelmäfsigen Taktes des Spielers in der Weise, dafs zwischen zwei Striche, welche einen Viervierteltakt begrenzen und durch die Vorrichtung \ gezogen wurden, nicht mehr und nicht weniger Notenwerth verzeichnet werden kann, als dieser Takt erfordert. Die Stempel sind an ihren verbreiterten Köpfen federnd gelagert, so dafs sich dieselben wieder selbstthätig nach aufwärts bewegen.
Jeder Stempel ist an seinem unteren Ende mit einer erhabenen Type versehen, welche einen der vierzehn Zeitdauerwerthe oder Ton-' messungen darstellt, welche ein und denselben Grund- oder Halbton annehmen kann. Es verzeichnet daher jede Reihe nachstehende Zeitdauerwerthe, welche von rechts nach links auf einander folgen: 1. V64, 2. V325 3· Yi «> 4. punktirte Y16 Note, 5. und 6. Y8 und punktirte Y8 Note, 7. doppelpunktirte Y8 Note, 8., 9., 10. Y4 bezw. punktirte, bezw. doppelpunktirte Y4 Note, ii. Y2 Note, 12. punktirte halbe Note, 13. doppelpunktirte' halbe Note, 14. ganze Note. Diese Zeitdauerwerthe sind alle, selbstverständlich mit Ausnahme der ganzen Note, mit einem ganz kleinen Kreuz versehen; die Fahnen der verschiedenen Zeitdauerwerthe der Noten sind aus vorstehend angegebenem Grunde durch eine Ziffer ersetzt worden, welche die Anzahl der Fahnen angiebt und mitten im Kopf eingesetzt wird.
Die Anzahl der in dieser Reihe angeordneten Stempel könnte bei Angabe noch gröfserer Zeitdauerwerthe vermehrt werden. Der Doppelhebel J verzeichnet, sobald er über diese Reihe hinweggeführt worden ist, die ganze Note und kehrt dann infolge des selbstthätigen Loskuppeins seines Rahmens G nach seinem Ausgangspunkt zurück. Zu diesem Zweck ist die Knagge F' auf einer Spindel F" (Fig. 2) angeordnet, wodurch dieselbe seitlich schwingen kann, während eine seitlich angebrachte Feder ds die Knagge wieder in ihre frühere Stellung zurückführt. Sobald der" Rahmen G am Ende seines Weges angelangt ist, stöfst der am hinteren Ende des Rahmens vorgesehene Finger ^1 gegen das untere Ende d2 der Knagge F'. Hierbei schwingt letztere um ihre Spindel JF1", wodurch die Trennung der Knagge F' und des Zapfens d' und folglich ein Loskuppeln des Zahnrades F bewirkt wird.
Der nun frei gewordene Rahmen G wird durch Feder G' an seinen Ausgangspunkt zurückgeführt.
Die von den Stempeln M' gebildeten 36 Reihen sind in einem am Gestell der Vorrichtung befestigten Rahmen M angeordnet; diese Reihen sind zu einander parallel und jede entspricht je nach ihrer Stellung einer Linie oder einer Zwischenlinie der Liniensysteme des F- oder G-Schlüssels.
Im Nachstehenden sollen nun noch die Mittel näher erläutert werden, mit deren Hülfe die Noten der Halbtöne aufgezeichnet werden.
Die Obertasten oder Tasten der Halbtöne sind nicht mit einer besonderen Einrichtung zum Aufzeichnen versehen, sondern sind nur mittelst einer Hebelverbindung PP' PQRR'. r (Fig. ι und 3) — von gleicher Einrichtung wie: die beschriebenen Uebertragungsmechanismen der Untertasten — wirksam, welche die Abwärtsbewegung der senkrechten Stange T (Fig. 3) bezwecken soll. Letztere ist in einen durchbrochenen Theil des verschiebbaren Organ es der Transponirvorrichtung S S' U eingeführt, wo dieselbe sich mit ihrem unteren Ende mit dem in die Führung U eingeführten oberen Ende C der Stange C in Berührung befindet. Sobald die Stange T die Stange C C nach abwärts drückt, wird die gesammte Vorrichtung zum Aufzeichnen der um einen halben Ton tieferen Grundtöne der diatonischen Tonleiter in Thäfigkeit gesetzt und die Aufzeichnung vollzieht sich in derselben Weise wie diejenige der Grundtöne.
Das Anschlagen der schwarzen Obertaste ruft eine Abwärtsbewegung der Stangen T und C', sowie gleichzeitig der Stange V (Fig. 2) hervor, da bei der Abwärtsbewegung der Stange C der an derselben vorgesehene Daumen v' gegen den Daumen ν der Stange V anschlägt. Am unteren Ende dieser letzteren ist eine Nase X" (Fig. 2) vorgesehen, welche im gleichen Zeitpunkt auf den Arm X' des Winkelhebels X drückt, welch letzterer seine Drehbewegung auf die Stange χ überträgt und dieselbe nach beiden Seiten hin verschiebt, wodurch bei Drehung des mit der Stange χ verbundenen Winkelhebels Y der wagerechte Arm desselben gegen den Doppelhebel Y' anstöfst, welcher den das Vorzeichen tragenden Stempel Z anschlägt, der dann beim Anschlagen der schwarzen Taste diese Tonerhöhung sofort verzeichnet; hiernach wird die diesem Tonwerth entsprechende Note aufgezeichnet.
Während des zum Spielen dieser Note nöthigen Zeitraumes darf der Stempel Z auf d«m mit Tinte getränkten Stoffe "N und folglich auf dem Papier JE2 nicht verbleiben, weil er dem regelmäßigen Durchgange derselben ein Hindernifs wäre und zu Unregelmäfsigkeiten in der Aufzeichnung Veranlassung gäbe. Um diesem Nachtheile vorzubeugen, trennt sich der Arm X (Fig. 2) von der Nase X", sobald die Stange V um ungeführ 1,5 mm nach abwärts verschoben ist, wodurch die Organe zum Bewegen des das Kreuzzeichen tragenden Stempels frei durch Feder Z" angehoben und in ihre ursprüngliche Stellung zurückgeführt werden.
Wie aus der Zeichnung ersichtlich und im Vorstehenden erläutert worden ist, wird bei vorliegender Vorrichtung die unmittelbare Aufzeichnung eines Halbtones nur mit dem Kreuzzeichen stattfinden. Um ^-Zeichen aufzuzeichnen , mufs eine Transponirvorrichtung, in. Verbindung mit den Uebertragungsmechanismen der Halbtöne in Thätigkeit gesetzt werden.
Es ist wiederholt zu bemerken, dafs der Mechanismus zur Aufzeichnung der Grundtöne vermittelst der Stange V die Abänderung der um einen halben Ton erhöhten oder vertieften Töne aufzeichnet. ■ Andererseits erzeugt ein und dieselbe Obertaste zwei enharmonische Tongattungen: Ais und b, welche beiden gleichwerthigen Töne nicht auf ein und derselben Stufe des Notensystems verzeichnet werden können, da eine mit Kreuz vorgezeichnete Note bei der Umwandlung in eine mit b vorgezeichnete Note den Namen der folgenden Stufe der Tonleiter annimmt.
Es wird daher die Wirkung jedes Uebertragungsmechanismus der Halbtöne von einer Stange T auf die darauf folgende übertragen, um den Mechanismus zum Aufzeichnen des um eine Stufe höheren Halbtones auf die mit Kreuz vorgezeichnete Notentype und bei den mit dem entgegengesetzten Vorzeichen versehenen Halbtönen die mit dem b'-Zeichen versehene entsprechende Notentype einzustellen.
Die vorstehend erwähnten beiden Verschie-.. bungen werden gleichzeitig ausgeführt, und zwar mittelst eines Knopfes Z' (Fig. 3), welcher aufserhalb des Klaviers und . zur Hand des Spielenden angebracht ist. Dieser Knopf Z' beeinflufst eine Schraube ohne. Ende, welche mittelst des mit ihr in Eingriff stehenden Getriebes ^ die Welle %' der wagerecht angeordneten Transmission Z' \\' W'W in Umdrehung versetzt, welche durch ihr Getriebe W die Transponirvorrichtung S S' U, sowie durch das Kegelradgetriebe W W" eine zweite senkrecht angeordnete Transmission W" Y11W1 beeinflufst. Letztere dient zur Verschiebung der Winkelhebel Y. Die Welle %' trägt noch eine Rolle 30, welche mittelst eines Riemens eine auf der Spindel des Sectors 33 festgekeilte. Rolle 31 bewegt; genannter Sector trägt die beiden entgegengesetzten Vorzeichen, von denen das eine oder das andere in der Oeffnung 32 einer Scheibe Z2 erscheint, je nachdem man den Knopf Z' nach der einen oder nach der anderen Richtung hin umdreht, was der Aufzeichnung der um einen halben Ton erhöhten oder vertieften Noten entspricht.
Die Transponirvorrichtung SS1U ist wie folgt eingerichtet. Ein verstellbarer Theil S bildet ein Ganzes mit den nach Form eines Kammes angeordneten Trägern S', mit welchen die Winkelhebel R' der den Halbtönen entsprechenden Uebertragungsmechanismen gelenkig verbunden sind. Dieser verstellbare Theil ist in einer Führung U verschiebbar, in welcher 36 Oeffnungen vorgesehen sind; in jede dieser Oeffnungen ist das untere Ende einer Stange T eingeführt, mit welchem das
in dieselbe Oeffnung eingeführte obere Ende C einer Stange C in Verbindung steht. Im verstellbaren Theile S ist eine Oeffnung zum Hindurchtritt der Stangen T vorgesehen, welche in Verbindung mit den Stangen C in die Oeffnungen der Führung U eingeführt sind. Diese Stangen C können nach seitwärts nicht verstellt werden, sie sind in ihrer Wirkung beim Anschlagen der Obertasten noch vollständig unabhängig. In diesem Falle bewegen sich nur die Stangen C nach abwärts, während die Stange C' mit dem unteren Ende der Stange T, welche in ihrer Normallage durch Feder t gesichert ist, in Berührung verbleibt. Beim Anschlagen der Obertasten dagegen bewegt sich eine jede diesen Tasten entsprechende Stange T dadurch, dafs dieselbe durch den auf die Daumen O' wirkenden Winkelhebel R' um 3 mm nach abwärts gedrückt wird, und verschiebt die ihr entsprechende Stange CC, sowie die Stange V um den gleichen Weg nach abwärts. Es geschieht dies dadurch, dafs Daumen ν' gegen Daumen ν der Stange V anschlägt. In diesem Falle wird die Uebertragungsvorrichtung AA" BB' B" nicht in Thätigkeit gesetzt.
Wenn man nun den aufserhalb befindlichen und zur Hand angeordneten Knopf Z' umdreht, so wird die erste Transmission Z' ^ WW beeinflufst. Letztere führt mittelst des mit einer am hinteren Ende des verstellbaren Theiles S angebrachten Zahnstange in Ein* griff stehenden Getriebes W den verstellbaren Theil S von vorn nach hinten und verschiebt auf diese Weise die Winkelhebel R' vom Daumen 0' der einen Stange T nach dem Daumen 0' der nächstfolgenden Stange T, welche den Mechanismus zum Aufzeichnen in Thätigkeit setzt, den durch die Vorzeichenänderung bedingten veränderten Noten entspricht. Diese wagerechte Verschiebung der Winkelhebel R' wird dadurch ermöglicht, dafs die Stangen R, welche als Verbindungsorgan zwischen dem Winkelhebel R' und Q dienen, mit denselben in r an jedem Endtheile gelenkig verbunden sind.
Es ist nur noch nothwendig, dafs diese Note aufgezeichnet wird. Dies wird mittelst der senkrecht angeordneten Transmission W" Y" W1 bewirkt, welche im gleichen Zeitpunkte wie die Transmission des verstellbaren Theiles S S der Transponirvorrichtung in Thätigkeit gesetzt wird, und zwar durch das Kegelradgetriebe. Die Welle Y" ist an ihrem unteren Ende mit einem Zahnrade W1 versehen, welches in eine Zahnstange w greift, bei welcher ebenfalls Träger — welche nach Form eines Kammes angeordnet sind — für die Winkelhebel Y vorgesehen wurden. Diese Zahnstange gleitet von vorn nach hinten in den seitlichen Wandungen des Gestelles und führt die unter dem Doppelhebely' der das Kreuzzeichen tragenden Stempel angeordneten Winkelhebel Y unter diejenigen Doppelhebel, welche den das έ-Zeichen tragenden Typenstempeln entsprechen.
Die Transponirvorrichtung S S' U hat den Werth der Noten der Obertaste auf einen um eine Stufe höher stehenden Ton transponirt, und die Transmission W" Y" W1 hat die Kreuzzeichen in ^-Zeichen verändert, so dafs das Transponiren des verstellbaren Theiles S' S um einen halben Ton herabgesetzt wurde, was als Ergebnifs Folgendes giebt: 1. das Transponiren der Theile S S' U ändert z. B. das natürliche A in das natürliche H um; 2. Transponiren des Kreuzzeichens in ein b-Zeichen. Aus diesen beiden Transponirungen erfolgt die Aufzeichnung z. B. eines b anstatt eines Ais, welches der angeschlagenen Obertaste entspricht, wenn die Organe des Mechanismus zum Aufzeichnen sich in der Anfangsstellung befinden. Diese Aenderung findet in gleicher Weise bei den anderen veränderten Noten statt.
Da die erste und siebente Octave ebenso wie die Halbtöne keinen besonderen Mechanismus zum Aufzeichnen besitzen, so werden die Tasten derselben mit Uebertragungsmechanismen versehen, welche bezwecken, die entsprechenden Uebertragungsvorrichtungen gleichen Werthes der zweiten und sechsten Octave in Thätigkeit zu setzen, und zwar mittelst der an der Hülse jeder Stange A oder P vorgesehenen Ansätze a" bezw. p. Auf diese Ansätze a" und ρ wirken die Winkelhebel B3 und i?2 der Uebertragungsmechanismen A1 B1 B2 der Untertasten oder P1 P2 Q1 Pv1 der Obertasten ein.
Auf diese Weise wird beim Spielen in der ersten Octave des Klaviers der Mechanismus zum Aufzeichnen der zweiten Octave in Thätigkeit gesetzt, so dafs die Noten der ersten Octave höher aufgezeichnet werden. Beim Spielen in der siebenten Octave findet die Aufzeichnung in ähnlicher Weise wie oben statt, indem die 12 Töne dieser Octave um eine Octave tiefer aufgezeichnet werden.
Um nun dieses Transponiren von Octaven genau zu kennzeichnen und dem Spieler die richtigen Plätze auf der Tonleiter der auf diese Weise transponirten Töne anzugeben, ist bei der ersten und siebenten Octave hinter den senkrecht angeordneten Stangen A1 und P1 ein Cylinder .B4 angeordnet, welcher mit zwölf zu seiner Achse senkrechten Daumen a2 versehen ist. Dieselben werden durch die entsprechenden Daumen ax der erwähnten Stangen A1 und P1 in der Richtung von oben nach unten angeschlagen. Hierdurch führen die Cylinder Ba eine zwangläufige Drehbewegung von hinten nach vorn aus, welche das Aufwärtsgehen der Stange b1 zur Folge hat. Letztere ist an ihrem oberen Ende mit dem Arm G" und an ihrem
unteren Ende mit dem Hebel B2 gelenkig verbunden. Der Hebel B2 trägt eine Rolle b' (Fig. i), auf deren Umfang Ziffern vorgesehen sind, welche die Note oder den Octavenübergang anzeigen. Diese Rolle senkt sich auf j ein Farbband N und zeichnet beim Anschlagen einer oder mehrerer Tasten der ersten und siebenten Octave stets das Zeichen derselben auf. Selbst wenn zufällig diese Rolle mit dem Farbband nicht in Berührung kommt, wird sie in Thätigkeit gesetzt, und zwar durch eine kleine Rolle, welche infolge der durch Papierbewegung erzeugten Reibung in Gang gesetzt wird. Ihre Einrichtung ist die gleiche wie die der Rollen D0 D1 zur Aufzeichnung der Nüancirungen und ist neben den letzteren in derselben Verticalebene angeordnet. j
Wie bereits eingangs erwähnt, zeichnet die vorliegende Vorrichtung neben den 85 Haibund Grundtönen des Klaviers und den Vorzeichen die Zeichen der Nüancirungen auf. Zu diesem Zwecke ist mit jedem Pedale des Klaviers eine senkrechte Stange G1 verbunden, welche einen Hebel G2 beeinflufst. Hierdurch wird der Arm D3 in der Richtung nach aufwärts bewegt, welcher Arm lose auf der Spindel der durch das Papier E0 bewegten Rolle D1 sitzt. Diese Rolle setzt eine zweite Rolle D2 in Thätigkeit, welche die Buchstaben P und F (piano und forte) trägt.
So oft, als eines der Pedale nach abwärts gedrückt wird, bewegt sich die Rolle D2 mit ihrem Umfange auf dem der Rolle D1 entlang und senkt sich auf das Farbband N, wodurch die dem Pedale P oder F entsprechende Nüancirung auf das sich unter diesem Band bewegende Papier aufgezeichnet wird.
Unter dem die 36 Stempelreihen M' tragenden Rahmen M, sowie den nach denselben angeordneten vier Rollen, welche die Nüancirung forte und piano, sowie die auf einander folgenden Octavenzeichen aufzeichnen, wird ein Farbband mittelst zweier Transportwalzen η langsam hinwegbewegt. Letztere sind an zwei Seiten unterhalb des Gehäuses M angeordnet und dienen gleichzeitig als Spann- und Transportvorrichtungen. Ihre Wellen sind in den Wandungen des Behälters O gelagert. Auf der einen Welle ist eine doppelt gekerbte Rolle ή angebracht, welche zur Bewegung der Welle η dient. Diese Rolle und mit ihr die entsprechende Walze η kann beispielsweise ihren Antrieb vom Rad / des Zahnradgetriebes aus vermittels eines gekreuzten Riemens erhalten, welche dann mittelst eines zweiten Riemens die zweite Walze η in Umdrehung versetzen kann. Das Farbband wird beständig durch eine Walze JV' angefeuchtet, welche in dem die Anilintinte enthaltenden Behälter O gespeist und infolge der durch Berührung mit
dem Stoffe JV erzeugten Reibung in Umdrehung versetzt wird.
Das endlose Papierband E2, welches in E1 aus der Vorrichtung tritt, wird über eine Führungswalze F1 unter die Walze G'o (Fig. 1) geleitet, welche das Liniensystem des F- und G-Schlüssels, sowie die Taktstriche auf diis Papierband aufträgt. Von hier aus tritt dasselbe in die Führungsbahn I1 ein und gelangt unter das Farbband JV, wo vermittelst der Stempel M' die verschiedenwerthigen Notenzeichen des Tonsatzes auf das Papierband aufgetragen werden.
Dasselbe wird durch einen Cylinder J1 fortgeschaltet, welcher mit der gleichen Geschwindigkeit wie der Rahmen GIJJ' umläuft und vom Zahnrad 2 mittelst Kegelrad- und Schneckengetriebes 3,4,5 (Fig. 1) seinen Antrieb erhält. Nach erfolgter Aufzeichnung gelangt es auf der linken Seite des Klaviers nach Vorübergehen einer zweiten mittelst Rollen- und Riementriebwerkes K1 K3 angetriebenen Transportwalze K2 zum Austritt.
Die Vorrichtung zum Auftragen der Liniensysteme des F- und G-Schlüssels besteht aus einem Anilintinte enthaltenden Behälter .F3, in welchem eine Walze F0 gespeist wird, welche dann eine zweite mit Filz überzogene Walze C1 speist, welche auf die Walze G'2 die zum Druck der beiden Liniensysteme auf das Papierband nöthige Tinte aufträgt. Das Papierband E2 geht dann an einer mit Flanell überzogenen Walze H1 vorüber, welche die aufgetragene Tinte vor Eintritt in die eigentliche Vorrichtung zum Aufzeichnen trocknet.
Die Auftragewalze C0 ist an ihrem Umfange der Anzahl der Notenlinien des Violin- und Bafsschlüssels entsprechend mit Metallringen versehen, welche mit parallel zur Längsachse verlaufenden auslös- und verstellbaren Furchen zur Aufzeichnung der Taktstriche durchbrochen werden. Der Cylinder, welcher während der Dauer von vier Vierteltakten eine Umdrehung macht, zeichnet jeden Vierteltakt mit einem Punkte auf. Beim Aendern des Taktes hat der Spieler nur nöthig, die parallel der Längsachse verlaufenden Furchen auszulösen und durch andere zu ersetzen, dagegen sind die die Liniensysteme aufzeichnenden Ringe fortlaufend und nicht auswechselbar. Alle Organe der Walze C2 zum Auftragen der Notenlinien sind in den Wandungen des Behälters F3 gelagert.
Die vorstehend beschriebene Vorrichtung zum Aufzeichnen wird durch eine in einer Trommel 6 angebrachte Feder in Thätigkeit gesetzt, welche die zur Inbetriebsetzung sämmt- ' licher Organe nöthige Kraft liefert. Die mit einem Zahnkranze ausgestattete Trommel 6 setzt mittelst der Zahnräder 8, 9, 10, 11 drei Getriebe i, 2 und 7, ein Schwungrad 1.2 und
einen Regler 13 in Thä'tigkeit, ferner bewegt das Getriebe 2 das Kegelradgetriebe 3, 4, 5 der Cylinder J1 K2.
Das Getriebe 1 ist mit einer Reibungsbremse 14, 15, 16, 17 (Fig. ι und 6) versehen, welche mittelst eines Pedales 15 angezogen wird. Dasselbe wird durch Wirkung einer Feder 18 wieder zurückgeführt, welche einer zu grofsen Abwärtsbewegung der Pedale entgegenwirkt. Am Fufse des Klaviers sind Einkerbungen vorgesehen, in welchen das Pedali5 festgestellt wird; um den Gang der Vorrichtung zu verzögern, welcher bei voller Betriebsgeschwindigkeit dem schnellsten Musiktakt entspricht, d. h. ungefähr 208 Vierteltakten pro Minute, genügt es, das Pedal 15 nach abwärts zu drücken. Sobald nun der Zeiger 19 des nach Art des Taktmessers System Mälz el abgetheilten Ziffernblattes Z1 gegenüber dem Allegro, Vivace, Moderato, Andante etc., welches dem gewünschten Takte entspricht, zu stehen kommt, so schiebt man das Pedal 15 in die ihm gegenüberstehende Einkerbung ein, und der Apparat wird somit mit dieser Geschwindigkeit während des Spieles im Betrieb erhalten. Auf diese Weise läfst sich der Apparat auf alle erforderlichen Taktlangen einstellen.
Der Zeiger 19 wird mittelst der durch Riemenantrieb verbundenen Rollen 20,21 und 22 bewegt. Diese Rollen selbst werden durch einen auf der ersten Rille der Antriebsrolle 20 aufgewickelten Riemen 23, dessen anderes Ende mit dem Ring 17 des Hebels 16 verbunden ist, in Umdrehung versetzt. Sobald dieser Hebel durch das Pedal 15 nach abwärts verstellt wird, wird dieser Riemen 23 und folglich die Rolle 20 bewegt, während die Rollen 21 und 22 mittelst des auf der zweiten Rille der Rolle 20 angeordneten Riemens in Umdrehung versetzt werden.
Das zweite Getriebe 2 steht mit dem auf der Welle D' der Kupplungsvorrichtungen sitzenden Zahnrade 10 in Eingriff, welches bei einer Umdrehung des Zahnrades 449 Umdrehungen macht. Die auf dieser Welle angeordneten 36NKupplungsvorrichtungen werden ebenfalls mit gleicher Geschwindigkeit in Umdrehung versetzt.
Das Zahnrad F jeder Kupplungsvorrichtung, welches einen Rahmen G mit dem Hebel J nach beiden Seiten hin verschiebt, macht eine Umdrehung während einer Hinbewegung des Rahmens oder während der Dauer eines Viervierteltaktes. Es folgt daraus, dafs während einer Umdrehung der Trommel 6 die beiden Liniensysteme des F- und G-Schlüssels aufgetragen, sowie die Nüancirungen und die Zeichen der ersten und siebenten Octave aufgezeichnet werden, was im Ganzen 449 Viervierteltakten gleichkommt, welche auf Papier ohne Ende von 28,74 m Länge in 16 Minuten und 20 Secunden mit mäfsiger Geschwindigkeit aufgezeichnet werden.
Das Getriebe 9 bewegt die das Papierband E2 mit der gleichen Geschwindigkeit des Rahmens G fortschaltenden Cylinder J1 K2 mittelst eines Kegelradgetriebes 3,4,5, welches die Welle des Cylinders J1 mittelst eines Schneckenradgetriebes bewegt. Der Cylinder J1 bewegt mittelst der Rollen K1 K3 und des Riementriebes den Cylinder K2. Das dritte Getriebe 7, welches mit dem Zahnrad 11 in Eingriff steht, dreht das Schwungrad 12 mit einer Geschwindigkeit von 2245 Touren pro Umdrehung der Trommel 6. Auf der Welle des Schwungrades sitzt ein Getriebe, welches die Schneckenschraube 24 des Reglers 13 in Umdrehung versetzt.
Am oberen Ende der Welle des Reglers ist eine Bremsvorrichtung 25 angeordnet, welche durch einen Hebel 26 in Thütigkeit gesetzt wird. Dieser Hebel ist an seinem oberen Ende mit einem Knopfe 27 versehen, welcher in einer Oeffnung des Zifferblattes Z0 verstellt werden kann; auf letzterem, sowie auf jeder Seite der Führung des Knopfes 27 sind die Buchstaben A und M vermerkt zum Anzeigen derjenigen Richtung, nach welcher der Knopf zwecks Anhaltens oder Inbetriebsetzens verstellt werden mufs. Das untere Ende des Hebels 26 verschiebt die in der Bahn 28 geführte Bremse 25, welche beim Bremsen gegen eine an der Welle des Reglers angebrachte Rolle anschlägt, beim Inbetriebsetzen sich jedoch von derselben entfernt. Der den gesammten Apparat tragende Rahmen ist in senkrechter Richtung auf- und abwärts verschiebbar. Die nach abwärts gerichtete Verschiebung hat den Zweck, die Stangen A P des Uebertragungsmechanismus beliebig mit den Tasten aufser Verbindung bringen zu können, um überhaupt die Vorrichtung von der Klaviatur ausschalten zu können. Dieses Verstellen wird mittelst Excenter bewirkt, welche von der Platte des Klaviers angebrachten Trägern getragen werden und den Rahmen der Vorrichtung beim Verstellen desselben führen.
Die im Vorstehenden beschriebene Vorrichtung kann bei allen mit Klaviaturen versehenen Instrumenten, z. B. bei Klavieren aller Modelle, Orgeln, Harmoniums verwendet werden.

Claims (7)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Eine Vorrichtung zum Aufzeichnen von auf Tasteninstrumenten gespielten Musikstücken, dadurch gekennzeichnet, dafs während des Spielens das Musikstück in Notenschrift auf ein gleichmäfsig fort-. geschaltetes Papierband mittelst Matrizenstempel, welche die den verschiedenen Tönen entsprechenden Notenzeichen auf-
    weisen, aufgezeichnet wird, wobei diese Stempel mit den Tasten des Instrumentes derart in Verbindung stehen, dafs sie beim Anschlagen der Tasten in Thätigkeit gesetzt werden und die gespielte Note unmittelbar aufzeichnen.
  2. 2. Eine Ausführungsform der unter i. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher jede Untertaste (A'") auf eine senkrechte Stange (A) wirkt, welche mittelst zweier durch eine Stange (B') verbundener Winkelhebel (BB") mit einer Mittelstange (C) in Verbindung steht, die auf eine selbstthätig wirkende Vorrichtung (D d' F'Eee') zum Verkuppeln und Ent- j kuppeln eines auf einer stetig umlaufenden Welle (D') lose sitzenden Zahnrades(F) einwirkt, welches mit der Zahnstange (g) eines einen Doppelhebel (JJ') tragenden Rahmens (G) in Eingriff steht und denselben verschiebt, wobei während der Verschiebung des Rahmens (G) der durch Sperrvorrichtung f/ P) festgehaltene Doppelhebel (JJ') über eine Reihe Stempel (M) gleitet, deren Typen die verschiedenen Notenzeichen aufweisen, bis durch Aufwärtsbewegung der Mittelstange (C) infolge Freilassens der Taste (A'") die Sperrvorrichtung (I P) ausgerückt und das den Rahmen (G) beeinflussende Zahnrad (F) entkuppelt wird, wodurch der Doppelhebel (JJ') einen der Dauer der Note entsprechenden Stempel (M') anschlägt, welcher das Notenzeichen der gespielten Note auf ein fortgeschaltetes Papierband (E2) aufträgt, worauf der Rahmen (G) durch die Wirkung einer Feder (G') in seine ursprüngliche Lage zurückgeführt wird.
  3. 3. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher die erhöhten Halbtöne mittelst der unter 2. gekennzeichneten Vorrichtung aufgezeichnet werden, indem beim Anschlagen der Obertasten die Mittelstangen (C) durch von ihnen unabhängige Stangen (C) beeinflufst werden, die mit den Obertasten je durch zwei mittelst Winkelhebel (Q und R') und Stange (R) verbundene senkrechte Stangen (P und T) in Verbindung stehen, wobei die auf die Mittelstangen (C) einwirkenden Stangen (C) noch eine zweite Reihe Stangen (V) beeinflussen, wovon jede mittelst Uebertragungsvorrichtung (Xx Y Y') einen das Kreuzzeichen tragenden Stempel (Z) sogleich bei Anschlag der entsprechenden Obertaste in Thätigkeit setzt.
  4. 4. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher die vertieften Halbtöne mittelst der unter 3. gekennzeichneten Vorrichtung aufgezeichnet werden, indem die Wirkung jeder Uebertragungsvorrichtung (P P' QRR') der erhöhten Halbtöne zwecks Aufzeichnung der um einen Ton höheren Note von einer Mittelstange (C) auf die darauffolgende übertragen wird und b- Zeichen anstatt Kreuzzeichen vorgezeichnet werden, dadurch, dafs von Hand ein Getriebe (Z' \) in Thätigkeit gesetzt wird, welches eine Welle (\') in Umdrehung versetzt, die mittelst Zahnrades (W) die Winkelhebel (R') zum Antrieb der Mittelstangen (C) von einer Stange (T) zur darauffolgenden verschiebt undmittelstKegelradgetriebes^W W") und Uebertragungsvorrichtung (Y" Ww) die die Stempel (Z) der Kreuzzeichen in Thätigkeit setzenden Winkelhebel (Y) ebenfalls seitwärts verstellt, damit dieselben beim Anschlagen der Obertasten die das ^-Zeichen tragenden Stempel beeinflussen, wobei gleichzeitig die Transponirung durch eine geeignete Vorrichtung (30, 31, 33) auf einer Scheibe (Z2) angezeigt wird.
  5. 5. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher die Töne der ersten und letzten Octave, sowie die entsprechenden erhöhten oder vertieften Halbtöne durch die unter 2., 3. und 4. gekennzeichneten Vorrichtungen dadurch angegeben werden, dafs jede Untertaste dieser Octaven durch eine Uebertragungsvorrichtung (A1 B1 B2 ΒΆ) mit der Aufzeichnungsvorrichtung der entsprechenden Untertaste — und jede Obertaste durch eine Uebertragungsvorrichtung fP, P2 Q1 R1 RJ mit denjenigen (PP' Q R R) der entsprechenden Obertaste — der benachbarten Octave in Verbindung steht, wobei ferner das entsprechende Octavzeichen durch eine Rolle (b1) aufgezeichnet wird, welche am Ende eines Doppelhebels (B2) angeordnet ist, der durch eineUebertragungsvorrichtung^ G" -B4 a2 CL1) beim Anschlagen der Untertasten oder Obertasten in Thätigkeit gesetzt wird.
  6. 6. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher jedes Pedal des Tasteninstrumentes mit einer senkrechten Stange (G1) in Verbindung steht, die auf einen Hebel (Gn) einwirkt, welcher einen zwei Rollen (D1 D,-,) tragenden Arm (D3) in Schwingung versetzt, dessen eine Rolle (D2) beim Herabdrücken des Pedales die entsprechende Nüancirung aufzeichnet.
  7. 7. Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher eine Vorrichtung zum Auftragen der Linien und Taktstriche vorgesehen ist, gekennzeichnet durch einen mit Ringstücken und
    Längsrinnen versehenen Cylinder (G2), dessen den Taktstrichen entsprechende Rinnen nach Belieben ausgewechselt werden können, wobei ferner Walzen (F2 G1 H1) zum Auftragen der Tinte und zum Trocknen vorgesehen sind.
    Eine Ausführungsform der unter i. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher eine selbstthätig wirkende Antriebsvorrichtung vorgesehen ist, gekennzeichnet durch eine in mit gezahntem Kranze ausgestatteter Trommel (6) angeordnete Feder, welche die drei Haupttriebwerke (i, 2, 7) zum Inbetriebsetzen der verschiedenen Trieborgane, des Schwungrades (12) und des Reglers (13) in Thätigkeit setzt.
    Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher eine Reibungsbremsvorrichtung (14) vor-
    gesehen ist, dadurch gekennzeichnet, dafs dieselbe durch ein besonderes Pedal (15, 16) beeinflufst wird und mit einer passenden Uebertragungsvorrichtung(i 7,23,20,21,22) versehen ist, welche einen vor einem nach den verschiedenen Musiktakten eingetheilten Zifferblatte (Z1) verstellbaren Zeiger (19) in Umdrehung versetzt.
    Eine Ausführungsform der unter 1. gekennzeichneten Vorrichtung, bei welcher eine Anlafs- und Feststellvorrichtung vorgesehen ist, gekennzeichnet durch eine mittelst eines Stellknopfes (27) und Hebels (26) in Thätigkeit gesetzte Bremse (25), welche in einer Führung (28) gleitet und beim Bremsen gegen eine an der Welle des Reglers (13) angebrachte Rolle (29) anschlägt, beim Inbetriebsetzen sich jedoch von derselben entfernt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT115495D Active DE115495C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE115495C true DE115495C (de)

Family

ID=384914

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT115495D Active DE115495C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE115495C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE115495C (de)
CH298526A (de) Notenschriftzeichen-Schreibmaschine.
DE570379C (de) Notenschreibmaschine
DE118427C (de)
AT54004B (de) Maschine zum Aufzeichnen von auf einem Tasteninstrument gespielten Musikstücken.
DE909101C (de) Notenschreibmaschine
DE205063C (de)
DE146531C (de)
DE379060C (de) Vorrichtung zum Aufzeichnen gespielter Musikstuecke
DE74053C (de) Typenschreibmaschine, welche gebundenes Spiel der Tasten gestattet
DE280641C (de)
DE99478C (de)
DE55482C (de) Typenschreibmaschine
DE721382C (de) Typendruckmaschine mit einer Anzahl von den verschieden breiten Typen angepassten Papierschlittenschaltvorrichtungen
DE185920C (de)
DE52046C (de) Hülfsklaviatur
DE636946C (de) Notenschreibmaschine
AT20149B (de) Phonetische Schreibmaschine.
DE72466C (de) Mittelst einer Vorrichtung zum selbstthätigen Aufzeichnen von auf Tasteninstrumenten gespielten Musikstücken hergestellte Notenbänder und Notenwalzen
DE632467C (de) Verfahren zur Herstellung von Rhythmusbaendern, insbesondere von Bildfilm und Musik
DE180524C (de)
DE212913C (de)
AT20650B (de) Stenographiermaschine.
DE381429C (de) Notenschreibmaschine
AT20682B (de) Mechanisches Saiteninstrument.